Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:2Sam08

Aus Vulgata
Wechseln zu: Navigation, Suche

Liber secundus Samuelis. Quem nos Primum Regum dicimus. Caput VIII.

Das zweite Buch Samuels oder der Könige Kap. 8


2. David herrscht ruhmvoll und glücklich in Jerusalem bis zu seinem Falle. (8,1 – 10,19) A. Durch glückliche Kriege erweitert David unter Gottes Beistand sein Gebiet (V. 14) und hebt die innere Lage des Reiches durch seine gute Verwaltung.

1. Factum est autem post hæc, percussit David Philisthiim, et humiliavit eos, et tulit David frenum tributi de manu Philisthiim.
2. Et percussit Moab, et mensus est eos funiculo, coæquans terræ: mensus est autem duos funiculos, unum ad occidendum, et unum ad vivificandum: factusque est Moab David serviens sub tributo.
3. Et percussit David Adarezer filium Rohob regem Soba, quando profectus est ut dominaretur super flumen Euphraten.
4. Et captis David ex parte ejus mille septingentis equitibus, et viginti millibus peditum, subnervavit omnes jugales curruum: dereliquit autem ex eis centum currus.
5. Venit quoque Syria Damasci, ut præsidium ferret Adarezer regi Soba: et percussit David de Syria viginti duo millia virorum.
6. Et posuit David præsidium in Syria Damasci: factaque est Syria David serviens sub tributo: servavitque Dominus David in omnibus ad quæcumque profectus est.
7. Et tulit David arma aurea, quæ habebant servi Adarezer, et detulit ea in Jerusalem.
8. Et de Bete, et de Beroth civitatibus Adarezer, tulit rex David æs multum nimis.
9. Audivit autem Thou rex Emath, quod percussisset David omne robur Adarezer,
10. Et misit Thou Joram filium suum ad regem David, ut salutaret eum congratulans, et gratias ageret: eo quod expugnasset Adarezer, et percussisset eum. Hostis quippe erat Thou Adarezer, et in manu ejus erant vasa aurea, et vasa argentea, et vasa ærea:
11. Quæ et ipsa sanctificavit rex David Domino cum argento et auro, quæ sanctificaverat de universis gentibus, quas subegerat
12. De Syria, et Moab, et filiis Ammon, et Philisthiim, et Amalec, et de manubiis Adarezer filii Rohob regis Soba.

13. Fecit quoque sibi David nomen cum reverteretur capta Syria in Valle Salinarum, cæsis decem et octo millibus:
14. Et posuit in Idumæa custodes, statuitque præsidium: et facta est universa Idumæa serviens David: et servavit Dominus David in omnibus ad quæcumque profectus est.
15. Et regnavit David super omnem Israel: faciebat quoque David judicium et justitiam omni populo suo.
16. Joab autem filius Sarviæ erat super exercitum: porro Josaphat filius Ahilud erat a commentariis:
17. Et Sadoc filius Achitob, et Achimelech filius Abiathar, erant sacerdotes: et Saraias, scriba:
18. Banaias autem filius Joiadæ super Cerethi et Phelethi: filii autem David sacerdotes erant.


1. Hierauf1 aber begab es sich, dass David die Philister schlug und sie demütigte, und er entwand den Zaum der Tributpflicht2 aus der Hand der Philister. [1Chr 18,1.2]
2. Sodann schlug er die Moabiter und maß sie mit der Schnur, indem er sie sich auf die Erde hinstrecken ließ;3 er maß aber zwei Schnüre, eine zur Tötung und eine um am Leben zu lassen. So wurde Moab David tributpflichtig.
3. Weiter schlug David Adarezer, den Sohn Rohobs, den König von Soba,4 als dieser hinzog, um seine Herrschaft über den Fluss Euphrat auszudehnen. [1Chr 18,3]
4. Und David nahm von ihm tausend und siebenhundert Reiter und zwanzigtausend Mann Fußvolk gefangen und ließ alle Wagenpferde lähmen; hundert Wagen5 aber ließ er davon übrig.
5. Auch kamen die Syrer von Damaskus, um Adarezer, dem Könige von Soba, Hilfe zu leisten;6 David aber schlug von den Syrern zweiundzwanzigtausend Mann.
6. Und David legte eine Besatzung7 in das damaszenische Syrien, und Syrien ward ihm tributpflichtig; und der Herr bewahrte David in allem, wozu immer er auszog.
7. Auch nahm David die goldenen Waffen,8 welche die Diener Adarezers hatten, und brachte sie nach Jerusalem.
8. Aus Bete aber und Beroth, den Städten Adarezers, nahm der König David sehr viel Erz.
9. Als nun Thou, der König von Emath,9 hörte, dass David die ganze Macht Adarezers geschlagen hatte,
10. sandte er seinen Sohn Joram zu dem Könige David, um ihn zu begrüßen und ihm Glück zu wünschen und Dank zu sagen, dass er Adarezer bekämpft und ihn geschlagen hatte; Thou war nämlich Adarezers Feind. Und er führte goldene und silberne und eherne Gerätschaften mit sich.
11. Auch diese weihte der König David den Herrn samt dem Silber und Golde, welches er allen Völkern, die er unterjocht, abgenommen und geweiht hatte,
12. der Syrien, Moab, den Söhnen Ammons, den Philistern, Amalek und Adarezer, dem Sohne Rohobs, des Königs von Soba, abgenommenen Beute.10
13. Auch machte sich David einen Namen, als er von der Besitznahme Syriens zurückkam im Salztale,11 indem er achtzehntausend Mann erschlug.
14. Und er setzte Statthalter in Idumäa ein und legte eine Besatzung dorthin und ganz Idumäa war David dienstbar;12 der Herr aber bewahrte David in allem, wozu er immer auszog.
15. So herrschte David über ganz Israel13 und er übte Recht und Gerechtigkeit gegen sein ganzes Volk.
16. Joab aber, der Sohn Sarvias, war über das Heer gesetzt, Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler,
17. Sadok, der Sohn Achitobs,14 und Achimelech, der Sohn Abiathars,15 waren Priester und Sarajas war Schreiber,
18. Banajas aber, der Sohn Jojadas, war über die Cerether und Phelether16 gesetzt und die Söhne Davids waren Priester.17

Fußnote

Kap. 8 (1) Die folgenden drei Kapitel sind eine Ergänzung der Prophezeiung, weil erstlich das Reich den ihm zukommenden Umfang erreichen musste, dann weil es, damit der Tempel gebaut werden konnte, notwendig war, dass ein Volk tributpflichtig wurde. In [2Sam 8] werden die Kriege nur summarisch erwähnt, in [2Sam 10] der Krieg gegen die Ammoniter ausführlich geschildert. [2Sam 9] wird eingeschoben, um Miphiboseths Erwähnung zu tun. – Hierauf: Außerdem, also nicht notwendig in der Folge der Ereignisse. Vergl. [2Sam 10,1], wo der bereits im [2Sam 8] erwähnte Ammoniterkrieg berichtet wird. - (2) Vergl. [1Chr 18,1]. Geth hatte einen eigenen König. [1Koe 2,39] Hebr.: David nahm den Zaum der Mutter, d.i. die Haupt- und Mutterstadt, welche die Herrschaft ausübte. - (3) Er befahl den Gefangenen, sich zu Boden zu werfen und maß zwei Stricke zum Tode und einen vollen Stricke (also mehr als einen Strick) zum Lebendig machen. Kriegsrechtlich konnte David alle töten, doch, er wollte das Land nicht entvölkern, sondern nur die Bewohnerschaft unschädlich machen. Früher waren die Moabiter Freunde [1Sam 22,3], doch Davids Thronbesteigung machte sie zu Feinden. - (4) Zwischen dem Euphrat und Damaskus. - (5) Gespanne von Wagen. Anders [1Chr 18,4]. - (6) Wie es scheint, nach der ersten Niederlage. Vergl. [2Sam 10,6]. - (7) Hebr.: Einen Befehlshaber. - (8) Wahrscheinlich Schilde mit goldenen Platten. - (9) An der Nordgrenze von Palästina. - (10) Diese Beute weihte er Gott. Obwohl er den Tempel selbst nicht baute, bereitete er doch alles Erforderliche vor. Hierdurch wird der Zusammenhang der Erzählung mit dem Tempelbau klar. - (11) Edomiter brachen, wohl als David nach Syrien zog, in Palästina ein. Der Krieg dauerte sechs Monate; alle Edomiter, die in Joabs Hände fielen, wurden getötet. [1Koe 11,15] Eigentlich erforscht Abisai den Sieg über die Edomiter im Salztale. [1Chr 18,12] - (12) Der übrige Teil des Kapitels ist [1Sam 14,47-57, 2Sam 20,23-26] ähnlich. So war es [4Mos 24,18] vorausgesagt. Die Chananiter sollten alle vertilgt (hebr.: vertrieben) werden. Josue hatte indes im Kampfe eine Pause eintreten lassen, damit die Israeliten nicht verwilderten. Nach seinem Tode, der das Band löste, welches bis dahin alle zusammengehalten, vergaßen die einzelnen Stämme über ihre Sonderinteressen das Gemeinwohl und zogen vor, statt sich den Alleinbesitz des Landes zu sichern, die Güter desselben mit den Chanaanitern zu teilen. Hiermit besiegelten sie ihren Abfall vom Bunde Gottes und gaben sich selbst auf Jahrhunderte den in wechselnden Zeiträumen sie angreifenden Feinden, den Anamitern, Moabitern, Chananitern, Madianitern, Ammonitern und Philistern preis. Vergl. [Rich 2,8ff]. Da die Chananiter den Israeliten an Kultur überlegen waren, hatten sie während 300 Jahren, bis zur Unterwerfung der Philister durch David, ein soziales Übergewicht und den Handel, während die Israeliten die Vermittlung hatten. Mit der Emanzipierung Israels von den Chananitern hatte David alles getan, was ihm in dieser Beziehung oblag. Alles Weitere war nur ein Verteidigungskrieg. Die syrischen Fürsten kamen den von David bedrängten Ammonitern zu Hilfe, der Krieg gegen die Ammoniter aber wurde zur Abwehr schwerer Schmach geführt. Nachdem die Ammoniter besiegt und Damaskus sowie das Land bis zum Euphrat und zum roten Meere erobert war, hätte David diese Landstrecken seinem Reiche einverleiben und den gesamten Handel in Beschlag nehmen können. Doch er begnügte sich, sein Volk wohl kennend, mit Tribut und Transithandel. - (13) Von allen anerkannt, erfüllte er treu alle seine Pflichten ohne Ansehen der Person. Zu der folgenden Beschreibung vergl. [1Sam 14,50]. Josaphat hatte die den König selbst und das ganze Reich betreffenden Geschäfte zu verwalten. [2Koe 18,18] wird er der Würde nach an dritter Stelle aufgeführt. Die Schreiber (V. 17) hatten die Geschlechtstafeln der Familien und Stämme, das Heerwesen, die Aufzeichnung der Regierungshandlungen des Königs u.a. zu überwachen. - (14) Nicht der [1Sam 14,3] genannte, sondern ein aus der Linie Eleazar stammender. - (15) Achimelech war der Sohn des Abiathar, der zu David floh, Enkel des alten Achimelech. - (16) Philister. Banajas: [1Koe 2,35] - (17) Richtiger: Fürsten des Hofes, wie die Itala hat und [1Chr 18,17]. An anderen Orten, wie [2Sam 20,26, 1Koe 4,5] werden im Gegensatze zu Priestern Gottes, Priester Davids genannt, wodurch genügend gezeigt wird, dass es sich nicht um wirkliche Priester handelt. Etwa: Zeremonienmeister. - Weitere Kapitel: 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 |

Diese Kategorie enthält zurzeit keine Seiten oder Medien.