Kategorie:Das goldene Buch:Rundschreiben-Einleitung

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Einleitung


Heute, am letzten Tage meiner geistlichen Übungen7, drängt es mich aus meiner Einsamkeit herauszutreten und einige leichte Kreuzespfeile auf dieses Papier zu zeichnen, um damit eure guten Herzen zu durchbohren. Möchte es Gott gefallen, dass ich, um sie zu schärfen, des Blutes meiner Adern, statt der Tinte meiner Feder bedürfte. Aber ach! Wenn es notwendig wäre, so ist mein Blut doch zu sündhaft dazu. Möge daher der Geist des lebendigen Gottes gleichsam das Leben, die Kraft und der Inhalt dieses Briefes sein; seine Salbung sei die Tinte meiner Schrift, das göttliche Kreuz sei meine Feder und euer Herz mein Papier.
Als der hl. Grignion von Montfort im Jahre 1714 in der letzten Hälfte des Juli nach Rennes, der Hauptstadt der Bretagne, kam, um als Abgesandter der göttlichen Vorsehung in jener Stadt eine Mission zu halten, wurden ihm von Seiten der jansenistisch angehauchten Pfarrer alle Kirchen zum Predigen verweigert. Zum Schweigen verurteilt, zog er sich in die Einsamkeit zurück und machte, wie die Apostel im Cönaculum, zehntägige geistliche Übungen, indem er besonders das Geheimnis des Kreuzes zum Gegenstand seiner Betrachtungen nahm. Am letzten Tage seiner Übungen schrieb er die wundervolle Abhandlung an die „Freunde des Kreuzes“.

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