Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jos11

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Liber Josue, Hebraice Jehosua. Caput XI.

Das Buch Josue Kap. 11


B. Die Könige des Nordlandes werden bei dem Merom-See besiegt. (V. 9) und ihr Land unterworfen. (V. 20) C. Josue vernichtet die Enakiter im Südlande.

1. Quæ cum audisset Jabin rex Asor, misit ad Jodab regem Madon, et ad regem Semeron, atque ad regem Achsaph:

2. Ad reges quoque aquilonis, qui habitabant in montanis et in planitie contra meridiem Ceneroth, in campestribus quoque et in regionibus Dor juxta mare:

3. Chananæum quoque ab oriente et occidente, et Amorrhæum atque Hethæum ac Pherezæum et Jebusæum in montanis: Hevæum quoque qui habitabat ad radices Hermon in terra Maspha.

4. Egressique sunt omnes cum turmis suis, populus multus nimis sicut arena, quæ est in littore maris, equi quoque et currus immensæ multitudinis.
5. Conveneruntque omnes reges isti in unum ad Aquas Merom, ut pugnarent contra Israel.
6. Dixitque Dominus ad Josue: Ne timeas eos: cras enim hac eadem hora ego tradam omnes istos vulnerandos in conspectu Israel: equos eorum subnervabis, et currus igne combures.

7. Venitque Josue, et omnis exercitus cum eo adversus illos ad Aquas Merom subito, et irruerunt super eos,
8. Tradiditque illos Dominus in manus Israel. Qui percusserunt eos, et persecuti sunt usque ad Sidonem magnam, et Aquas Maserephoth, campumque Masphe, qui est ad orientalem illius partem. Ita percussit omnes, ut nullas dimitteret ex eis reliquias:
9. Fecitque sicut præceperat ei Dominus, equos eorum subnervavit, corrusque combussit igni.
10. Reversusque statim cepit Asor: et regem ejus percussit gladio. Asor enim antiquitus inter omnia regna hæc principatum tenebat.
11. Percussitque omnes animas, quæ ibidem morabantur: non dimisit in ea ullas reliquias, sed usque ad internecionem universa vastavit, ipsamque urbem peremit incendio.
12. Et omnes per circuitum civitates, regesque earum cepit, percussit atque delevit, sicut præceperat ei Moyses famulus Domini.

13. Absque urbibus, quæ erant in collibus, et in tumulis sitæ, ceteras succendit Israel: unam tantum Asor munitissimam flamma consumpsit.
14. Omnemque prædam istarum urbium ac jumenta diviserunt sibi filii Israel, cunctis hominibus interfectis.

15. Sicut præceperat Dominus Moysi servo suo, ita præcepit Moyses Josue, et ille universa complevit: non præteriit de universis mandatis, nec unum quidem verbum quod jusserat Dominus Moysi.
16. Cepit itaque Josue omnem terram montanam, et meridianam, terramque Gosen, et planitiem, et occidentalem plagam, montemque Israel, et campestria ejus:
17. Et partem montis, quæ ascendit seir usque Baalgad per planitiem Libani subter montem Hermon: omnes reges eorum cepit, percussit, et occidit.

18. Multo tempore pugnavit Josue contra reges istos.
19. Non fuit civitas quæ se traderet filiis Israel, præter Hevæum, qui habitabat in Gabaon: omnes enim bellando cepit.
20. Domini enim sententia fuerat, ut indurarentur corda eorum, et pugnarent contra Israel, et caderent, et non mererentur ullam clementiam, ac perirent, sicut præceperat Dominus Moysi.

21. In illo tempore venit Josue, et interfecit Enacim de montanis, Hebron, et Dabir, et Anab, et de omni monte Juda et Israel, urbesque eorum delevit.
22. Non reliquit ullum de stirpe Enacim, in terra filiorum Israel: absque civitatibus Gaza, et Geth, et Azoto, in quibus solis relicti sunt.
23. Cepit ergo Josue omnem terram, sicut locutus est Dominus ad Moysen, et tradidit eam in possessionem filiis Israel secundum partes, et tribus suas; quievitque terra a prœliis.


1. Als dies Jabin, der König von Asor, vernahm,1 schickte er zu Jobab, dem König von Madon, und zu dem Könige von Semeron, und zu dem Könige von Achsaph,
2. sowie zu den Königen im Norden, welche auf dem Gebirge2 und in der Ebene, im Süden von Keneroth,3 und in der Niederung und den Gegenden von Dor4 am Meere wohnten;
3. ebenso auch zu den Chananitern im Osten und Westen, zu den Amorrhitern, Hethitern, Pherezitern und Jebusitern in´s Bergland; und zu den Hevitern, welche am Fuße des Hermon,5 im Lande Maspha, wohnten.
4. Da zogen sie alle mit ihren Heerhaufen aus, ein Volk zahlreich wie der Sand am Ufer des Meeres,6 auch Rosse und Wagen in ungeheurer Menge.
5. Alle diese Könige kamen am Wasser Merom7 zusammen, um gegen Israel zu kämpfen.
6. Da sprach der Herr zu Josue:8 Fürchte dich nicht vor ihnen! Denn morgen um diese Stunde werde ich sie alle vor Israel preisgeben, dass sie erschlagen werden; ihre Pferde sollst du lähmen9 und ihre Wagen im Feuer verbrennen.
7. Und Josue und das ganze Heer mit ihm kamen plötzlich über sie am Wasser Merom und überfielen sie,
8. und der Herr gab sie in die Hand Israels. Diese schlugen sie und verfolgten sie bis nach Groß-Sidon,10 und bis an das Wasser Maserephoth,11 und bis in die Ebene Masphe, welche auf der Ostseite desselben liegt. So schlug er alle, dass keiner von ihnen übrig blieb;12
9. und er tat, wie der Herr ihm geboten hatte: ihre Pferde lähmte er, und ihre Wagen verbrannte er im Feuer.
10. Dann kehrte er sofort13 wieder um, nahm Asor ein,14 und schlug dessen König mit dem Schwerte; Asor nämlich war vor Zeiten das Haupt aller dieser Reiche.15
11. Und er schlug alles Lebende, das darin weilte; nichts ließ er darin übrig, sondern verheerte alles bis zur Vernichtung, und die Stadt selbst zerstörte er durch Feuer.
12. Auch alle Städte ringsum und ihre Könige brachte er in seine Gewalt, und schlug sie, und vernichtete sie,16 wie Moses, der Diener Gottes, ihm geboten hatte. [5Mos 7,1.2]
13. Mit Ausnahme der Städte, welche auf Hügeln und Anhöhen lagen,17 brannte Israel alle nieder; Asor allein, das sehr befestigt war, verzehrte das Feuer.
14. Die ganze Beute aus diesen Städten und das Vieh teilten die Söhne Israels unter sich, die Menschen hingegen töteten sie alle.18
15. Wie der Herr Moses, seinem Knechte, geboten hatte, so gebot Moses dem Josue, und dieser erfüllte alles; von allen Vorschriften, welche der Herr dem Moses gegeben hatte, übertrat er auch nicht ein Wort. [2Mos 34,11, 5Mos 7,1.2]
16. So nahm Josue das ganze Bergland, das Südland, das Land Gosen, die Ebene, die westliche Seite, und das Gebirge Israel und dessen Niederungen ein,
17. sowie einen Teil des Gebirges, das sich von Seir bis Baalgad erhebt, im Tale des Libanon, am Fuße des Berges Hermon;19 und er bekam alle ihre Könige in seine Gewalt, und schlug sie, und tötete sie.
18. Lange Zeit20 hindurch kämpfte Josue gegen diese Könige.
19. Es gab keine Stadt, welche sich den Söhnen Israels selbst ergab, außer den Hevitern, die in Gabaon wohnten; denn alle nahm er im Kampfe ein.
20. Denn es war der Ratschluss des Herrn, dass ihre Herzen verstockt wurden,21 und dass sie gegen Israel kämpften und fielen, und kein Erbarmen verdienten, und vernichtet wurden, wie der Herr dem Moses geboten hatte.
21. Um diese Zeit kam Josue und vertilgte die Enakiter vor dem Gebirge, von Hebron, Dabir und Anab, und von dem ganzen Gebirge Juda und Israel,22 und zerstörte ihre Städte.23
22. Keinen vom Stamme der Enakiter ließ er im Lande der Söhne Israels übrig; nur in den Städten Gaza,24 Geth25 und Azot26 allein blieben sie noch.
23. Josue also nahm das ganze Land ein, wie der Herr zu Moses geredet hatte, und gab es den Söhnen Israels zum Besitze nach ihren Abteilungen und Stämmen; und das Land ruhte vom Kampfe.27 [Jos 14,15]

Fußnote

Kap. 11 (1) Zweites Bündnis chananitischer Könige, der Nordhälfte von Chanaan. Asor war ein bedeutender Königssitz (V. 10), den Josue einnahm und zerstörte (V. 13), der aber später wieder aufgebaut und wieder Königssitz wurde. [Rich 4,2.17, 1Sam 12,9] Nach Josephus lag es auf dem westlich vom Meromsee sich hinziehenden Höhenzuge. - (2) Gebirhe Nephthali. [Jos 19,32] - (3) Vom See Genesareth. - (4) Hebr.: In Naphoth Dor, etwa zwölf Kilometer nördlich von Cäsarea. - (5) Des östlichen Libanon. - (6) Häufig in der heiligen Schrift vorkommendes Bild. - (7) Hohes, oberstes Wasser, bei Fl. Josephus Samochonitis, jetzt Bahr el Huleh, etwa zweieinhalb Stunden lang, nördlich vom See Genesareth gelegen. - (8) Josue ist wohl bereits auf dem Marsche, da die Entfernung von Galgala bis zum See Merom zu bedeutend ist, um von einem Tage zum andern dorthin gelangen zu können. Die Feinde wollen wohl auf den Bergen ihr Lager aufschlagen und von dort mit ihren Wagen über den das Jordantal heraufziehenden Josue herfallen. Der geschickte Feldherr aber kommt ihnen zuvor. - (9) Sie sollen die Pferde nicht selbst im Kriege gebrauchen, um nicht mehr auf diese als auf Gott ihre Zuflucht zu setzen. - (10) Das volkreiche Sidon, das so zugleich als Hauptstadt von Phönizien bezeichnet wird. - (11) Hebr.: Misrephoth-Maim, die warmen Wasser. Ob es den Namen von Glasschmelzhütten hat? - (12) Zwei Heeresabteilungen verfolgen also die Feinde nach Südwest und West, eine andere nach Südost. - (13) Richtiger: zu jener Zeit. - (14) Er hatte die Feinde über Asor hinaus verfolgt. - (15) Deshalb wird es härter behandelt als die übrigen Städte. (V. 11, V. 13) - (16) Hebr.: tat sie in den Bann. - (17) Die befestigten Bergstädte, mit Ausnahme von Asor allein. - (18) Vergleiche den Befehl Gottes [5Mos 7,2]. - (19) Hebr.: Vom kahlen Gebirge an, das gegen Seir aufsteigt, bis nach Baal-Gad im Tale des Libanon am Fuße des Hermon. – Das kahle Gebirge ist wohl dasselbe, das [Jos 15,3] und [4Mos 34,4] Akkrabimgebirge (Skorpionensteig) genannt wird. - (20) Nach Josephus fünf Jahre, nach anderen jüdischen Schriftstellern sieben Jahre. - (21) Hebr.: Denn von Jahve war es so gefügt, dass er ihren Sinn verhärtete, dass sie gegen Israel usw. Gott verhärtet ein Herz insbesondere insoweit als er in Geduld und Langmut die Strafe verschiebt und die Sünden wachsen lässt, um erst, wenn die äußerste Grenze erreicht ist, seine Gerechtigkeit walten zu lassen. Aber selbst Pharao ward nicht alsbald gestraft, da er Gottes Nachsicht verachtete, sondern stürzte sich selbst in den Tod, da er vermessentlich wähnte, das rote Meer werde ihm den Durchgang ebenso gewähren, wie dem auserwählten Volke. (Basil.) Im Übrigen vergl. [1Mos 15,16] und [2Mos 4,Anm.23]. - (22) Juda und der Doppelstamm Joseph (Ephraim und Manasse) erhielten zuerst ihre Anteile durch das Los. Während nun Juda in seinen südlichen Besitz einrückt, sind alle Stämme noch in Galgala; später, als Ephraim und Manasse die ihrigen bereits eingenommen, lagert ganz Israel außer Juda in Silo. Beide Teile werden durch das noch herrenlose, später dem Stamme Benjamin zufallende Gebiet voneinander getrennt, außerdem befindet sich Altar, Stiftshütte und Bundeslade inmitten Josephs und der übrigen noch im Lager von Silo versammelten Stämme. So musste sich schon damals der Keim eines Gegensatzes zwischen Juda einerseits und dem übrigen Israel andererseits bilden, indem der Doppelstamm Joseph (und von diesem besonders Ephraim) so mächtig hervortrat. Was war zudem natürlicher, als dass das Gebirge, auf dem Juda seine Sitze hatte, Gebirge Juda, und dasjenige, wo das übrige Israel lagerte, Gebirge Israel, und zugleich, da die Gegend Eigentum des Stammes Ephraim war, Gebirge Ephraim [Jos 19,50] genannt wurde. - (23) Vergl. [4Mos 16,32ff]. Es sind die von den Kundschaftern als so furchtbare Riesen geschilderten Feinde. Die [Jos 10,36ff] berichtete Eroberung wird nachträglich ergänzt. - (24) Bekannt durch Samson [Rich 16], die Weissagungen der Propheten und den Kämmerer aus Mohrenland. [Apg 8,26] - (25) Die Heimat Goliaths. - (26) Zwei bis drei Stunden von Askalon. - (27) Kein Feind trat der Verteilung des Landes mit den Waffen entgegen. Die Macht der Chananiter war gebrochen und sie vermochten Israel nicht mehr den Besitz des Landes streitig zu machen, wenn nur Israel den Geboten seines Gottes nachlebend fortfuhr, die zerstreuten Überreste nach und nach zu verdrängen. Zudem hatte Israel in dem mächtigen Beistande des Herrn, den es bei der bisherigen Eroberung erfahren, das sicherste Unterpfand, dass ihm Gott auch bei den noch übrigen Kämpfen beistehen werde. Josue hatte getan, was der Herr zu Moses geredet, da er die Eroberung des Landes verheißen, aber zugleich beigefügt, er werde die Chananiter nicht in einem Jahre vertreiben. [2Mos 23,28ff] vergl. [5Mos 7,22]. Die Aufzählung von nicht eroberten Städten und Gegenden und von noch übrig gebliebenen Chananitern [Jos 13,1-6, Jos 17,14ff, Jos 18,3, Jos 23,5.12] bietet also keinen Widerspruch zu V. 23. Wenn nun die völlige Eroberung des ganzen Landes in der nächstfolgenden Zeit nicht ausgeführt ward, sondern die Chananiter im Gegenteil die Oberhand über die Israeliten gewannen, so ist die Ursache dafür die, das der her seinem Volke wegen seines Abfalles von ihm seinen Beistand entzog und es zur Züchtigung für seine Sünden in die Gewalt seiner Feinde dahingab. - Weitere Kapitel: 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 |

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