Kategorie:Das goldene Buch:Unterrichtsbuch-9

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IX. Anmutungen im Geiste der vollkommenen Andacht


Kurze Gebete zu den Heiligen, welche am meisten die allerseligste Jungfrau geliebt haben. Hl. Joachim und hl. Anna, die ihr durch eure Demut und eure Tränen es verdient habet, die heilige Jungfrau der Welt zu schenken: durch eure Tränen und Trübsale helfet mir, sie in meinem Herzen zu bilden.

Hl. Joseph, Bräutigam Mariä, der Du das Glück hattest, so lange in inniger Verbindung mit dieser Vielgeliebten Gottes zu leben, erlange mir, ich beschwöre dich, sie zu lieben wie du und ihrer lieblichen Gegenwart mich zu erfreuen. Hl. Johannes, Liebesjünger Jesu, der du aus dem Herzen deines geliebtesten Meisters die kindlichsten Gefühle wärmster Hingabe gegenüber der allerseligsten Jungfrau schöpftest, erlange mir eine große Teilnahme an dieser Liebe, von der du gegen sie erfüllt warst… Bitte, dass ich wie du unablässig auf sie schaue und sie nächst Jesus als meinen einzigen Reichtum und mein einziges Gut von Herzen liebe. Ihr Heiligen alle, die ihr in diesem Tal der Tränen Maria so ergeben waret, grüßet sie für mich. Hl. Johannes der Täufer, hl. Zacharias, hl. Elisabeth, hl. Bernhard, hl. Aloysius, hl. Stanislaus, hl. Berchmans, hl. Grignion von Montfort… ihr Auserwählten des Himmels, die ihr in so entzückender und süßer Vereinigung mit der liebenswürdigen Königin und Beherrscherin eurer Herzen gelebt habet, ihr alle, die ihr euch in Liebe für ihre Ehre verzehrtet, erlanget mir, bitte, durch eure Verdienste und mächtige Fürsprache die Gnade, mehr und mehr mit dieser himmlischen Herrin vereinigt zu werden.

Zu den heiligen Engeln. Mein hl. Schutzengel, der du von so inniger Liebe zu Maria erfüllt bist, mache, dass ich sie liebe wie du, und dass ich das Andenken an ihre liebliche Gegenwart bewahre.
Hl. Gabriel, der du ihre Herrlichkeiten und ihre wunderbaren Vorzüge betrachtet hast, mache, dass ich wie du mich ohne Unterlass an diese ganz liebenswürdige Jungfrau anschließe und sie niemals aus den Augen verliere.

Zu Maria. Wie ein Hirsch nach der Quelle sich sehnt, so seufzt meine Seele nach Dir, o gebenedeite Jungfrau.
Erhebe Dich, meine Geliebte, und komme! Der Winter ist vergangen; der Nordwind der Lauheit hat aufgehört. Die Blumen beginnen zu erscheinen (durch dich auf dem Erdreich meines Herzens).
Wann wir es geschehen, o teuerste Mutter, dass ich den Trost haben werde, Dich zu sehen, nicht mehr im Bilde, sondern in Wirklichkeit? (Hl. Grignion von Montfort) Ohne Dich, o Maria, wäre ich schon längst verloren. (Hl. Grignion von Montfort) Ach wie lange dauert meine Verbannung! Getrennt von meiner himmlischen Mutter und von ihrem Sohne, in fernem Lande, ausgesetzt tausend Gefahren, dem traurigsten Tode, was kann ich tun, als seufzen und rufen nach Dir, süße und barmherzige Königin! Wie kann ich ruhig sein? Wie soll ich nicht ohne Unterlass nach jenem Vaterlande seufzen, wo ich Dich immer sehen werde? Maria und Josef sind mir alles. Was will ich noch mehr, und welch größeres Glück kann ich verlangen? O welch ein entzückendes Wort für den, welcher Maria liebt und nicht die Welt: Maria und Jesus, mein alles! Für den, der es versteht, sagt es genug; aber es oft zu wiederholen, ist süß für den, welcher liebt. Maria ist mit mir, welcher Schatz! Welcher Trost! Und ich sollte nicht ganz ihr angehören? O süßer Jesus, lieber tausendmal sterben, als nicht Maria angehören. (Hl. Grignion von Montfort) Maria ist mit mir! Aber ist das nicht eine Täuschung, deren Spielball ich bin? Ist es nicht der leere Traum einer erhitzten Einbildungskraft? Nein, nein! Gott selbst hat in seiner Liebe zu mir es der allerseligsten Jungfrau anbefohlen: „Wohne in Jakob… Treibe die Wurzeln Deiner Tugenden in meinen Auserwählten.“ Und die Jungfrau, immer willfährig dem göttlichen Willen, beeilt sich, mich selbst zu dieser entzückenden Verbindung einzuladen. O Maria, heilige Stadt Gottes! Möge meine Rechte verdorren und meine Zunge an meinem Gaumen kleben, wenn ich Deiner vergesse und Dich nicht setze zur ersten meiner Freuden. Singet ein neues Lied der Jungfrau, voll der Gnade; besinget und erhebet Maria ihr alle, Kinder der Erde. Sie hat an Heiligkeit alle Engel übertroffen und alle Töchter Evas durch die Wunder ihrer Tugenden. Schönheit und Herrlichkeit leuchten aus ihrem Antlitz und Anmut aus ihren Augen. Völker der Erde, suchet ihren Ruhm zu verbreiten, und alle Geschöpfe Gottes, erfreuet euch in ihr! Denn durch diese selige und barmherzige Jungfrau seid ihr in eine wunderbare Verbindung getreten, durch sie werden wir genannt Söhne des Allerhöchsten. Ach, selige Mutter, wann werde ich ganz mit Dir vereinigt und in Dich versenkt sein? Was soll ich Maria vergelten für jene wunderbare Güte, für jene unermessliche Liebe, womit sie mich umgibt? Ich kann nichts tun, was ihr angenehmer wäre, als ihr ganz meine Seele zu schenken.

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