Kategorie:Lektionar:AT:Tob2,9-14

Aus Vulgata
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Tobit verliert das Augenlicht.


Lesung aus dem Buch Tobit.


Als ich, Tobit, am Pfingsttag einen Toten begraben hatte
kam ich in Nacht von der Beerdigung heim
und legte mich, weil verunreinigt, an der Hofmauer nieder.
Mein Haupt aber war unbedeckt.
Ich wusste nicht, dass sich Sperlinge in der Mauer befanden;
während meine Augen offen standen, br/> ließen die Sperlinge warmen Kot in meine Augen fallen.
Da zeigten sich weiße Flecken in meinen Augen.
Ich ging zu Ärzten, doch sie konnten mir nicht helfen.
Achiachar gab mir den Unterhalt, bis er nach Elymaïs ging.

Meine Frau Anna spann Wolle in den Frauengemächern.
Sie brachte diese den Auftraggebern,
und man gab ihr den Lohn und noch ein Ziegenböcklein dazu.
Als es in mein Haus kam, fing es zu meckern an.
Ich sprach zu ihr: Wo kommt denn das Böcklein her?
Ist es etwa gestohlen?
Gib es den Auftraggebern zurück,
denn etwas Gestohlenes dürfen wir nicht essen.
Da entgegnete sie:
Man hat es mir als Geschenk zum Lohn dazugegeben.
Ich aber war misstrauisch gegen sie und befahl,
es den Eigentümern zurückzugeben,
und wurde dabei rot vor Zorn gegen sie.
Sie aber entgegnete mir:
Wo bleiben deine Werke der Barmherzigkeit
und deine gerechten Taten?
Jetzt ist offenkundig, wie es mit dir steht!

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