Kategorie:Stundenbuch:AT:Ps88,2-9

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Klage eines Kranken und Einsamen

Jetzt ist eure Stunde da, und die Finsternis hat die Macht. (Lk 22,53)


Herr, mein helfender Gott, * ich rufe bei Tage, bei Nacht vor deinem Angesicht.
Laß mein Gebet zu dir gelangen, * leihe meiner Klage dein Ohr!
Ich bin ja gesättigt mit Leiden, * mein Leben ist dem Totenreich nahe.
Schon zähle ich zu denen, die zur Gruft hinabsteigen, * bin geworden wie ein kraftloser Mann,
unter den Toten (vom Irdischen) losgelöst * gleich den Erschlagenen, die im Grabe liegen,
deren du nicht mehr gedenkst, * da sie deiner Hand entzogen sind.
In die unterste Gruft hast du mich versetzt, * in Finsternisse, in Tiefen.
Schwer lastet auf mir dein Grimm, * alle deine Wogen bringst du über mich.
Meine Bekannten hast du mir entfremdet, † hast mich ihnen zum Abscheu gemacht. * Gefangen bin ich und kann nicht entkommen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit * und in Ewigkeit. Amen.

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