Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Dan14: Unterschied zwischen den Versionen

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3. Rex quoque colebat eum, et ibat per singulos dies adorare eum: porro Daniel adorabat Deum suum. Dixitque ei rex: Quare non adoras Bel? <br/>
3. Rex quoque colebat eum, et ibat per singulos dies adorare eum: porro Daniel adorabat Deum suum. Dixitque ei rex: Quare non adoras Bel? <br/>


4. Qui respondens, ait ei: Quia non colo idola manufacta, sed viventem Deum, qui creavit cœlum, et terram, et habet potestam omnis carnis. <br/>
4. Qui respondens, ait ei: Quia non colo idola manufacta, sed viventem Deum, qui creavit cœlum, et terram, et habet potestatem omnis carnis. <br/>




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23. Et dixit rex Daniel: Ecce nunc non potes dicere quia iste non sit Deus vivens: adora ergo eum. <br/>
23. Et dixit rex Daniel: Ecce nunc non potes dicere quia iste non sit Deus vivens: adora ergo eum. <br/>
24. Dixitque Daniel: Dominum Deum meum adoro: quia ipse est Deus vivens: iste autem non est Deus vivens. <br/>
24. Dixitque Daniel: Dominum Deum meum adoro: quia ipse est Deus vivens: iste autem non est Deus vivens. <br/>
25. Tu autem rex da mihi potestatem, et interfoíciam draconem absque gladio, et fuste. Et ait rex: Do tibi. <br/>
25. Tu autem rex da mihi potestatem, et interficiam draconem absque gladio, et fuste. Et ait rex: Do tibi. <br/>


26. Tulit ergo Daniel picem, et adipem, et pilos, et coxit pariter: fecitque massas, et dedit in os draconis, et diruptus est draco. Et dixit: Ecce quem colebatis. <br/>
26. Tulit ergo Daniel picem, et adipem, et pilos, et coxit pariter: fecitque massas, et dedit in os draconis, et diruptus est draco. Et dixit: Ecce quem colebatis. <br/>
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39. Venit ergo rex die septimo ut lugeret Danielem: et venit ad lacum, et introspexit, et ecce Daniel sedens in medio leonum. <br/>
39. Venit ergo rex die septimo ut lugeret Danielem: et venit ad lacum, et introspexit, et ecce Daniel sedens in medio leonum. <br/>
40. Et exclamavit voce magna rex, dicens: Magnus es Domine Deus Danielis. Et extraxit eum de lacu leonum. <br/>
40. Et exclamavit voce magna rex, dicens: Magnus es Domine Deus Danielis. Et extraxit eum de lacu leonum. <br/>
41. Porro illos, qui perditionis ejus causa fuerant, intromisit in lacum, et devorati sunt in memento coram eo. <br/>
41. Porro illos, qui perditionis ejus causa fuerant, intromisit in lacum, et devorati sunt in momento coram eo. <br/>


42. Tunc rex ait: Paveant omnes habitantes in universa terra Deum Danielis: quia ipse est Salvator, faciens signa et mirabilia in terra: qui liberavit Danielem de lacu leonum. <br/>
42. Tunc rex ait: Paveant omnes habitantes in universa terra Deum Danielis: quia ipse est Salvator, faciens signa et mirabilia in terra: qui liberavit Danielem de lacu leonum. <br/>
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6. Daniel antwortete lächelnd: Lass dich nicht täuschen, o König! denn dieser dort ist innen von Ton und außen von Erz<sup>7</sup> und hat noch niemals etwas gegessen. <br/>
6. Daniel antwortete lächelnd: Lass dich nicht täuschen, o König! denn dieser dort ist innen von Ton und außen von Erz<sup>7</sup> und hat noch niemals etwas gegessen. <br/>
7. Da ward der König zornig, ließ die Priester desselben rufen und sprach zu ihnen: Wenn ihr mir nicht sagt, wer diesen Aufwand verzehrt, so müsst ihr sterben! <br/>
7. Da ward der König zornig, ließ die Priester desselben rufen und sprach zu ihnen: Wenn ihr mir nicht sagt, wer diesen Aufwand verzehrt, so müsst ihr sterben! <br/>
8. Wenn ihr aber nachweist, dass Bel dies verzehrt,<sup>8</sup> so soll Daniel sterben, weil er den Bel gelästert hat! Daniel sprach zum Könige: Es geschehe deinem Wort gemäß. <br/>
8. Wenn ihr aber nachweist, dass Bel dies verzehrt,<sup>8</sup> so soll Daniel sterben, weil er den Bel gelästert hat! Daniel sprach zum Könige: Es geschehe deinem Worte gemäß. <br/>
9. Nun waren siebzig Belpriester, ohne die Frauen, die kleinen Kinder und die erwachsenen Söhne.<sup>9</sup> Als also der König mit Daniel zu dem Tempel Bels kam, <br/>
9. Nun waren siebzig Belpriester, ohne die Frauen, die kleinen Kinder und die erwachsenen Söhne.<sup>9</sup> Als also der König mit Daniel zu dem Tempel Bels kam, <br/>
10. sprachen die Priester Bels:<sup>10</sup> Siehe, wir wollen hinausgehen, du aber, o König! setze die Speisen hin und mische den Wein, verschließe auch die Tür und versiegle sie mit deinem Ringe. <br/>
10. sprachen die Priester Bels:<sup>10</sup> Siehe, wir wollen hinausgehen, du aber, o König! setze die Speisen hin und mische den Wein, verschließe auch die Tür und versiegle sie mit deinem Ringe. <br/>
11. Wenn du dann früh morgens eintrittst und nicht alles von Bel verzehrt findest, so wollen wir des Todes sterben oder aber Daniel, der wider uns gelogen hat. <br/>
11. Wenn du dann früh morgens eintrittst und nicht alles von Bel verzehrt findest, so wollen wir des Todes sterben oder aber Daniel, der wider uns gelogen hat. <br/>
12. Sie achteten es aber gering,<sup>11</sup> denn sie hatten unter dem Tische einen heimlichen Eingang gemacht, durch diesen kamen sie stets herein und verzehrten alles. <br/>
12. Sie achteten es aber gering,<sup>11</sup> denn sie hatten unter dem Tische einen heimlichen Eingang gemacht, durch diesen kamen sie stets herein und verzehrten alles. <br/>
13. Nachdem jene hinausgegangen waren und der König dem Bel die Speisen hatte vorsetzen lassen, gab Daniel seinen Dienern den Befehl, Asche herbeizubringen. Diese ließ er in Gegenwart des Könige im ganzen Tempel aussieben. Alsdann gingen sie hinaus, verschlossen die Pforte, versiegelten sie mit dem Ringe des Königs und gingen hinweg. <br/>
13. Nachdem jene hinausgegangen waren und der König dem Bel die Speisen hatte vorsetzen lassen, gab Daniel seinen Dienern den Befehl, Asche herbeizubringen. Diese ließ er in Gegenwart des Königs im ganzen Tempel aussieben. Alsdann gingen sie hinaus, verschlossen die Pforte, versiegelten sie mit dem Ringe des Königs und gingen hinweg. <br/>
14. Die Priester aber kamen des Nachts nach ihrer Gewohnheit mit den Weibern und Kindern hinein und verzehrten und tranken alles. <br/>
14. Die Priester aber kamen des Nachts nach ihrer Gewohnheit mit den Weibern und Kindern hinein und verzehrten und tranken alles. <br/>
15. Am frühesten Morgen machte sich der König auf und Daniel mit ihm. <br/>
15. Am frühesten Morgen machte sich der König auf und Daniel mit ihm. <br/>
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22. Es war an diesem Orte auch ein großer Drache, den die Babylonier verehrten. <br/>
22. Es war an diesem Orte auch ein großer Drache, den die Babylonier verehrten. <br/>
23. Und der König sprach zu Daniel: Siehe, jetzt kannst du nicht sagen, dass dies kein lebendiger Gott sei; bete ihn also an!<sup>14</sup> <br/>
23. Und der König sprach zu Daniel: Siehe, jetzt kannst du nicht sagen, dass dies kein lebendiger Gott sei; bete ihn also an!<sup>14</sup> <br/>
24. Daniel antwortete: den Herrn, meinen Gott, bete ich an, denn er ist ein lebendiger Gott; dieser aber ist kein lebendiger Gott. <br/>
24. Daniel antwortete: Den Herrn, meinen Gott, bete ich an, denn er ist ein lebendiger Gott; dieser aber ist kein lebendiger Gott. <br/>
25. Du aber, o König! gib mir Vollmacht, so will ich den Drachen ohne Schwert und Keule töten.<sup>15</sup> Der König sprach: Ich gebe sie dir! <br/>
25. Du aber, o König! gib mir Vollmacht, so will ich den Drachen ohne Schwert und Keule töten.<sup>15</sup> Der König sprach: Ich gebe sie dir! <br/>
26. Da nahm Daniel Pech, Fett und Haare, kochte sie zusammen, machte Klumpen daraus und warf diese dem Drachen ins Maul<sup>16</sup> und der Drache zerbarst. Daniel aber sprach: Sehet da, welchen Gott ihr verehrtet! <br/>
26. Da nahm Daniel Pech, Fett und Haare, kochte sie zusammen, machte Klumpen daraus und warf diese dem Drachen ins Maul<sup>16</sup> und der Drache zerbarst. Daniel aber sprach: Sehet da, welchen Gott ihr verehrtet! <br/>
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31. In der Grube befanden sich sieben Löwen, denen täglich zwei Leichname und zwei Schafe gegeben wurden; damals indes wurde ihnen nichts gegeben, damit sie Daniel verschlingen sollten.<sup>19</sup> <br/>
31. In der Grube befanden sich sieben Löwen, denen täglich zwei Leichname und zwei Schafe gegeben wurden; damals indes wurde ihnen nichts gegeben, damit sie Daniel verschlingen sollten.<sup>19</sup> <br/>
32. Nun lebte aber in Judäa der Prophet Habakuk. Dieser hatte einen Brei gekocht und Brot in die Schüssel gebrockt<sup>20</sup> und ging auf das Feld, um es den Schnittern zu bringen. <br/>
32. Nun lebte aber in Judäa der Prophet Habakuk. Dieser hatte einen Brei gekocht und Brot in die Schüssel gebrockt<sup>20</sup> und ging auf das Feld, um es den Schnittern zu bringen. <br/>
33. Da sprach der Engel des Herrn zu Habakuk: Bringe das Mahl, das du da hast, nach Babylon dem Daniel, welches in der Löwengrube ist! <br/>
33. Da sprach der Engel des Herrn zu Habakuk: Bringe das Mahl, das du da hast, nach Babylon dem Daniel, welcher in der Löwengrube ist! <br/>
34. Habakuk sprach: Herr! ich habe Babylon nicht gesehen und kenne die Grube nicht. <br/>
34. Habakuk sprach: Herr! ich habe Babylon nicht gesehen und kenne die Grube nicht. <br/>
35. Da ergriff ihn der Engel des Herrn bei seinem Schopfe und trug ihn an den Haaren seines Hauptes und setzte ihn im Fluge des Geistes in Babylon oberhalb der Grube nieder.<sup>21</sup> [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ez08|Ez 8,3]]''] <br/>
35. Da ergriff ihn der Engel des Herrn bei seinem Schopfe und trug ihn an den Haaren seines Hauptes und setzte ihn im Fluge des Geistes in Babylon oberhalb der Grube nieder.<sup>21</sup> [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ez08|Ez 8,3]]''] <br/>
36. Habakuk aber rief und sprach: Daniel, du Diener Gottes! Nimm das Mahl, welches Gott dir sendet. <br/>
36. Habakuk aber rief und sprach: Daniel, du Diener Gottes! nimm das Mahl, welches Gott dir sendet. <br/>
37. Daniel sprach: So hast du, o Gott! meiner gedacht und verlässest nicht, die dich lieben. <br/>
37. Daniel sprach: So hast du, o Gott! meiner gedacht und verlässest nicht, die dich lieben. <br/>
38. Alsdann erhob sich Daniel und aß. Der Engel Gottes aber brachte Habakuk alsbald wieder in seine Heimat zurück. <br/>
38. Alsdann erhob sich Daniel und aß. Der Engel Gottes aber brachte Habakuk alsbald wieder in seine Heimat zurück. <br/>
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40. Da rief der König mit lauter Stimme und sprach: Groß bist du Herr, Gott Daniels! Und er ließ ihn aus der Löwengrube herausziehen. <br/>
40. Da rief der König mit lauter Stimme und sprach: Groß bist du Herr, Gott Daniels! Und er ließ ihn aus der Löwengrube herausziehen. <br/>
41. Diejenigen aber, welche ihn hatten verderben wollen, ließ er in die Grube werfen<sup>23</sup> und alsbald wurden sie vor seinen Augen aufgefressen. <br/>
41. Diejenigen aber, welche ihn hatten verderben wollen, ließ er in die Grube werfen<sup>23</sup> und alsbald wurden sie vor seinen Augen aufgefressen. <br/>
42. Da sprach der König: Alle Bewohner der ganzen Erde sollen den Gott Daniels fürchten, denn er ist der Retter, der zeihen und Wunder tut auf Erden, der Daniel aus der Löwengrube befreit hat.<sup>24</sup> <br/>
42. Da sprach der König: Alle Bewohner der ganzen Erde sollen den Gott Daniels fürchten, denn er ist der Retter, der Zeichen und Wunder tut auf Erden, der Daniel aus der Löwengrube befreit hat.<sup>24</sup> <br/>





Aktuelle Version vom 20. März 2023, 09:24 Uhr

Prophetia Daniel. Caput XIV.

Prophezeiung des Daniel Kap. 14


1. Der Bel. (13,65 – 14,21) 2. Der Drache.

1. Erat autem Daniel conviva regis, et honoratus super omnes amicos ejus.

2. Erat quoque idolum apud Babylonios nomine Bel: et impendebantur in eo per dies singulos similæ artabæ duodecim, et oves quadraginta, vinique amphoræ sex.
3. Rex quoque colebat eum, et ibat per singulos dies adorare eum: porro Daniel adorabat Deum suum. Dixitque ei rex: Quare non adoras Bel?

4. Qui respondens, ait ei: Quia non colo idola manufacta, sed viventem Deum, qui creavit cœlum, et terram, et habet potestatem omnis carnis.


5. Et dixit rex ad eum: Non videtur tibi esse Bel vivens Deus? An non vides quanta comedat, et bibat quotidie?
6. Et ait Daniel arridens: Ne erres rex: iste enim intrinsecus luteus est, et forinsecus æreus, neque comedit aliquando.
7. Et iratus rex vocavit sacerdotes ejus, et ait eis: Nisi dixeritis mihi, quis est qui comedat impensas has, moriemini.
8. Si autem ostenderitis, quoniam Bel comedat hæc, morietur Daniel, quia blasphemavit in Bel. Et dixit Daniel regi: Fiat juxta verbum tuum.
9. Erant autem sacerdotes Bel septuaginta, exceptis uxoribus, et parvulis, et filiis. Et venit rex cum Daniele in templum Bel.
10. Et dixerunt sacerdotes Bel: Ecce nos egredimur foras: et tu rex pone escas, et vinum misce, et claude ostium, et signa annulo tuo:

11. Et cum ingressus fueris mane, nisi inveneris omnia comesta a Bel, morte moriemur, vel Daniel qui mentitus est adversum nos.
12. Contemnebant autem, quia fecerant sub mensa absconditum introitum, et per illum ingrediebantur semper, et devorabant ea.
13. Factum est igitur postquam egressi sunt illi, rex posuit cibos ante Bel: præcepit Daniel pueris suis, et attulerunt cinerem, et cribravit per totum templum coram rege: et egressi clauserunt ostium: et signantes annulo regis abierunt.


14. Sacerdotes autem ingressi sunt nocte juxta consuetudinem suam, et uxores, et filii eorum: et comederunt omnia, et biberunt.
15. Surrexit autem rex primo diluculo, et Daniel cum eo.
16. Et ait rex: Salvane sunt signacula, Daniel? Qui respondit: Salva, rex.

17. Statimque cum aperuisset ostium, intuitus rex mensam, exclamavit voce magna: Magnus es Bel, et non est apud te dolus quisquam.
18. Et risit Daniel: et tenuit regem ne ingrederetur intro: et dixit: Ecce pavimentum, animadverte cujus vestigia sint hæc.
19. Et dixit rex: Video vestigia virorum, et mulierum, et infantium. Et iratus est rex.
20. Tunc apprehendit sacerdotes, et uxores, et filios eorum: et ostenderunt ei abscondita ostiola, per quæ ingrediebantur, et consumebant quæ erant super mensam.
21. Occidit ergo illos rex, et tradidit Bel in potestatem Danielis: qui subvertit eum, et templum ejus.
22. Et erat draco magnus in loco illo, et colebant eum Babylonii.

23. Et dixit rex Daniel: Ecce nunc non potes dicere quia iste non sit Deus vivens: adora ergo eum.
24. Dixitque Daniel: Dominum Deum meum adoro: quia ipse est Deus vivens: iste autem non est Deus vivens.
25. Tu autem rex da mihi potestatem, et interficiam draconem absque gladio, et fuste. Et ait rex: Do tibi.

26. Tulit ergo Daniel picem, et adipem, et pilos, et coxit pariter: fecitque massas, et dedit in os draconis, et diruptus est draco. Et dixit: Ecce quem colebatis.

27. Quod cum audissent Babylonii, indignati sunt vehementer: et congregati adversum regem, dixerunt: Judæus factus est rex: Bel destruxit, draconem interfecit, et sacerdotes occidit.

28. Et dixerunt cum venissent ad regem: Trade nobis Danielem, alioquin interficiemus te, et domum tuam.
29. Vidit ergo rex quod irruerent in eum vehementer: et necessitate compulsus tradidit eis Danielem.
30. Qui miserunt eum in lacum leonum, et erat ibi diebus sex.

31. Porro in lacu erant leones septem, et dabantur eis duo corpora quotidie, et duæ oves: et tunc non data sunt eis, ut devorarent Danielem.

32. Erat autem Habacuc propheta in Judæa, et ipse coxerat pulmentum, et intriverat panes in alveolo: et ibat in campum ut ferret messoribus.

33. Dixitque Angelus Domini ad Habacuc: Fer prandium, quod habes, in Babylonem Danieli, qui est in lacu leonum.
34. Et dixit Habacuc: Domine. Babylonem non vidi, et lacum nescio.

35. Et apprehendit eum Angelus Domini in vertice ejus, et portavit eum capillo capitis sui, posuitque eum in Babylone supra lacum in impetu spiritus sui.
36. Et clamavit Habacuc, dicens: Daniel serve Dei, tolle prandium, quod misit tibi Deus.
37. Et ait Daniel: Recordatus es mei Deus, et non dereliquisti diligentes te.

38. Surgensque Daniel comedit. Porro Angelus Domini restituit Habacuc confestim in loco suo.
39. Venit ergo rex die septimo ut lugeret Danielem: et venit ad lacum, et introspexit, et ecce Daniel sedens in medio leonum.
40. Et exclamavit voce magna rex, dicens: Magnus es Domine Deus Danielis. Et extraxit eum de lacu leonum.
41. Porro illos, qui perditionis ejus causa fuerant, intromisit in lacum, et devorati sunt in momento coram eo.

42. Tunc rex ait: Paveant omnes habitantes in universa terra Deum Danielis: quia ipse est Salvator, faciens signa et mirabilia in terra: qui liberavit Danielem de lacu leonum.



1. Daniel aber war des Königs Tischgenosse und höher in Ehren gehalten als alle Freunde desselben.1
2. Nun hatten die Babylonier ein Götzenbild, namens Bel;2 auf dasselbe wurden täglich zwölf Scheffel3 Weizenmehl, vierzig Schafe und sechs Maß4 Wein aufgewendet.

3. Auch der König5 verehrte denselben und ging Tag für Tag hin, ihn anzubeten, Daniel aber betete seinen Gott an. Da sprach der König zu ihm: Warum betest du den Bel nicht an?
4. Er antwortete und sprach zu ihm: Weil ich keine Götzen verehre, die von Händen gemacht sind, sondern den lebendigen Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat und Macht hat über alles, was lebt.6
5. Da sprach der König zu ihm: Scheint dir denn Bel nicht ein lebendiger Gott zu sein? Oder siehst du nicht, wie viel er täglich isst und trinkt?
6. Daniel antwortete lächelnd: Lass dich nicht täuschen, o König! denn dieser dort ist innen von Ton und außen von Erz7 und hat noch niemals etwas gegessen.
7. Da ward der König zornig, ließ die Priester desselben rufen und sprach zu ihnen: Wenn ihr mir nicht sagt, wer diesen Aufwand verzehrt, so müsst ihr sterben!
8. Wenn ihr aber nachweist, dass Bel dies verzehrt,8 so soll Daniel sterben, weil er den Bel gelästert hat! Daniel sprach zum Könige: Es geschehe deinem Worte gemäß.
9. Nun waren siebzig Belpriester, ohne die Frauen, die kleinen Kinder und die erwachsenen Söhne.9 Als also der König mit Daniel zu dem Tempel Bels kam,
10. sprachen die Priester Bels:10 Siehe, wir wollen hinausgehen, du aber, o König! setze die Speisen hin und mische den Wein, verschließe auch die Tür und versiegle sie mit deinem Ringe.
11. Wenn du dann früh morgens eintrittst und nicht alles von Bel verzehrt findest, so wollen wir des Todes sterben oder aber Daniel, der wider uns gelogen hat.
12. Sie achteten es aber gering,11 denn sie hatten unter dem Tische einen heimlichen Eingang gemacht, durch diesen kamen sie stets herein und verzehrten alles.
13. Nachdem jene hinausgegangen waren und der König dem Bel die Speisen hatte vorsetzen lassen, gab Daniel seinen Dienern den Befehl, Asche herbeizubringen. Diese ließ er in Gegenwart des Königs im ganzen Tempel aussieben. Alsdann gingen sie hinaus, verschlossen die Pforte, versiegelten sie mit dem Ringe des Königs und gingen hinweg.
14. Die Priester aber kamen des Nachts nach ihrer Gewohnheit mit den Weibern und Kindern hinein und verzehrten und tranken alles.
15. Am frühesten Morgen machte sich der König auf und Daniel mit ihm.
16. Und der König sprach: Sind die Siegel unverletzt, Daniel? Er antwortete: Sie sind es, o König!
17. Sobald er nun die Türe geöffnet hatte, blickte der König auf den Tisch und rief mit lauter Stimme: Groß bist du, Bel, und kein Trug ist bei dir!
18. Daniel aber lachte und hielt den König zurück, dass er nicht eintrat, und sprach: Siehe doch auf den Fußboden und habe acht, wessen Fußstapfen dies sind!
19. Der König sprach: Ich sehe die Fußstapfen von Männern, Weibern und Kindern. Und der König ward zornig.
20. Alsbald ließ er die Priester samt ihren Weibern und Kindern ergreifen und sie zeigten ihm ein verborgenes Pförtchen, durch welches sie eintraten und das, was auf dem Tische war, verzehrten.
21. Da ließ der König sie töten12 und gab den Bel in Daniels Gewalt, der ihn samt seinem Tempel zerstörte.13
22. Es war an diesem Orte auch ein großer Drache, den die Babylonier verehrten.
23. Und der König sprach zu Daniel: Siehe, jetzt kannst du nicht sagen, dass dies kein lebendiger Gott sei; bete ihn also an!14
24. Daniel antwortete: Den Herrn, meinen Gott, bete ich an, denn er ist ein lebendiger Gott; dieser aber ist kein lebendiger Gott.
25. Du aber, o König! gib mir Vollmacht, so will ich den Drachen ohne Schwert und Keule töten.15 Der König sprach: Ich gebe sie dir!
26. Da nahm Daniel Pech, Fett und Haare, kochte sie zusammen, machte Klumpen daraus und warf diese dem Drachen ins Maul16 und der Drache zerbarst. Daniel aber sprach: Sehet da, welchen Gott ihr verehrtet!
27. Als die Babylonier dies hörten, ergrimmten sie sehr, rotteten sich wider den König zusammen17 und sprachen: Der König ist ein Jude geworden; den Bel hat er zerstört, den Drachen getötet, die Priester umgebracht!
28. Und sie kamen zu dem Könige und sprachen: Liefere uns Daniel aus, wo nicht, töten wir dich und deine Familie.
29. Da nun der König sah, dass sie ihn heftig bestürmten, lieferte er, durch die Not gezwungen, ihnen Daniel aus.18
30. Sie aber warfen ihn in die Löwengrube und er blieb in derselben sechs Tage lang.
31. In der Grube befanden sich sieben Löwen, denen täglich zwei Leichname und zwei Schafe gegeben wurden; damals indes wurde ihnen nichts gegeben, damit sie Daniel verschlingen sollten.19
32. Nun lebte aber in Judäa der Prophet Habakuk. Dieser hatte einen Brei gekocht und Brot in die Schüssel gebrockt20 und ging auf das Feld, um es den Schnittern zu bringen.
33. Da sprach der Engel des Herrn zu Habakuk: Bringe das Mahl, das du da hast, nach Babylon dem Daniel, welcher in der Löwengrube ist!
34. Habakuk sprach: Herr! ich habe Babylon nicht gesehen und kenne die Grube nicht.
35. Da ergriff ihn der Engel des Herrn bei seinem Schopfe und trug ihn an den Haaren seines Hauptes und setzte ihn im Fluge des Geistes in Babylon oberhalb der Grube nieder.21 [Ez 8,3]
36. Habakuk aber rief und sprach: Daniel, du Diener Gottes! nimm das Mahl, welches Gott dir sendet.
37. Daniel sprach: So hast du, o Gott! meiner gedacht und verlässest nicht, die dich lieben.
38. Alsdann erhob sich Daniel und aß. Der Engel Gottes aber brachte Habakuk alsbald wieder in seine Heimat zurück.
39. Am siebten Tage kam der König, um Daniel zu betrauern. Und als er zur Löwengrube kam und hineinschaute, siehe, da saß Daniel inmitten der Löwen.22
40. Da rief der König mit lauter Stimme und sprach: Groß bist du Herr, Gott Daniels! Und er ließ ihn aus der Löwengrube herausziehen.
41. Diejenigen aber, welche ihn hatten verderben wollen, ließ er in die Grube werfen23 und alsbald wurden sie vor seinen Augen aufgefressen.
42. Da sprach der König: Alle Bewohner der ganzen Erde sollen den Gott Daniels fürchten, denn er ist der Retter, der Zeichen und Wunder tut auf Erden, der Daniel aus der Löwengrube befreit hat.24


Fußnote

Kap. 14 (1) Cyrus hatte die Herrschaft im Jahre 539 oder 538 v. Chr. angetreten. Daniel, der den Übergang der Herrschaft auf die Meder und Perser geweissagt [Dan 5,28], war durch Gottes den Juden gnädige Vorsehung auch Cyrus Freund geworden. – Nach der Septuag. ist von einem anderen Daniel die Rede. - (2) Bel, assyr.-babylonisch Bilu, war einer der Hauptgötter des Landes. Aus Denkmälern und Inschriften steht gleichfalls fest, dass man den Göttern Gaben und Opfer, Schafe, Hirsche, Früchte, Wein usw. darbrachte. - (3) Ein persisches Maß, das etwa 55,81 Liter fasste. - (4) Wohl ¾ eines attischen Scheffels, der 52,53 Liter fasste. Septuag.: Vier Schafe und Öl. - (5) Cyrus. Dass er auch die babylonischen Gottheiten verehrte, steht aus den Keilschriften fest. - (6) Von der Betrachtung der Geschöpfe will er den Sinn des Königs zum Schöpfer und Lenker derselben erheben. - (7) So pflegten die Götzenbilder gefertigt zu werden. Vielleicht folgt aus V. 7, V. 10, dass der König die Kosten für die Opfer bestritt. - (8) Nach der Weihe eines Götzenbildes wohnte die Gottheit in demselben nach der Meinung der Heiden. - (9) Doppelte Übersetzung desselben Wortes. - (10) Die Sept. schreibt dies dem Könige zu. - (11) Versprachen sich leicht den Sieg. - (12) So wurden die Schlauen in ihrer Schlauheit gefangen. Sie werden mit Recht getötet, da sie selbst ihren Kopf eingesetzt. – Die Sept. weicht in manchen Stücken ab. - (13) Außer dem Heiligtum des Bel, von dem Herodot erzählt, in dessen Mitte ein Turm mit sieben Stockwerken war, in dessen oberstem Teile ein Heiligtum mit einem Bett und einem Tische sich befand, war noch ein zweites mit dem Bilde des Gottes, einem Throne, einem Tische und zwei Altären. Das letztere war das hauptsächlichere. Dies wurde vom König Cyrus zerstört. Die Sept. erwähnt nur die Zerstörung des Götzenbildes. - (14) Schlangen wurden als Symbol des Lebens und der Wissenschaft im Tempel gepflegt, durch sie sollten die Götter ihre Orakelsprüche geben. Nach Diodor stand im Tempel des Bel und vor seinem Throne das Bild zweier ungeheuerer Schlangen. Auch die babylonischen Siegel tragen vielfach das Bild einer Schlange. Die Schlange war auch bei Ägyptern und Phöniziern ein heiliges Tier. - (15) Die Heiden glaubten, die Schlangen seien an sich unsterblich und nur durch äußere Gewalt zu töten. (Euseb.) Hätte also Daniel die Schlange mit Schwert oder Keule getötet, so vernichtete er damit noch nicht den Glauben des Volkes an die Göttlichkeit derselben. - (16) Nach Septuag. dreißig Minen Pech, etwa vierundzwanzig Pfund. Herodot erzählt, dass auf der Akropolis zu Athen eine Schlange mit Honigkuchen gefüttert wurde. Daniel füttert sie mit anderen Kuchen. Da die Schlange keinen Geschmack hat, verschlang sie die ihr dargebotene Speise gierig, die auf dem Wege zum Magen des Tieres fest hängen blieb und es tötete. - (17) Die Babylonier empörten sich leicht. Hier ward die Wut des Volkes besonders dadurch erregt, dass ein Fremdling die geheiligte Religion desselben angegriffen. - (18) Der König hält es für klug, Gewalt nicht mit Gewalt zurückzudrängen und das Volk nicht noch mehr zu erbittern, sondern ihnen ein Opfer auszuliefern. Die Septuag. erwähnt den Tod der Priester nicht. - (19) Da Daniel früher nur durch eine Nacht in der Löwengrube gewesen und heil geblieben, vermuteten sie, dass die Löwen entweder damals nicht hungrig waren oder Daniel dieselben durch ein Zaubermittel besänftigt habe. Deshalb soll er länger in der Grube bleiben und die Löwen gereizt werden. Anders die Septuag. - (20) Nach der Septuag. hat er auch einen Krug Wein. Auch andere kleine Nebenumstände sind verschieden. Der Zeitabstand legt die Folgerung nahe, dass der hier genannte Prophet Habakuk nicht der gleiche ist wie der, dessen Buch wir haben. - (21) Auch andere wunderbare Versetzungen werden in der Heiligen Schrift berichtet. So [1Koe 18,12] und [2Koe 2,11.16]. Christus wird vom Teufel auf einen sehr hohen Berg geführt, [Mt 4,5.8] Philippus fortgenommen von dem Kämmerer. [Apg 8,39.40] Da Habakuk den Schnittern Essen bringen wollte, hatte er so reichlichen Vorrat, dass dieser für Daniel auf mehrere Tage reichte. - (22) Nur die Vulgata hat: inmitten der Löwen (V. 39) und den V. 42, der mit [Dan 6,26.27] eine gewisse Gleichförmigkeit zeigt. - (23) Nach dem Gesetze der Wiedervergeltung. Nach der Sept. V. 29 war es Sitte, die, welche dem König nachstellten, in die Löwengrube zu werfen. Alsdann war Daniel auch unter ähnlichem Vorwande den Löwen übergeben, während andere seinen Tod forderten, weil er die Götter verunehrt. Doch Gottes wunderbarer Schutz reinigt ihn von beiden Anklagen und zeigt ihn allen sichtbar als Freund der Gottheit. So wurden seine Feinde als Lügner und Feinde der Gottheit erklärt, die ihre Verleumdung und Feindschaft, durch welche sie Daniel zu verderben gesucht, mit Recht mit dem Tode büßten. - (24) So war den Heiden Gottes Macht und Größe wieder durch einen herrlichen Beweis offenbart. Der König erkennt jene öffentlich an. So lernte er auch, dass nicht die Ohnmacht des Gottes der Juden Ursache war, dass diese in die Gefangenschaft der Babylonier kamen, sondern ahnte seine Größe. Wann die Ereignisse mit dem Bel und dem Drachen stattgehabt, lässt sich nicht sicher feststellen. Doch ist es wahrscheinlich, dass der Aufruhr der Babylonier eher in die Anfangszeit der Regierung des Cyrus fällt, in der er es noch für besser hielt, sich die Herzen durch Nachgiebigkeit zu gewinnen.

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