Kategorie:Stundenbuch:AT:Ps69,2-16

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Gebet aus großer Angst

Sie gaben ihm Wein zu trinken, der mit Galle vermischt war. (Mt 27,34)


Hilf mir, Gott, * denn das Wasser geht mir schon bis zur Kehle!
Ich versinke in tiefem Schlamm * und finde keinen Halt.
In Wassertiefen bin ich geraten, * und die Flut reißt mich hinweg.
Erschöpft bin ich vom Rufen, * heiser ist meine Kehle;
meine Augen versagen * vor lauter Warten auf meinen Gott.
Zahlreicher als meines Hauptes Haare sind die, * welche ohne Grund mich hassen.
Stark sind meine Verderber, meine lügnerischen Feinde. * Was ich nicht geraubt, das soll ich erstatten.
Gott, du allein kennst meine Torheit, * meine Sünden sind dir nicht verborgen.
Durch mich mögen keine Enttäuschung erleben, * die deiner harren, o Herr, der Heerscharen Herr!
Durch mich sollen keine Beschämung erleiden, * die dich suchen, Israels Gott!
Denn deinetwillen ertrage ich Schmach, * bedeckt Schande mein Antlitz.
Fremd geworden bin ich meinen Brüdern, * unbekannt den Söhnen meiner Mutter.
Denn der Eifer für dein Haus verzehrte mich, * und die Schmähungen aller, die dich schmähten, fielen auf mich.
Ich quälte mich selbst mit Fasten; * doch es trug mir nur Schmähung ein.
Das Trauerkleid nahm ich mir zum Gewand * und wurde Ziel ihres Spottes.
Die im Tore sitzen, befassen sich mit mir, * desgleichen die spöttelnden Lieder der Zecher.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit * und in Ewigkeit. Amen.

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