Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Hagg02

Aus Vulgata
Wechseln zu: Navigation, Suche

Prophetia Aggæi. Caput II.

Prophezeiung des Aggäus Kap. 2


2. Zweite Ermahnung, die künftige Herrlichkeit des Tempels betreffend. (2,2-10) A. Der Prophet macht durch die Verheißung Gottes, sie zu schützen, den Betrübten Mut. (V. 6) B. Die größere Herrlichkeit des Tempels. (V. 10) 3. Die dritte Mahnung über die Ursache der Heimsuchungen und Segensverheißung.

1. In die vigesima et quarta mensis, in sexto mense, in anno secundo Darii regis.
2. In septimo mense, vigesima et prima mensis, factum est verbum Domini in manu Aggæi prophetæ, dicens:

3. Loquere ad Zorobabel filium Salathiel, ducem Juda, et ad Jesum filium Josedec sacerdotem magnum, et ad reliquos populi, dicens:
4. Quis in vobis est derelictus, qui vidit domum istam in gloria sua prima? Et quid vos videtis hanc nunc? Numquid non ita est, quasi non sit in oculis vestris?
5. Et nunc confortare Zorobabel, dicit Dominus: et confortare Jesu fili Josedec sacerdos magne, et confortare omnis populus terræ, dicit Dominus exercituum: et facite (quoniam ego vobiscum sum, dicit Dominus exercituum)

6. Verbum quod pepigi vobiscum cum egrederemini de terra Ægypti: et spiritus meus erit in medio vestrum, nolite timere.
7. Quia hæc dicit Dominus exercituum: Adhuc unum modicum est, et ego commovebo cœlum, et terram, et mare, et aridam.
8. Et movebo omnes gentes: ET VENIET DESIDERATUS cunctis gentibus: et implebo domum istam gloria, dicit Dominus exercituum.

9. Meum est argentum, et meum est aurum, dicit Dominus exercituum.
10. Magna erit gloria domus istius novissimæ plus quam primæ, dicit Dominus exercituum: et in loco isto dabo pacem, dicit Dominus exercituum.

11. In vigesima et quarta noni mensis, in anno secundo Darii regis, factum est verbum Domini ad Aggæum prophetam, dicens:
12. Hæc dicit Dominus exercituum: Interroga sacerdotes legem, dicens:

13. Si tulerit homo carnem sanctificatam in ora vestimenti sui, et tetigerit de summitate ejus panem, aut pulmentum, aut vinum, aut oleum, aut omnem cibum: numquid sanctificabitur? Respondentes autem sacerdotes, dixerunt: Non.
14. Et dixit Aggæus: Si tetigerit pollutus in anima ex omnibus his, numquid contaminabitur? Et responderunt sacerdotes, et dixerunt: Contaminabitur.

15. Et respondit Aggæus, et dixit: Sic populus iste, et sic gens ista ante faciem meam, dicit Dominus, et sic omne opus manuum eorum: et omnia quæ obtulerunt ibi, contaminata erunt.
16. Et nunc ponite corda vestra a die hac et supra, antequam poneretur lapis super lapidem in templo Domini.

17. Cum accederetis ad acervum viginti modiorum, et fierent decem: et intraretis ad torcular, ut exprimeretis quinquaginta lagenas, et fiebant viginti.
18. Percussi vos vento urente, et aurugine, et grandine omnia opera manuum vestrarum: et non fuit in vobis, qui reverteretur ad me, dicit Dominus.
19. Ponite corda vestra ex die ista, et in futurum, a die vigesima et quarta noni mensis: a die, qua fundamenta jacta sunt templi Domini, ponite super cor vestrum.

20. Numquid jam semen in germine est: et adhuc vinea, et ficus, et malogranatum, et lignum olivæ non floruit? Ex die ista benedicam.
21. Et factum est verbum Domini secundo ad Aggæum in vigesima et quarta mensis, dicens:
22. Loquere ad Zorobabel ducem Juda, dicens: Ego movebo cœlum pariter et terram.
23. Et subvertam solium regnorum, et conteram fortitudinem regni gentium: et subvertam quadrigam, et ascensorem ejus, et descendent equi, et ascensores eorum, vir in gladio fratris sui.


24. In die illa, dicit Dominus exercituum, assumam te Zorobabel fili Salathiel serve meus, dicit Dominus: et ponam te quasi signaculum, quia te elegi, dicit Dominus exercituum.




1. Am vierundzwanzigsten Tage des sechsten Monats, im zweiten Jahre des Königs Darius.
2. Im siebenten Monat,1 am einundzwanzigsten des Monats, erging das Wort des Herrn durch Aggäus, den Propheten, also:
3. Sprich zu Zorobabel, dem Sohne Salathiels, den Fürsten von Juda, und zu Jesus, dem Sohne Josedeks, dem Hohenpriester, und zu dem übrigen Volke, also:
4. Wer unter euch ist übrig, der dieses Haus in seiner früheren Herrlichkeit gesehen? Und wie sehet ihr es jetzt? Ist es nicht so wie nichts in euern Augen?2
5. Doch nun, fasse Mut,3 Zorobabel! spricht der Herr; fasse Mut, Jesus, Sohn Josedeks, Hoherpriester! fasset Mut, alles Volk des Landes! spricht der Herr der Heerscharen, und vollbringet4 (denn ich bin mit euch, spricht der Herr der Heerscharen)
6. jenes Wort, das ich mit euch geschlossen, als ihr aus Ägypten auszoget,5 und mein Geist wird in eurer Mitte sein,6 fürchtet euch nicht!
7. Denn so spricht der Herr der Heerscharen:7 Nur noch eine kleine Weile, so erschüttere ich den Himmel und die Erde, das Meer und das Trockene.8
8. Und ich erschüttere alle Völker und kommen wird der von allen Völkern Ersehnte9 und ich werde dieses Haus mit Herrlichkeit erfüllen,10 spricht der Herr der Heerscharen.
9. Mein ist das Silber und mein ist das Gold, spricht der Herr der Heerscharen.11
10. Größer soll die Herrlichkeit dieses nachmaligen Hauses sein als des früheren,12 spricht der Herr der Heerscharen, und13 an dieser Stätte werde ich Frieden spenden,14 spricht der Herr der Heerscharen.
11. Am vierundzwanzigsten des neunten Monats,15 im zweiten Jahre des Königs Darius, erging das Wort des Herrn an den Propheten Aggäus also:
12. So spricht der Herr der Heerscharen: Befrage die Priester über das Gesetz und sprich:16
13. Wenn jemand geheiligtes Fleisch17 im Zipfel seines Gewandes trägt und berührt mit dem Saume desselben Brot oder Gekochtes oder Wein oder Öl oder irgend eine Speise, wird solches dadurch geheiligt? Da antworteten die Priester und sprachen: Nein!18
14. Aggäus aber sprach: Wenn ein von eine Leiche Verunreinigter alles dies berührt, wird es dadurch unrein? Die Priester antworteten und sprachen: Es wird unrein!19
15. Da begann Aggäus und sprach: So ist es mit diesem Volke und so mit dieser Nation vor mir, spricht der Herr, und so mit allem Tun ihrer Hände: alles, was sie hier darbringen, ist unrein.20
16. So nehmet denn zu Herzen, was sich zugetragen von diesem Tage an rückwärts,21 ehe Stein auf Stein am Tempel des Herrn gelegt ward.22
17. Wenn23 ihr zu einem Garbenhaufen von zwanzig Scheffeln tratet, wurden es zehn; und tratet ihr zur Kelter, um fünfzig Maß zu keltern, so wurden es zwanzig.
18. Ich schlug euch mit Brand, Mehltau und Hagel, alle Arbeit eurer Hände, und doch war keiner unter euch, der sich zu mir bekehrt hätte, spricht der Herr. [Amos 4,9]
19. Nehmet doch zu Herzen von diesem Tage an und weiter hinaus, vom vierundzwanzigsten Tage des neunten Monats, als von dem Tage ab, da der Grundstein zum Tempel des Herrn gelegt ward, nehmet es zu Herzen!
20. Ist etwa die Saat schon im Sprossen?24 Weinstock, Feigenbaum, Granate und Ölbaum blühen noch nicht! Aber von diesem Tage an will ich Segen spenden.25
21. Und es erging das Wort des Herrn zum zweiten Mal an Aggäus, am vierundzwanzigsten des Monats, also:
22. Sprich zu Zorobabel, dem Fürsten von Juda, also: Ich werde den Himmel zugleich mit der Erde erschüttern.
23. Ich werde die Königsthrone umstürzen26 und die Macht des Völkerreiches zerbrechen, niederwerfen die Kriegswagen und deren Lenker; die Rosse werden zu Boden stürzen mit ihren Reitern, einer soll durch das Schwert des anderen getroffen werden.
24. An jenem Tage, spricht der Herr der Heerscharen, werde ich dich nehmen, Zorobabel, Sohn Salathiels, mein Diener! spricht der Herr, und ich werde dich einem Siegelringe gleichmachen,27 denn ich habe dich auserwählt, spricht der Herr der Heerscharen.


Fußnote

Kap. 2 (1) Im zweiten Jahre des Königs Darius. - (2) Gegen Ende des Laubhüttenfestes, das vom fünfzehnten Tage des siebten Monats an durch sieben Tage gefeiert und am achten als dem höchsten Festtage der Festwoche abgeschlossen ward, ergeht das Wort des Herrn von neuem an den Propheten. Wenn die Israeliten die herrlichen Prophezeiungen des Isaias mit dem Tempel verglichen, der an Majestät so viel zu wünschen übrig ließ, so musste Niedergeschlagenheit ihr Herz erfüllen, zumal manche von denen noch lebten, welche in ihrer Kindheit und Jugend den anderen Tempel noch gesehen, lagen doch nur achtundsechzig Jahre zwischen dessen Zerstörung und dem zweiten Jahre des Darius Hystaspis. Dazu kam die Betrübnis über die schlechte Ernte des vorhergehenden Jahres und so sank ihr Vertrauen noch mehr. Deshalb will Gott vor dem Ende des Laubhüttenfestes ihnen Trost gewähren. - (3) Die dreimalige Wiederholung dieses Zuspruches verheißt wirksame und baldige Hilfe. - (4) Das Werk. - (5) Der einst geschlossene Bund bleibt in seiner Kraft bestehen, so muss also Gott ihnen beistehen und wirksam helfen. Das Wort findet sich [2Mos 19,5.6]. - (6) Hebr.: beständig bleiben. Der Geist Gottes wird ihnen Leben und Kraft spenden. - (7) Scheint auch der neue Tempel geringer als der alte, so ist er doch das Vorzeichen der höchsten Güter, des messianischen Heiles. - (8) Nach dem Hebr. noch einmal. Es wird auf jene Erschütterung angespielt, welche das Bündnis am Sinai begleitete. [2Mos 19,16] Zwischen jenem und dem neuen Bündnis muss also ein symbolisches Verhältnis bestehen; jenes ist das Vorbild des neuen, da Entstehen, Fortschritt und Erfolg des Messianischen Reiches Himmel und Erde bewegen. Da das Messianische Reich durch die Niederwerfung irdischer Reiche vorbereitet wird und schon das Assyrische, Ägyptische und Chaldäische Reich gesunken sind, ist auch der Untergang des Perserreiches bald zu erwarten. Das Reich der Griechen und Römer soll nach dem Willen der göttlichen Vorsehung der Verkündigung und Ausbreitung des messianischen Heile den Weg bereiten. Da nun diese letzte Vorbereitung des Messianischen Reiches bereits naht, ist nur noch wenig Zeit bis zum Anfange der Erschütterung. Was ist zudem diese Zwischenzeit von der Warte Gottes aus betrachtet! - (9) Hebr.: Die Völker werden sich erheben (zum Messias kommend) und das Köstlichste aller Heiden soll kommen, dass es Gott und seinem Dienste geweiht werde. Vergl. [Jes 60,5.7.11]. Die Übersetzung der Vulgata ist nicht genau. Der Messias wird nirgends das, woran man die höchste Lust findet, das Kostbarste genannt. Dazu schließt der Pluralis im Hebräischen: sie werden kommen, die Beziehung des Verbum auf eine einzelne Person aus. - (10) Wie der alte Tempel [1Koe 8,10] mit der Herrlichkeit des Herrn erfüllt ward, so soll dies in viel vorzüglicherer Weise dem neuen zuteil werden. - (11) Würde ein anderer euch dies versprechen, ihr könntet zweifeln, doch wer möchte meine Verheißung in Zweifel ziehen? Wollte ich den Tempel kostbar geschmückt sehen, es wäre mir nicht schwer dies bewerkstelligen zu lassen, denn mein ist das Gold. - (12) Besser: Größer wird die nachmalige Herrlichkeit dieses Hauses sein als die frühere. (So auch Septuag.) Der Tempel Salomos findet im neuen Tempel gleichsam seine Fortsetzung und wird in der Zeit des Messias mit größerer Herrlichkeit geschmückt werden als je in früherer. Wahrlich ein herzerhebender Trost für die Betrübten. Wer hätte nicht wünschen sollen, diese Herrlichkeit zu schauen! - (13) Grund der größeren Herrlichkeit. - (14) Der Name Friede bietet die Zusammenfassung aller Güter, welche der Messias spenden wird; weshalb auch der Messias selbst in früheren Weissagungen als Friedensbringer [1Mos 49,10], Friedensfürst [Jes 9,6] bezeichnet ist. So konnten die Zeitgenossen des Aggäus sehr wohl in diesen Worten die Verheißung des Messias erkennen. Die Herrlichkeit des Tempels begann unter Salomon, dem Friedenskönige, in Name und Tat, vollkommen wird diese Herrlichkeit von einem anderen Friedensfürsten ausstrahlen, dem Messias, dessen Vorbild jener erste Salomon war. Wie die Herrlichkeit den Tempel erfüllen soll, sagt [Mal 3,1]. Wie Christus den neuen Tempel mehr verherrlichte als die Wolke den alten, zeigen seine Wunder und reden im Tempel, in denen er sich als Bringer des Friedens und der Seligkeit dort kundgibt. [Joh 7,37.38; Joh 8,12] Der Tempel, den Herodes baute, war kein neuer, sondern ein stückweise vorgenommener Umbau und eine Verschönerung des Zorobabelschen. - (15) Zweite Hälfte November und erste Dezember. In dieser Zeit erwartete man den Regen, von dem das Gedeihen der Saaten abhing; da dieser reichlich fiel, war er das Zeichen, dass Gott die Israeliten segnete, und eine Aufforderung, sich des göttlichen Segens noch würdiger zu machen. - (16) Frage und Antwort lassen die vorgelegte Lehre tiefer in die Herzen eindringen. Drei Monate waren seit dem Beginne des Werkes verflossen [Hagg 2,1], zwei seit der letzten Mahnung. [Hagg 2,2] Aus der zeremoniellen Vorschrift soll der Prophet eine moralische Lehre herleiten. - (17) Fleisch, das Gott als Opfer dargebracht war und nur von levitisch Reinen oder den Priestern gegessen werden durfte. - (18) Vergl. [3Mos 6,27.28]. - (19) Diese levitische Unreinheit war eine der schwersten, weil sie zu ihrer Entfernung doppelte Waschung und andere durch sieben Tage dauernde Riten forderte. – Vergl. [4Mos 19,14-20]. - (20) Sie sind wie durch Berührung eines Toten befleckt, weil sie keine Sorge tragen, den zerstörten und gleichsam gestorbenen Tempel und die durch ihn versinnbildete Theokratie wieder zu erwecken, sondern eifrig und gegen Gottes Gebot gern mit dem erstorbenen Tempel zusammenwohnen. Deshalb sind sie befleckt durch Ungehorsam, Starrsinn und Vernachlässigung dessen, was Gott zugehört, und Gott segnet ihr Tun nicht, noch nimmt er ihre Opfer an. Jene gesetzliche Anordnung ist das Bild des Zustandes derer, welche im Stande der Todsünde nicht zu wirken vermögen, was Anspruch hätte auf ewige Belohnung. (Cyr.) Der Prophet zeigt, wie unwirksam die durch die Riten und Opfer des Alten Bundes erlangte Heiligkeit ist, und dass es nichts nützt, in Gottes Land zu wohnen, Opfer auf dem Altare darzubringen und äußere Gebräuche zu beobachten, wenn man sich nicht mit ganzem Herzen Gott weiht und mit vollem Willen ihm schenkt, seinen Geboten Gehorsam zu leisten. - (21) In jenen Tagen, in denen ihr noch nicht an den Aufbau des Tempels dachtet. - (22) Nach Legung des Grundsteines. - (23) Im Hebr. wird beigefügt: Vor diesen Tagen, nämlich ehe ihr den Tempel erbautet. - (24) Ist zu der Zeit, wo die Saat eben der Erde anvertraut ist, dieselbe schon im Keime? Hat Weinstock und Granatäpfel und Olive schon Blüten? Nein, denn im Dezember ist noch kein Anzeichen zukünftiger Früchte da. Also kann ich nicht aus gewissen Anzeichen auf künftigen Ertrag schließen und dennoch sage ich euch solchen voraus, nachdem ihr begonnen, meinen Tempel zu bauen. So die Vulgata. Doch sind nicht die Fundamente des Tempels schon unter Cyrus gelegt [Esr 3,10ff] und haben die Israeliten nicht schon am vierundzwanzigsten Tage des sechsten Monats am Hause des Herrn gearbeitet? Wie also werden die Fundamente nach drei Monaten wieder gelegt? Als Tag, mit dem die Zählung zu beginnen, ist nicht der vierundzwanzigste des neunten Monats anzunehmen, sondern derselbe Tag im sechsten Monat. - (25) Der dem Alten Testamente entsprechende Segen ist die Fruchtbarkeit. – Der hebr. Text lautet anders: Ist die Saatfrucht im Speicher? Noch tragen nicht Weinstock usw. Konntet ihr zur Zeit der Saat das Getreide in die Scheuern sammeln? - (26) Hebr.: den Thron der Reiche umstürzen. - (27) Je furchtbarer das Gericht ist das über die Völker kommt, desto mehr wird Gottes Schutz über das Haus David offenbar. Das Bild des Siegelringes ist umso passender, als der Großvater Zorobabels, vergl. [1Chr 3,17], mit den Worten verworfen war: So wahr ich lebe, spricht der Herr, wenn Jechonias ein Siegelring an meiner Rechten sein sollte, will ich ihn von dort fortreißen [Jer 22,24] und unter Jechonias ward die zeitliche Herrschaft des Hause David auf immer genommen. [Jer 22,30] Deshalb wird dasselbe Bild bei dem Enkel passend wiederaufgenommen. Die Wiederherstellung des Tempels bedeutet die Wiederherstellung der Theokratie. Nun war nach [2Sam 7,14] diese mit dem Hause Davids auf das innigste verbunden, dem ein ewiger Thron verheißen war, eine Verheißung, die allezeit festbleiben sollte. Bleibt auch die Krone weggenommen [Ez 21,27], so wird doch die Verheißung in Kraft bleiben und als Anzeichen dessen ist Zorobabel einer von denen, welche durch die Wiederherstellung des Tempels das Reich des Messias vorbereiten und an der Spitze des Volkes stehen. Doch wie Zacharias [Sach 3,8] vom Hohenpriester und dessen Freunden sagt, dass sie vorbedeutend, Schatten der Zukunft seien, so ist auch Zorobabels theokratischer Würde die hier gemachte Verheißung zuteil geworden. Jenes Haus, dessen Vertreter Zorobabel jetzt ist, wird Bestand haben und dem Herrn wie eine kostbare Sache, ein Werkzeug der göttlichen Autorität und des göttlichen Willens sein; und dies weil ich dich auserwählt habe, weil David eine ewige Herrschaft verheißen ist. [Ps 88,36]; vergl. [Lk 1,32]. Darum ist Zorobabel das Bild des Messias auf den die ganze Weltgeschichte abzielt, der der Trost aller Zeiten ist.

- Weitere Kapitel: 01 |

Diese Kategorie enthält zurzeit keine Seiten oder Medien.