Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Hebr04: Unterschied zwischen den Versionen

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6. Da nun also noch zu erwarten ist,<sup>8</sup> dass einige in dieselbe eingehen, nachdem die, an welche zuerst die Botschaft ergangen war, nicht eingegangen sind wegen ihres Unglaubens, <br/>
 
6. Da nun also noch zu erwarten ist,<sup>8</sup> dass einige in dieselbe eingehen, nachdem die, an welche zuerst die Botschaft ergangen war, nicht eingegangen sind wegen ihres Unglaubens, <br/>
7. so bestimmt er noch einen Tag, ein heute,<sup>9</sup> indem er so lange Zeit nachher bei David spricht, wie oben angeführt: „Heute, wenn ihr meine Stimme höret, verhärtet eure Herzen nicht!<sup>10</sup> <br/>
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7. so bestimmt er noch einen Tag, ein heute,<sup>9</sup> indem er so lange Zeit nachher bei David spricht, wie oben angeführt: „Heute, wenn ihr meine Stimme höret, verhärtet eure Herzen nicht!"<sup>10</sup> <br/>
 
8. Wenn nämlich Josue<sup>11</sup> sie<sup>12</sup> zur Ruhe gebracht hätte, so würde er nimmermehr von einem andern, nachher kommenden Tage reden. <br/>
 
8. Wenn nämlich Josue<sup>11</sup> sie<sup>12</sup> zur Ruhe gebracht hätte, so würde er nimmermehr von einem andern, nachher kommenden Tage reden. <br/>
 
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9. Mithin ist dem Volke Gottes noch eine Sabbatsruhe<sup>13</sup> vorbehalten. <br/>

Aktuelle Version vom 11. September 2019, 09:33 Uhr

Epistola beati Pauli Apostoli ad Hebræos.

Der Brief des heiligen Apostels Paulus an die Hebräer Kap. 4


Wie die Israeliten in das gelobte Land, so sind die Christen zu einer Ruhe berufen, in welche jene wegen ihres Unglaubens nicht eingegangen sind. (V. 10) Deshalb müssen die Christen eifrig bestrebt sein, in dieselbe einzugehen und darum am Glauben festhalten. (V. 13) 3. Der Vergleich zwischen den Hohenpriester des Neuen Testamentes mit denen des Alten zeigt die gleiche Erhabenheit Christi. (4,14 – 10,18) a. Jesus ist ein Hoherpriester, und zwar nach der Ordnung Melchisedechs. (4,14 – 7,3) 1) Kurze Mahnung zum Festhalten am Glauben, nach der der Apostel darlegt, dass Jesus ein Hoherpriester ist. (4,14 – 5,10)

1. Timeamus ergo ne forte relicta pollicitatione introeunde in requiem ejus, existimetur aliquis ex vobis deesse.

2. Etenim et nobis nuntiatum est, quemadmodum et illis: sed non profuit illis sermo auditus, non admixtus fidei ex iis, quæ audierunt.

3. Ingrediemur enim in requiem, qui credidimus: quemadmodum dixit: Sicut juravi in ira mea: Si introibunt in requiem meam: et quidem operibus ab institutione mundi perfectis.

4. Dixit enim in quodam loco de die septima sic: Et requievit Deus die septima ab omnibus operibus suis.
5. Et in isto rursum: Si introibunt in requiem meam.
6. Quoniam ergo superest introire quosdam in illam, et ii, quibus prioribus annuntiatum est, non introierunt propter incredulitatem:

7. Iterum terminat diem quemdam, Hodie, in David dicendo, post tantum temporis, sicut supra dictum est: Hodie si vocem ejus audieritis, nolite obdurare corda vestra.
8. Nam si eis Jesus requiem præstitisset, numquam de alia loqueretur, posthac, die.

9. Itaque relinquitur sabbatismus populo Dei.
10. Qui enim ingressus est in requiem ejus: etiam ipse requievit ab operibus suis, sicut a suis Deus.
11. Festinemus ergo ingredi in illam requiem: ut ne in idipsum quis incidat incredulitatis exemplum.

12. Vivus est enim sermo Dei, et efficax, et penetrabilior omni gladio ancipiti: et pertingens usque ad divisionem animæ ac spiritus, compagum quoque ac medullarum, et discretor cogitationum et intentionum cordis.
13. Et non est ulla creatura invisibilis in conspectu ejus: omnia autem nuda et aperta sunt oculis ejus, ad quem nobis sermo.
14. Habentes ergo pontificem magnum, qui penetravit cœlos, Jesum Filium Dei: teneamus confessionem.

15. Non enim habemus pontificem, qui non possit compati infirmitatibus nostris: tentatum autem per omnia pro similitudine absque peccato.

16. Adeamus ergo cum fiducia ad thronum gratiæ: ut misericordiam consequamur, et gratiam inveniamus in auxilio opportuno.

1. Fürchten wir uns also, dass, da noch eine Verheißung,1 in seine Ruhe2 einzugehen, übrig gelassen ist, nicht jemand von euch als säumig erfunden werde.
2. Denn auch an uns ist die Botschaft3 ergangen, gleichwie an jene; aber jenen hat das vernommene Wort4 nichts genützt, da es nicht vereint war5 mit Glauben, welchen sie aus dem, was sie gehört, hätten schöpfen sollen.
3. Ja, wir werden eingehen in diese Ruhe, wenn wir geglaubt haben, wie er gesprochen:6 „So schwur ich denn in meinem Zorne: Sie sollen nicht eingehen in meine Ruhe!” und doch waren die Werke seit Grundlegung der Welt vollendet.
4. Denn7 es heißt an einer Stelle vom siebenten Tage also: Und es ruhte Gott am siebenten Tage von allen seinen Werken.
5. Und an dieser Stelle wiederum: Sie sollen nicht eingehen in meine Ruhe!
6. Da nun also noch zu erwarten ist,8 dass einige in dieselbe eingehen, nachdem die, an welche zuerst die Botschaft ergangen war, nicht eingegangen sind wegen ihres Unglaubens,
7. so bestimmt er noch einen Tag, ein heute,9 indem er so lange Zeit nachher bei David spricht, wie oben angeführt: „Heute, wenn ihr meine Stimme höret, verhärtet eure Herzen nicht!"10
8. Wenn nämlich Josue11 sie12 zur Ruhe gebracht hätte, so würde er nimmermehr von einem andern, nachher kommenden Tage reden.
9. Mithin ist dem Volke Gottes noch eine Sabbatsruhe13 vorbehalten.
10. Denn14 wer in seine Ruhe eingegangen ist, hat selber auch Ruhe erlangt von seinen Werken,15 wie Gott von den seinen.16
11. Lasset uns also ernstlich streben,17 in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand nach eben diesem Vorbilde des Unglaubens zu Falle komme.18
12. Denn19 lebendig20 ist das Wort Gottes21 und wirksam, und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es Seele und Geist,22 sowohl Gelenke wie Mark scheidet,23 und ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.24
13. Und kein Geschöpf ist vor ihm25 verborgen, sondern alles ist bloß und offengelegt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben. [Ps 33,16, JSir 15,50]
14. Da wir nun26 einen großen27 Hohenpriester haben, der durch die Himmel28 hindurchgedrungen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so lasset uns festhalten am Bekenntnisse.29
15. Denn30 wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleiden haben könnte mit unseren Schwachheiten, vielmehr einen, der in allen Stücken in gleicher Weise versucht worden ist, doch ohne Sünde,31
16. So lasset uns denn mit Zuversicht zu dem Throne der Gnade32 hinzutreten,33 damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade34 finden zu rechtzeitiger Hilfe.35

Fußnote

Kap. 4 (1) Zwei Klassen ist eine Verheißung gegeben: den Israeliten in der Wüste (V. 6) und denen, welchen die Verheißung Gottes durch David gilt. (V. 7) - (2) In die himmlische Seligkeit, deren Vorbild der Besitz des Landes Chanaan war. - (3) Die frohe Botschaft, wie die alte vom gelobten Lande, so die neue vom himmlischen Jerusalem. - (4) Die Verheißung, welche sie gehört. - (5) Der Apostel vergleicht die von den alten Israeliten gehörte Verheißung mit einem Getränk, das um heilsam zu wirken mit Wasser gemischt werden muss. So muss zu dem Worte der Glaube an Gott und seine Verheißungen hinzukommen. - (6) Die Notwendigkeit des Glaubens wird weiter bewiesen. Auch wir haben eine Verheißung empfangen, so müssen auch wir vor dem Unglauben auf der Hut sein, denn nur den Gläubigen steht der Eintritt in das Land der Verheißung offen. Nach der Schöpfung ruhte Gott in der Fülle seiner Liebe, Allmacht und Herrlichkeit. Zur Teilnahme an dieser Ruhe Gottes sind die berufen, welche gläubig sind. Gottes Ruhe ist eingetreten mit der Vollendung seiner Werke; und nicht eingetreten ist die Ruhe des Geschöpfes in Gott. Einst war eine doppelte Ruhe verheißen: die Sabbatsruhe [1Mos 2,3] und die Ruhe in Chanaan. Die erstere besteht seit der Vollendung der Schöpfung, von der zweiten redet David nicht. - (7) Grund zu V. 1: Wenn ihr den Glauben nicht bewahrt, werdet ihr in die Ruhe Gottes nicht eingehen. Dies beweist der Apostel aus [Ps 114]: Nur die ungläubigen Hebräer sind nicht in das Land der Verheißung eingegangen, wohl aber alle Gläubigen. - (8) Der Apostel blickt auf V. 2 zurück. - (9) Der Nachdruck liegt auf dem heut, wie oben [Hebr 3,7.8]. Noch ist die Zeit nicht vorüber, in welcher wir die Glückseligkeit zu erlangen vermögen, auch uns gilt die Mahnung und Verheißung des [Ps 94], auch für uns gibt es ein Heute. - (10) Freilich erlangten die rebellischen Israeliten das verheißene Land nicht, könnte man hier einwerfen, aber ihre Nachkommen nahmen es unter Josue in Besitz, dies also ist die Ruhe, von welcher der Psalm redet, könnte man entgegenreden. Doch da David zu einer Zeit, wo die Israeliten schon im Besitze des Landes waren, noch von einer Ruhe spricht, welche sie sich durch Sinnesänderung erwerben sollen, so kann diese Ruhe nicht die irdische sein, welche sie schon hatten, sondern muss jene sein, die noch zu erwarten steht, die geistige, die ewige bei Gott. - (11) Die Septuag, welche der heil. Paulus vor sich hatte, nennt den Führer des auserwählten Volkes Jesus. Auch [Apg 7,45] findet sich diese Form des Namens. - (12) Die Israeliten, welche mit ihm in das Land der Verheißung einzogen. - (13) Der Sabbat ist das Vorbild der zukünftigen Seligkeit. - (14) Grund, warum der Apostel die zukünftige Ruhe, die himmlische Seligkeit, eine Sabbatsruhe genannt hat. Der Sabbat war zur Erinnerung der Ruhe Gottes am siebenten Tage eingesetzt. [1Mos 2,2] An seiner Ruhe teilzunehmen ist unsere Seligkeit. - (15) Dem Sechstagewerk Gottes gegenüber sind die Werke, von denen die Menschen einst ruhen werden, die sich immer wiederholenden Sechstagewerke ihres Berufes, ihre irdischen Mühen und Arbeiten. - (16) Es heißt, dass Gott ruhte, weil er nicht fortfuhr Neues zu schaffen. Denn alles Niedere war nun seinem Stoffe oder seinen zeugenden Kraft nach da, das Geistige aber nach seinem ersten Vorbilde. Gott ist immerhin noch tätig, indem er das, was er erschaffen, erhält und leitet. - (17) Wie oben [Hebr 3,12-14] und [Hebr 4,1]. Folgen wir nicht den bösen Beispielen der Israeliten, sondern seien wir beharrlich im Glauben. Erstlich nämlich ist der Weg weit, sodann die Zeit kurz und ungewiss. Die Liebe ferner muss uns drängen, um so mehr als jede Zögerung Gefahr bringt, wie das Gleichnis von den törichten Jungfrauen zeigt (Thom.). - (18) Und des Heiles verlustig gehe. Rückbeziehung auf [Hebr 3,17]. - (19) Gottes Drohungen sind lebendig und wirkungsvoll, also ist Grund zur Furcht da. - (20) Mächtig. - (21) Seine erkennende Kraft, und in Verbindung mit seiner richterlichen Tätigkeit Gott selbst. Dem Worte Gottes wird oft zugeschrieben, was Gott selbst zukommt (Chrys., Theod.). - (22) Die Seele bezeichnet die dem Menschen mit den Tieren gemeinsamen Affekte und Begierden, der Geist den höheren vernunftbegabten Teil der Seele, dem auch das Licht der Gnade zu Teil wird. Vergl. [1Thes 5,23]. - (23) Diese Teilung ist noch keine Trennung der Seele vom Geiste, der Gelenke vom Marke, sondern eine Zerlegung der Seele, welche bildlich nach den Organen des Leibes mit ähnlichen zusammengesetzt gedacht wird. Die Ansicht, der Mensch habe eine zweifache Seele, eine sinnliche und eine rein geistige, wurde im Altertume zuerst von Apollinaris aufgestellt, welcher Christus eine menschliche Seele, aber keinen menschlichen Geist zuschrieb, ein Irrtum, der von Photius erneuert, im achten allgemeinen Konzil verdammt ward. - (24) Erklärung des Bildes: Gott dringt in die geheimste Verborgenheit des Herzens ein. - (25) Vor Gott. - (26) Hinweis darauf, dass er bereits von dem Hohenpriester gesprochen. [Hebr 2,17, Hebr 3,1] - (27) Von erhabener Würde, wie oben [Hebr 9,24] gezeigt ist. - (28) Die geschaffenen Himmel, im Gegensatze zu [Hebr 9,24]. Der heil. Paulus erwähnt [2Kor 12,2] drei Himmel (vielleicht: Luft-, Stern- du Engelhimmel), wie der Tempel drei Teile hatte, Vorhof, Heiligtum und Allerheiligstes. Nur einmal jährlich trat der Hohepriester in das Allerheiligste ein, doch Christus trat nicht in das Allerheiligste, Gott durch Opferblut zu versöhnen, sondern ging durch die Himmel, um vor dem Throne Gottes sich selbst als Opfer vorzustellen. - (29) Am Bekenntnisse des christlichen Glaubens. - (30) Grund, warum die Gläubigen sich an Christus anschließen und auf ihn vertrauen sollen: Steht er auch so hoch, so berührt ihn doch unser Elend. - (31) Der Apostel will verhüten, dass die Leser den Vergleich zwischen dem Hohenpriester und Christus über das rechte Maß hinaus ausdehnen. Die Versuchung konnte an den Heiland herantreten, aber ihn nicht zur Sünde führen (Chrys.). - (32) Zu Christus (Chrys., Theoph., Thom.). Wenn Christus auch als Fürsprecher vor dem Richter steht, ist er doch zugleich Gottes Sohn und sitzt als solcher auf dessen Throne. Zwei Throne sind gleichsam zu unterscheiden, der eine, der Gnade; wer diesem naht, empfängt von Gott die Vergebung der Sünden; der andere, der der zweiten Ankunft, zum Gerichte. [Ps 93] (Thom.) - (33) Dies Wort wird vom Hinzutreten zum Opferaltare gebraucht, und wird hier auf das geistige Hinzutreten zu Gott übertragen. - (34) Barmherzigkeit in unseren Nöten, Gnade für unsere Sünden. Der wahre Sitz der Barmherzigkeit und der Gnade ist da, wo Christus zur Rechten Gottes erhöht stets für die Menschen fürbittet. - (35) Für Nöte und Sünden, Barmherzigkeit und Gnade, so lange das Heute dauert, im ganzen irdischen Leben. (Chrys., Thom.) - Weitere Kapitel: 01 | 02 | 03 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 |

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