Kategorie:Vulgata:AT:Mal03

Aus Vulgata
Version vom 9. Januar 2011, 16:44 Uhr von Sr.theresia (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „=Die Buch Maleachi= ==Kapitel 3== 1 »Siehe, ich sende meinen Boten, daß er einen Weg vor mir bereite! Dann kommt sofort zu seinem Tempel der Herr, den ihr erwar…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Buch Maleachi

Kapitel 3

1 »Siehe, ich sende meinen Boten, daß er einen Weg vor mir bereite! Dann kommt sofort zu seinem Tempel der Herr, den ihr erwartet, und der Bundesengel, den ihr herbeiwünscht. Siehe, er kommt«, spricht der Herr der Heerscharen.
2 Wer aber erträgt den Tag seines Kommens, und wer hält stand bei seinem Erscheinen? Denn er gleicht dem Feuer des Schmelzers und der Lauge der Waschenden. 3 Er nimmt Platz als Schmelzer und Silberreiniger. Er reinigt die Söhne Levis und läutert sie wie Gold und Silber, damit sie für den Herrn geeignet werden, in rechter Weise Opfer darzubringen. 4 Dann wird dem Herrn das Opfer Judas und Jerusalems wieder angenehm sein wie in den Tagen der Vorzeit und wie in längst vergangenen Jahren. 5 »Ich nahe mich euch zum Gericht und trete als dringender Zeuge auf gegen Zauberer und Ehebrecher, gegen Meineidige und gegen alle, die den Lohnarbeiter, die Witwe und die Waise bedrücken, den Fremden entrechten und mich nicht fürchten«, spricht der Herr der Heerscharen.

Tempelgaben

6 »Wahrlich, ich, der Herr, habe mich nicht geändert; aber ihr, Söhne Jakobs, seid unentschieden! 7 Seit den Tagen eurer Väter habt ihr euch von meinen Vorschriften abgewandt und sie nicht gehalten. Kehrt um zu mir, dann kehre ich um zu euch«, spricht der Herr der Heerscharen. »Ihr aber fragt: ›Wo von denn sollen wir umkehren?‹ 8 Darf der Mensch die Gottheit betrügen, daß ihr mich betrügt? - Ihr fragt: ›Womit betrügen wir dich?‹ - Mit Zehnten und Abgabe! 9 Ihr seid beladen mit Fluch, und mich betrügt ihr, das ganze Volk! 10 Bringt den gesamten Zehnten ins Vorratshaus, auf daß in meinem Hause Zehrung sei! Versucht es doch damit bei mir!«, spricht der Herr der Heerscharen. »Ob ich euch dann nicht des Himmels Schleusen öffne und Segen über euch ergieße bis zum Überfluß! 11 Zu eurem Nutzen werde ich der Freßheuschrecke wehren, daß sie der Erde Frucht euch nicht vertilge und daß der Weinstock auf dem Feld nicht leer dastehe«, spricht der Herr der Heerscharen. 12 »Dann preisen euch alle Völker glücklich, weil ihr ein Land seid, an dem man Gefallen hat«, spricht der Herr der Heerscharen.

Gott verläßt die Seinen nicht

13 »Heftige Reden führt ihr gegen mich«, spricht der Herr. »Ihr aber fragt: ›Was haben wir denn gegen dich gemeinsam besprochen?‹ 14 Ihr sagt: ›Nutzlos ist es, Gott zu dienen! Welchen Wert hatte es, daß wir an seine Ordnung uns hielten und in Trauer wandelten vor dem Herrn der Heerscharen? 15 Nun wohlan, wir preisen die Übermütigen glücklich! Die Übeltater haben Erfolg; ja, sie stellen sogar Gott auf die Probe und kommen heil davon!« 16 Das besprachen die Gottesfürchtigen untereinander. Der Herr merkte auf und hörte es. Und es wurde vor ihm ein Merkbuch geschrieben für die, welche den Herrn fürchten und seinen Namen achten. 17 Sie sollen mir«, spricht der Herr der Heerscharen, »ein Sondergut sein am Tage, den ich herbeiführe! Ich werde sie gütig behandeln, wie jemand seinen Sohn gütig behandelt, der ihm ergeben dient. 18 Dann werdet ihr wieder einmal den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Frevler, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.
19 Denn siehe, der Tag kommt brennend wie ein Ofen; da werden alle Übermütigen und Frevler zu Stoppeln. Und der kommende Tag wird sie verbrennen«, spricht der Herr der Heerscharen, »daß ihnen weder Wurzel noch Zweig verbleibt. 20 Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, strahlt die Sonne des Heiles auf; Heilung birgt sie in ihren Flügeln. Ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälblein aus dem Stall. 21 Die Frevler werdet ihr niedertreten; ja, sie werden zu Asche unter den Sohlen eurer Füße an jenem Tage, den ich herbeiführe«, spricht der Herr der Heerscharen.

Moses und Elias

22 »Denkt an das Gesetz meines Knechtes Moses, dem ich am Horeb für ganz Israel Satzungen und Gebote erteilte! 23 Seht, ich sende euch den Propheten Elias, ehe der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare. 24 Er wird das Herz der Väter den Söhnen und das Herz der Söhne den Vätern wieder zuwenden, damit ich nicht kommen muß, um das Land mit Bannfluch zu schlagen.


Fußnote

- Weitere Kapitel: 01 02

Diese Kategorie enthält zurzeit keine Seiten oder Medien.