Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jes17: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Vulgata
Wechseln zu: Navigation, Suche
K (Fußnote)
K
Zeile 56: Zeile 56:
  
 
===Fußnote===
 
===Fußnote===
Kap. 17 ('''1''') Die Prophezeiung wendet sich jetzt nach Norden gegen Damaskus und das mit demselben verbündete Israel. Damaskus ist im Kampfe gegen Juda die treibende und anführende Macht, an die Israel sich nur anlehnt, um durch seinen Schutz seinen Hass gegen Juda ausüben zu können. Indem Damaskus vernichtet wird, wird auch Israel mitgetroffen. - ('''2''') “Siehe” soll auf das gewisse und staunenerregende hinweisen. - ('''3''') Die Stadt, welche das königliche Herrscherhaus Davids entthronen wollte. - ('''4''') Das ostjordanische Gebiet. - ('''5''') Bild der menschenleeren Öde, die an die Stelle belebter Städte treten soll: die Bewohner sind in Gefangenschaft geführt, die zerfallenen und zerstörten Städte mit Graswuchs bedeckt, das Land so ausgestorben, dass keines Menschen Nahen die behaglich ruhenden Tiere stört. - ('''6''') Syrien kommt hauptsächlich als Macht in Betracht, auf die Israel baute. Mit seinem Sturze bricht auch Ephraim zusammen. Die gemeinsam gegen Gottes Ordnung ankämpften [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jes07|Jes 7,6]]''], sollen sich auch in der Gemeinschaft gleicher Vernichtung treffen. Dieses Durcheinander malt der Dichter, indem er Ephraims Sturz als Folge des syrischen, den syrischen als Abbild des israelitischen hinstellt. - ('''7''') So erhält die Weissagung ihre Besiegelung. - ('''8''') Weiterhin beschäftigt der Seher nur Israels Sturz. Immerhin wird durch den Ausdruck „an jenem Tage“ Israels Fall mit dem Syriens in innerem Zusammenhang gebracht. - ('''9''') Die Herrlichkeit eines Reiches ist das, was in den Augen der Menschen groß, begehrenswert, ruhmvoll erscheint, also zahlreiche Bevölkerung, Heere, Glanz und Luxus der Städte usw. - ('''10''') Das zweite Glied kennzeichnet den Staatskörper. Fett ist in der heiligen Schrift das Bild für stolzen, gottvergessenen Übermut. - ('''11''') Die Erntearbeit wird freudig und gründlich getan, so wird Assur Gericht üben; so leichtes Spiel, wie der Arm des Schnitters, wenn er die Ähren für die Sichel zusammenfasst, wird Assur haben. Die Ebene Raphaim liegt im Süd-Westen von Jerusalem auf der Grenze zwischen Benjamin und Juda. - ('''12''') Wie nach der Olivenernte nur da und dort eine Olive unter den Blättern versteckt zurückbleibt, so wird die Zahl der Entronnenen gering sein. Hebr.: Und es bleibt dabei eine Nachlese übrig, wie beim Abklopfen des Ölbaumes, zwei, drei Beeren in der Spitze des Wipfels, vier, fünf in seinen, des Fruchtbringenden, Zweigen. - ('''13''') Was V. 7 positiv, spricht V. 8 negativ aus. Die Strafgerichte sind vorherverkündet, durch ihre Erfüllung bewies sich Gott als den Lebendigen und Allwaltenden. – Statt Tempel und Haine sind im Hebräischen Astarten und Sonnensäulen genannt, Bilder der Astarte und die dem Sonnengott Baal geweihten Abzeichen. - ('''14''') Dasselbe Strafgericht, das einst die Kananiter wegen ihrer Greuel getroffen, steht ihnen bevor. Damals war Gottes Hand sichtbar, jetzt nicht minder. Das Hebr. wird verschieden übersetzt und erklärt. - ('''15''') Des Bundesgottes, des einzigen Heiles Israels, vergessend vermeinten sie durch Anschluss an Fremde und fremden Götzendienst eine „dauerhafte Pflanzung“ anzulegen. Hebr.: Daher pflanzest du liebliche Pflanzungen und mit fremder Rede besetzest du sie. - ('''16''') Das erborgte heidnische und fremde Wesen hat Israels Weinberg nicht veredelt, seine Hoffnungen werden bitter getäuscht, durch den Anschluss an heidnisches Wesen hat Israel notwendig seinen Untergang herbeigeführt. Hebr.: AM Tage deines Pflanzens zäumtest du ein und am Morgen brachtest du die Saat zur Blüte; entflohen ist die Ernte am Tage der Besitznahme – und derber Schmerz. – Woher die Vulgata „wilde Rebe“ hat, ist nicht ersichtlich. - ('''17''') Das Volk der Verheißung kann nicht untergehen. Der Sturmandrang der Assyrier wird scheitern. - ('''18''') Malerischer und tonvoller als jede Übersetzung ist das Hebräische. Die Leichtigkeit, mit Gott den brausenden Angriff vernichtet, wird durch zwei Vergleiche in schöner Steigerung veranschaulicht: Wie Staub, der auf den Bergen, wo die Winde heftiger toben, gejagt wird, wie Staubgewirbel, das ein Orkan vor sich herpeitscht. - ('''19''') Die Erfüllung kommt hier der sprichwörtlichen Ausdrucksweise [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ps29|Ps 29,6]]; [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ps89|Ps 89,6]]''] u.a. völlig gleich. Das einzelne Ereignis wird als ein Ring an der Kette der göttlichen Wohltaten angesehen.  
+
Kap. 17 ('''1''') Die Prophezeiung wendet sich jetzt nach Norden gegen Damaskus und das mit demselben verbündete Israel. Damaskus ist im Kampfe gegen Juda die treibende und anführende Macht, an die Israel sich nur anlehnt, um durch seinen Schutz seinen Hass gegen Juda ausüben zu können. Indem Damaskus vernichtet wird, wird auch Israel mitgetroffen. - ('''2''') “Siehe” soll auf das gewisse und staunenerregende hinweisen. - ('''3''') Die Stadt, welche das königliche Herrscherhaus Davids entthronen wollte. - ('''4''') Das ostjordanische Gebiet. - ('''5''') Bild der menschenleeren Öde, die an die Stelle belebter Städte treten soll: die Bewohner sind in Gefangenschaft geführt, die zerfallenen und zerstörten Städte mit Graswuchs bedeckt, das Land so ausgestorben, dass keines Menschen Nahen die behaglich ruhenden Tiere stört. - ('''6''') Syrien kommt hauptsächlich als Macht in Betracht, auf die Israel baute. Mit seinem Sturze bricht auch Ephraim zusammen. Die gemeinsam gegen Gottes Ordnung ankämpften [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jes07|Jes 7,6]]''], sollen sich auch in der Gemeinschaft gleicher Vernichtung treffen. Dieses Durcheinander malt der Dichter, indem er Ephraims Sturz als Folge des syrischen, den syrischen als Abbild des israelitischen hinstellt. - ('''7''') So erhält die Weissagung ihre Besiegelung. - ('''8''') Weiterhin beschäftigt der Seher nur Israels Sturz. Immerhin wird durch den Ausdruck „an jenem Tage“ Israels Fall mit dem Syriens in innerem Zusammenhang gebracht. - ('''9''') Die Herrlichkeit eines Reiches ist das, was in den Augen der Menschen groß, begehrenswert, ruhmvoll erscheint, also zahlreiche Bevölkerung, Heere, Glanz und Luxus der Städte usw. - ('''10''') Das zweite Glied kennzeichnet den Staatskörper. Fett ist in der heiligen Schrift das Bild für stolzen, gottvergessenen Übermut. - ('''11''') Die Erntearbeit wird freudig und gründlich getan, so wird Assur Gericht üben; so leichtes Spiel, wie der Arm des Schnitters, wenn er die Ähren für die Sichel zusammenfasst, wird Assur haben. Die Ebene Raphaim liegt im Süd-Westen von Jerusalem auf der Grenze zwischen Benjamin und Juda. - ('''12''') Wie nach der Olivenernte nur da und dort eine Olive unter den Blättern versteckt zurückbleibt, so wird die Zahl der Entronnenen gering sein. Hebr.: Und es bleibt dabei eine Nachlese übrig, wie beim Abklopfen des Ölbaumes, zwei, drei Beeren in der Spitze des Wipfels, vier, fünf in seinen, des Fruchtbringenden, Zweigen. - ('''13''') Was V. 7 positiv, spricht V. 8 negativ aus. Die Strafgerichte sind vorherverkündet, durch ihre Erfüllung bewies sich Gott als den Lebendigen und Allwaltenden. – Statt Tempel und Haine sind im Hebräischen Astarten und Sonnensäulen genannt, Bilder der Astarte und die dem Sonnengott Baal geweihten Abzeichen. - ('''14''') Dasselbe Strafgericht, das einst die Kananiter wegen ihrer Greuel getroffen, steht ihnen bevor. Damals war Gottes Hand sichtbar, jetzt nicht minder. Das Hebr. wird verschieden übersetzt und erklärt. - ('''15''') Des Bundesgottes, des einzigen Heiles Israels, vergessend vermeinten sie durch Anschluss an Fremde und fremden Götzendienst eine „dauerhafte Pflanzung“ anzulegen. Hebr.: Daher pflanzest du liebliche Pflanzungen und mit fremder Rede besetzest du sie. - ('''16''') Das erborgte heidnische und fremde Wesen hat Israels Weinberg nicht veredelt, seine Hoffnungen werden bitter getäuscht, durch den Anschluss an heidnisches Wesen hat Israel notwendig seinen Untergang herbeigeführt. Hebr.: Am Tage deines Pflanzens zäumtest du ein und am Morgen brachtest du die Saat zur Blüte; entflohen ist die Ernte am Tage der Besitznahme – und derber Schmerz. – Woher die Vulgata „wilde Rebe“ hat, ist nicht ersichtlich. - ('''17''') Das Volk der Verheißung kann nicht untergehen. Der Sturmandrang der Assyrier wird scheitern. - ('''18''') Malerischer und tonvoller als jede Übersetzung ist das Hebräische. Die Leichtigkeit, mit Gott den brausenden Angriff vernichtet, wird durch zwei Vergleiche in schöner Steigerung veranschaulicht: Wie Staub, der auf den Bergen, wo die Winde heftiger toben, gejagt wird, wie Staubgewirbel, das ein Orkan vor sich herpeitscht. - ('''19''') Die Erfüllung kommt hier der sprichwörtlichen Ausdrucksweise [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ps29|Ps 29,6]]; [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ps89|Ps 89,6]]''] u.a. völlig gleich. Das einzelne Ereignis wird als ein Ring an der Kette der göttlichen Wohltaten angesehen.  
 
- Weitere Kapitel:  
 
- Weitere Kapitel:  
 
[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jes01|01]] |
 
[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jes01|01]] |

Version vom 11. Oktober 2019, 12:39 Uhr

Prophetia Isaiiæ. Caput XVII.

Prophezeiung des Isaias Kap. 17


c. Weissagung gegen Damaskus und Israel. (Kap. 17) 1. Der Untergang beider Reiche. (V. 8) 2. Durch Vergessenheit Gottes ist das Verderben herbeigeführt. (V. 11) 3. Niederlage der Assyrier.

1. Onus Damasci. Ecce Damascus desinet esse civitas, et erit sicut acervus lapidum in ruina.

2. Derelictæ civitates Aroer gregibus erunt, et requiescent ibi, et non erit qui exterreat.
3. Et cessabit adjutorium ab Ephraim, et regnum a Damasco: et reliquiæ Syriæ sicut gloria filiorum Israel erunt: dicit Dominus exercituum.

4. Et erit in die illa: attenuabitur gloria Jacob, et pinguedo carnis ejus marcescet.

5. Et erit sicut congregans in messe quod restiterit, et brachium ejus spicas leget: et erit sicut quærens spicas in valle Raphaim.

6. Et relinquetur in eo sicut racemus, et sicut excussio oleæ duarum vel ttium olivarum in summitate rami, sive quatuor aut quinque in cacuminibus ejus fructus ejus: dicit Dominus Deus Israel.

7. In die illa inclinabitur homo ad Factorem suum, et oculi ejus ad sanctum Israel respicient:
8. Et non inclinabitur ad altaria, quæ operati sunt digiti ejus non respiciet, lucos et delubra.
9. In die illa erunt civitates fortitudinis ejus derelictæ sicut aratra, et segetes quæ derelictæ sunt a facie filiorum Israel, et eris deserta.

10. Quia oblita es Dei salvatoris tui, et fortis adjutoris tui non es recordata: propterea plantabis plantationem fidelem, et germen alienum seminabis.

11. In die plantationis tuæ labrusca, et mane semen tuum florebit: ablata est ,essis in die heredítatis, et dolebit graviter.

12. Væ multitudini populorum multorum, et multitudo maris sonantis: et tumultus turbarum, sicut sonitus aquarum multarum.
13. Sonabunt populi sicut sonitus aquarum innundantium, et increpabit eum, et fugiet procul: et rapietur sicut pulvis montium a facie venti, et sicut turbo coram tempestate.

14. In tempore vespere, et ecce turbatio: in matutino, et non subsistet: hæc est pars eorum, qui vastaverunt nos, et sors diripientium nos.


1. Last über Damskus.1 Siehe,2 Damaskus wird aufhören, eine Stadt zu sein und wie ein zerfallener Steinhaufen bei Trümmern werden.3
2. Die Städte von Aroer4 werden den Herden überlassen sein; diese werden dort lagern, ohne dass jemand sie aufschreckt.5
3. Und die Stütze wird von Ephraim weichen und das Königtum von Damaskus6 und den Überbleibseln Syriens wird es ergehen wie der Herrlichkeit der Söhne Israels, spricht der Herr der Heerscharen.7
4. Und es geschieht an jenem Tage:8 zusammenschrumpfen wird die Herrlichkeit Jakobs9 und das Fett seines Fleisches dahinschwinden.10
5. Dann wird es sein, wie wenn man in der Ernte sammelt, was da steht, wie wenn der Arm des Schnitters Ähren liest, und es wird sein, wie wenn man Ähren sucht im Tale Raphaim.11
6. Es wird von ihm gleichsam nur eine Traube übrig sein, wie nach dem Schütteln des Ölbaumes zwei oder drei Oliven an der Spitze des Zweiges oder vier oder fünf an den Enden als seine Frucht,12 spricht der Herr, der Gott Israels.
7. An jenem Tage werden sich die Menschen zu ihrem Schöpfer wenden und ihre Augen werden auf den Heiligen Israels schauen
8. und sie werden sich nicht zu den Altären hinwenden, die ihre Hände gemacht haben, und nicht auf das schauen, was ihre Finger gefertigt, auf die Haine und Tempel.13
9. An jenem Tage werden die Städte seiner Macht verlassen sein wie die Pflüge und die Saaten, welche von den Söhnen Israels verlassen wurden,14 und du wirst zur Wüste werden.
10. Denn du hast Gottes, deines Retters, vergessen und warst nicht deines starken Helfers eingedenk; deshalb magst du eine dauerhafte Pflanzung setzen und fremdes Gewächs säen.15
11. Am Tage deiner Pflanzung wird es eine wilde Rebe sein und frühzeitig kommt das von dir Gesäte zur Blüte, aber am Tage des Einsammelns ist die Ernte verschwunden und bitter ist der Schmerz.16
12. Wehe der Menge vieler Völker,17 wie ein gewaltiges, brausendes Meer; der Scharen Getümmel ist wie das Rauschen vieler Wasser.
13. Die Völker werden rauschen, wie überströmende Wasser tosen. Aber er bedräut sie und sie fliehen fernhin und werden hinweggerafft, wie der Staub auf den Bergen vor dem Winde und wie Staubwirbel vor dem Ungewitter.18
14. Zur Abendzeit siehe da, Bestürzung! Am Morgen, und sie sind nicht mehr. Das ist der Anteil derer, die uns geplündert, und das Los derer, die uns beraubt haben.19


Fußnote

Kap. 17 (1) Die Prophezeiung wendet sich jetzt nach Norden gegen Damaskus und das mit demselben verbündete Israel. Damaskus ist im Kampfe gegen Juda die treibende und anführende Macht, an die Israel sich nur anlehnt, um durch seinen Schutz seinen Hass gegen Juda ausüben zu können. Indem Damaskus vernichtet wird, wird auch Israel mitgetroffen. - (2) “Siehe” soll auf das gewisse und staunenerregende hinweisen. - (3) Die Stadt, welche das königliche Herrscherhaus Davids entthronen wollte. - (4) Das ostjordanische Gebiet. - (5) Bild der menschenleeren Öde, die an die Stelle belebter Städte treten soll: die Bewohner sind in Gefangenschaft geführt, die zerfallenen und zerstörten Städte mit Graswuchs bedeckt, das Land so ausgestorben, dass keines Menschen Nahen die behaglich ruhenden Tiere stört. - (6) Syrien kommt hauptsächlich als Macht in Betracht, auf die Israel baute. Mit seinem Sturze bricht auch Ephraim zusammen. Die gemeinsam gegen Gottes Ordnung ankämpften [Jes 7,6], sollen sich auch in der Gemeinschaft gleicher Vernichtung treffen. Dieses Durcheinander malt der Dichter, indem er Ephraims Sturz als Folge des syrischen, den syrischen als Abbild des israelitischen hinstellt. - (7) So erhält die Weissagung ihre Besiegelung. - (8) Weiterhin beschäftigt der Seher nur Israels Sturz. Immerhin wird durch den Ausdruck „an jenem Tage“ Israels Fall mit dem Syriens in innerem Zusammenhang gebracht. - (9) Die Herrlichkeit eines Reiches ist das, was in den Augen der Menschen groß, begehrenswert, ruhmvoll erscheint, also zahlreiche Bevölkerung, Heere, Glanz und Luxus der Städte usw. - (10) Das zweite Glied kennzeichnet den Staatskörper. Fett ist in der heiligen Schrift das Bild für stolzen, gottvergessenen Übermut. - (11) Die Erntearbeit wird freudig und gründlich getan, so wird Assur Gericht üben; so leichtes Spiel, wie der Arm des Schnitters, wenn er die Ähren für die Sichel zusammenfasst, wird Assur haben. Die Ebene Raphaim liegt im Süd-Westen von Jerusalem auf der Grenze zwischen Benjamin und Juda. - (12) Wie nach der Olivenernte nur da und dort eine Olive unter den Blättern versteckt zurückbleibt, so wird die Zahl der Entronnenen gering sein. Hebr.: Und es bleibt dabei eine Nachlese übrig, wie beim Abklopfen des Ölbaumes, zwei, drei Beeren in der Spitze des Wipfels, vier, fünf in seinen, des Fruchtbringenden, Zweigen. - (13) Was V. 7 positiv, spricht V. 8 negativ aus. Die Strafgerichte sind vorherverkündet, durch ihre Erfüllung bewies sich Gott als den Lebendigen und Allwaltenden. – Statt Tempel und Haine sind im Hebräischen Astarten und Sonnensäulen genannt, Bilder der Astarte und die dem Sonnengott Baal geweihten Abzeichen. - (14) Dasselbe Strafgericht, das einst die Kananiter wegen ihrer Greuel getroffen, steht ihnen bevor. Damals war Gottes Hand sichtbar, jetzt nicht minder. Das Hebr. wird verschieden übersetzt und erklärt. - (15) Des Bundesgottes, des einzigen Heiles Israels, vergessend vermeinten sie durch Anschluss an Fremde und fremden Götzendienst eine „dauerhafte Pflanzung“ anzulegen. Hebr.: Daher pflanzest du liebliche Pflanzungen und mit fremder Rede besetzest du sie. - (16) Das erborgte heidnische und fremde Wesen hat Israels Weinberg nicht veredelt, seine Hoffnungen werden bitter getäuscht, durch den Anschluss an heidnisches Wesen hat Israel notwendig seinen Untergang herbeigeführt. Hebr.: Am Tage deines Pflanzens zäumtest du ein und am Morgen brachtest du die Saat zur Blüte; entflohen ist die Ernte am Tage der Besitznahme – und derber Schmerz. – Woher die Vulgata „wilde Rebe“ hat, ist nicht ersichtlich. - (17) Das Volk der Verheißung kann nicht untergehen. Der Sturmandrang der Assyrier wird scheitern. - (18) Malerischer und tonvoller als jede Übersetzung ist das Hebräische. Die Leichtigkeit, mit Gott den brausenden Angriff vernichtet, wird durch zwei Vergleiche in schöner Steigerung veranschaulicht: Wie Staub, der auf den Bergen, wo die Winde heftiger toben, gejagt wird, wie Staubgewirbel, das ein Orkan vor sich herpeitscht. - (19) Die Erfüllung kommt hier der sprichwörtlichen Ausdrucksweise [Ps 29,6; Ps 89,6] u.a. völlig gleich. Das einzelne Ereignis wird als ein Ring an der Kette der göttlichen Wohltaten angesehen. - Weitere Kapitel: 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | 37 | 38 | 39 | 40 | 41 | 42 | 43 | 44 | 45 | 46 | 47 | 48 | 49 | 50 | 51 | 52 | 53 | 54 | 55 | 56 | 57 | 58 | 59 | 60 | 61 | 62 | 63 | 64 | 65 | 66 |

Diese Kategorie enthält zurzeit keine Seiten oder Medien.