Kategorie:Stundenbuch:Lesung/Lesehore28.September

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28. September
Hl. Wenzel, Herzog, Märtyrer

Aus dem ersten altslawischen Heiligenlexionar.

Der Thron des Königs, der die Armen in Wahrhaftigkeit richtet, wird für ewig gefestigt

Als Wratislaw, der Vater Wenzels, gestorben war, setzten die Böhmen Wenzel zum Fürsten ein. Durch die Gnade Gottes war sein Glaube vollkommen: Allen Armen erwies er Gutes, kleidete die Nackten, speiste die Hungernden und nahm die Obdachlosen auf, wiie es das Evangelium sagt. Er duldete nicht, dass den Witwen Unrecht geschah, und liebte alle Mneschen, arme und reiche. Er war ein Diener der Diener Gottes und stattete viele Kirchen aus.
Böhmische Herren aber erhoben sich stolz und redeten Boleslaw, dem jüngeren Bruder, zu: „Dein Bruder Wenzel hat sich mit seiner Mutter und seinen Mannen verschworen, dich umzubringen.“ Wenzel pflegte alle Städte an deren Kirchweihfest zu besuchen. So kam er an einem Sonntag, dem Fest der heiligen Kosmas und Damian, in die Stadt des Boleslaw (Altbunzlau). Nachdem er die heilige Messe gehört hatte, wollte er nach Prag zurückkehren. Doch sein Bruder Boleslaw hielt ihn mit den tückischen Worten zurück: „Warum willst du schon abreisen, mein Bruder?“ Als es Morgen wurde, läuteten die Glocken zum Gottesdienst. Als Wenzel den Klang der Glocken hörte, sprac er: „Lob sei dir, Herr, denn du hast mich diesen Morgen erleben lassen!“ Er erhob sich und ging zum Morgengottesdienst. Gleich an der Tür ereilte ihn Boleslaw. Wenzel schaute ihn an und sagte: „Du warst mir gestern ein guter Diener, lieber Bruder.“ Aber der teufel neigte sich zum Ohr des Boleslaw und verkehrte sein Herz. Boleslaw zoog das Schwert und sagte: „Jetzt will ich dir noch ein besserer sein!“, schlug zu und traf seinen Kopf mit dem Schwert.
Da wandte sich Wenzel ihn zu und sagte: „Was hast du vor, mein Bruder?“, packte ihn und warf ihn zu Boden. Da lief einer von den Räten des Boleslaw herbei, schlug auf Wenzel ein und traf seine Hand. An der Hand verwundet, ließ dieser von seinem Bruder ab und floh zur Kirche. AN der Kirchentür töteten ihn zwei ruchlose Gefolgsleute des Boleslaw. Ein weiterer eilte herzu und durchbohrte ihm die Seite mit dem Schwert. Darauf hauchte Wenzel sogleich den Geist aus mit den Worten: „Herr, in deine Hände lege ich meinen Geist.“1

(1) Lk 23,46.

RESPONSORIUM
R. Der Gerechte gedeiht wie die Palme * und blüht vor dem Herrn auf ewig.
V. Er ist gepflanzt im Hause des Herrn, in den Vorhöfen unseres Gottes. * Und blüht vor dem Herrn auf ewig.


ORATION
Gott, du König der ewigen Herrlichkeit, du hast den heiligen Märtyrer Wenzel gelehrt, das himmlische Reich höher zu schätzen als die irdische Herrschaft. Auf seine Fürsprache hin gib uns die Kraft, eher auf Erfolg und Ansehen zu verzichten, als dich zu verlieren. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

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