Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ps147

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Liber Psalmorum. Psalmus CXLVII.

Das Buch der Psalmen. Psalm 147


Lobe den Herrn, Jerusalem, der deine Tore festgemacht und dich mit Frieden und Überfluss gesegnet hat. (V. 14) Durch sein Wort allein hat er dies bewirkt, wie er auch durch sein Wort den Winter vertreibt und den Frühling wieder herbeiführt (V. 18), als er Israel vor anderen Völkern sein Gesetz offenbarte.

12. Alleluja. Lauda Jerusalem Dominum: lauda Deum tuum Sion.
13. Quoniam confortavit seras portarum tuarum: benedixit filiis tuis in te.
14. Qui posuit fines tuos pacem: et adipe frumenti satiat te.

15. Qui emittit eloquium suum terræ: velociter currit sermo ejus.
16. Qui dat nivem sicut lanam: nebulam sicut cinerem spargit,
17. Mittit crystallum suam sicut buccellas: ante faciem frigoris ejus quis sustinebit?
18. Emittet verbum suum, et liquefaciet ea: flabit spiritus ejus, et fluent aquæ.
19. Qui annuntiat verbum suum Jacob: justitias, et judicia sua Israel.
20. Non fecit taliter omni nationi: et judicia sua non manifestavit eis. Alleluja.


12. Alleluja!1 Lobe, Jerusalem, den Herrn! lobe, Sion, deinen Gott!
13. Denn er hat die Riegel deiner Tore festgemacht,2 deine Kinder in dir gesegnet.
14. Er hat deinen Marken Frieden gewährt und sättigt dich mit dem Fette des Weizens.3
15. Er sendet sein Wort4 aus auf die Erde, gar schnell eilt sein Wort.
16. Er gibt Schnee wie Wolle,5 streut Nebel6 wie Asche aus.
17. Er wirft seine Schloßen wie Bröcklein7 hernieder, wer kann bestehen vor seinem Froste?
18. Er entsendet sein Wort und lässt sie8 schmelzen; es weht sein Wind, da fließen die Wasser.9
19. Er tut Jakob sein Wort kund, seine Rechte und seine Satzungen Israel.10
20. Nicht also hat er irgend einem andern Volke getan und seine Rechte ihnen nicht offenbart. Alleluja!11


Fußnote

Psalm. 147 (1) Im Hebr. ist dieser Psalm mit dem vorhergehenden verbunden. In der Vulgata ist er nicht ohne Grund getrennt, da er mehr spezielles, [Ps 146] ein mehr allgemeines Gepräge hat, in [Ps 146] das Glück des Volkes erst im Entstehen (V. 2, 3, 6), in Psalm 147 dagegen vollendet ist. Von den Juden mögen beide Psalmen schon früh verbunden worden sein. - (2) Vergl. [Neh 7,1-4] - (3) Vergl. [Ps 80,17]. - (4) Sein Machtgeheiß. Es ist sein Bote, der eilt, auszuführen, wozu er gesandt. - (5) So weiß und so flockig. - (6) Hebr. passender: Reif - (7) Hagel (Schloßen), der wie kleine Bröcklein herabfällt. - (8) Schnee, Reif und Eis. - (9) Folge vom Wehen der Frühlingslüfte ist das Auftauen und Fließen der Bäche. - (10) Dieser Gott, der alle Dinge lenkt und nach seinem Willen gestaltet, ist der Gott, der Israel seine Offenbarung gegeben und ihm die Ehrenstelle unter den Völkern verliehen hat. [5Mos 4,7ff.32-34] - (11) Freudenausruf, dass Israel einen so herrlichen Besitz hat, das Gesetz. – Ist die Kirche das wahre Jerusalem, so auch das Gott geweihte Haus ein Jerusalem auf Erden. Darum wird dieser Psalm bei der Kirchweih und in der Vesper des Kirchweihfestes gebetet. Auch die heilige Jungfrau kann in ihrer Herrlichkeit mit Jerusalem verglichen werden.

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