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Kap. 3 ('''1''') Die Propheten, welche nur zu den Juden gesendet wurden, setzten die Namen der jüdischen Könige an den Anfang. Das Evangelium, dessen erster Verkündiger der heil. Johannes ist, ist für alle Völker bestimmt, deshalb wird der Beherrscher der Welt am Anfange genannt. Die Berufung des hl. Johannes erfolgt wohl 779 nach Gründung der Stadt. Archelaus war im 10. Jahre seiner Regierung von Augustus abgesetzt und die Verwaltung Judäas mit der der Provinz Syrien vereinigt worden. Der fünfte Prokurator war Pontius Pilatus (26-36 n. Chr.). - ('''2''') Und Peräa (bis 36 n. Chr.) Siehe [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt14|Mt 14,1]]''] - ('''3''') So pflegt sein Gebiet bezeichnet zu werden, obgleich es noch andere Länderstrecken umfasste. - ('''4''') Von Aliba genannt, einer etwa 200 Kilometer von Damaskus entfernten Stadt. - ('''5''') Siehe [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt02|Mt 2,4]]''] - ('''6''') An Ansehen der erste. - ('''7''') Der Evangelist wendet die Redeweise der alttestamentlichen Propheten an, um Johannes als solchen zu bezeichnen. - ('''8''') Wo er herangewachsen war [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Lk01|Lk 1,80]]''] - ('''9''') Der Befehl wird in seiner Ausführung gezeigt. - ('''10''') Es ist Weideland. So war auch das Volk des Alten Bundes einst in der Wüste auf den Besitz des verheißenen Landes vorbereitet worden. – ('''11''') Das Ziel der Predigt ist die Buße. – ('''12''') Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jes40|Jes 40,3]]'']. Großen Fürsten pflegte der Weg bereitet zu werden. Mit diesen Worten hat Isaias das messianische Heil verkündet. – ('''13''') Hier Unvollkommenheiten der Wege, auf denen man körperlich wandelt, werden auf das geistige Gebiet angewendet: Alle Hindernisse sollen entfernt werden. - ('''14''') Jeder Mensch tun. - ('''15''') Seinem Amte gemäß, das V. 4-6 beschrieben ist. - ('''16''') Die Juden liebten sehr die äußeren Zeremonien und glaubten, auf denselben beruhe alles. Solche Menschen sieht der heil. Johannes zu sich kommen, soll er sie nicht an die Notwendigkeit der Frömmigkeit und Tugend erinnern? - ('''17''') Ihr seid so tief in euren bösen Gewohnheiten versunken, als ob jemand euch einen Weg gezeigt hätte, der Strafe Gottes zu entrinnen. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt03|Mt 3,7]]'']. Die Propheten hatten mit dem Erscheinen des messianischen Reiches ein Gericht vorherverkündet; wollen die Juden diesem entgehen, so müssen sie beherzigen, was V. 8 gesagt ist. - ('''18''') Werke, aus denen ihre wahre Umkehr hervorgeht. - ('''19''') Schon das Alte Testament zeigt in Ismael, den Söhnen der Retura und in Esau, dass die bloße weibliche Abstammung von Abraham nicht ausreicht, um des Segens teilhaftig zu werden, der ihm verheißen ist. Wahre Kinder Abrahams sind diejenigen, welche seinen Glauben und seinen Gehorsam nachahmen. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Joh08|Joh 8,39]]'']. - ('''20''') Siehe [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt03|Mt 3,9]]'']. - ('''21''') Die Notwendigkeit der Buße. - ('''22''') Die Menge hält Johannes für einen Propheten [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt21|Mt 21,26]]''], die Führer des Volkes für einen Besessenen [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt11|Mt 11,18]]'']. Deshalb bekehren sich von jenen viele, von diesen fast keiner. - ('''23''') Was er im Allgemeinen gedroht, stellt er im Einzelnen vor Augen. - ('''24''') Er empfiehlt Werke der Barmherzigkeit wie [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Dan04|Dan 4,24]]''] und Liebe, um an einem Beispiele die Weise der Umkehr zu zeigen. - ('''25''') Siehe [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt09|Mt 9,Anm.12]]'']. - ('''26''') Der heil. Johannes nimmt sie freundlich auf, anders als die V. 7 genannten. Vergl.  [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt21|Mt 21,31.32]]'']. - ('''27''') In Erwartung war. - ('''28''') Er gibt eine Prophezeiung, also gilt für ihn die [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:5Mos18|5Mos 18,22]]''] aufgestellte Regel. - ('''29''') Wie ich euren Leib in das Wasser tauche, wird er eure Seelen mit dem heiligen Geiste erfüllen. Da nun niemand den heiligen Geist aus eigener Machtvollkommenheit geben kann, ist der Messias also Gott. Der Vergleich des heiligen Johannes ist bei den Propheten häufig. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jes43|Jes 43,3]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ez11|Ez 11,29]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Joe02|Joel 2,28]]''] u. a. Gott wird ein verzehrendes Feuer genannt, auch der Messias mit solchem verglichen [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Mal03|Mal 3,2.3]]''] Der Messias wird also den Gläubigen eine gewisse Ähnlichkeit mit Gott verleihen. - ('''30''') Auch die Propheten [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jes63|Jes 63,3]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Mal03|Mal 3,2]]''] und der greise Simeon [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Lk02|Lk 2,34]]''] haben den Messias als Richter vorherverkündet. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt03|Mt 3,12]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt13|Mt 13,30]]'']. Die Tenne sind Juden und Heiden. - ('''31''') Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt11|Mt 11]]''] - ('''32''') Christus will getauft werden, als ob er der Buße bedürfte, von Johannes, der geringer ist als er selbst, und unter dem Volke wie ein gewöhnlicher Mensch. Nach der Taufe betet der Heiland, um seine Unterwerfung unter den Vater zu zeigen. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt04|Mt 4]]''] - ('''33''') Damit niemand im Zweifel war, wem die Worte galten. - ('''34''') Damit die Fülle der in ihm wohnenden Gnaden offenbar würde. Wie die Taube einst als Friedensbote zu Noe kam, so bringt Jesus der Welt Friede und Versöhnung (Bed., Theoph., Bon.). - ('''35''') Da der himmlische Vater an diesem einen, der das Beispiel der Demut, der Buße und des Gebetseifers gegeben hat, besonderes Wohlgefallen hat, müssen alle, die Gott gefallen wollen, ihm gleichförmig werden. - ('''36''') Dem die Göttliche Bezeugung zuteil ward. - ('''37''') Das messianische Amt (Euth., Bed., Bonav.) - ('''38''') Die Zeit ist also nicht ganz genau angegeben. Der Höhepunkt des Lebens. - ('''39''') Er wurde für einen Sohn Josephs gehalten. Mit diesen Worten schließt der Evangelist jedes Missverständnis betreffs des folgenden Geschlechtsregisters aus. Wie [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:2Mos06|2Mos 6,16]]''] das Geschlechtsregister Moses beim Beginn seiner öffentlichen Tätigkeit geboten wird, so hier das Christi. Das von Lukas gebotene weicht weicht von dem [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt01|Mt 1,16ff]]''] gegebenen in einigen Punkten ab. Dort wird der Vater Josephs Jakob genannt und mit Ausnahme von Salathiel und Zerobabel werden bis auf König David andere Vorfahren angeführt. Nach Julius Afrikanus waren Heli und Jakob Brüder von mütterlicher Seite, so dass Heli von väterlicher Seite von Nathan, dem Sohne Davids, Jakob aber von Salomon abstammte. Heli starb ohne Kinder, deshalb nahm nach dem Leviratsgesetze, vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt22|Mt 22,23]]''] sein Bruder Jakob seine kinderlose Witwe zur Frau. Aus dieser Ehe stammt Joseph, der also Heli zum gesetzlichen, Jakob zum natürlichen Vater hatte. Matthäus gibt das Geschlechtsregister nach dem natürlichen, Lukas nach dem gesetzlichen Vater. Wenn Salathiel bei Matthäus Sohn Sohn des Zacharias, bei Lukas Sohn des Neri heißt, so liegt der Grund in derselben Ursache. Lukas nennt den Sohn des Zerobabel Resa, Matthäus Abiud. Alsdann wird als Stammvater nach David bei Lukas Nathan genannt, bei Matthäus Salomon, dem die Könige bis zur Gefangenschaft sich anschließen. Von David bis Abraham stimmen beide Geschlechtstafeln überein. Da Matthäus für Juden schreibt, bleibt er bei Abraham stehen, Lukas steigt bis zu dem Ursprunge des Menschengeschlechtes empor, weil einer dem ganzen Menschengeschlechte Heil bringt, wie einer es in das Verderben gestürzt hat. Wie Adam Gott zum Vater hatte, so auch Jesus, wenngleich der Herr auf andere Weise als jener. - ('''40''') Da der Heiland Mensch geworden, mußte er sich der Sitte unterwerfen, nach welcher der Stammbaum des Familienhauptes gegeben ward. Da nun Joseph und Maria verwandt waren, sind die meisten Vorfahren Josephs auch Vorfahren Marias, und somit auch Jesu.
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Kap. 3 ('''1''') Die Propheten, welche nur zu den Juden gesendet wurden, setzten die Namen der jüdischen Könige an den Anfang. Das Evangelium, dessen erster Verkündiger der heil. Johannes ist, ist für alle Völker bestimmt, deshalb wird der Beherrscher der Welt am Anfange genannt. Die Berufung des hl. Johannes erfolgt wohl 779 nach Gründung der Stadt. Archelaus war im 10. Jahre seiner Regierung von Augustus abgesetzt und die Verwaltung Judäas mit der der Provinz Syrien vereinigt worden. Der fünfte Prokurator war Pontius Pilatus (26-36 n. Chr.). - ('''2''') Und Peräa (bis 36 n. Chr.) Siehe [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt14|Mt 14,1]]''] - ('''3''') So pflegt sein Gebiet bezeichnet zu werden, obgleich es noch andere Länderstrecken umfasste. - ('''4''') Von Aliba genannt, einer etwa 200 Kilometer von Damaskus entfernten Stadt. - ('''5''') Siehe [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt02|Mt 2,4]]''] - ('''6''') An Ansehen der erste. - ('''7''') Der Evangelist wendet die Redeweise der alttestamentlichen Propheten an, um Johannes als solchen zu bezeichnen. - ('''8''') Wo er herangewachsen war [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Lk01|Lk 1,80]]''] - ('''9''') Der Befehl wird in seiner Ausführung gezeigt. - ('''10''') Es ist Weideland. So war auch das Volk des Alten Bundes einst in der Wüste auf den Besitz des verheißenen Landes vorbereitet worden. – ('''11''') Das Ziel der Predigt ist die Buße. – ('''12''') Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jes40|Jes 40,3]]'']. Großen Fürsten pflegte der Weg bereitet zu werden. Mit diesen Worten hat Isaias das messianische Heil verkündet. – ('''13''') Hier Unvollkommenheiten der Wege, auf denen man körperlich wandelt, werden auf das geistige Gebiet angewendet: Alle Hindernisse sollen entfernt werden. - ('''14''') Jeder Mensch tun. - ('''15''') Seinem Amte gemäß, das V. 4-6 beschrieben ist. - ('''16''') Die Juden liebten sehr die äußeren Zeremonien und glaubten, auf denselben beruhe alles. Solche Menschen sieht der heil. Johannes zu sich kommen, soll er sie nicht an die Notwendigkeit der Frömmigkeit und Tugend erinnern? - ('''17''') Ihr seid so tief in euren bösen Gewohnheiten versunken, als ob jemand euch einen Weg gezeigt hätte, der Strafe Gottes zu entrinnen. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt03|Mt 3,7]]'']. Die Propheten hatten mit dem Erscheinen des messianischen Reiches ein Gericht vorherverkündet; wollen die Juden diesem entgehen, so müssen sie beherzigen, was V. 8 gesagt ist. - ('''18''') Werke, aus denen ihre wahre Umkehr hervorgeht. - ('''19''') Schon das Alte Testament zeigt in Ismael, den Söhnen der Retura und in Esau, dass die bloße weibliche Abstammung von Abraham nicht ausreicht, um des Segens teilhaftig zu werden, der ihm verheißen ist. Wahre Kinder Abrahams sind diejenigen, welche seinen Glauben und seinen Gehorsam nachahmen. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Joh08|Joh 8,39]]'']. - ('''20''') Siehe [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt03|Mt 3,9]]'']. - ('''21''') Die Notwendigkeit der Buße. - ('''22''') Die Menge hält Johannes für einen Propheten [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt21|Mt 21,26]]''], die Führer des Volkes für einen Besessenen [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt11|Mt 11,18]]'']. Deshalb bekehren sich von jenen viele, von diesen fast keiner. - ('''23''') Was er im Allgemeinen gedroht, stellt er im Einzelnen vor Augen. - ('''24''') Er empfiehlt Werke der Barmherzigkeit wie [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Dan04|Dan 4,24]]''] und Liebe, um an einem Beispiele die Weise der Umkehr zu zeigen. - ('''25''') Siehe [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt09|Mt 9,Anm.12]]'']. - ('''26''') Der heil. Johannes nimmt sie freundlich auf, anders als die V. 7 genannten. Vergl.  [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt21|Mt 21,31.32]]'']. - ('''27''') In Erwartung war. - ('''28''') Er gibt eine Prophezeiung, also gilt für ihn die [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:5Mos18|5Mos 18,22]]''] aufgestellte Regel. - ('''29''') Wie ich euren Leib in das Wasser tauche, wird er eure Seelen mit dem heiligen Geiste erfüllen. Da nun niemand den heiligen Geist aus eigener Machtvollkommenheit geben kann, ist der Messias also Gott. Der Vergleich des heiligen Johannes ist bei den Propheten häufig. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jes43|Jes 43,3]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ez11|Ez 11,29]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Joe02|Joel 2,28]]''] u. a. Gott wird ein verzehrendes Feuer genannt, auch der Messias mit solchem verglichen [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Mal03|Mal 3,2.3]]''] Der Messias wird also den Gläubigen eine gewisse Ähnlichkeit mit Gott verleihen. - ('''30''') Auch die Propheten [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jes63|Jes 63,3]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Mal03|Mal 3,2]]''] und der greise Simeon [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Lk02|Lk 2,34]]''] haben den Messias als Richter vorherverkündet. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt03|Mt 3,12]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt13|Mt 13,30]]'']. Die Tenne sind Juden und Heiden. - ('''31''') Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt11|Mt 11]]''] - ('''32''') Christus will getauft werden, als ob er der Buße bedürfte, von Johannes, der geringer ist als er selbst, und unter dem Volke wie ein gewöhnlicher Mensch. Nach der Taufe betet der Heiland, um seine Unterwerfung unter den Vater zu zeigen. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt04|Mt 4]]''] - ('''33''') Damit niemand im Zweifel war, wem die Worte galten. - ('''34''') Damit die Fülle der in ihm wohnenden Gnaden offenbar würde. Wie die Taube einst als Friedensbote zu Noe kam, so bringt Jesus der Welt Friede und Versöhnung (Bed., Theoph., Bon.). - ('''35''') Da der himmlische Vater an diesem einen, der das Beispiel der Demut, der Buße und des Gebetseifers gegeben hat, besonderes Wohlgefallen hat, müssen alle, die Gott gefallen wollen, ihm gleichförmig werden. - ('''36''') Dem die Göttliche Bezeugung zuteil ward. - ('''37''') Das messianische Amt (Euth., Bed., Bonav.) - ('''38''') Die Zeit ist also nicht ganz genau angegeben. Der Höhepunkt des Lebens. - ('''39''') Er wurde für einen Sohn Josephs gehalten. Mit diesen Worten schließt der Evangelist jedes Missverständnis betreffs des folgenden Geschlechtsregisters aus. Wie [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:2Mos06|2Mos 6,16]]''] das Geschlechtsregister Moses beim Beginn seiner öffentlichen Tätigkeit geboten wird, so hier das Christi. Das von Lukas gebotene weicht von dem [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt01|Mt 1,16ff]]''] gegebenen in einigen Punkten ab. Dort wird der Vater Josephs Jakob genannt und mit Ausnahme von Salathiel und Zerobabel werden bis auf König David andere Vorfahren angeführt. Nach Julius Afrikanus waren Heli und Jakob Brüder von mütterlicher Seite, so dass Heli von väterlicher Seite von Nathan, dem Sohne Davids, Jakob aber von Salomon abstammte. Heli starb ohne Kinder, deshalb nahm nach dem Leviratsgesetze, vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt22|Mt 22,23]]''] sein Bruder Jakob seine kinderlose Witwe zur Frau. Aus dieser Ehe stammt Joseph, der also Heli zum gesetzlichen, Jakob zum natürlichen Vater hatte. Matthäus gibt das Geschlechtsregister nach dem natürlichen, Lukas nach dem gesetzlichen Vater. Wenn Salathiel bei Matthäus Sohn des Zacharias, bei Lukas Sohn des Neri heißt, so liegt der Grund in derselben Ursache. Lukas nennt den Sohn des Zerobabel Resa, Matthäus Abiud. Alsdann wird als Stammvater nach David bei Lukas Nathan genannt, bei Matthäus Salomon, dem die Könige bis zur Gefangenschaft sich anschließen. Von David bis Abraham stimmen beide Geschlechtstafeln überein. Da Matthäus für Juden schreibt, bleibt er bei Abraham stehen, Lukas steigt bis zu dem Ursprunge des Menschengeschlechtes empor, weil einer dem ganzen Menschengeschlechte Heil bringt, wie einer es in das Verderben gestürzt hat. Wie Adam Gott zum Vater hatte, so auch Jesus, wenngleich der Herr auf andere Weise als jener. - ('''40''') Da der Heiland Mensch geworden, mußte er sich der Sitte unterwerfen, nach welcher der Stammbaum des Familienhauptes gegeben ward. Da nun Joseph und Maria verwandt waren, sind die meisten Vorfahren Josephs auch Vorfahren Marias, und somit auch Jesu.
 
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Aktuelle Version vom 16. August 2019, 07:14 Uhr

Sanctum Jesu Christi Evangelium secundum Lucam

Das heilige Evangelium Jesu Christi nach Lukas - Kap. 3

2. Nächste Vorbereitung zur öffentlichen Tätigkeit Christi (3-4,13): Die Predigt Johannes des Täufers (V. 20), die Taufe Jesu (V. 22) und das Geschlechtsregister des Herrn.

1. Anno autem quinto decimo imperii Tiberii Cæsaris, procurante Pontio Pilato Judæam, tetrarcha autem Galilææ Herode, Philippo autem fratre ejus tetracha Iturææ, et Trachonitidis regionis, et Lysania Abilinæ tetrarcha,
2. Sub principibus sacerdotum Anna, et Caipha: factum est verbum Domini super Joannem, Zachariæ filium, in deserto.
3. Et venit in omnen regionem Jordanis, prædicans baptismum pœnitentiæ in remissionem peccatorum,
4. Sicut scriptum est in libro sermonum Isaiæ prophetæ: Vox clamantis in deserto: Parate viam Domini: rectas facite semitas ejus:
5. Omnis vallis implebitur: et omnis mons, et collis humiliabitur: et erunt prava in directa: et aspera in vias planas:
6. Et videbit omnis caro salutare Dei.
7. Dicebat ergo ad turbas quæ exibant ut baptizarentur ab ipso: Genimina viperarum quis ostendit vobis fugere a ventura ira?
8. Facite ergo fructus dignos pœnitentiæ, et ne cœperitis dicere: Patrem habemus Abraham. Dico enim vobis, quia potens est Deus de lapidibus istis suscitare filios Abrahæ.
9. Jam enim securis ad radicem arborum posita est. Omnis ergo arbor non faciens fructum bonum, excidetur, et in ignem mittetur.
10. Et interrogabant eum turbæ, dicentes: Quid ergo faciemus?
11. Respondens autem dicebat illis: Qui habet duas tunicas, det non habenti, et qui habet escas, similiter faciat.
12. Venerunt autem et publicani ut baptizarentur, et dixerunt ad illum: Magister, quid faciemus?
13. At ille dixit ad eos: Nihil amplius, quam quod constitutum est vobis, faciatis.
14. Interrogabant autem eum et milites, dicentes: Quid faciemus et nos? Et ait illis: Neminem concutiatis, neque calumniam faciatis: et contenti estote stipendiis vestris.
15. Existimante autem populo, et cogitantibus omnibus in cordibus suis de Joanne, ne forte ipse esset Christus:
16. Respondit Joannes, dicens omnibus: Ego quidem aqua baptizo vos: veniet autem fortior me, cujus non sum dignus solvere corrigiam calceamentorum ejus: ipse vos baptizabit in Spiritu sancto, et igni:
17. Cujus ventilabrum in manu ejus, et purgabit aream suam, et congregabit triticum in horreum suum, paleas autem comburet igni inexstinguibili.
18. Multa quidem, et alia exhortans evangelizabat popula.
19. Herodes autem tetrarcha cum corriperetur ab illo de Herodiade uxore fratris sui, et de omnibus malis, quæfecit Herodes,
20. Adjecit et hoc super omnia, et inclusit Joannem in carcere.
21. Factum est autem cum baptizaretur omnis populus, et Jesu baptizato, et orante, apertum est cœlum:
22. Et descendit Spiritus sanctus corporali specie sicut columba in ipsum: et vox de cœlo facta est: Tu es Filius meus dilectus, in te complacui mihi.
23. Et ipse Jesus erat incipiens quasi annorum triginta, ut putabatur, filius Joseph, qui fuit Heli, qui fuit Mathat,
24. Qui fuit Levi, qui fuit Melchi, qui fuit Janne, qui fuit Joseph,
25. Qui fuit Mathathiæ, qui fuit Amos, qui fuit Nahum, qu fuit Nahum, qui fuit Hesli, qui fuit Nagge,
26. Qui fuit Mahath, qui fuit Mathathiæ, qui fuit Semei, qui fuit Joseph, qui fuit Juda.
27. Qui fuit Joanna, qui fuit Resa, qui fuit Zerobabel, qui duit Salathiel, qui fuit Neri,

28. Qui fuit Melchi, qui fuit Addi, qui fuit Cosan, qui fuit Elmadam, qui fuit Her,

29. Qui fuit Jesu, qui fuie Eliezer, qui fuit Jorim, qui fuit Mathat, qui fuit Levi,

30. Qui fuit Simeon, qui fuit Juda, qui fuit Joseph, qui fuit Jona, qui fuit Eliakim,

31. Qui fuit Melea, qui fuit Menna, qui fuit Mathata, qui fuit Nathan, qui fuit David,

32. Qui fuit Jesse, qui fuit Obed, qui fuit Booz, qui fuit Salmon, qui fuit Naason,

33. Qui fuit Aminadab, qui fuit Aram, qui fuit Esron, qui fuit Phares, qui fuit Judæ,

34. Qui fuit Jacob, qui fuit Isaac, qui fuit Abrahæ, qui fuit Thare, qui fuit Nachor,

35. Qui fuit Sarug, qui fuit Ragau, qui fuit Phaleg, qui fuit Heber, qui fuit Sale,

36. Qui fuit Cainan, qui fuit Arphaxad, qui fuit Sem, qui fuit Noe, qui fuit Lamech,

37. Qui fuit Mathusale, qui fuit Henoch, qui fuit Jared, qui fuit Malaleel, qui fuit Cainan.

38. Qui fuit Henos, qui fuit Seth, qui fuit Adam, qui fuit Dei.

1. Im fünfzehnten Jahre der Regierung des Kaisers Tiberius,1 als Pontius Pilatus Landpfleger von Judäa, und Herodes Vierfürst von Galiläa,2 Philippus aber, sein Bruder, Vierfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis,3 und Lysanias Vierfürst von Abilene4 war,
2. unter den Hohenpriestern5 Annas6 und Kaiphas, erging das Wort des Herrn an Johannes,7 den Sohn des Zacharias, in der Wüste.8 [Apg 4,6, Lk 1,80]
3. Und er kam9 in die ganze Gegend am Jordan,10 und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden,11 [Mt 3,1, Mk 1,4]
4. wie geschrieben steht im Buche der Reden Isaias, des Propheten:12 Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet gerade seine Pfade! [Jes 40,3, Mt 3,3, Joh 1,23]
5. Jedes Tal wird ausgefüllt, und jeder Berg und Hügel abgetragen werden; was krumm ist, wird gerade, was uneben ist, wird ebener Weg werden.13
6. Und alles Fleisch14 wird das Heil Gottes schauen.
7. Er sprach also15 zu den Volksscharen, die hinausgingen, um von ihm getauft zu werden:16 Ihr Natternbrut! Wer hat euch gelehret, dem kommenden Zorne17 zu entfliehen? [Mt 3,7, Mt 23,33]
8. Bringet also würdige Früchte der Buße,18 und fanget nicht an zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater.19 Denn ich sage euch: Gott vermag aus diesen Steinen20 den Abraham Kinder zu erwecken!
9. Denn schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume angesetzt.21 Ein jeder Baum also, der keine gute Frucht bringet, wird umgehauen, und in´s Feuer geworfen werden.22
10. Und das Volk fragte ihn, und sprach: Was sollen wir also tun?
11. Er aber antwortete,23 und sprach zu ihnen: Wer zwei Röcke hat, gebe dem einen, der keinen hat; und wer Speise hat, tue desgleichen.24 [Jak 2,15, 1Joh 3,17]
12. Und es kamen auch Zöllner,25 um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister! Was sollen wir tun?
13. Er aber sprach zu ihnen:26 Fordert nicht mehr, als was euch festgesetzt ist!
14. Und es fragten ihn auch die Kriegsleute, und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Verübet gegen niemanden Erpressung noch Unbilde, und seid zufrieden mit euerm Solde!
15. Da aber das Volk der Meinung war,27 und alle in ihren Herzen von Johannes dachten, ob er nicht etwa selbst Christus sei,
16. so antwortete Johannes, und sprach zu allen: Ich zwar taufe euch mit Wasser, es wird aber der kommen, welcher mächtiger ist als ich,28 dem ich nicht wert bin, die Schuhriemen aufzulösen; dieser wird euch im heiligen Geiste29 und Feuer taufen. [Mt 3,11, Mk 3,8, Joh 1,26, Apg 1,5, Apg 11,16, Apg 19,4]
17. Er hat seine Wurfschaufel in seiner Hand, und wird seine Tenne reinigen; den Weizen wird er in seine Scheune sammeln, die Spreu aber verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.30 [Mt 03,12]
18. Und noch viel anderes lehrte und verkündigte er dem Volke.31
19. Als aber Herodes, der Vierfürst, von ihm zurechtgewiesen wurde wegen der Herodias, des Weibes seines Bruders, und wegen aller Übeltaten, die Herodes begangen hatte, [Mt 14,4, Mk 6,17]
20. fügte er zu allem noch dieses hinzu, dass er den Johannes im Gefängnisse einschloss.
21. Es geschah aber, als alles Volk sich taufen ließ, dass auch Jesus getauft wurde,32 und da er betete, öffnete sich der Himmel; [Mt 3,16, Mk 1,10, Joh 1,32]
22. und der heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt33 gleich einer Taube auf ihn34 herab und eine Stimme erscholl vom Himmel: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich mein Wohlgefallen.35 [Mt 3,17, Mt 17,5, Lk 9,35, 2Petr 1,17]
23. Und Jesus36 war, als er anfing,37 ungefähr38 dreißig Jahre alt, und wurde für einen Sohn Josephs gehalten;39 dieser war (ein Sohn) Heli, dieser ein Sohn des Mathat,
24. dieser ein Sohn des Levi, dieser ein Sohn des Melchi, dieser ein Sohn des Janne, dieser ein Sohn des Joseph,
25. dieser ein Sohn des Mathatias, dieser ein Sohn des Amos, dieser ein Sohn des Nahum, dieser ein Sohn des Hesli, dieser ein Sohn des Nagge,
26. dieser ein Sohn des Mahath, dieser ein Sohn des Mathathias, dieser ein Sohn des Semei, dieser ein Sohn des Joseph, dieser ein Sohn des Juda,
27. dieser ein Sohn des Joanna, dieser ein Sohn des Resa, dieser ein Sohn des Zerobabel, dieser ein Sohn des Salathiel, dieser ein Sohn des Neri,
28. dieser ein Sohn des Melchi, dieser ein Sohn des Addi, dieser ein Sohn des Cosan, dieser ein Sohn des Elmadam, dieser ein Sohn des Her,
29. dieser ein Sohn des Jesus, dieser ein Sohn des Eliezer, dieser ein Sohn des Jorim, dieser ein Sohn des Mathat, dieser ein Sohn des Levi,
30. dieser ein Sohn des Simeon, dieser ein Sohn des Juda, dieser ein Sohn des Joseph, dieser ein Sohn des Jona, dieser ein Sohn des Eliakim,
31. dieser ein Sohn des Melea, dieser ein Sohn des Menna, dieser ein Sohn des Mathatha, dieser ein Sohn des Nathan, dieser ein Sohn des David,
32. dieser war ein Sohn des Jesse, dieser ein Sohn des Obed, dieser ein Sohn des Booz, dieser ein Sohn des Salmon, dieser ein Sohn des Naasson.
33. dieser ein Sohn des Aminadab, dieser ein Sohn des Aram, dieser ein Sohn des Esron, dieser ein Sohn des Phares, dieser ein Sohn des Judas.
34. dieser ein Sohn des Jakob, dieser ein Sohn des Isaak, dieser ein Sohn des Abraham, dieser ein Sohn des Thare, dieser ein Sohn des Nachor,
35. dieser ein Sohn des Sarug, dieser ein Sohn des Ragau, dieser ein Sohn des Phaleg, dieser ein Sohn des Heber, dieser ein Sohn des Sale,
36. dieser ein Sohn des Kainan, dieser ein Sohn des Arpharad, dieser ein Sohn des Sem, dieser ein Sohn des Noe, dieser ein Sohn des Lamech,
37. dieser ein Sohn des Mathusale, dieser ein Sohn des Henoch, dieser ein Sohn des Jared, dieser ein Sohn des Malaleel, dieser ein Sohn des Kainan,
38. dieser ein Sohn des Henos, dieser ein Sohn des Seth, dieser ein Sohn des Adam, dieser war Gottes.40

Fußnote

Kap. 3 (1) Die Propheten, welche nur zu den Juden gesendet wurden, setzten die Namen der jüdischen Könige an den Anfang. Das Evangelium, dessen erster Verkündiger der heil. Johannes ist, ist für alle Völker bestimmt, deshalb wird der Beherrscher der Welt am Anfange genannt. Die Berufung des hl. Johannes erfolgt wohl 779 nach Gründung der Stadt. Archelaus war im 10. Jahre seiner Regierung von Augustus abgesetzt und die Verwaltung Judäas mit der der Provinz Syrien vereinigt worden. Der fünfte Prokurator war Pontius Pilatus (26-36 n. Chr.). - (2) Und Peräa (bis 36 n. Chr.) Siehe [Mt 14,1] - (3) So pflegt sein Gebiet bezeichnet zu werden, obgleich es noch andere Länderstrecken umfasste. - (4) Von Aliba genannt, einer etwa 200 Kilometer von Damaskus entfernten Stadt. - (5) Siehe [Mt 2,4] - (6) An Ansehen der erste. - (7) Der Evangelist wendet die Redeweise der alttestamentlichen Propheten an, um Johannes als solchen zu bezeichnen. - (8) Wo er herangewachsen war [Lk 1,80] - (9) Der Befehl wird in seiner Ausführung gezeigt. - (10) Es ist Weideland. So war auch das Volk des Alten Bundes einst in der Wüste auf den Besitz des verheißenen Landes vorbereitet worden. – (11) Das Ziel der Predigt ist die Buße. – (12) Vergl. [Jes 40,3]. Großen Fürsten pflegte der Weg bereitet zu werden. Mit diesen Worten hat Isaias das messianische Heil verkündet. – (13) Hier Unvollkommenheiten der Wege, auf denen man körperlich wandelt, werden auf das geistige Gebiet angewendet: Alle Hindernisse sollen entfernt werden. - (14) Jeder Mensch tun. - (15) Seinem Amte gemäß, das V. 4-6 beschrieben ist. - (16) Die Juden liebten sehr die äußeren Zeremonien und glaubten, auf denselben beruhe alles. Solche Menschen sieht der heil. Johannes zu sich kommen, soll er sie nicht an die Notwendigkeit der Frömmigkeit und Tugend erinnern? - (17) Ihr seid so tief in euren bösen Gewohnheiten versunken, als ob jemand euch einen Weg gezeigt hätte, der Strafe Gottes zu entrinnen. Vergl. [Mt 3,7]. Die Propheten hatten mit dem Erscheinen des messianischen Reiches ein Gericht vorherverkündet; wollen die Juden diesem entgehen, so müssen sie beherzigen, was V. 8 gesagt ist. - (18) Werke, aus denen ihre wahre Umkehr hervorgeht. - (19) Schon das Alte Testament zeigt in Ismael, den Söhnen der Retura und in Esau, dass die bloße weibliche Abstammung von Abraham nicht ausreicht, um des Segens teilhaftig zu werden, der ihm verheißen ist. Wahre Kinder Abrahams sind diejenigen, welche seinen Glauben und seinen Gehorsam nachahmen. Vergl. [Joh 8,39]. - (20) Siehe [Mt 3,9]. - (21) Die Notwendigkeit der Buße. - (22) Die Menge hält Johannes für einen Propheten [Mt 21,26], die Führer des Volkes für einen Besessenen [Mt 11,18]. Deshalb bekehren sich von jenen viele, von diesen fast keiner. - (23) Was er im Allgemeinen gedroht, stellt er im Einzelnen vor Augen. - (24) Er empfiehlt Werke der Barmherzigkeit wie [Dan 4,24] und Liebe, um an einem Beispiele die Weise der Umkehr zu zeigen. - (25) Siehe [Mt 9,Anm.12]. - (26) Der heil. Johannes nimmt sie freundlich auf, anders als die V. 7 genannten. Vergl. [Mt 21,31.32]. - (27) In Erwartung war. - (28) Er gibt eine Prophezeiung, also gilt für ihn die [5Mos 18,22] aufgestellte Regel. - (29) Wie ich euren Leib in das Wasser tauche, wird er eure Seelen mit dem heiligen Geiste erfüllen. Da nun niemand den heiligen Geist aus eigener Machtvollkommenheit geben kann, ist der Messias also Gott. Der Vergleich des heiligen Johannes ist bei den Propheten häufig. Vergl. [Jes 43,3, Ez 11,29, Joel 2,28] u. a. Gott wird ein verzehrendes Feuer genannt, auch der Messias mit solchem verglichen [Mal 3,2.3] Der Messias wird also den Gläubigen eine gewisse Ähnlichkeit mit Gott verleihen. - (30) Auch die Propheten [Jes 63,3, Mal 3,2] und der greise Simeon [Lk 2,34] haben den Messias als Richter vorherverkündet. Vergl. [Mt 3,12, Mt 13,30]. Die Tenne sind Juden und Heiden. - (31) Vergl. [Mt 11] - (32) Christus will getauft werden, als ob er der Buße bedürfte, von Johannes, der geringer ist als er selbst, und unter dem Volke wie ein gewöhnlicher Mensch. Nach der Taufe betet der Heiland, um seine Unterwerfung unter den Vater zu zeigen. Vergl. [Mt 4] - (33) Damit niemand im Zweifel war, wem die Worte galten. - (34) Damit die Fülle der in ihm wohnenden Gnaden offenbar würde. Wie die Taube einst als Friedensbote zu Noe kam, so bringt Jesus der Welt Friede und Versöhnung (Bed., Theoph., Bon.). - (35) Da der himmlische Vater an diesem einen, der das Beispiel der Demut, der Buße und des Gebetseifers gegeben hat, besonderes Wohlgefallen hat, müssen alle, die Gott gefallen wollen, ihm gleichförmig werden. - (36) Dem die Göttliche Bezeugung zuteil ward. - (37) Das messianische Amt (Euth., Bed., Bonav.) - (38) Die Zeit ist also nicht ganz genau angegeben. Der Höhepunkt des Lebens. - (39) Er wurde für einen Sohn Josephs gehalten. Mit diesen Worten schließt der Evangelist jedes Missverständnis betreffs des folgenden Geschlechtsregisters aus. Wie [2Mos 6,16] das Geschlechtsregister Moses beim Beginn seiner öffentlichen Tätigkeit geboten wird, so hier das Christi. Das von Lukas gebotene weicht von dem [Mt 1,16ff] gegebenen in einigen Punkten ab. Dort wird der Vater Josephs Jakob genannt und mit Ausnahme von Salathiel und Zerobabel werden bis auf König David andere Vorfahren angeführt. Nach Julius Afrikanus waren Heli und Jakob Brüder von mütterlicher Seite, so dass Heli von väterlicher Seite von Nathan, dem Sohne Davids, Jakob aber von Salomon abstammte. Heli starb ohne Kinder, deshalb nahm nach dem Leviratsgesetze, vergl. [Mt 22,23] sein Bruder Jakob seine kinderlose Witwe zur Frau. Aus dieser Ehe stammt Joseph, der also Heli zum gesetzlichen, Jakob zum natürlichen Vater hatte. Matthäus gibt das Geschlechtsregister nach dem natürlichen, Lukas nach dem gesetzlichen Vater. Wenn Salathiel bei Matthäus Sohn des Zacharias, bei Lukas Sohn des Neri heißt, so liegt der Grund in derselben Ursache. Lukas nennt den Sohn des Zerobabel Resa, Matthäus Abiud. Alsdann wird als Stammvater nach David bei Lukas Nathan genannt, bei Matthäus Salomon, dem die Könige bis zur Gefangenschaft sich anschließen. Von David bis Abraham stimmen beide Geschlechtstafeln überein. Da Matthäus für Juden schreibt, bleibt er bei Abraham stehen, Lukas steigt bis zu dem Ursprunge des Menschengeschlechtes empor, weil einer dem ganzen Menschengeschlechte Heil bringt, wie einer es in das Verderben gestürzt hat. Wie Adam Gott zum Vater hatte, so auch Jesus, wenngleich der Herr auf andere Weise als jener. - (40) Da der Heiland Mensch geworden, mußte er sich der Sitte unterwerfen, nach welcher der Stammbaum des Familienhauptes gegeben ward. Da nun Joseph und Maria verwandt waren, sind die meisten Vorfahren Josephs auch Vorfahren Marias, und somit auch Jesu. - Weitere Kapitel: 01 | 02 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 |

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