Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:3Mos07

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Liber Leviticus, Hebraice Vaicra. Caput VII.

Das dritte Buch Moses Leviticus Kap. 7


d. Verhalten und Rechte der Priester bei Schuldopfern (V. 10) e. und bei Friedopfern.

1. Hæc quoque lex hostiæ pro delicto, Sancta sanctorum est:
2. Idcirco ubi immolabitur holocaustum, mactabitur et victima pro delicto: sanguis ejus per gyrum altaris fundetur.
3. Offerent ex ea caudam et adipem qui operit vitalia:
4. Duos renunculos, et pinguedinem quæ juxta ilia est, reticulumque jecoris cum renunculis.
5. Et adolebit ea sacerdos super altare: incensum est Domini pro delicto.

6. Omnis masculus de sacerdotali genere, in loco sancto vescetur his carnibus, quia Sanctum sanctorum est.
7. Sicut pro peccato offertur hostia, ita et pro delicto: utriusque hostiæ lex una erit: ad sacerdotem, qui eam obtulerit, pertinebit.
8. Sacerdos qui offert holocausti victimam, habebit pellem ejus.
9. Et omne sacrificium similæ, quod coquitur in clibano, et quidquid in craticula, vel in sartagine præparatur, ejus erit sacerdotis a quo offertur:

10. Sive oleo conspersa, sive arida fuerint, cunctis filiis Aaron mensura æqua per singulos dividetur.
11. Hæc est lex hostiæ pacificorum quæ offertur Domino.
12. Si pro gratiarum actione oblatio fuerit, offerent panes absque fermento conspersos oleo, et lagana azyma uncta oleo, coctamque similam, et collyridas olei admistione conspersas:
13. Panes quoque fermentatos cum hostia gratiarum, quæ immolatur pro pacificis:
14. Ex quibus unus pro primitiis offeretur Domino, et erit sacerdotis qui fundet hostiæ sanguinem,

15. Cujus carnes eadem comedentur die, nec remanebit ex eis quidquam usque mane.
16. Si voto, vel sponte quispiam obtulerit hostiam, eadem similiter edetur die: sed et si quid in crastinum remanserit, vesci licitum est:


17. Quidquid autem tertius invenerit dies, ignis absumet.
18. Si quis de carnibus victimæ pacificorum die tertio comederit, irrita fiet oblatio, nec proderit offerenti: quin potius quæcumque anima tali se edulio contaminaverit, prævaricationis rea erit.

19. Caro, quæ aliquid tetigerit immundum, non comedetur, sed comburetur igni: qui fuerit mundus, vescetur ex ea.
20. Anima polluta quæ ederit de carnibus hostiæ pacificorum, quæ oblata est Domino, peribit de populis suis.

21. Et quæ tetigerit immunditiam hominis, vel jumenti, sive omnis rei, quæ polluere potest, et comederit de hujuscemodi carnibus, interibit de populis suis.
22. Locutusque est Dominus ad Moysen, dicens:
23. Loquere filiis Israel: Adipem ovis, et bovis, et capræ non comedetis.

24. Adipem cadaveris morticini, et ejus animalis, quod a bestia captum est, habebitis in varios usus.

25. Si quis adipem, qui offerri debet in incensum Domini, comederit, peribit de populo suo.
26. Sanguinem quoque omnis animalis non sumetis in cibo, tam de avibus quam de pecoribus.
27. Omnis anima, quæ ederit sanguinem, peribit de populis suis.
28. Locutusque est Dominus ad Moysen, dicens:
29. Loquere filiis Israel, dicens: Qui offert victimam pacificorum Domino, offerat simul et sacrificium, id est, libamenta ejus.
30. Tenebit manibus adipem hostiæ, et pectusculum: cumque ambo oblata Domino consecraverit, tradet sacerdoti,

31. Qui adolebit adipem super altare, pectusculum autem erit Aaron, et filiorum ejus:
32. Armus quoque dexter de pacificorum hostiis cedet in primitias sacerdotis.
33. Qui obtulerit sanguinem et adipem, filiorum Aaron, ipse habebit et armum dextrum in portione sua.

34. Pectusculum enim elevationis, et armum separationis tuli a filiis Israel de hostiis eorum pacificis, et dedi Aaron sacerdoti, et filiis ejus lege perpetua, ab omni populo Israel.
35. Hæc est unctio Aaron et filiorum ejus in ceremoniis Domini die qua obtulit eos Moyses, ut sacerdotio fungerentur,

36. Et quæ præcepit eis dari Dominus a filiis Israel religione perpetua in generationibus suis.
37. Ista est lex holocausti, et sacrificii pro peccato atque delicto, et pro consecratione et pacificorum victimis:

38. Quam constituit Dominus Moysi in monte Sinai, quando mandavit filiis Israel ut offerrent oblationes suas Domino in deserto Sinai.


1. Und dies sind die Vorschriften1 des Schuldopfers:2 Es ist hochheilig;
2. darum soll da, wo das Brandopfer geschlachtet werden wird, auch das Schuldopfer geschlachtet werden; das Blut desselben soll rings um den Altar gegossen werden.3
3. Man soll davon den Schwanz und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, opfern;
4. beide Nieren, und das Fett, das an den Weichen liegt, und das Netz der Leber mit den Nieren.4
5. Und der Priester soll es auf dem Altare verbrennen; es ist ein dem Herrn für die Schuld dargebrachtes Feueropfer.
6. Jeder männliche Abkömmling aus priesterlichem Geschlechte soll von diesem Fleische an heiliger Stätte essen, weil es hochheilig ist.
7. Wie das Sündopfer, so wird auch das Schuldopfer dargebracht; für beide Opfer soll die gleiche Vorschrift gelten. Dem Priester, der sie opfert, sollen sie gehören.5
8. Der Priester, welcher das Brandopfer darbringt, soll das Fell desselben erhalten.
9. Und jedes Speiseopfer6 von feinem Mehl, das im Ofen gebacken wird, sowie alles, was auf dem Roste oder in der Pfanne bereitet wird, soll dem Priester gehören, der es darbringt;
10. es mag mit Öl angemacht oder trocken sein,7 unter alle Söhne Aarons soll es zu gleichem Teil für jeden verteilt werden.8
11. Das sind die Vorschriften über das Friedopfer, das dem Herrn dargebracht wird.
12. Wird es als Dankopfer dargebracht,9 so soll man ungesäuerte, mit Öl angemachte Brote opfern und ungesäuerte Kuchen, mit Öl bestrichen, und geröstetes10 feines Mehl, und Kuchen mit Öl angemacht,
13. auch gesäuerte Brote zu dem Dankopfer, das als Friedopfer dargebracht wird;11
14. und zwar soll davon je eines als Erstling dem Herrn geopfert werden, dieses gehöre dem Priester, der das Blut des Schlachtopfers ausgießt.
15. Das Fleisch davon aber soll an demselben Tage gegessen werden, und nichts davon soll bis zum Morgen übrigbleiben.12
16. Bringt jemand infolge eines Gelübdes oder freiwillig ein Schlachtopfer dar, so soll es ebenfalls an demselben Tage gegessen werden; wenn aber etwas zum anderen Tage übrigbleibt, so darf auch das gegessen werden.
17. Was sich aber am dritten Tage vorfindet,13 soll mit Feuer verbrannt werden.
18. Sollte jemand noch am dritten Tage von dem Fleische des Friedopfers essen, so soll das Opfer ungültig sein und dem Darbringenden nichts nützen; ja, wer sich mit solcher Speise verunreinigt, soll der Übertretung schuldig sein. [3Mos 19,8]
19. Fleisch, welches mit etwas Unreinem in Berührung gekommen ist, soll nicht gegessen, sondern mit Feuer verbrannt werden; im übrigen mag jeder, der rein ist, Fleisch essen.
20. Wer, während er mit Unreinheit behaftet ist, von dem Fleische des Friedopfers ißt, das dem Herrn dargebracht ist, soll ausgetilgt werden aus seinem Volke.14
21. Und wenn jemand mit der Unreinigkeit eines Menschen, oder eines Stück Viehes, oder einer anders Sache, die verunreinigen kann, in Berührung gekommen ist und von diesem Fleische ißt, so soll er ausgetilgt werden aus seinem Volke.
22. Und der Herr redete zu Moses und sprach:
23. Sage den Söhnen Israels: Das Fett von Schafen und Rindern und Ziegen15 sollt ihr nicht essen.16
24. Das Fett eines gefallenen Aases und eines Tieres, das von einem wilde Tiere ergriffen17 ward, möge euch zu verschiedenem Gebrauche dienen.18
25. Wer Fett ißt,19 das dem Herrn als Feueropfer dargebracht werden soll, soll ausgetilgt werden aus seinem Volke.
26. Auch kein Blut von Tieren sollt ihr zur Speise nehmen, es sei von Vögeln oder von Vieh.
27. Jeder, welcher Blut ißt, soll ausgetilgt werden aus seinem Volke.
28. Und der Herr redete zu Moses und sprach:
29. Sage den Söhnen Israels und gebiete ihnen: Wer dem Herrn ein Friedopfer darbringt, soll zugleich ein Beiopfer darbringen, das ist ein Trankopfer dazu.20
30. Mit eigenen Händen soll er das Fett des Opfertieres und die Brust bringen; und21 nachdem er beides dem Herrn geopfert und geheiligt hat, soll er es dem Priester übergeben,
31. welcher das Fett auf dem Altare verbrennen soll; das Bruststück aber soll Aaron und seinen Söhnen gehören.
32. Auch das rechte Schulterstück22 des Friedopfertieres soll dem Priester23 als Anteil zufallen.
33. Derjenige, welcher von den Söhnen Aarons das Blut und Fett darbringt, soll als seinen Anteil auch das rechte Schulterstück haben.
34. Denn das Bruststück der Erhebung und das Schulterstück der Trennung24 habe ich von den Söhnen Israels, von ihren Friedopfern, genommen und sie Aaron, dem Priester, und seinen Söhnen durch ewiggeltendes Gesetz vom ganzen Volke Israel gegeben.
35. Dies ist die Salbung25 Aarons und seiner Söhne nach den heiligen Gebräuchen26 des Herrn an dem Tage, an welchem Moses sie hintreten ließ, das Priestertum zu verwalten;
36. und27 dies28 hat der Herr befohlen, ihnen seitens der Söhne Israels zu geben, als ewige Verbindlichkeit für ihre Geschlechter.
37. Dies sind die Vorschriften über das Brandopfer, das Sündopfer und das Schuldopfer, und für die Einweihungs- und die Friedopfer,
38. welche der Herr Moses auf dem Berge Sinai gab, als er den Söhnen Israels befahl, dem Herrn ihre Opfer in der Wüste Sinai darzubringen.29


Fußnote

Kap. 7 (1) Dies Opfer wird dem Sündopfer gleichgestellt [3Mos 7,7]. Deshalb werden einige kleine vorher bereits erwähnte Vorschriften nicht wiederholt, wie das Bestreichen des Altares mit dem Blute und die Auflegung der Hand auf das Opfertier. - (2) Sept.: des Widders. - (3) Hebr.: soll ringsum an den Altar gesprengt werden. - (4) Hebr.: Bei den Nieren soll er es wegnehmen. - (5) Die letzten Worte bieten Gelegenheit, einiges über den Anteil der Priester beizufügen. - (6) Hebr.: Ebenso sollen alle Speiseopfer, die im Ofen gebacken werden, so wie alle, die in der Pfanne und auf der Platte bereitet sind, dem Priester gehören, der sie darbringt. - (7) Ohne Öl ist nur das Eiferopfer [4Mos 5,15], doch ist wohl auch an das als Mehlopfer einem Speiseopfer vergleichbare Ersatz-Sündopfer des Armen [3Mos 5,11] gedacht. - (8) Nicht nur dem gerade amtierenden Priester zufallen. - (9) Das Dankopfer (12 – 15) scheint besonders hoch geschätzt worden zu sein unter den Friedopfern. - (10) Hebr.: eingerührtes. - (11) Nicht zum Opfer auf dem Altare, siehe [3Mos 2,11], sondern zur Opfermahlzeit und für die Priester. - (12) So sollen sie genötigt werden, den Armen einen Teil zu geben. - (13) Vom Fleische des Opfers. - (14) Soll aus der Gottesgemeinde ausgestoßen werden. Die weitere Bestrafung bleibt Gott überlassen. - (15) Tauben werden nicht erwähnt, da sie kaum Fettteile haben. - (16) Weder von denen, die geopfert werden, noch von anderen. Siehe [3Mos 3,5.16.17]. - (17) Und zerrissen. - (18) Aber (setzt der hebr. Text hinzu) essen dürft ihr es nicht. Es handelt sich um die oben genannten Tiere, und das Verbot geht nicht auf das mit dem Fleische verwachsene Fett, sondern nur auf die [3Mos 3,3.4] aufgezählten Fettteile. - (19) Hebr.: Denn jeder, der Fett von Tierarten genießt, wie man sie Jahve als Feueropfer darbringt, ein solcher ist wegzutilgen aus seinem Volke. - (20) Hebr.: Wer Jahve sein Friedopfer darbringt, bringe von seinem Friedopfer den Opferanteil, den er ihm schuldet. - (21) Hebr.: Die Brust, damit sie als Darbringung (Webe) vor dem Herrn erhoben werde. Und der Priester soll das Fett auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen. - (22) Nach anderen die Hinterkeule. - (23) Welchem, sagt V. 33. - (24) Hebr.: der Erhebung. - (25) Hebr.: der Anteil. - (26) Hebr.: An den Feueropfern Jahves an dem Tage usw. - (27) Hebr.: Den Jahve ihnen an dem Tage, an welchem er sie salbte (alle in Aaron und den späteren Hohenpriestern) als eine Gabe seitens der Israeliten überwies, als eine Gebühr, die sie zu entrichten haben auf immer, von Geschlecht zu Geschlecht. - (28) Was über Bruststück und Schulterstück gesagt ist. - (29) Schlußformel der in Kap. 1 – 7 enthaltenen Bestimmungen und Vorschriften. - Weitere Kapitel: 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |

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