Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:4Mos27

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Liber Numeri, Hebraice Vaiedabber. Caput XXVII.

Das vierte Buch Moses Numeri Kap. 27


b. Auf die Bitten der Töchter Salphaads bestimmt Gott durch Moses, dass die Töchter derjenigen Familien, welche nach dem Tode des Vaters keine männlichen Erben haben, mit den Verwandten des Vaters das Erbe antreten. (V. 11) c. Gott wiederholt Moses die Mahnung, dass er das Land nicht betreten werde und bestimmt Josue zu seinem Nachfolger.

1. Accesserunt autem filiæ Salphaad, filii Hepher, filii Galaad, filii Machir, filii Manasse, qui fuit filius Joseph: quarum sunt nomina, Maala, et Noa, et Hegla, et Melcha, et Thersa.
2. Steteruntque coram Moyse et Eleazaro sacerdote, et cunctis principibus populi ad ostium tabernaculi fœderis atque dixerunt:
3. Pater noster mortuus est in deserto, nec fuit in seditione, quæ concitata est contra Dominum sub Core, sed in peccato suo mortuus est: hic non habuit mares filios. Cur tollitur nomen illius de familia sua, quia non habuit filium? Date nobis possessionem inter cognatos patris nostri.

4. Retulitque Moyses causam earum ad judicium Domini.
5. Qui dixit ad eum:
6. Justam rem postulant filiæ Salphaad: da eis possessionem inter cognatos patris sui, et ei in hereditatem succedant.
7. Ad filios autem Israel loqueris hæc:

8. Homo cum mortuus fuerit absque filio, ad filiam ejus transibit hereditas.

9. Si filiam non habuerit, habebit successores fratres suos.
10. Quod si et fratres non fuerint, dabitis hereditatem fratribus patris ejus.

11. Sin autem nec patruos habuerit, dabitur hereditas his, qui ei proximi sunt: eritque hoc filiis Israel sanctum lege perpetua, sicut præcepit Dominus Moysi.

12. Dixit quoque Dominus ad Moysen: Ascende in montem istum Abarim, et contemplare inde terram, quam daturus sum filiis Israel.
13. Cumque videris eam, ibis et tu ad populum tuum, sicut ivit frater tuus Aaron:
14. Quia offendistis me in deserto Sin in contradictione multitudinis, nec sanctificare me voluistis coram ea super aquas: hæ sunt aquæ contradictionis in Cades deserti Sin.

15. Cui respondit Moyses:
16. Provideat Dominus Deus spirituum omnis carnis, hominem, qui sit super multitudinem hanc:
17. Et possit exire et intrare ante eos, et educere eos vel introducere: ne sit populus Domini sicut oves absque pastore.
18. Dixitque Dominus ad eum: Tolle Josue filium Nun, virum in quo est Spiritus, et pone manum tuam super eum.
19. Qui stabit coram Eleazaro sacerdote et omni multitudine:
20. Et dabis ei præcepta cunctis videntibus, et partem gloriæ tuæ, ut audiat eum omnis synagoga filiorum Israel.

21. Pro hoc, si quid agendum erit, Eleazar sacerdos consulet Dominum. Ad verbum ejus egredietur et ingredietur ipse, et omnes filii Israel eum eo, et cetera multitudo.
22. Fecit Moyses ut præceperat Dominus. Cumque tulisset Josue, statuit eum coram Eleazaro sacerdote et omni frequentia populi.
23. Et impositis capiti ejus manibus, cuncta replicavit quæ mandaverat Dominus.


1. Es traten aber die Töchter des Salphaad herzu, des Sohnes Hephers, des Sohnes Galaads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, der ein Sohn Josephs war; ihre Namen waren: Maala, Noa, Hegla, Melcha und Thersa.1 [4Mos 26,32.33, 4Mos 36,1, Jos 17,1]
2. Diese traten vor Moses und Eleazar, den Priester, und alle Fürsten des Volkes,2 an dem Eingange des Zeltes des Bundes, und sprachen:
3. Unser Vater ist in der Wüste gestorben und war nicht bei dem Aufruhr, welcher gegen den Herrn unter Kore erregt ward, sondern starb um seiner eigenen Sünde3 willen; er hatte keine männlichen Nachkommen. Warum soll nun sein Name aus seiner Familie verschwinden,4 weil er keinen Sohn hatte? Gebet uns Erbbesitz unter den Verwandten unsers Vaters! [4Mos 16,1]
4. Da brachte Moses ihre Sache zur Entscheidung vor den Herrn.5
5. Dieser sprach zu ihm:
6. Gerecht ist, was die Töchter Salphaads verlangen; gib ihnen Erbbesitz unter den Verwandten6 ihres Vaters, sie sollen ihm in Ehre nachfolgen.
7. Zu den Söhnen Israels aber sprich also:
8. Wenn jemand stirbt, ohne einen Sohn zu hinterlassen, so soll das Erbe auf seine Tochter übergehen;
9. hat er keine Tochter, so soll er seine Brüder zu Nachfolgern haben.
10. Hat er auch keine Brüder, so sollt ihr das Erbe den Brüdern seines Vaters7 geben.
11. Hat er aber auch keine Vatersbrüder, so soll das Erbe denen übergeben werden, die ihm am nächsten verwandt sind; dies soll den Söhnen Israels heilig sein als ewig geltendes Recht, wie der Herr dem Moses befohlen hat.8
12. Und der Herr sprach zu Moses: Steige auf das Gebirge Abarim9 hier selbst und schaue von dort das Land, welches ich den Söhnen Israels geben werde. [5Mos 32,49]
13. Und wenn du es gesehen hast, wirst auch du zu deinem Volke gehen, wie dein Bruder Aaron gegangen ist,10
14. weil ihr mich in der Wüste Sin bei der Empörung der Gemeinde beleidigt habt und mich nicht vor derselben bei dem Wasser habt verherrlichen wollen; das ist11 das Wasser des Widerspruches zu Kades in der Wüste Sin. [4Mos 20,12, 5Mos 32,51]
15. Und Moses antwortete ihm:
16. Der Herr, der Gott der Geister alles Fleisches,12 wolle einen Mann ausersehen, der dieser Gemeinde vorstehe;
17. der an ihrer Spitze ausziehen und heimziehen, der sie aus- und einführen könne, auf dass das Volk des Herrn nicht sei wie Schafe, die keinen Hirten haben.13
18. Und der Herr sprach zu ihm: Nimm Josue, den Sohn Nuns, einen Mann, in dem der Geist Gottes14 ist, und lege ihm deine Hand auf. [5Mos 3,21]15
19. Er trete vor Eleazar, den Priester, und die ganze Gemeinde,
20. und du sollst ihm vor aller Augen Vorschriften und einen Teil deiner Herrlichkeit geben,16 damit ihm die ganze Gemeinde der Söhne Israels gehorsam sei.
21. Und soll etwas geschehen, so befrage Eleazar, den Priester, den Herrn für ihn.17 Nach seiner18 Anordnung soll er, und alle Söhne Israels, und die übrige Gemeinde mit ihm ausziehen und einziehen.
22. Da tat Moses, wie der Herr befohlen hatte. Und er nahm Josue und stellte ihn vor Eleazar, den Priester, und vor alles versammelte Volk;
23. sodann legte er ihm die Hände auf das Haupt und wiederholte ihm alles, was der Herr geboten hatte.19

Fußnote

Kap. 27 (1) Ihre Namen und Abstammung sind im Hinblicke auf das hier Erzählte schon [4Mos 26,29-33] angegeben. - (2) Und die ganze Gemeinde. (Hebr.) - (3) Wegen der allgemein menschlichen Sündhaftigkeit. Sie meinten vielleicht, niemand werde männlicher Nachkommenschaft beraubt als wegen einer Sünde. Vergl. [Joh 9,2]. Indem Gott zu Gunsten Salphaads entscheidet, verwirft er dies Vorurteil. - (4) Im Sinne des Gesetzes [4Mos 26,52] lag es, dass der Name eines Israeliten möglichst lange erhalten ward. - (5) Es handelte sich um eine überaus wichtige Frage, die zunächst den Stamm Manasse berührte, aber deren Entscheidung für alle maßgeblich war. Die Töchter hatten bei den Israeliten außer der Mitgift kein anderes Recht als auf Erhaltung vor und nach der Ehe (zumal wenn diese kinderlos [2Mos 21,9, 3Mos 22,13]). Nach [4Mos 26,53] konnten sie, wenn noch ein Bruder vorhanden war, nicht erben. - (6) Richtiger: Brüdern. - (7) Der Vaterbruder stand dem ersten Besitzer näher. - (8) Nach dem Hebr.: Eine Festsetzung, nach der die Richter zu urteilen haben. Vergl. [4Mos 36]. - (9) Nach [5Mos 32,49] genauer der Nebo. Überhaupt kommen an letzterer Stelle einige Einzelheiten hinzu, während das hier V. 15 – 17 Gesagt übergangen ist. Als Moses bat, dass Gottes Beschluss [4Mos 20,12] aufgehoben werde, befahl ihm der Herr, auf das Gebirge Abarim zu steigen, um zu sterben. Doch Moses bittet, Gott möchte ihm zuvor einen Nachfolger geben. Gott gewährt dies [4Mos 27,18ff] und wiederholt alsdann das Gebot [5Mos 32,48]. Moses gehorcht. Hier wird vor allem die Aufstellung Josues an Moses Statt berichtet. - (10) Da Moses und Aaron zu ihren Vätern gesammelt werden, ist Gottes Zorn über sie nicht ein solcher, der sie von dem Frieden einer seligen Ewigkeit ausschließt. - (11) Zusatz eines Abschreibers. - (12) Der erwählen kann, wen er will. - (13) Vergl. [Joh 10,4]. Da die Könige die Hirten der Völker sind, bedeutet das Bild auch die Herrschaft. - (14) Der heilige Geist (Aug.), der alle Tugenden verleiht. - (15) Moses legt ihm die Hand auf und Josue erhält die Fülle des Geistes. [5Mos 34,9] - (16) Ihn als Fürsten ausrufen und einen Teil deiner Autorität geben. - (17) Hebr.: Er soll aber vor Eleazar treten, dass er für ihn mittels der Entscheidung der Urim vor Jahve anfrage. – Moses wendete sich mit seinen Fragen unmittelbar an Gott, Josue und seine Nachfolger bedürfen der Vermittlung des Hohenpriesters und der Urim und Thumim. - (18) Gottes, der durch Urim und Thumim seinen Willen kundgibt. - (19) Besser: setzte ihn in sein Amt ein. Die Ausführung des Befehls wird gleich hier erwähnt. Da aber zwischen Befehl und Ausführung sich noch manches ereignete, wie die Abschiedsreden Moses und die Aufzeichnung des Gesetzes durch ihn, wird die Einsetzung Josues samt dem sie anordnenden Gottesworte noch einmal [5Mos 31,14.23] erzählt.

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