Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Weish15: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Vulgata
Wechseln zu: Navigation, Suche
K
K
 
Zeile 66: Zeile 66:
  
 
===Fußnote===
 
===Fußnote===
Kap. 15 ('''1''') Der Gegensatz gilt wohl nicht nur der Erkenntnis an sich, sondern auch den Folgen desselben. Hat der Götzendienst Verderben im Gefolge, so die Verehrung des wahren Gottes vollendete Gerechtigkeit und Wurzel der Unsterblichkeit. (V. 3) - ('''2''') Griechisch: Denn wenn wir gesündigt haben, sind wir dein. Wir wollen aber nicht sündigen, wissend, dass wir dir zugezählt sind. - ('''3''') Wohl die in V. 1 aufgezählten Eigenschaften. Doch ist V. 11, 24 ff: 12, 16, 18 auch Gottes Macht und Herrschaft (griech. hier) als Grund der Liebe und Barmherzigkeit Gottes angegeben. Das Lateinische bietet eine sehr freie Übertragung. Im Griech. sind Gegensätze: Wir sind nicht verloren, wenn wir sündigen, wie die Götzendiener, welche kein Vertrauen auf eine unendliche göttliche Barmherzigkeit haben; ja, wir werden gar nicht sündigen, weil die Erkenntnis des wahren Gottes und seines Verhältnisses zu uns von der Sünde abhält, während der Götzendienst zur Sünde führt. - ('''4''') Durch Schöpfung, Erhaltung, Erwählung, Wunder usw. - ('''5''') Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jer09|Jer 9,23.24]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Joh17|Joh 17,3]]'']. - ('''6''') Griech.: eine Gestalt beschmutzt (einem hässlichen Gegenstande gewidmet) mit mancherlei Farben. - ('''7''') Gegenstandes. - ('''8''') Insofern der Götzendienst nur Böses bringt. - ('''9''') Sie haben es durch ihre Torheit und Schlechtigkeit verdient, dass Gott dies zulässt. - ('''10''') Der Beweis für beides folgt alsbald. - ('''11''') Ein Herz, das solches tut, hat allen Sinn für Wahres und Edles verloren. Die geschilderte Torheit [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Weish13|Weish 13,10.11-14;15ff]]''] wird durch diese Verfertigung von irdenen Götzen noch übertroffen, aber über alles Törichte hinaus geht der Tierdienst. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Weish15|Weish 15,18]]''] vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Weish12|Weish 12,24]]'']. - ('''12''') Alles, was er verfertigt, macht er aus Ton, in der Bestimmung der Gefäße allein liegt ihre Verschiedenheit. - ('''13''') Die Seele ist der Erde, aus der der Mensch gebildet ist, nur gleichsam als Darlehen gewährt. - ('''14''') Gerade den Stoff dazu benutzend, der ihn lebhaft an seine Nichtigkeit erinnern sollte. - ('''15''') Welche das Aussehen von Gold, Silber, Erz haben. Im Griech. erinnert das Wort Trugbilder an Schlacken. Daher das nun folgende Bild: Sein Herz ist Asche, ist zu Metallasche ausgebrannt. - ('''16''') Denn diese hat doch Bestand und lässt aus sich etwas Nützliches machen, seine Hoffnungen aber sind nichtig, weil ohne Gegenstand, und sein Leben verächtlicher als Ton, weil dieser seinen Platz ausfüllt, nicht aber ein solcher Mensch, der seinen Schöpfer misskennt. - ('''17''') Durch strafbare Unwissenheit. - ('''18''') Griech.: für einen gewinnreichen Jahrmarkt. - ('''19''') Die irdene Ware ist gebrechlich, aus demselben Tone werden Geschirre zum täglichen Gebrauch und auch Götzen gemacht, der Stoff ist der geringste. - ('''20''') Nicht allein der Tonarbeiter. - ('''21''') Der Text der Vulgata ist wohl nicht ganz unverderbt. Griech.: unselig mehr als die Seele eines unmündigen Kindes. - ('''22''') Die ägyptischen Griechen, die Ptolemäer. - ('''23''') Nur Gott, der kraft seiner Wesenheit lebt, kann Leben schaffen. - ('''24''') Oder: die Tiere, das Verächtlichste. - ('''25''') Es ist unsinniger, ein Tier zu verehren als ein Götzenbild. - ('''26''') Sie werden dem Dienste Gottes entzogen und zum Bösen gemissbraucht. Demgemäß ist V. 18 „die verächtlichen Tiere“ nicht von der natürlichen Hässlichkeit, sondern von der Abscheulichkeit zu verstehen, die sie durch die Verehrung bekommen.  
+
Kap. 15 ('''1''') Der Gegensatz gilt wohl nicht nur der Erkenntnis an sich, sondern auch den Folgen desselben. Hat der Götzendienst Verderben im Gefolge, so die Verehrung des wahren Gottes vollendete Gerechtigkeit und Wurzel der Unsterblichkeit. (V. 3) - ('''2''') Griechisch: Denn wenn wir gesündigt haben, sind wir dein. Wir wollen aber nicht sündigen, wissend, dass wir dir zugezählt sind. - ('''3''') Wohl die in V. 1 aufgezählten Eigenschaften. Doch ist V. 11, 24 ff: 12, 16, 18 auch Gottes Macht und Herrschaft (griech. hier) als Grund der Liebe und Barmherzigkeit Gottes angegeben. Das Lateinische bietet eine sehr freie Übertragung. Im Griech. sind Gegensätze: Wir sind nicht verloren, wenn wir sündigen, wie die Götzendiener, welche kein Vertrauen auf eine unendliche göttliche Barmherzigkeit haben; ja, wir werden gar nicht sündigen, weil die Erkenntnis des wahren Gottes und seines Verhältnisses zu uns von der Sünde abhält, während der Götzendienst zur Sünde führt. - ('''4''') Durch Schöpfung, Erhaltung, Erwählung, Wunder usw. - ('''5''') Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jer09|Jer 9,23.24]], [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Joh17|Joh 17,3]]'']. - ('''6''') Griech.: eine Gestalt beschmutzt (einem hässlichen Gegenstande gewidmet) mit mancherlei Farben. - ('''7''') Gegenstandes. - ('''8''') Insofern der Götzendienst nur Böses bringt. - ('''9''') Sie haben es durch ihre Torheit und Schlechtigkeit verdient, dass Gott dies zulässt. - ('''10''') Der Beweis für beides folgt alsbald. - ('''11''') Ein Herz, das solches tut, hat allen Sinn für Wahres und Edles verloren. Die geschilderte Torheit [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Weish13|Weish 13,10.11-14; 15ff]]''] wird durch diese Verfertigung von irdenen Götzen noch übertroffen, aber über alles Törichte hinaus geht der Tierdienst. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Weish15|Weish 15,18]]''] vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Weish12|Weish 12,24]]'']. - ('''12''') Alles, was er verfertigt, macht er aus Ton, in der Bestimmung der Gefäße allein liegt ihre Verschiedenheit. - ('''13''') Die Seele ist der Erde, aus der der Mensch gebildet ist, nur gleichsam als Darlehen gewährt. - ('''14''') Gerade den Stoff dazu benutzend, der ihn lebhaft an seine Nichtigkeit erinnern sollte. - ('''15''') Welche das Aussehen von Gold, Silber, Erz haben. Im Griech. erinnert das Wort Trugbilder an Schlacken. Daher das nun folgende Bild: Sein Herz ist Asche, ist zu Metallasche ausgebrannt. - ('''16''') Denn diese hat doch Bestand und lässt aus sich etwas Nützliches machen, seine Hoffnungen aber sind nichtig, weil ohne Gegenstand, und sein Leben verächtlicher als Ton, weil dieser seinen Platz ausfüllt, nicht aber ein solcher Mensch, der seinen Schöpfer misskennt. - ('''17''') Durch strafbare Unwissenheit. - ('''18''') Griech.: für einen gewinnreichen Jahrmarkt. - ('''19''') Die irdene Ware ist gebrechlich, aus demselben Tone werden Geschirre zum täglichen Gebrauch und auch Götzen gemacht, der Stoff ist der geringste. - ('''20''') Nicht allein der Tonarbeiter. - ('''21''') Der Text der Vulgata ist wohl nicht ganz unverderbt. Griech.: unselig mehr als die Seele eines unmündigen Kindes. - ('''22''') Die ägyptischen Griechen, die Ptolemäer. - ('''23''') Nur Gott, der kraft seiner Wesenheit lebt, kann Leben schaffen. - ('''24''') Oder: die Tiere, das Verächtlichste. - ('''25''') Es ist unsinniger, ein Tier zu verehren als ein Götzenbild. - ('''26''') Sie werden dem Dienste Gottes entzogen und zum Bösen gemissbraucht. Demgemäß ist V. 18 „die verächtlichen Tiere“ nicht von der natürlichen Hässlichkeit, sondern von der Abscheulichkeit zu verstehen, die sie durch die Verehrung bekommen.  
  
  

Aktuelle Version vom 11. September 2019, 09:16 Uhr

Liber primus Sapientiæ. Caput XV.

Das Buch der Weisheit Kap. 15


Gegensatz zum Schaden der göttlichen Verehrung von Menschen: Nutzen der Erkenntnis des wahren Gottes. (V. 6) 3. Erneute Schilderung der Torheit des Götzendienstes.

1. Tu autem Deus noster, suavis et verus es, patiens, et in misericordia disponens omnia.
2. Etenim si peccaverimus, tui sumus, scientes magnitudinem tuam: et si non peccaverimus, scimus quoniam apud te sumus computati.
3. Nosse enim te, consummata justitia est: et scire justitiam, et virtutem tuam, radix est immortalitatis.
4. Non enim in errorem induxit nos hominum malæ artis excogitatio, nec umbra picturæ labor sine fructu, effigies sculpta per varios colores,

5. Cujus aspectus insensato dat concupiscentiam, et diligit mortuæ imaginis effigiem sine anima.
6. Malorum amatores, digni sunt qui spem habeant in talibus, et qui faciunt illos, et qui diligunt, et qui colunt.
7. Sed et figulus mollem terram premens laboriose fingit ad usus nostros unumquodque vas, et de eodem luto fingit quæ munda sunt in usum vasa, et similiter quæ his sunt contraria: horum autem vasorum quis sit usus, judex est figulus.

8. Et cum labore vano deum fingit de eodem luto: ille qui paulo ante de terra factus fuerat, et post pusillum reducit se unde acceptus est, repetitus animæ debitum quam habebat.


9. Sed cura est illi, non quia laboraturus est, nec quoniam brevis illi vita est, sed concertatur aurificibus et argentariis: sed et ærarios imitatur, et gloriam præfert, quoniam res supervacuas fingit.
10. Cinis est enim cor ejus, et terra supervacua spes illius, et luto vilior vita ejus:
11. Quoniam ignoravit qui se finxit, et qui inspiravit illi animam, quæ operatur, et qui insufflavit ei spiritum vitalem.

12. Sed et æstimaverunt lusum esse vitam nostram, et conversationem vitæ compositam ad lucrum, et oportere undecumque etiam ex malo aquirere.

13. Hic enim scit se super omnes delinquere, qui ex terræ materia fragilia vasa, et sculptilia fingit.

14. Omnes enim insipientes, et infelices supra modum animæ superbi, sunt inimici populi tui, et imperantes illi:
15. Quoniam omnia idola nationum deos æstimaverunt, quibus neque oculorum usus est ad videndum, neque nares ad percipiendum spiritum, neque aures ad audiendum, neque digiti manuum ad tractandum, sed et pedes eorum pigri ad ambulandum.

16. Homo enim fecit illos: et qui spiritum mutuatus est, is finxit illos. Nemo enim sibi similem homo poterit Deum fingere.
17. Cum enim sit mortalis, mortuum fingit manibus iniquis. Melior enim est ipse his, quos colit, quia ipse quidem vixit, cum esset mortalis, illi autem nunquam.
18. Sed et animalia miserrima colunt: insensata enim comparata his, illis sunt deteriora.

19. Sed nec aspectu aliquis ex his animalibus bona potest conspicere. Effugerunt autem Dei laudem, et benedictionem ejus.


1. Du aber, unser Gott!1 bist gütig und wahrhaft, langmütig und über alles voll Erbarmen waltend.
2. Denn2 wenn wir auch sündigen, sind wir doch dein, deine Größe3 wohl kennend; und wenn wir nicht sündigen, so wissen wir, dass wir dir zugehören.4
3. Denn dich erkennen ist vollkommene Gerechtigkeit und deine Gerechtigkeit und Macht kennen ist die Wurzel der Unsterblichkeit.5
4. Denn nicht hat uns menschlicher Kunst arge Erfindung in Irrwahn geführt noch ein gemalter Schatten, eine unfruchtbare Arbeit, nämlich ein Schnitzwerk6 mit bunten Farben bemalt,
5. dessen Anblick des Toren Lust reizt, dass er die leblose Gestalt eines toten Bildes7 lieb gewinnt.
6. Die Liebhaber des Bösen8 sind es wert, auf solche Dinge ihre Hoffnung zu setzen,9 sowohl die, welche sie verfertigen, wie die, welche sie lieben und verehren.10
7. Mühsam knetet ja auch der Töpfer die Erde weich und macht daraus verschiedene Gefäße zu unserm Gebrauche.11 Aber von demselben Tone macht er Gefäße, welche reinem Ziele dienen, und ebenso solche für das Gegenteil;12 wozu aber ein jedes von diesen Gefäßen gebraucht werden soll, entscheidet der Töpfer. [Roem 9,21]
8. So bildet er mit verwerflicher Mühe aus dem nämlichen Tone einen Gott, er, der kurz zuvor selbst aus Erde gebildet worden und in kurzem wieder dahin zurückkehrt, woher er genommen ist, wenn dies Darlehen der Seele,13 das er genoss, von ihm gefordert wird.
9. Jedoch seine Sorge ist nicht, dass er bald krank werden wird, noch, dass sein Leben so kurz ist, sondern er wetteifert mit Gold- und Silberarbeitern,14 ahmt die Erzgießer nach und macht sich einen Ruhm daraus, Trugbilder15 zu formen.
10. Denn sein Herz ist Asche und seine Hoffnung nichtiger als Erde und sein Leben verächtlicher als Ton,16
11. kennt er doch den nicht,17 der ihn gebildet und der ihm eine tätige Seele eingehaucht und den Lebensodem eingeblasen hat.
12. Vielmehr halten sie unser Leben für ein Spiel, des Lebens Aufgabe für Trachten nach Gewinn18 und glauben, man müsse aus allem, auch aus dem Bösen, Gewinn ziehen.
13. Ein solcher weiß ja, dass er mehr als alle andern sündigt, indem er aus irdenem Stoffe zerbrechliche Gefäße und Bildwerke verfertigt.19
14. Aber alle Toren20 und die über die Maßen unseligen Stolzen21 sind die Feinde deines Volkes, jene seine Unterdrücker.22
15. Denn alle Götzen der Heiden halten sie für Götter, die doch weder ihre Augen zum Sehen brauchen können noch ihre Nase zum Einatmen der Luft noch ihre Ohren zum Hören noch die Finger ihrer Hände zum Betasten und deren Füße nicht minder träge zum Gehen sind. [Ps 113,5, Ps 134,16]
16. Denn ein Mensch hat sie gemacht und einer, dem selbst der Odem geliehen ist, sie gebildet;23 kein Mensch vermag ja, einen ihm auch nur ähnlichen Götzen zu machen.
17. Denn da er selbst sterblich ist, formt er mit ruchlosen Händen nur Totes. Er selbst ist ja besser als die, welche er verehrt; denn, wenn auch sterblich, lebt er doch, jene aber niemals.
18. Aber auch die verächtlichsten Tiere24 verehren sie, denn mit der Unvernunft der anderen verglichen, sind sie noch viel schlechter als diese.25
19. Nicht einmal ihr Anblick vermag dem Beschauer ein Wohlgefallen zu gewähren, sondern sie sind dem Lobe Gottes und dessen Segen entzogen.26


Fußnote

Kap. 15 (1) Der Gegensatz gilt wohl nicht nur der Erkenntnis an sich, sondern auch den Folgen desselben. Hat der Götzendienst Verderben im Gefolge, so die Verehrung des wahren Gottes vollendete Gerechtigkeit und Wurzel der Unsterblichkeit. (V. 3) - (2) Griechisch: Denn wenn wir gesündigt haben, sind wir dein. Wir wollen aber nicht sündigen, wissend, dass wir dir zugezählt sind. - (3) Wohl die in V. 1 aufgezählten Eigenschaften. Doch ist V. 11, 24 ff: 12, 16, 18 auch Gottes Macht und Herrschaft (griech. hier) als Grund der Liebe und Barmherzigkeit Gottes angegeben. Das Lateinische bietet eine sehr freie Übertragung. Im Griech. sind Gegensätze: Wir sind nicht verloren, wenn wir sündigen, wie die Götzendiener, welche kein Vertrauen auf eine unendliche göttliche Barmherzigkeit haben; ja, wir werden gar nicht sündigen, weil die Erkenntnis des wahren Gottes und seines Verhältnisses zu uns von der Sünde abhält, während der Götzendienst zur Sünde führt. - (4) Durch Schöpfung, Erhaltung, Erwählung, Wunder usw. - (5) Vergl. [Jer 9,23.24, Joh 17,3]. - (6) Griech.: eine Gestalt beschmutzt (einem hässlichen Gegenstande gewidmet) mit mancherlei Farben. - (7) Gegenstandes. - (8) Insofern der Götzendienst nur Böses bringt. - (9) Sie haben es durch ihre Torheit und Schlechtigkeit verdient, dass Gott dies zulässt. - (10) Der Beweis für beides folgt alsbald. - (11) Ein Herz, das solches tut, hat allen Sinn für Wahres und Edles verloren. Die geschilderte Torheit [Weish 13,10.11-14; 15ff] wird durch diese Verfertigung von irdenen Götzen noch übertroffen, aber über alles Törichte hinaus geht der Tierdienst. [Weish 15,18] vergl. [Weish 12,24]. - (12) Alles, was er verfertigt, macht er aus Ton, in der Bestimmung der Gefäße allein liegt ihre Verschiedenheit. - (13) Die Seele ist der Erde, aus der der Mensch gebildet ist, nur gleichsam als Darlehen gewährt. - (14) Gerade den Stoff dazu benutzend, der ihn lebhaft an seine Nichtigkeit erinnern sollte. - (15) Welche das Aussehen von Gold, Silber, Erz haben. Im Griech. erinnert das Wort Trugbilder an Schlacken. Daher das nun folgende Bild: Sein Herz ist Asche, ist zu Metallasche ausgebrannt. - (16) Denn diese hat doch Bestand und lässt aus sich etwas Nützliches machen, seine Hoffnungen aber sind nichtig, weil ohne Gegenstand, und sein Leben verächtlicher als Ton, weil dieser seinen Platz ausfüllt, nicht aber ein solcher Mensch, der seinen Schöpfer misskennt. - (17) Durch strafbare Unwissenheit. - (18) Griech.: für einen gewinnreichen Jahrmarkt. - (19) Die irdene Ware ist gebrechlich, aus demselben Tone werden Geschirre zum täglichen Gebrauch und auch Götzen gemacht, der Stoff ist der geringste. - (20) Nicht allein der Tonarbeiter. - (21) Der Text der Vulgata ist wohl nicht ganz unverderbt. Griech.: unselig mehr als die Seele eines unmündigen Kindes. - (22) Die ägyptischen Griechen, die Ptolemäer. - (23) Nur Gott, der kraft seiner Wesenheit lebt, kann Leben schaffen. - (24) Oder: die Tiere, das Verächtlichste. - (25) Es ist unsinniger, ein Tier zu verehren als ein Götzenbild. - (26) Sie werden dem Dienste Gottes entzogen und zum Bösen gemissbraucht. Demgemäß ist V. 18 „die verächtlichen Tiere“ nicht von der natürlichen Hässlichkeit, sondern von der Abscheulichkeit zu verstehen, die sie durch die Verehrung bekommen.


- Weitere Kapitel: 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 16 | 17 | 18 | 19 |

Diese Kategorie enthält zurzeit keine Seiten oder Medien.