Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:3Mos11: Unterschied zwischen den Versionen

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Kap. 11 ('''1''') [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:1Mos09|1Mos 9,2]]''] waren zwar alle Tiere in des Menschen Hand gegeben, insbesondere zur Nahrung, gleich den Pflanzen, doch war V. 4 eine Einschränkung beigefügt worden, insofern das Blut untersagt ward. Das mosaische Gesetz, das alle Seiten des geistigen und physischen Lebens mit seiner Vorsorge umfasst, geht noch weiter, indem es in den Kreis der verbotenen Speisen die sogenannten unreinen Tiere, sowie gewisse Teile der reinen, ja auch bestimmte Vegetabilien einbezieht. Der zu Grunde liegende Gedanke ist dabei, wie bei anderen Forderungen des Gesetzes, die Forderung der Heiligkeit, weil der Gott Israels heilig ist, eine Heiligkeit, die sich selbst auf die leibliche Nahrung erstrecken soll. (Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:3Mos11|3Mos 11,43ff]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:3Mos20|3Mos 20,24ff]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:5Mos14|5Mos 14,21]]'']). In den Einzelheiten der Bestimmungen mag auch die Rücksicht auf diätetisch-klimatische Verhältnisse (wie beim Verbot des Schweinefleisches und des Fetten) nicht ausgeschlossen sein, während man im übrigen die Abstufungen und Ordnungen der Natur mit tieferem Blicke erfasste. - ('''2''') A. Kleinvieh: V. 3 allgemein positive Regel, V. 4 allgemein negative, Spezies V. 4 – 7, V. 8 Wiederaufnahme der negativen Regel V. 9. Negative V. 10 mit Begründung, deren Erklärung V. 11 folgt. Den Schluss macht die Wiederholung der negativen Regel. C. Vögel: Die allgemeine positive Regel vorausgesetzt, werden V. 13 – 19 verschiedene Arten von Raubvögeln verboten. V. 20 – 25 allgemeine Regel für geflügelte Vierfüßler oder Vielfüßler, zuerst negativ, dann positiv mit Beifügung von Beispielen. Schluss: Wiederholung der negativen Regel. d. Reptilien: Nicht alle gelten ohne weiteres als unrein: V. 29, V. 30 acht Arten indes sind unrein. V. 31 Wiederholung des Verbotes. V. 31 – 35 Verunreinigung von Gefäßen, Kleidern, Speisen. Feierlicher Schluss V. 35. Diese Gesetze stimmen in ihren wesentlichen Bestimmungen mit [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:5Mos14|5Mos 14,3-20]]'']. Diese Vorschriften wurden zu verschiedenen Zeiten durch Zusätze vermehrt und umgestaltet. - ('''3''') Wahrscheinlicher als Klippdachs.  - ('''4''') Klippdachs und Hase machen bisweilen mit dem Maule Bewegungen, wie die Wiederkäuer, wie die Wiederkäuer beim Wiederkauen und werden deshalb, da hier lediglich der Augenschein als Richtschnur genommen wird, den Wiederkäuern zugerechnet. - ('''5''') V. 26. Übrigens verunreinigt auch die Berührung des Aases von einem unreinen Tiere. - ('''6''') Also z.B. Krebse, Aale, schuppenlose Fische u. a. - ('''7''') Geflügelten Tiere. - ('''8''') Hebr.: der Bartgeier. - ('''9''') Hebr.: Geier. - ('''10''') Hebr.: Der Falken. - ('''11''') Nicht klar, welcher Vogel gemeint ist. Nach einigen der männliche Strauß, nach anderen die Schwalbe. - ('''12''') Der hebräische Name Janschuph ist nicht zu erklären. - ('''13''') Thinschemeth. Die meisten Erklärer denken an eine Eulenart. - ('''14''') Nach anderen: der Erdgeier. - ('''15''') Da es vierfüßige kleine Flügeltiere nicht gibt, ist dies vielleicht ein Ausdruck für die Bewegung des Körpers in horizontaler Lage (vergleichbar dem Deutschen „auf allen Vieren“). - ('''16''') Außer diesen vier Arten. - ('''17''') Hebr.: Solamheuschrecke. – [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:5Mos14|5Mos 14,19]]''] wird keine Ausnahme als gestattet angeführt, weil wohl der Genuss von Heuschrecken als erlaubt genügend bekannt war. Besonders ärmere Leute aßen Heuschrecken. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt03|Mt 3,4]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mk01|Mk 1,16]]'']. - ('''18''') Eine andere Art der Heuschrecke. - ('''19''') Chagabheuschrecke. - ('''20''') Fehlt im Hebräischen. - ('''21''') Die Aufzählung ist nicht vollständig, da die Wassertiere (V. 11) und die Flugtiere fehlen. - ('''22''')  Samar. Und Septuag fügen bei: und bade sich im Wasser. - ('''23''') Jedes Tier, welches gespaltene, aber doch nicht völlig durchgespaltene Klauen hat. - ('''24''') Hunde, Katzen, Bären. - ('''25''') Kleine Tiere, deren Füße so kurz sind, dass sie fast nach Art des Gewürms kriechen.  - ('''26''') Richtiger: Eidechse. - ('''27''') Die folgenden Namen sind unsicherer Deutung: ANaka, Koach, Letaa, Chometh, Tinschemeth. Die ersten vier werden meist als Eidechsenarten angesehen, unter dem letzten gewöhnlich das Chamäleon verstanden. - ('''28''') Hebr.: Soll alles, was darin ist, unrein sein. - ('''29''') Ein nicht einen vollen Meter hoher steinerner Topf. Die zu backenden flachen Brote und Kuchen wurden entweder innen an die heiß gemachten Wandungen geklebt oder auf heiße Steine gelegt, mit denen er bis zur Hälfte erfüllt war. - ('''30''') Der Bestand des Wassers wechselt ja immer. - ('''31''') In den Brunnen oder die Grube hineingefallenes Aas. - ('''32''') Weil die Schale den Samen schützt. - ('''33''') Weil das Wasser durch die Schale dringt, und mit ihm die Unreinigkeit. - ('''34''') Hebr.: besser drei Klassen: Alles, was auf dem Bauche kriecht – alle, die auf vieren gehen – alle, die noch mehr Füße haben von den Tieren, welche auf der Erde sich bewegen. - ('''35''') Unwissentlich, aus Versehen, denn wer vorsätzlich aß, machte sich des Todes schuldig. Siehe [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:4Mos15|4Mos 15,30]]'']. - ('''36''') Wohl war dies alles nur gesetzliche Reinigkeit, indes forderte Gott vor allem Reinheit des Herzens, von welcher jener ein Abbild ist, und jene führte, da sie von Gott angeordnet war, in ihrer Weise die Menschen wirksam zur Heiligkeit. - ('''37''') Im Anschlusse an [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:1Mos01|1Mos 1]]''] vier Klassen.  
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Kap. 11 ('''1''') [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:1Mos09|1Mos 9,2]]''] waren zwar alle Tiere in des Menschen Hand gegeben, insbesondere zur Nahrung, gleich den Pflanzen, doch war V. 4 eine Einschränkung beigefügt worden, insofern das Blut untersagt ward. Das mosaische Gesetz, das alle Seiten des geistigen und physischen Lebens mit seiner Vorsorge umfasst, geht noch weiter, indem es in den Kreis der verbotenen Speisen die sogenannten unreinen Tiere, sowie gewisse Teile der reinen, ja auch bestimmte Vegetabilien einbezieht. Der zu Grunde liegende Gedanke ist dabei, wie bei anderen Forderungen des Gesetzes, die Forderung der Heiligkeit, weil der Gott Israels heilig ist, eine Heiligkeit, die sich selbst auf die leibliche Nahrung erstrecken soll. (Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:3Mos11|3Mos 11,43ff]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:3Mos20|3Mos 20,24ff]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:5Mos14|5Mos 14,21]]'']). In den Einzelheiten der Bestimmungen mag auch die Rücksicht auf diätetisch-klimatische Verhältnisse (wie beim Verbot des Schweinefleisches und des Fetten) nicht ausgeschlossen sein, während man im übrigen die Abstufungen und Ordnungen der Natur mit tieferem Blicke erfasste. - ('''2''') A. Kleinvieh: V. 3 allgemein positive Regel, V. 4 allgemein negative, Spezies V. 4 – 7, V. 8 Wiederaufnahme der negativen Regel V. 9. Negative V. 10 mit Begründung, deren Erklärung V. 11 folgt. Den Schluss macht die Wiederholung der negativen Regel. C. Vögel: Die allgemeine positive Regel vorausgesetzt, werden V. 13 – 19 verschiedene Arten von Raubvögeln verboten. V. 20 – 25 allgemeine Regel für geflügelte Vierfüßler oder Vielfüßler, zuerst negativ, dann positiv mit Beifügung von Beispielen. Schluss: Wiederholung der negativen Regel. d. Reptilien: Nicht alle gelten ohne weiteres als unrein: V. 29, V. 30 acht Arten indes sind unrein. V. 31 Wiederholung des Verbotes. V. 31 – 35 Verunreinigung von Gefäßen, Kleidern, Speisen. Feierlicher Schluss V. 35. Diese Gesetze stimmen in ihren wesentlichen Bestimmungen mit [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:5Mos14|5Mos 14,3-20]]'']. Diese Vorschriften wurden zu verschiedenen Zeiten durch Zusätze vermehrt und umgestaltet. - ('''3''') Wahrscheinlicher als Klippdachs.  - ('''4''') Klippdachs und Hase machen bisweilen mit dem Maule Bewegungen, wie die Wiederkäuer, wie die Wiederkäuer beim Wiederkauen und werden deshalb, da hier lediglich der Augenschein als Richtschnur genommen wird, den Wiederkäuern zugerechnet. - ('''5''') V. 26. Übrigens verunreinigt auch die Berührung des Aases von einem unreinen Tiere. - ('''6''') Also z.B. Krebse, Aale, schuppenlose Fische u. a. - ('''7''') Geflügelten Tiere. - ('''8''') Hebr.: der Bartgeier. - ('''9''') Hebr.: Geier. - ('''10''') Hebr.: Der Falken. - ('''11''') Nicht klar, welcher Vogel gemeint ist. Nach einigen der männliche Strauß, nach anderen die Schwalbe. - ('''12''') Der hebräische Name Janschuph ist nicht zu erklären. - ('''13''') Thinschemeth. Die meisten Erklärer denken an eine Eulenart. - ('''14''') Nach anderen: der Erdgeier. - ('''15''') Da es vierfüßige kleine Flügeltiere nicht gibt, ist dies vielleicht ein Ausdruck für die Bewegung des Körpers in horizontaler Lage (vergleichbar dem Deutschen „auf allen Vieren“). - ('''16''') Außer diesen vier Arten. - ('''17''') Hebr.: Solamheuschrecke. – [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:5Mos14|5Mos 14,19]]''] wird keine Ausnahme als gestattet angeführt, weil wohl der Genuss von Heuschrecken als erlaubt genügend bekannt war. Besonders ärmere Leute aßen Heuschrecken. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt03|Mt 3,4]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mk01|Mk 1,16]]'']. - ('''18''') Eine andere Art der Heuschrecke. - ('''19''') Chagabheuschrecke. - ('''20''') Fehlt im Hebräischen. - ('''21''') Die Aufzählung ist nicht vollständig, da die Wassertiere (V. 11) und die Flugtiere fehlen. - ('''22''')  Samar. Und Septuag fügen bei: und bade sich im Wasser. - ('''23''') Jedes Tier, welches gespaltene, aber doch nicht völlig durchgespaltene Klauen hat. - ('''24''') Hunde, Katzen, Bären. - ('''25''') Kleine Tiere, deren Füße so kurz sind, dass sie fast nach Art des Gewürms kriechen.  - ('''26''') Richtiger: Eidechse. - ('''27''') Die folgenden Namen sind unsicherer Deutung: Anaka, Koach, Letaa, Chometh, Tinschemeth. Die ersten vier werden meist als Eidechsenarten angesehen, unter dem letzten gewöhnlich das Chamäleon verstanden. - ('''28''') Hebr.: Soll alles, was darin ist, unrein sein. - ('''29''') Ein nicht einen vollen Meter hoher steinerner Topf. Die zu backenden flachen Brote und Kuchen wurden entweder innen an die heiß gemachten Wandungen geklebt oder auf heiße Steine gelegt, mit denen er bis zur Hälfte erfüllt war. - ('''30''') Der Bestand des Wassers wechselt ja immer. - ('''31''') In den Brunnen oder die Grube hineingefallenes Aas. - ('''32''') Weil die Schale den Samen schützt. - ('''33''') Weil das Wasser durch die Schale dringt, und mit ihm die Unreinigkeit. - ('''34''') Hebr.: besser drei Klassen: Alles, was auf dem Bauche kriecht – alle, die auf vieren gehen – alle, die noch mehr Füße haben von den Tieren, welche auf der Erde sich bewegen. - ('''35''') Unwissentlich, aus Versehen, denn wer vorsätzlich aß, machte sich des Todes schuldig. Siehe [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:4Mos15|4Mos 15,30]]'']. - ('''36''') Wohl war dies alles nur gesetzliche Reinigkeit, indes forderte Gott vor allem Reinheit des Herzens, von welcher jener ein Abbild ist, und jene führte, da sie von Gott angeordnet war, in ihrer Weise die Menschen wirksam zur Heiligkeit. - ('''37''') Im Anschlusse an [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:1Mos01|1Mos 1]]''] vier Klassen.  
 
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Aktuelle Version vom 11. Oktober 2019, 11:59 Uhr

Liber Leviticus, Hebraice Vaicra. Caput XI.

Das dritte Buch Moses Leviticus Kap. 11


II. Die vom ganzen Volke, und insbesondere von den Priestern geforderte Reinheit und Heiligkeit. (11,1 – 27,34) Gesetzliche Reinheit des Volkes und Zeremonien, durch welche eine gesetzliche Unreinigkeit entfernt wird. (11,1 – 16,34) A. Unterschied der Speisen. (11,1 – 48) Welche Tiere (Vierfüßige, Fische, Vögel, Reptilien) die Israeliten als rein essen und welches Fleisch sie als unrein weder essen, noch berühren dürfen (V. 42), um sich nicht zu beflecken.

1. Locutusque est Dominus ad Moysen et Aaron, dicens:
2. Dicite filiis Israel: Hæc sunt animalia quæ comedere debetis de cunctis animalibus terræ:
3. Omne quod habet divisam ungulam, et ruminat in pecoribus, comedetis.
4. Quidquid autem ruminat quidem, et habet ungulam, sed non dividit eam, sicut camelus et cetera, non comedetis illud, et inter immunda reputabitis.
5. Choerogryllus qui ruminat, ungulamque non dividit, immundas est.
6. Lepus quoque: nam et ipse ruminat, sed ungulam non dividit.
7. Et sus: qui cum ungulam dividat, non ruminat.
8. Horum carnibus non vescemini, nec cadavera contingetis, quia immunda sunt vobis.
9. Hæc sunt, quæ gignuntur in aquis, et vesci licitum est. Omne quod habet pinnulas et squamas, tam in mari quam in fluminibus et stagnis, comedetis.
10. Quidquid autem pinnulas et squamas non habet eorum quæ in aquis moventur et vivunt, abominabile vobis,
11. Exsecrandumque erit, carnes eorum non comedetis, et morticina vitabitis.
12. Cuncta quæ non habent pinnulas et squamas in aquis, polluta erunt.
13. Hæc sunt quæ de avibus comedere non debetis, et vitanda sunt vobis: Aquilam, et gryphem, et haliæetum,
14. Et milvum ac vulturem juxta genus suum,
15. Et omne corvini generis in similitudinem suam,
16. Struthionem, et noctuam, et larum, et accipitrem juxta genus suum:
17. Bubonem, et mergulum, et ibin,
18. Et cygnum, et onocrotalum, et porphyrionem,
19. Herodionem et charadrion juxta genus suum, upupam quoque, et vespertilionem.
20. Omne de volucribus quod graditur super quatuor pedes, abominabile erit vobis.
21. Quidquid autem ambulat quidem super quatuor pedes, sed habet longiora retro crura, per quæ salit super terram,
22. Comedere debetis, ut est bruchus in genere suo, et attacus atque ophiomachus, ac lacusta, singular juxta genus suum.
23. Quidquid autem ex volucribus quatuor tantum habet pedes, exsecrabile erit vobis:
24. Et quicumque morticina eorum tetigerit, polluetur, et erit immundus usque ad vesperum.
25. Et si necesse fuerit ut portet quippiam horum mortuum, lavabit vestimenta sua, et immundus erit usque ad occasum solis.
26. Omne animal quod habet quidem ungulam, sed non dividit eam, nec ruminat, immundum erit: et qui tetigerit illud, contaminabitur.
27. Quod ambulat super manus ex cunctis animantibus, quæ incedunt quadrupedia, immundum erit: qui tetigerit mortician eorum, polluetur usque ad vesperum.
28. Et qui portaverit hujuscemodi cadavera, lavabit vestimanta sua, et immundus erit usque ad vesperum: quia omnia hæc immunda sunt vobis.
29. Hæc quoque inter polluta reputabuntur de his, quæ moventur in terra, mustela et mus et crocodilus, singular juxta genus suum,
30. Mygale, et chamæleon, et stellio, et lacerta, et talpa:
31. Omnia hæc immunda sunt. Qui tetigerit morticina eorum, immundus erit usque ad vesperum:
32. Et super quod ceciderit quidquam de morticinis eorum, polluetur tam vas ligneum et vestimentum, quam pelles et Cilicia: et in quocumque fit opus, tingentur aqua, et polluta erunt usque ad vesperum, et sic postea mundabuntur.
33. Vas autem fictile, in quod horum quidquam introceciderit, polluetur, et idcirco frangendum est.
34. Omnis cibus, quem comedetis, si fusa fuerit super eum aqua, immundus erit: et omne liquens quod bibitur de universo vase, immundum erit.
35. Et quidquid de morticinis hujuscemodi ceciderit super illud, immundum erit: sive clibani, sive chytropodes, destruentur, et immundi erunt.
36. Fontes vero et cisternæ, et omnis aquarum congregatio munda erit. Qui morticinum eorum tetigerit, polluetur.
37. Si cciderit super sementem, non polluet eam.
38. Si autem quispiam aqua sementem perfuderit, et postea morticinis tacta fuerit, illico polluetur.
39. Si mortuum fuerit animal, quod licet vobis comedere, qui cadaver ejus tetigerit, immundus erit usque ad vesperum:
40. Et qui comederit ex eo quippiam, sive portaverit, lavabit vestimenta sua, et immundus erit usque ad vesperum.
41. Omne quod reptat super terram, abominabile erit, nec assumetur in cibum.
42. Quidquid super pectus quadrupes graditur, et multos habet pedes, sive per humum trahitur, non comedetis, quia abominabile est.
43. Nolite contaminare animas vestras nec tangatis quidquam eorum, ne immundi sitis.
44. Ego enim sum Dominus Deus vester: sancti estote, quia ego sanctus sum. Ne polluatis animas vestras in omni reptile quod movetur super terram.
45. Ego enim sum Dominus, qui eduxi vos de terra Ægypti, ut essem vobis in Deum. Sancti eritis, quia ego sanctus sum.
46. Ista est lex animantium ac volucrum, et omnis animæ viventis, quæ movetur in aqua, et reptat in terra,

47. Ut differentias noveritis mundi, et immundi, et sciatis quid comedere et quid respuere debeatis.

1. Und der Herr redete zu Moses und Aaron und sprach:1
2. Saget den Söhnen Israels: Folgendes sind die Tiere, welche ihr von allen Tieren der Erde essen dürft:2 [5Mos 14,3]
3. Alles, was unter den Tieren gespaltene Klauen hat und wiederkäut, dürft ihr essen.
4. Was aber zwar wiederkäut und Klauen hat, aber nicht gespaltene, wie das Kamel und andere, das sollt ihr nicht essen, und dies soll euch als unrein gelten.
5. Der Igel,3 der zwar wiederkäut, aber keine gespaltenen Klauen hat, ist unrein.
6. Ebenso der Hase; denn auch er käut zwar wieder,4 hat aber keine gespaltenen Klauen.
7. Desgleichen das Schwein, den es hat zwar gespaltene Klauen, aber käut nicht wieder. [2Mak 6,18]
8. Ihr Fleisch sollt ihr nicht essen, noch ihr Aas berühren;5 denn sie sind für euch unrein.
9. Folgende Tiere, welche im Wasser leben, dürft ihr essen: Alles was Flossen und Schuppen hat, sowohl im Meere als in Strömen und Teichen, sollt ihr essen.
10. Alles aber, was keine Flossen und Schuppen hat von dem, was im Wasser lebt und webt, soll euch ein Abscheu
11. und Greuel sein; ihr Fleisch sollt ihr nicht genießen und ihrem Aase ausweichen.6
12. Alles, was im Wasser keine Flossen und Schuppen hat, soll unrein sein.
13. Von den Vögeln7 sind es folgende, die ihr nicht essen dürft und meiden sollt: Der Adler, der Greis,8 der Meeradler,9
14. die Weihe, das Geschlecht der Geier,10

15. alles, was zur Rabenart gehört und ihnen ähnlich ist,
16. der Strauß, die Nachteule,11 die Möwe, das Geschlecht der Sperber;
17. der Uhu, der Taucher, der Ibis,12
18. der Schwan,13 der Pelican, der Purpurvogel,14
19. der Reiher, das Geschlecht der Regenpfeifer, der Wiedehopf, und die Fledermaus.
20. Alle fliegenden Tiere, welche auf vier Füßen15 gehen, sollen euch ein Greuel sein.

21. Was aber16 zwar auf vier Füßen geht, hinten jedoch längere Füße hat, mit denen es auf der Erde hüpft,
22. das dürft ihr essen, wie: das Geschlecht der Zugheuschrecken, den Attakus,17 den Schlangenfechter,18 die Heuschrecke,19 mit ihren Arten.
23. Alle fliegenden Tiere aber, die nur20 vier Füße haben, sollen euch ein Greuel sein.

24. Und wer ein Aas von diesen21 berührt, soll befleckt und unrein sein bis zum Abend.
25. Und wenn es nötig ist, dass jemand etwas von solchem Aase trägt, so soll er seine Kleider waschen22 und unrein sein bis zum Sonnenuntergang.
26. Alle Tiere, welche zwar Klauen haben, aber keine gespaltenen,23 und nicht wiederkäuen, sollen unrein sein; und wer sie berührt, soll unrein sein.
27. Was unter allen Tieren, die auf vieren gehen, auf Tatzen läuft,24 soll unrein sein. Wer das Aas davon berührt, soll unrein sein bis zum Abend.
28. Und wer solches Aas trägt, soll seine Kleider waschen und soll unrein sein bis zum Abend; denn dies alles ist für euch unrein.

29. Auch folgende unter denen, die sich auf der Erde bewegen,25 sollen euch als unrein gelten; das Wiesel, die Maus, das Krokodil,26 jedes nach seiner Art,
30. die Spitzmaus,27 das Chamäleon, die Sterneidechse, die grüne Eidechse, und der Maulwurf.
31. Alle diese sind unrein. Wer ihr Aas berührt, soll unrein sein bis zum Abend;

32. und alles, worauf etwas vom Aase derselben fällt, soll unrein sein, sowohl hölzerne Geräte und Kleider, als Felle und härene Zeuge; und alle Gefäße, die zum Gebrauche dienen, sollen in Wasser getaucht werden und unrein sein bis an den Abend, und auf solche Art sollen sie dann wieder rein werden.
33. Ein irdenes Gefäß aber, in welches etwas davon hineinfällt, soll unrein sein28 und deswegen zerbrochen werden.
34. Jede Speise, die ihr esset, soll unrein sein, wenn solches Wasser darauf kommt; und jedes Getränk, das man aus allen solchen Geschirren trinkt, soll unrein sein.
35. Und alles, worauf etwas von solchem Aase fällt, soll unrein sein; Öfen und Kochherde29 sollen eingegriffen werden und unrein sein.
36. Brunnen aber und Gruben, und alle Ansammlungen von Wasser sollen rein sein.30 Wer indes das Aas davon31 berührt, soll unrein sein.
37. Wenn es auf Samen fällt, soll es ihn nicht verunreinigen.32
38. Begießt aber jemand den Samen mit Wasser, und nachher fällt ein Aas darauf, so soll er alsbald als unrein gelten.33
39. Wenn ein Tier fällt, das euch zu essen erlaubt ist, so soll der, welcher sein Aas berührt, unrein sein bis zum Abend;
40. und wer etwas davon ißt, oder trägt, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis zum Abend.
41. Alles, was auf der Erde kriecht, soll euch ein Greuel sein und nicht zur Speise gebraucht werden.
42. Alles, was auf dem Bauche geht, sei es auf vieren oder auf vielen Füßen, oder sich auf dem Boden fortschleppt,34 sollt ihr nicht essen, denn es ist ein Abscheu.
43. Beflecket eure Seelen35 nicht und rühret nichts davon an, damit ihr nicht unrein werdet;
44. denn ich bin der Herr euer Gott; seid heilig, wie ich heilig bin. Beflecket eure Seelen nicht durch irgend ein kriechendes Tier, das sich auf der Erde bewegt. [1Petr 1,16]
45. Denn ich bin der Herr, der euch aus dem Lande Ägypten geführt hat, damit ich euer Gott sei. Ihr sollt heilig sein,36 denn ich bin heilig. [3Mos 19,2]
46. Das sind die Vorschriften betreffs der Tiere, und Vögel, und aller lebenden Wesen, welche sich im Wasser tummeln und auf der Erde kriechen,37
47. damit ihr den Unterschied zwischen Reinem und Unreinem kennet und wisset, was ihr essen dürft, und was ihr verwerfen sollt.

Fußnote

Kap. 11 (1) [1Mos 9,2] waren zwar alle Tiere in des Menschen Hand gegeben, insbesondere zur Nahrung, gleich den Pflanzen, doch war V. 4 eine Einschränkung beigefügt worden, insofern das Blut untersagt ward. Das mosaische Gesetz, das alle Seiten des geistigen und physischen Lebens mit seiner Vorsorge umfasst, geht noch weiter, indem es in den Kreis der verbotenen Speisen die sogenannten unreinen Tiere, sowie gewisse Teile der reinen, ja auch bestimmte Vegetabilien einbezieht. Der zu Grunde liegende Gedanke ist dabei, wie bei anderen Forderungen des Gesetzes, die Forderung der Heiligkeit, weil der Gott Israels heilig ist, eine Heiligkeit, die sich selbst auf die leibliche Nahrung erstrecken soll. (Vergl. [3Mos 11,43ff, 3Mos 20,24ff, 5Mos 14,21]). In den Einzelheiten der Bestimmungen mag auch die Rücksicht auf diätetisch-klimatische Verhältnisse (wie beim Verbot des Schweinefleisches und des Fetten) nicht ausgeschlossen sein, während man im übrigen die Abstufungen und Ordnungen der Natur mit tieferem Blicke erfasste. - (2) A. Kleinvieh: V. 3 allgemein positive Regel, V. 4 allgemein negative, Spezies V. 4 – 7, V. 8 Wiederaufnahme der negativen Regel V. 9. Negative V. 10 mit Begründung, deren Erklärung V. 11 folgt. Den Schluss macht die Wiederholung der negativen Regel. C. Vögel: Die allgemeine positive Regel vorausgesetzt, werden V. 13 – 19 verschiedene Arten von Raubvögeln verboten. V. 20 – 25 allgemeine Regel für geflügelte Vierfüßler oder Vielfüßler, zuerst negativ, dann positiv mit Beifügung von Beispielen. Schluss: Wiederholung der negativen Regel. d. Reptilien: Nicht alle gelten ohne weiteres als unrein: V. 29, V. 30 acht Arten indes sind unrein. V. 31 Wiederholung des Verbotes. V. 31 – 35 Verunreinigung von Gefäßen, Kleidern, Speisen. Feierlicher Schluss V. 35. Diese Gesetze stimmen in ihren wesentlichen Bestimmungen mit [5Mos 14,3-20]. Diese Vorschriften wurden zu verschiedenen Zeiten durch Zusätze vermehrt und umgestaltet. - (3) Wahrscheinlicher als Klippdachs. - (4) Klippdachs und Hase machen bisweilen mit dem Maule Bewegungen, wie die Wiederkäuer, wie die Wiederkäuer beim Wiederkauen und werden deshalb, da hier lediglich der Augenschein als Richtschnur genommen wird, den Wiederkäuern zugerechnet. - (5) V. 26. Übrigens verunreinigt auch die Berührung des Aases von einem unreinen Tiere. - (6) Also z.B. Krebse, Aale, schuppenlose Fische u. a. - (7) Geflügelten Tiere. - (8) Hebr.: der Bartgeier. - (9) Hebr.: Geier. - (10) Hebr.: Der Falken. - (11) Nicht klar, welcher Vogel gemeint ist. Nach einigen der männliche Strauß, nach anderen die Schwalbe. - (12) Der hebräische Name Janschuph ist nicht zu erklären. - (13) Thinschemeth. Die meisten Erklärer denken an eine Eulenart. - (14) Nach anderen: der Erdgeier. - (15) Da es vierfüßige kleine Flügeltiere nicht gibt, ist dies vielleicht ein Ausdruck für die Bewegung des Körpers in horizontaler Lage (vergleichbar dem Deutschen „auf allen Vieren“). - (16) Außer diesen vier Arten. - (17) Hebr.: Solamheuschrecke. – [5Mos 14,19] wird keine Ausnahme als gestattet angeführt, weil wohl der Genuss von Heuschrecken als erlaubt genügend bekannt war. Besonders ärmere Leute aßen Heuschrecken. Vergl. [Mt 3,4, Mk 1,16]. - (18) Eine andere Art der Heuschrecke. - (19) Chagabheuschrecke. - (20) Fehlt im Hebräischen. - (21) Die Aufzählung ist nicht vollständig, da die Wassertiere (V. 11) und die Flugtiere fehlen. - (22) Samar. Und Septuag fügen bei: und bade sich im Wasser. - (23) Jedes Tier, welches gespaltene, aber doch nicht völlig durchgespaltene Klauen hat. - (24) Hunde, Katzen, Bären. - (25) Kleine Tiere, deren Füße so kurz sind, dass sie fast nach Art des Gewürms kriechen. - (26) Richtiger: Eidechse. - (27) Die folgenden Namen sind unsicherer Deutung: Anaka, Koach, Letaa, Chometh, Tinschemeth. Die ersten vier werden meist als Eidechsenarten angesehen, unter dem letzten gewöhnlich das Chamäleon verstanden. - (28) Hebr.: Soll alles, was darin ist, unrein sein. - (29) Ein nicht einen vollen Meter hoher steinerner Topf. Die zu backenden flachen Brote und Kuchen wurden entweder innen an die heiß gemachten Wandungen geklebt oder auf heiße Steine gelegt, mit denen er bis zur Hälfte erfüllt war. - (30) Der Bestand des Wassers wechselt ja immer. - (31) In den Brunnen oder die Grube hineingefallenes Aas. - (32) Weil die Schale den Samen schützt. - (33) Weil das Wasser durch die Schale dringt, und mit ihm die Unreinigkeit. - (34) Hebr.: besser drei Klassen: Alles, was auf dem Bauche kriecht – alle, die auf vieren gehen – alle, die noch mehr Füße haben von den Tieren, welche auf der Erde sich bewegen. - (35) Unwissentlich, aus Versehen, denn wer vorsätzlich aß, machte sich des Todes schuldig. Siehe [4Mos 15,30]. - (36) Wohl war dies alles nur gesetzliche Reinigkeit, indes forderte Gott vor allem Reinheit des Herzens, von welcher jener ein Abbild ist, und jene führte, da sie von Gott angeordnet war, in ihrer Weise die Menschen wirksam zur Heiligkeit. - (37) Im Anschlusse an [1Mos 1] vier Klassen. - Weitere Kapitel: 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |

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