Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:2Tim02

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Epistola beati Pauli Apostoli ad Timotheum secunda.

Zweiter Brief des heiligen Apostels Paulus an Timotheus Kap. 2

2. Timotheus soll sich stark zeigen in der Gnade (Kap. 2, V. 1 – 13): a. Daher soll er das, was er selbst gelernt, andere lehren, damit auch diese die Predigt des Evangeliums verbreiten. (V. 2) b. Mit Hintansetzung aller weltlichen Geschäfte soll er aus Kräften tätig sein, denn nur wer rechtmäßig kämpft, erlangt die Siegeskrone, und nur der Ackersmann, welcher arbeitet, hat ein Recht darauf, die Früchte einzuernten. (V. 7) c. Diese Stärke soll er nach dem Vorbilde seines Lehrers aus der Erinnerung an die Auferstehung Christi gewinnen, denn wer mit dem Herrn leidet und stirbt, wird mit ihm herrschen, wer ihn aber verleugnet, den wird er wieder verleugnen. (V. 13) II. Der Apostel wiederholt einige Vorschriften über die rechte Amtsführung. (Kap. 2,14 bis Kap. 4,18): 1. Das rechte Verhalten gegen Häretiker (Kap. 2 V. 14 – Kap. 3 V. 17): a. Alles Streiten ist zu vermeiden (V. 26): 1) Durch das Streiten werden die Zuhörer verwirrt. Deshalb ist die rechte Lehre vorzulegen und ungeistliches und leeres Geschwätz zu meiden, durch das nur Gottlosigkeit geweckt und verbreitet wird. (V. 17) 2) Ein Beispiel von Häretikern bieten Hymeneneus und Philetus, welche die zukünftige Auferstehung leugnen, aber das feste Fundament der Kirche nicht zu erschüttern vermögen, sondern nur zeigen, dass nicht alle Gefäße im Hause golden und silbern sind. (V. 21) 3) Timotheus soll sich also der Tugend befleißen, mit allen in Frieden leben und törichte Fragen meiden, die nur Streit zur Folge haben (V. 23), denn es ziemt sich nicht, dass ein Diener Gottes streitet.

1. Tu ergo fili mi confortare in gratia, quæ est in Christo Jesu:
2. Et quæ audisti a me per multos testes, hæc commenda fidelibus hominibus, qui idonei erunt et alios docere.

3. Labora sicut bonus miles Christi Jesu.
4. Nemo militans Deo implicat se negotiis sæcularibus: ut ei placeat, cui se probavit.
5. Nam et qui certat in agone, non coronatur nisi legitime certaverit.

6. Laborantem agricolam oportet primum de fructibus percipere.
7. Intellige quæ dico: dabit enim tibi Dominus in omnibus intellectum.
8. Memor esto Dominum JESUM CHRISTUM resurrexisse a mortuis ex semine David, secundum Evangelium meum,

9. In quo laboro usque ad vincula, quasi male operans: sed verbum Dei non est alligatum.
10. Ideo omnia sustineo propter electos, ut et ipsi salutem consequantur, quæ est in Christo Jesu, cum gloria cœlesti.

11. Fidelis sermo: Nam si commortui sumus, et convivemus:

12. Si sustinebimus, et conregnabimus: si negaverimus, et ille negabit nos:

13. Si non credimus, ille fidelis permanet, negare seipsum non potest.
14. Hæc commone: testificans coram Domino. Noli contendere verbis: ad nihil enim utile est, nisi ad subversionem audientium.
15. Sollicite cura teipsum probabilem exhibere Deo, operarium inconfusibilem, recte tractantem verbum veritatis:

16. Profana autem, et vaniloquia devita: multum enim proficiunt ad impietatem:
17. Et sermo eorum ut cancer serpit: ex quibus est Hymenæus, et Philetus,

18. Qui a veritate exciderunt, dicentes resurrectionem esse jam factam, et subverterunt quorumdam fidem.

19. Sed firmum fundamentum Dei stat, habens signaculum hoc: Cognovit Dominus qui sunt ejus, et discedat ab iniquitate omnis, qui nominat nomen Domini.

20. In magna autem domo non solum sunt vasa aurea, et argentea, sed et lignea, et fictilia: et quædam quidem in honorem, quædam autem in contumeliam.
21. Si quis ergo emundaverit se ab istis, erit vas in honorem sanctificatum, et utile Domino ad omne opus bonum paratum.
22. Juvenilia autem desideria fuge, sectare vero justitiam, fidem, spem, caritatem, et pacem cum iis, qui invocant Dominum de corde puro.
23. Stultas autem, et sine disciplina quæstiones devita: sciens quia generant lites.
24. Servum autem Domini non oportet litigare: sed mansuetum esse ad omnes, docibilem, patientem,
25. Cum modestia corripientem eos, qui resistunt veritati: nequando Deus det illis pœnitentiam ad cognoscendam veritatem,
26. Et resipiscant a diaboli laqueis, a quo captivi tenentur ad ipsius voluntatem.

1. Du also,1 mein Sohn!2 erstarke3 in der Gnade,4 die in Christus Jesus ist;
2. und was du von mir vernommen hast durch viele Zeugen,5 das vertraue zuverlässigen Menschen an, welche tüchtig sein werden, auch andere zu lehren.6
3. Leide als ein guter Kriegsmann Christi Jesu.7
4. Kein Streiter Gottes8 verwickelt sich in weltliche Geschäfte, damit er dem gefalle, dem er sich verpflichtet hat.9
5. Denn auch wer im Wettkampfe streitet,10 wird nicht gekrönt, wenn er nicht ordnungsgemäß gekämpft hat.11
6. Der arbeitende Ackersmann soll zuerst von den Früchten genießen.12
7. Verstehe wohl, was ich sage; denn der Herr wird dir in allen Dingen13 Einsicht geben.
8. Sei eingedenk, dass der Herr Jesus Christus, entsprossen aus dem Samen Davids,14 auferstanden ist von den Toten,15 und meinem Evangelium,16
9. dessentwegen ich leide17 bis zu Fesseln, wie ein Übeltäter; doch das Wort Gottes ist nicht gefesselt.18
10. Deshalb ertrage ich alles19 um der Auserwählten20 willen, damit auch sie das Heil, das in Christus Jesus ist, mit der himmlischen21 Herrlichkeit erlangen.
11. Zuverlässig ist das Wort;22 denn23 wenn wir mit ihm gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben;
12. wenn wir duldend ausharren, werden wir auch mitherrschen; wenn wir ihn verleugnen, so wird auch er uns verleugnen;
13. Wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu; er kann sich nicht selbst verleugnen.24
14. Dieses25 bringe in Erinnerung, Zeugnis ablegend vor dem Herrn. Lass dich nicht in Wortgezank ein;26 denn es nützet zu nichts,27 als zur Verkehrung der Hörenden.
15. Sei eifrig bemüht, dich selbst Gott bewährt zu erweisen als einen Arbeiter, der keine Scheu kennt, der das Wort der Wahrheit recht behandelt.28
16. Unheilige und leere Schwätzereien hingegen meide; denn sie schreiten zu immer größerer Gottlosigkeit fort,29
17. und ihr Gerede frißt um sich wie der Krebs.30 Zu diesen gehören Hymenäus und Philetus,31
18. welche von der Wahrheit abgefallen sind, indem sie sagen, die Auferstehung sei schon geschehen, und die so den Glauben mancher zerstört haben.
19. Jedoch der feste Grundbau Gottes32 steht unerschüttert und hat dies als Siegel:33 Es kennt der Herr34 die, welche sein sind,35 und: Es stehe ab von Ungerechtigkeit ein jeder, der den Namen des Herrn nennt!36
20. In einem großen Hause sind aber nicht nur goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene; und zwar die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre.37
21. Wenn nun jemand sich rein hält von diesen,38 so wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt und brauchbar für den Herrn, zu jedem guten Werke geschickt.
22. Die jugendlichen Gelüste39 aber fliehe; strebe dagegen40 nach Gerechtigkeit, Glaube, Hoffnung, Liebe und Friede mit denen, welche den Herrn aus reinem Herzen anrufen.
23. Die törichten41 und zur Lehre nicht gehörigen Fragen aber meide, da du weißt, dass sie Streitigkeiten erzeugen.
24. Ein Diener des Herrn aber soll nicht streiten,42 sondern sanftmütig sein gegen alle, fähig zu lehren,43 duldsam,44
25. mit Milde die zurechtweisend, welche der Wahrheit45 widerstreben; ob46 Gott ihnen etwa Sinnesänderung verleiht zur Erkenntnis der Wahrheit,
26. und sie wieder zu sich kommen47 aus den Schlingen des Teufels,48 von welchen sie gefangen gehalten werden zu seinem Willen.49

Fußnote

Kap. 2 (1) Mit Rückblick auf [2Tim 1,14]. - (2) Das, wozu er ihn in seinem persönlichen Leben ermahnt, liegt seinem geistlichen Vater besonders am Herzen. - (3) Gott hat uns den Geist der Festigkeit gegeben, du hast in Onesiphorus ein Beispiel der Standhaftigkeit, also erstarke auch du. - (4) Die Gnade allein vermag uns stark zu machen, ihre Quelle aber ist Christus. - (5) In Gegenwart vieler Zeugen, welche zur Bekräftigung meines Wortes anwesend waren. Der Apostel spricht wohl von der Weihe. - (6) Durch das lebendige Wort hat Paulus dem Timotheus die reine Lehre anvertraut, dieser soll das hinterlegte Kleinod nicht nur sorgsam bewahren, sondern auch anderen zuverlässigen Männern überliefern, welche im Stande sind, die gleiche Lehre durch mündliche Überlieferung anderen zu übermitteln. An das lebendige Wort also, nicht an einen toten Buchstaben, knüpft Paulus die Fortpflanzung der Lehre. - (7) Die Erstarkung in der Gnade (V. 1) soll sich besonders im Leiden für das Evangelium bewähren. Dass Timotheus mit jenen (so nach dem Griech.), denen er die fernere Verkündigung aufträgt, auf sich nimmt. Die Gründe, welche dazu verpflichten und ermutigen, bietet der Apostel V. 3 – 7. - (8) Dies Wort fehlt im Griech. Es ist also die Rede von dem gewöhnlichen Kriegsdienst, ähnlich wie V. 5, 6 von menschlichen Verhältnissen handeln. Die Anwendung überlässt der Apostel seinem Jünger. - (9) Griech.: dem Kriegsherrn. - (10) Dieser Vergleich ist dem Apostel sehr geläufig. Vergl. [1Kor 9,24.25, 1Tim 6,12, 2Tim 4,7]. - (11) Der apostolische Streiter darf nicht nur mutig beginnen, sondern muss auch ebenso fortsetzen und vollenden. Anzufangen, sagt der heil. Hieronymus, ist die Sache vieler, zu vollenden die Sache weniger. Bei den Christen handelt es sich nicht um den Anfang, sondern um das Ende. Paulus fing schlimm an, endete aber gut. Bei Judas ist der Anfang rühmlich, das Ende aber Verderben und Verdammnis. Die Ordnung für den Kämpfer Christi ist das Leiden. - (12) Zuerst muss der Landmann arbeiten, alsdann kann er die Früchte seiner Arbeit erhoffen (Chrys.) So muss auch der Verkünder des Evangeliums zuerst die Leiden tragen, die aus der Feindschaft, auf die das Evangelium stößt, erwachsen. - (13) In allem, was dein Amt erfordert. - (14) Die durch seine Abstammung bestimmte Herrscherwürde wird (wie V. 12) hervorgehoben. - (15) Erinnere dich, dass Jesus einmal von den Toten auferstanden, auf immer den Tod überwunden hat, damit du sicher seiest, dass du auch für ihn den Tod erleiden musst, der Sieg auch dir behalten ist. - (16) Dass Christus, der von den Toten auferstanden, der Herr sei, war der Hauptinhalt des Evangeliums, welches Paulus verkündete, und diese Wahrheit gerade musste Timotheus Kraft zum Leiden verheißen. - (17) Im Griech. ist eine schöne Gegenüberstellung: Ich leide Schlimmes wie einer, der Schlimmes tut. Ebenso: Bande, nicht gebunden. - (18) Das Evangelium, soweit es von seinen Verkündigern unabhängig ist. Nicht nur Paulus selbst ist noch schriftlich oder mündlich für das Evangelium tätig, sondern auch andere. - (19) Die Gewissheit, dass die Wirksamkeit des Evangeliums durch kein Missgeschick seiner Verkünder gehemmt werden kann, ermutigt Paulus zum Dulden, wie der gleiche Hinweis (V. 9) auch Timotheus ermutigen soll. - (20) Der anderen Gläubigen. - (21) Griech.: ewigen. - (22) Diese Formel bezieht sich auf das Vorhergehende wie [1Tim 4,9] (Chrys., Ökum., Theoph.), und zwar auf V. 8, die Auferstehung Christi zur Herrlichkeit, die er seinen Gläubigen mitteilen will. - (23) Besser Anführung: wie es in dem bekannten Hymnus heißt: Wer duldet, wird herrschen, und wer mit ihm stirbt, leben (V. 11) usw. Die Christen sind der mystische Leib Christi, der dem Haupte gleichgestaltet sein muss. - (24) Er hält seine Verheißungen und macht seine Drohungen wahr. - (25) Die V. 11 – 13 ausgesprochenen Wahrheiten. Sie leben im christlichen Bewusstsein, deshalb genügt es an, dieselben zu erinnern. - (26) Darf man also den Glauben nicht rechtfertigen, die Wahrheit nicht verteidigen? Gewiss, sagt doch Paulus dies selbst [Tit 1,9]. Mit Worten streitet der, sagt der heil. Augustin, der nicht darauf sieht, wie er den Irrtum durch die Wahrheit besiege, sondern wie sein Wort vor dem des anderen den Vorzug behalte. - (27) Griech.: was zu nichts nützt, zum Verderben der Hörenden. - (28) Griech.: der gerade (nach der Norm V. 8) schneidet, d. i. den Inhalt der Wahrheit, nicht Worte bietet. - (29) Direkter Streit veranlasst die Irrlehrer sich noch fester in ihre Irrtümer zu verrennen. - (30) Wenn es in den entgegengestellten Wahrheiten neuen Stoff zum Spekulieren und Disputieren erhält. - (31) Hymenäus war nach [1Tim 1,20] wegen Lästerungen mit schwerer Strafe belegt worden, da Paulus ihn von seinem verkehrten Wege zurückführen wollte. Er, wie Philetus, leugnete die Auferstehung, und so auch die Wiederkunft Christi und das Gericht, und zerstörte so das ganze Glaubensleben. Nach V. 17 nahmen sie zwar scheinbar die christliche Wahrheit der Auferstehung an, wandelten sie aber in einer Weise um, dass sie vom Ziele der Wahrheit abirrten, indem sie die Auferstehung geistig deuteten und bei der Taufe geschehen meinten. - (32) Das Grundgebäude, die Grundmauer, wie dieselbe durch den Eckstein zusammengehalten, den Hauptteil und die Stütze des Glaubens bildet [Offenb 21,14, Amos 1,4.7.10, Hos 8,14, Spr 18,19], so dass der Aufbau davon unterschieden werden kann. [Eph 2,2, Apg 16,16, Hebr 11,10] u. a. Das Gebäude ist im N. T., namentlich bei Paulus [1Kor 3,9] die von Christus gestiftete, von ihm zur Einheit verbundene und geleitete Gemeinschaft, die Kirche. Das Grundgebäude der Kirche leidet keinen Schaden. Diesen inneren Grundbau bilden diejenigen, welche in innigster Glaubenstreue und Heiligkeit mit dem äußeren, den Aposteln, Christus vereinigt sind.- (33) Das Siegel und die Inschrift des Grundsteines, vergl. [Offenb 21,14], sind zugleich Beglaubigungsmittel, so dass das Siegel die feste Unerschütterlichkeit bekräftigt. - (34) Gott, Jahve. - (35) Anspielung auf [4Mos 16,5] (nach der Septuag.) - (36) Vergl. [Jes 26,13] nach der Septuag. Wer den Namen Gottes als seines Gottes nennt, ist sein. Die Ungerechtigkeit ist das unreligiöse Wesen (V. 16), welches von der Wahrheit abführt und zum Umsturz des Glaubens bringt. (V. 18) - (37) Der Vergleich ist zwischen einem großen Hause und der Kirche angestellt. (Cypr., Aug.) Wer recht denkt und handelt, gleicht den goldenen Gefäßen; wer schwachgläubig usw. ist, ist, wenn er auch äußerlich noch zur Kirche gehört, einem tönernen Gefäße gleich. Doch beide Arten von Gefäßen werden auch ihrer Bestimmung nach unterschieden, da die goldenen Gefäße zu für sie ehrenvollen Gebrauch bestimmt sind, die geringwertigen zu gewöhnlichem Gebrauch. Die Tatsache nun, dass es in der Kirche auch solche Glieder gibt, deren Glaube schwankend wird, und die somit zu Falle kommen können, ist bereits durch V. 14, 18 als bestehend erwiesen. Wie können aber in der Kirche, die eine Einrichtung Gottes und somit heilig ist, und welche kräftige Mittel hat, ihre Glieder zur Herrlichkeit zu führen, Gute und Böse zugleich sein? Dies ist den Absichten Gottes nicht widersprechend, sodann aber liegt es (im Gegensatze zu der unveränderlichen Natur der Gefäße) in eines jeden Menschen Macht, ein wahres und nützliches Glied der Kirche zu werden, um so der ewigen Verdammnis zu entgehen. - (38) Von diesen Gefäßen der Unreinigkeit und von allem, was sie zu solchen macht. Den Weg zeigt die zweite Siegelinschrift. V. 19 - (39) Gelüste, wie sie bei jüngeren, ungereiften Christen vorkommen. Diese müssen dem Zusammenhange nach sich auf den Aufbau der Gemeinde und das Bestreben beziehen, alle Angehörigen derselben zu Gefäßen der Ehre zu machen. Nun hofft die Jugend leicht große Erfolge durch Eifern und Streiten, während diese doch nach B. 16 nicht zum Ziele führen. - (40)Ähnlich [1Tim 6,11]. der Apostel gibt ihm die positiven Mittel an, selbst ein Gefäß zur Ehre zu werden: Gerechtigkeit (Gegensatz V. 19: Ungerechtigkeit) und die beiden Hauptstücke des Christentums, wie [1Tim 6,11]: Glaube und Liebe, alsdann mit Beziehung auf V. 21. Friede mit denen usw., den echten Gliedern der Kirche. Sollte er nicht aber auch mit anderen Frieden halten? So viel an ihm lag, ja, doch kann zwischen Guten und Bösen kein wahrer Frieden sein, da der Frieden Eintracht bedeutet, die mit der Bosheit unmöglich ist. (Thom.) - (41) Und sich doch als besondere Weisheit ausgebenden. - (42) Ein Diener des Herrn, der der König des Friedens ist[Roem 15,33], soll nicht leidenschaftlich streiten. (V. 22) - (43) Der im Stande ist, durch sein freundliches Wort die Irrenden zu belehren. - (44) Geduldig, gelassen. Durch Milde wird der göttlichen Gnade der Weg gebahnt und der Irrende der Erkenntnis der Wahrheit zugänglich gemacht. - (45) Das Wort fehlt im Griechischen. - (46) Zweifel und Hoffnung gemischt. Geschieht dies, so ist es Gottes Werk. - (47) Nach dem Griech. ist ihre Sinneserregung eine Art Rausch, in dem sie nicht im Stande sind, die Verkehrtheit derselben klar einzusehen. Der Teufel hat sie berückt, sich diesem umnebelten Erkenntnisstreben zuzustreben.- (48) Sie können nur zu sich kommen, indem sie zugleich aus dieser Schlinge befreit werden. - (49) Im Griech.: zum Willen jenes, also Gottes. Aus ihrem Rausch zu sich gekommen, werden sie Gottes Willen erfüllen, zu dessen Erkenntnis die Sinnesänderung sie geführt.


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