Kategorie:Ordenskatechismus:6.Kapitel:II-1-111

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111. Worin bestehen die beiden Vorübungen?


Die beiden Vorübungen bestehen darin, dass man

1. sich den Ort vorstellt, an dem das zu betrachtende Ereignis sich abspielt, oder die Person, welche die betreffende Wahrheit verkündet hat,
2. um die besondere Gnade bittet, die dem Betrachtungsgegenstand entspricht.


Bei der Betrachtung der Geburt Christi z.B. stellt man sich den Stall und die Krippe von Bethlehem vor und bittet etwa um den Geist der Armut und Demut.
Bei der Betrachtung der Worte: „Selig, die reinen Herzens sind, denn ihrer ist das Himmelreich“, kann man sich Jesus vorstellen, wie er der Volksmenge diese Wahrheit zuruft. Man betrachtet sich als mitten unter den Zuhörern stehend und bittet um die Gnade großer Herzensreinheit.
Bei allen Wahrheiten kann man sich Jesus im Tabernakel oder im eigenen Herzen vorstellen und um bessere Erkenntnis und Liebe Gottes bitten.
Diese Vorübungen mache man kurz und entschieden und verliere sich nicht in Einzelheiten. Wer aus diesen Vorübungen keinen Nutzen zu ziehen glaubt, darf sie ruhig auslassen.

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