Kategorie:Stundenbuch:Lesung/Lesehore18.Oktober

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18. Oktober
Hl. Lukas, Evangelist

V Als die Heiden das hörten, freuten sie sich.
R Und sie priesen das Wort des Herrn.


Aus der Apostelgeschichte (9,27-31; 11,19-26)

Barnabas aber nahm sich seiner an, führte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie er auf dem Wege den Herrn gesehen und dass dieser mit ihm geredet habe, und wie er in Damaskus freimütig aufgetreten sei im Namen Jesu. Und er ging mit ihnen in Jerusalem ein und aus und lehrte freimütig im Namen des Herrn. Er sprach auch zu den Hellenisten und setzte sich mit ihnen auseinander; die aber suchten ihn aus dem Wege zu räumen. Als die Brüder davon erfuhren, brachten sie ihn nach Cäsarea hinab und ließen ihn von da nach Tarsus ziehen.
Wundertaten des Petrus
Die Kirche hatte nun Frieden in ganz Judäa, Galiläa und Samaria. Sie baute sich auf, wandelte in der Furcht des Herrn und nahm zu unter dem Beistand des Heiligen Geistes.
Die erste heidenchristliche Gemeinde
Jene nun, die infolge der mit Stephanus ausgesprochenen Bedrängnis versprengt wurden, kamen auf ihren Wegen bis nach Phönizien und Cypern und Antiochien, wobei sie nur den Juden das Wort verkündeten. Es waren aber unter ihnen Männer aus Cypern und Cyrene, die nach ihrer Ankunft in Antiochien auch zu den Hellenen sprachen und die Frohbotschaft verkündeten von Jesus, dem Herrn. Und die Hand des Herrn war mit ihnen; eine große Zahl wurde gläubig und bekehrte sich zum Herrn.
Die Nachricht davon kam der Gemeinde in Jerusalem zu Ohren, und sie sandten den Barnabas nach Antiochien. Als er hinkam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, entschlossenen Herzens dem Herrn die Treue zu halten; denn er war ein trefflicher Mann, erfüllt von Heiligem Geist und voll Glauben, und eine beträchtliche Anzahl wurde für den Herrn gewonnen. Da machte er sich auf und begab sich nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen, und als er ihn fand, nahm er ihn mit nach Antiochien. Es kam, dass sie sogar ein volles Jahr zusammen in der Gemeinde wirkten und eine ansehnliche Zahl in der Lehre unterwiesen; und in Antiochien war es, dass die Jünger erstmals den Namen »Christen« trugen.


RESPONSORIUM
R. Das Wort des Herrn wuchs und breitete sich aus. * Alle wurden gläubig, die für das ewige Leben bestimmt waren.
V. Die Jünger waren voll Freude und erfüllt vom Heiligen Geist. * Alle wurden gläubig, die für das ewige Leben bestimmt waren.


Gregor der Große (+ 604)

Aus einer Homilie über die Evangelien

Der Herr folgt auf die Verkünder

Liebe Brüder, unser Herr und Erlöser gibt uns seine Mahnungen manchmal mit Worten, manchmal mit Taten. Auch die Taten sind Gebote; denn indem er schweigend etwas tut, zeigt er uns, was wir tun sollen. So schickt er die Jünger zu zwei und zwei, weil es zwei Gebote der Liebe gibt: Gottesliebe und Nächstenliebe.

Zu zweit schickt der Herr die Jünger zum Predigen aus, um uns ohne Worte einzuschärfen, dass keiner das Predigtamt übernehmen darf, der die Liebe zum anderen nicht hat.

Treffend heißt es: „Er sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selber gehen wollte.“1 Der Herr folgt seinen Verkündern; zuerst kommt die Predigt, dann kehrt der Herr in die Wohnung unseres Geistes ein: Die Worte der Mahnung eilen voraus, dann nimmt der Geist durch sie die Wahrheit auf. Darum sagt Jesaja zu den Verkündern: „Bahnt für den Herrn einen Weg; eine ebene Straße für unseren Gott!“2. Darum sagt der Psalmist: „Bereitet den Weg für ihn, der über dem Untergang aufsteigt.“3 Über dem Untergang steigt der Herr auf; denn wo er im Leiden unterging, dort zeigt er sich bei der Auferstehung am strahlendsten. Über dem Untergang stieg er auf, weil er bei der Auferstehung den Tod, den er erlitt, mit Füßen trat. Ihm also, der über dem Untergang aufsteigt, bereiten wir den Weg dadurch, dass wir eurem Herzen seine Herrlichkeit verkünden, damit er nachher kommt und das Herz durch die Gegenwart der Liebe erleuchtet.
Lasst uns hören, was er den Verkündern, die er sendet, sagt: „Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet also den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende“4. Für die große Ernte gibt es nur wenige Arbeiter, wir können es nur mit tiefer Trauer sagen. Es gibt genügend Menschen, die hören wollen, aber es fehlen die, die reden wollen. Die Welt ist voller Bischöfe, aber Arbeiter in der Ernte sind selten. Wir haben das priesterliche Amt übernommen, doch die Arbeit des Amtes tun wir nicht.
Denkt nach über das, was da gesagt wird: „Bittet den Herrn der Erne, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“ Bittet für uns, dass wir in der rechten Weise für euch arbeiten vermögen, dass die Zunge nicht zu träge für die Ermahnung ist und dass uns unsere Stummheit nicht vor dem gerechten Gott verklagt, da wir doch das Amt des Predigers übernommen haben.

(1) Lk 10,1. (2) Jes 40,3. (3) Ps 67,5 (Vg.). (4) Vgl. Lk 10,3.


RESPONSORIUM
R. Ich ging allem von Anfang an nach und schrieb es der Reihe nach nieder. * Über alles, was Jesus getan und gelehrt hat, habe ich berichtet.
V. Das Wort ist wahr: Christus Jesus ist in die Welt gekommen, um die Sünder zu retten. * Über alles, was Jesus getan und gelehrt hat, habe ich berichtet.


ORATION

Herr, unser Gott, du hast den Evangelisten Lukas auserwählt, in Wort und Schrift das Geheimnis deiner Liebe zu den Armen zu verkünden. Gib, dass alle, die sich Christen nennen, ein Herz und eine Seele sind, und lass alle Völker der Erde das Heil schauen, das du ihnen bereitet hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

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