Kategorie:Lektionar:AT:2Sam18,6.9-10.14b.24-25b.30-19,3

Aus Vulgata
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Mein Sohn Absalom! 0 wäre ich doch für dich gestorben.


Lesung aus dem zweiten Buch Samuel.


In jenen Tagen
rückte das Kriegsvolk gegen Israel zu Felde.
Im Walde Ephraim entbrannte die Schlacht.
Der Zufall wollte es,
dass Absalom den Kriegsknechten Davids unter die Augen kam.
Er ritt auf einem Maultier.
Das Maultier kam unter das Astwerk einer großen Eiche.
Absaloms Kopf blieb an der Eiche hängen,
er schwebte zwischen Himmel und Erde,
da das Maultier unter ihm weggelaufen war.
Ein Mann merkte es und meldete dem Joab:
Höre, ich habe Absalom an der Eiche hängen sehen!

Joab nahm drei Speere in seine Hand und stieß sie Absalom ins Herz,
der noch lebend an der Eiche hing.

David saß zwischen den beiden Toren.
Der Späher war auf das Dach des Tores, auf die Mauer gestiegen.
Er erhob seine Augen und sah,
wie ein Mann allein angelaufen kam
Der Wächter rief und machte dem König davon Meldung.
Der König sprach:
Wenn es ein einzelner Mann ist,
dann hat er eine gute Nachricht auf seinen Lippen.
Der König befahl: Wende dich und stelle dich dorthin!
Er ging abseits und stellte sich hin.

Da kam auch der Kuschit und meldete:
Verkündet wird meinem Gebieter und König,
dass der Herr dir heute Recht verschafft hat vor all denen,
die sich wider dich empörten.
Der König fragte den Kuschiten:
Geht es dem jungen Absalom gut?
Der Kuschit antwortete: Wie dem Burschen,
so möge es den Feinden meines Gebieters und Königs und allen ergehen,
die sich zum Unheil wider dich empören!

Der König zuckte zusammen,
stieg in das Obergemach des Tores hinauf und weinte.
Im Gehen rief er:
Mein Sohn Absalom,
mein Sohn, mein Sohn Absalom!
0 wäre ich doch für dich gestorben,
Absalom, mein Sohn, mein Sohn!

Dem Joab wurde hinterbracht,
dass der König um Absalom weine und trauere.
So wurde der Sieg an jenem Tage zur Trauer für das gesamte Heer;
denn die Leute hörten an diesem Tage,
dass der König um seinen Sohn sich schmerzlich grämte.

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