Kategorie:Ordenskatechismus:14.Kapitel:V-4-277

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277. Wer lässt sich vom sinnlichen Begehren leiten?


Vom sinnlichen Begehren lässt sich leiten, wer in unordentlicher Weise entweder zu sinnlichen Gütern hinneigt oder vor sinnlichen Übeln zurückscheut.
Die Tätigkeiten des sinnlichen Begehrens heißen Leidenschaften.

Man unterscheidet
a) sechs Leidenschaften der Zuneigung: Liebe, Verlangen, Freude, Hoffnung, Mut und Verzweiflung (wenn man das begehrte Gut nicht erlangen kann);
b) fünf Leidenschaften der Abneigung: Hass, Abscheu, Furcht, Traurigkeit und Zorn.

Die Leidenschaften sind also sinnliche Neigungen. Meistens versteht man allerdings heute unter Leidenschaft die frei gewollte Willensrichtung auf das Böse hin.

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