Kategorie:Stundenbuch:AT:Ps10,1-11

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Gott hilft den Bedrückten

Selig, ihr Armen, denn euch gehöprt das Reich Gottes. (Lk 6,20)


Warum, Herr, stehst du so ferne, * verbirgst dich in Zeiten der Not?
Im Übermut verfolgt der Frevler den Armen, * fängt ihn mit den Ränken, die er ersann.
Denn der Frevler rühmt sich seiner wilden Gier, * und der Ungerechte brüstet sich.
Den Herrn verachtet der Frevler hochmütigen Sinnes. † »Er rächt es nicht, es gibt keinen Gott«, * das sind so ganz seine Hintergedanken.
Sein schlimmer Wandel dauert immerfort. † Fern von ihm sind deine Gerichte, * alle seine Gegner verspottet er.
Er denkt in seinem Herzen: »Nie werde ich wanken; * von Geschlecht zu Geschlecht trifft mich kein Unglück!« 
Sein Mund ist voll von Fluch, von Trug und Bedrückung, * unter seiner Zunge sind Unheil und Unrecht.
Er liegt im Hinterhalt der Gehöfte; † im Versteck will er den Schuldlosen morden; * seine Augen bergen Verruchtheit.
Er lauert versteckt wie ein Löwe im Dickicht; † er lauert darauf, den Armen zu fangen; * er fängt den Armen, zieht ihn ins Netz.
Dieser wird niedergeschlagen, sinkt zu Boden * und fällt durch die Gewalt der Ruchlosen.
Doch jener denkt in seinem Herzen: »Gott ist vergeßlich! * Er hat sein Antlitz verhüllt, sieht es nie und nimmer!« 
Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit * und in Ewigkeit. Amen.

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