Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Job25

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Liber Job Caput XXV.

Das Buch Job. Kap. 25


B. Baldad und Job (25,1 – 26,11) a. Letzte Worte Baldads (V. 6): Was Job gegen die ungerechten Anklagen Eliphaz erwidert hat, scheint Baldad durch sein Stillschweigen gutzuheißen, da er nur kurz und in allgemeinen Umrissen Gottes Majestät beschreibt (V. 3) und von neuem darauf hinweist, dass der armselige Mensch nicht mit Gott streiten kann.

1. Respondens autem Baldad Suhites, dixit:
2. Potestas et terror apud eum est, qui facit concordiam in sublimibus suis.
3. Numquid est numerus militum ejus? et super quem non surget lumen illius?

4. Numquid justificari potest homo comparatus Deo, aut apparere mundus natus de muliere?
5. Ecce luna etiam non splendet, et stellæ non sunt mundæ in conspectu ejus:
6. Quanto magis homo putredo, et filius hominis vermis?


1. Baldad, der Suhiter, antwortete und sprach:1
2. Macht und Schrecken ist bei ihm, der Eintracht schafft in seinen Höhen.2
3. Ist denn die Zahl seiner Heerscharen3 zu zählen? Und über wen geht nicht sein Licht auf?4
4. Kann etwa der Mensch, mit Gott verglichen, gerechtfertigt werden oder rein erscheinen der vom Weibe Geborene?5
5. Siehe, auch der Mond scheint nicht hell und die Sterne sind nicht rein vor seinem Angesichte,
6. wieviel weniger der Mensch, der Moder, und des Menschen Sohn, der Wurm!6


Fußnote

Kap. 25 (1) Job hat gezeigt, dass die Guten oft unterdrückt werden, die Bösen oft triumphieren. Aber noch immer bleibt die Frage: Warum leidet er selbst? Baldad also wiederholt, dass Gott über alle Begriffe gerecht ist und niemand vor ihm ohne Flecken. Da hieraus nicht folgt, dass Job nach Gottes gewöhnlicher Gerechtigkeit so Schlimmes dulden muss, sind die Freunde also zum Schweigen gebracht. - (2) Alles, was im Himmel ist, weiß Gott seinem Ziele unterzuordnen, nichts kann ihm widerstehen, wie kann Job also Gott seine Unschuld beweisen wollen? Das ist eine Widersetzlichkeit gegen Gottes Majestät, vor deren Furchtbarkeit Baldad den Freund warnt. - (3) Alles dessen, was im Himmel und auf Erden dienstbares Werkzeug seiner Macht ist. - (4) Und vor einem Gotte, dessen Licht erleuchtet, will Job seine Unschuld erweisen? Oder: Aus welchem strahlt nicht der Abglanz der göttlichen Majestät wieder? - (5) Vergl. [Job 15,14-17]. - (6) Wenn das Reinste, was wir kennen, vor Gott unrein ist, um wie viel mehr der Mensch, Moder und Gewürme?

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