Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ps79

Aus Vulgata
Version vom 31. Dezember 2013, 14:46 Uhr von Sr.theresia (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „=Liber Psalmorum. Psalmus LXXIX.= =Das Buch der Psalmen. Psalm 79 (80)= {| border="1" cellpadding="20" cellspacing="0" |colspan="2"| <center> 1. Bitte, Gott…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Liber Psalmorum. Psalmus LXXIX.

Das Buch der Psalmen. Psalm 79 (80)


1. Bitte, Gott wolle Israel helfen (V. 4), dem er zürnt und das seine Feinde verspotten. (V. 8) 2. Gott hat sein Volk als einen Herrlichen Weinberg aus Ägypten nach Kanaan verpflanzt, wo er wohl gedieh, doch der herrliche Weinberg liegt jetzt verwüstet da. (V. 14) 3. Wiederholung der Bitte um Hilfe.

1.In finem, Pro iis, qui communtabuntur, testimonuium Asaph, Psalmus.
2. Qui regis Israel, intende: qui deducis velut ovem Joseph.
Qui sedes super cherubim, manifestare
3. Coram Ephraim, Benjamin, et Manasse.
Excita potentiam tuam, et veni, ut salvos facias nos.
4. Deus converte nos: et ostende faciem tuam, et salvi erimus.
5. Domine Deus virtutum, quousque irasceris super orationem servi tui?

6. Cibabis nos pane lacrimarum: et potum dabis nobis in lacrimis in mensura?
7. Posuisti nos in contradictionem vicinis nostris: et inimici nostril subsannaverunt nos.
8. Deus virtutum converte nos: et ostende faciem tuam, et salvi erimus.

9. Vineam de Ægypto transtulisti: ejecisti gentes, et plantasti eam.

10. Dux itineris fuisti in conspectu ejus: plantasti radices ejus, et implevit terram.
11. Operuit montes umbra ejus: et arbusta ejus cedros Dei.

12. Extendit palmites suos usque ad mare: et usque ad flumen propagines ejus.
13. Ut quid destruxisti maceriam ejus: et vindemiant eam omnes, qui prætergrediuntur viam?
14. Exterminavit eam aper de silva: et singularis ferus depastus est eam.
15. Deus virtutem convertere: respice de cœlo, et vide, et visita vineam istam.

16. Et perfice eam, quam plantavit dextera tua: et super filium hominis, quem confirmasti tibi.
17. Incensa igni, et suffossa ab increpatione vultus tui peribunt.

18. Fiat manus tua virum dexteræ tuæ: et super filium hominis, quem confirmasti tibi.
19. Et non discedimus a te, vivificabis nos: et nomen tuum inocabimus.

20. Domine Deus virtutum converte nos: et ostende faciem tuam, et salvi erimus.


1.Zum Ende für die, welche verwandelt werden,1 ein Zeugnis2 Asaphs, ein Psalm.3
2. O Herrscher Israels! Merke auf, der du Joseph4 führst wie ein Schäflein; der du über den Cherubim thronst,5 offenbare dich6
3. vor Ephraim, Benjamin und Manasse. Erwecke deine Macht und komm, uns zu retten.

4. O Gott! stele uns wieder her und zeige dein Angesicht, so wird uns Heil werden.
5. Herr, Gott der Heerscharen! Wie lange willst du zürnen bei7 dem Gebete deines Dieners?
6. Wie lange speisest du uns Mit Tränenbrot und tränkst uns mit Tränentrank in reichem Maße?8
7. Du machst uns zum Zankapfel für unsere Nachbarn9 und unsere Feinde10 treiben ihren Spott mit uns.11
8. O Gott der Heerscharen! Stelle uns wieder her und zeige dein Angesicht, so wird uns Heil zuteil.
9. Einen Weinstock12 hobst du aus Ägypten aus, vertriebst die Völker13 und pflanztest ihn ein.
10. Du warst sein Führer auf der Reise vor ihm her,14 pflanztest seine Wurzeln15 und er erfüllte das Land.
11. Er bedeckte die Berge mit seinem Schatten und mit seinen Ranken die Zedern Gottes.16
12. Er breitete seine Reben aus bis zum Meer und bis an den Strom seine Sprossen.17
13. Warum hast du seine Mauern zerstört, dass alle von ihm lesen, die des Weges ziehen?
14. Der Eber aus dem Walde18 zerwühlt ihn, das Wild der Wüste weidet ihn ab.
15. O Gott der Heerscharen! Kehre doch wieder, blicke vom Himmel und schaue und suche diesen Weinberg heim19
16. und stelle ihn wieder her,20 den deine Rechte gepflanzt, und schaue auf den Menschensohn,21 den du dir auferzogen hast.22
17. Er ist mit Feuer verbrannt und unterwühlt. Vor dem Dräuen deines Angesichts werden sie23 vergehen.
18. Deine Hand sei über dem Manne deiner Rechten,24 über dem Menschensohne, den du dir auferzogen hast!
19. Dann weichen wir nicht von dir, du wirst uns beleben; so wollen wir deinen Namen anrufen.
20. O Herr, Gott der Heerscharen! Stelle uns wieder her, zeige dein Angesicht, so wird uns Heil werden.


Fußnote

Psalm. 79 (1) Dem Musikmeister. Nach der Melodie: die Lilien sind ein Zeugnis. - (2) Schwer zu deuten. - (3) Der Psalm ist kurz vor dem Sturze des Nordreiches, den die Assyrier herbeiführten, abgefasst und bezieht sich auf die von Assur zunächst Israel, dann auch Judäa drohende Gefahr. - (4) Zuerst heißt das Volk als das von Jakob stammende Israel, dann als Zehnstämmereich Joseph. Joseph, der Retter seiner Brüder [1Mos 49,24], zählt nicht unter ihnen, sondern über ihnen, neben Jakob. In V. 3 steht statt Josephs Ephraim und Manasse mit dem Joseph am meisten verwandten Benjamin. Sie waren auch bei dem Zuge durch die Wüste im Westen des Bundeszeltes im Lager vereinigt. - (5) Die Cherubim sind die Vertreter der gesamten Schöpfung. Über ihnen thront Gott, doch offenbart er sich nicht ununterbrochen. - (6) Hebr.: Leuchte auf. - (7) Trotz des Gebetes. - (8) Hebr.: Du tränkst sie mit Tränen maßweise. - (9) Den Assyriern und Ägyptern. - (10) Dieselben wie die Nachbaren. - (11) Indem sie sich um unser Land streiten. - (12) Israel ist der Weinstock (ein ähnliches Bild [1Mos 49,22] Hebr.). In Ägypten groß geworden, ward er von da in das Land der Verheißung verpflanzt. An dem hohen Tore zur Vorhalle des herodianischen Tempels war ein großer goldener Weinstock angebracht als Symbol des Volkes Israel. So war auch Adam ein Weinberg Gottes, doch die Sünde verwüstete ihn, und man kann den vorstehenden Psalm demgemäß auch auf die Sehnsucht nach Christus (akkomodierend) anwenden, der den verwüsteten Weinberg wiederherstellen wolle. - (13) Die Völker Kanaans. - (14) Alle Hindernisse entfernend. So auch Hebr.: du machtest Raum vor ihm. - (15) Hebr.. er schlug Wurzeln. - (16) Die höchsten Bäume, Denkmale der göttlichen Macht. - (17) Praktische Bezeichnung der Grenzen: Bergen Südgrenze, zedern Nordgrenze, Meer (mittelländisches) Westgrenze, Strom (Euphrat) Ostgrenze. - (18) Die Wildschweine sind im Orient die gefährlichsten Feinde der Weingärten. Der Eber ist Assur. - (19) Zum dritten Male beginnt mit dreifacher Wendung die Bitte um Erbarmen für den Weinstock. - (20) Hebr.: Sei der Schirm. - (21) Israel. - (22) Den du dir zu einem starken Volke auferzogen hast. - (23) Oder: mögen sie (die Feinde) verzehren. - (24) Wer zur rechten sitzt, genießt besondere Ehre und Schutz. Als Liebling und Schützling Gottes wird hier Israel so genannt.

- Weitere Kapitel: 51 | 52 | 53 | 54 | 55 | 56 | 57 | 58 | 59 | 60 | 61 | 62 | 63 | 64 | 65 | 66 | 67 | 68 | 69 | 70 | 71 | 72 | 73 | 74 | 75 | 76 | 77 | 78 | 80 | 81 | 82 | 83 | 84 | 85 | 86 | 87 | 88 | 89 | 90 | 91 | 92 | 93 | 94 | 95 | 96 | 97 | 98 | 99 | 100 |

Diese Kategorie enthält zurzeit keine Seiten oder Medien.