Kategorie:Vulgata:NT:Roem10

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Version vom 24. Dezember 2011, 13:56 Uhr von Sr.theresia (Diskussion | Beiträge) (Kapitel 10)
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Der Brief an die Römer

Kapitel 10

1 Brüder! Der Wunsch meines Herzens und mein Flehen zu Gott geht um sie und ihr Heil. 2 Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, daß sie Eifer haben für Gott, doch nicht in rechter Erkenntnis. 3 Denn da sie die Gerechtigkeit Gottes verkannten und ihre eigene aufzurichten suchten, unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes. 4 Endziel des Gesetzes ist ja Christus zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt.
5 Denn Moses schreibt von der Gesetzesgerechtigkeit: »Wer es tut, wird leben durch sie« (3Mos 18,5). 6 Die Glaubensgerechtigkeit aber spricht so: »Sage nicht in deinem Herzen: Wer wird hinaufsteigen zum Himmel?« (5Mos 30,12), das heißt, um Christus herabzuholen, 7 oder: »Wer hinabsteigen in den Abgrund?«, das heißt, um Christus von den Toten heraufzuholen; 8 sondern, was sagt sie? »Nahe ist dir das Wort in deinem Munde und in deinem Herzen« (5Mos 30,14), das ist das Wort des Glaubens, das wir verkünden. 9 Wenn du mit deinem Munde bekennst: »Herr Jesus« und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn von den Toten erweckte, wirst du das Heil empfangen. 10 Denn aus dem Herzen kommt der Glaube, der zur Gerechtigkeit führt, und aus dem Munde das Bekenntnis zum Heile. 11 Es sagt ja die Schrift: »Ein jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden« (Jes 28,16). 12 Es ist nämlich kein Unterschied zwischen Jude und Hellene; denn einer und derselbe ist der Herr aller, reich für alle, die ihn anrufen. 13 Denn »jeder, der anruft den Namen des Herrn, wird gerettet werden« (Joe 3,5).

Ablehnung der Botschaft Jesu

14 Doch wie sollen sie anrufen, an den sie nicht glaubten? Wie aber sollen sie glauben, von dem sie nicht hörten? Und wie sollen sie hören, wenn niemand verkündet? 15 Wie aber sollen sie verkünden, wenn sie nicht ausgesandt wurden, wie geschrieben steht: »Wie lieblich sind die Füße [der Frohboten des Friedens,] der Frohboten des Guten« (Jes 52,7). 16 Doch nicht alle beugten sich der Frohbotschaft. Isaias sagt ja: »Herr, wer glaubte unserer Botschaft?« (Jes 53,1). 17 So kommt also der Glaube aus der Botschaft, die Botschaft aber durch das Wort Christi. 18 Ich frage nun: Haben sie denn nicht gehört? Doch gewiß! »Über die ganze Erde ging hin ihr Schall und bis an des Erdkreises Grenze ihr Sprechen« (Ps 19,5). 19 Weiter frage ich: Hat Israel etwa nicht verstanden? Als erster antwortet Moses: »Ich will euch eifersüchtig machen auf ein Nicht-Volk; mit einem Volk ohne Einsicht will ich euch aufreizen« (5Mos 32,21). 20 Isaias aber sagt das kühne Wort: »Ich ließ mich finden von denen, die nicht nach mir suchen; ich offenbarte mich denen, die nicht nach mir fragen« (Jes 65,1). 21 Zu Israel aber sagt er: »Den ganzen Tag streckte ich meine Hände aus nach einem störrischen und widerspenstigen Volk« (Jes 65,2).


Fußnote

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