Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jes19: Unterschied zwischen den Versionen

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Kap. 19 ('''1''') Wolken bilden den Thron des zur Erde niedersteigenden Richters. So [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ps17|Ps 17,10]]; [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:2Sam22|2Sam 22,11]]; [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ps96|Ps 96,2]]'']. - ('''2''') Die leichte Wolke ist ein Symbol seiner eilenden, unaufhaltbaren, richterlichen Ankunft. Sie gilt der Weltmacht Ägypten, wie dreimal hervorgehoben wird. - ('''3''') Das Herz ist der lebendige Quellpunkt alles Lebens. Zerschmilzt das Herz, so ist jede Kraft in ihrer Wurzel geknickt. - ('''4''') Der innere Zwiespalt kann umso leichter in Ägypten losbrechen, als das Land seit längerer Zeit zwischen die Dynastie von Theben und Sais geteilt ist und die äthiopischen Herrscher gleichfalls bestrebt waren, sich Ägypten ganz oder teilweise zu unterwerfen. - ('''5''') Ägypten außer Fassung gebracht und der Verwirrung hingegeben, wird eine Beute des ausländischen Eroberers, Assyriens. Alle Staatsklugheit wird zuschanden, alle Magie ist umsonst; darin besteht Gottes Gericht über die Götzen. - ('''6''') Nach Samarias Fall war Sargon Sieger über die säumigen Bundesgenossen Osees, zu denen auch Schabaka von Ägypten gehörte. Ist so Ägyptens Machtstellung geknickt so sollen, um das Elend und die Niederlage der Götzen voll zu machen, auch seine natürlichen Hilfsquellen, die Bedingungen seines materiellen Wohlstandes versiegen, die Überschwemmungen des Nil ausbleiben. (V. 5) - ('''7''') Aus dem Nile. Die Zeit der Überschwemmung ist von Mitte August bis Ende Oktober. - ('''8''') Hebr.: Und Gestank verbreiten die Stromarme (die wegen Wassermangel zu Sümpfen geworden sind), seicht und ausgedörrt werden die Kanäle von Ägypten, Rohr und Schilf schrumpfen zusammen. Die Wiesenplane am Nil, am Saume des Nil und jegliches Saatfeld des Nil vertrocknet, zerstiebt und verschwindet. - ('''9''') Alle Quellen des Wohlstandes versiegen. Als erste klagen die Fischer; sodann leidet die Weberei und Spinnerei. - ('''10''') Hebr.: Es werden zuschanden die Bearbeiter feingekämmten (gehechelten) Flachses und die Weber von Weißzeug. - ('''11''') Nach dem latein. Texte rekapituliert V. 10. Hebr.: Und die Säulen (die Großen und die Mächtigen) werden zermalmt, und die um Lohn Arbeitenden seelenbetrübt. - ('''12''') Die Weisheit der Ägypter war sprichwörtlich. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:1Koe04|1Koe 4,30]]'']. - ('''13''') Tanis, uralte Stadt in der Gegend der Nilmündungen am östlichen Ufer des tanitischen Nilarmes, war öfter Sitz einer eigenen Königsdynastie. - ('''14''') Uralte, ununterbrochen vererbte Weisheit galt als die vorzüglichste. - ('''15''') Wen sie wirklich Weise sein wollen, so sollen sie eine Probe der wahren von Gott stammenden Weisheit geben und den Plan Gottes für Ägyptens nächste Geschichte und Zukunft darlegen! Doch die Ratgeber Pharaos kennen nicht Gottes, des obersten Kriegsherrn, Rat. - ('''16''') Berühmte Königsstadt in Unterägypten. Im Hebräischen ist Noph genannt. - ('''17''') Die Pfeiler und Stützen selbst haben das Land dem Untergange entgegengeführt. - ('''18''') Diese Verwirrung und Tollheit, ähnlich dem widersinnigen Treiben eines Betrunkenen, ist Wirkung der göttlichen Strafheimsuchung. - ('''19''') Einfacher und klarer das Hebr.: Und nicht geschieht von Ägypten ein Werk, welches verrichtete Haupt und Schweif, Palmzweig und Binse. (Weder Vornehme noch Niedrige können helfen.) - ('''20''') Aber auch hier wird das Gericht zum Heile sein und der Zusammenbruch aller menschlichen Stützen zur Erkenntnis führen, dass es Gott ist, der so eingreift. Der Seher legt den Plan Gottes und den Weg des Gerichtes für Ägypten vor, doch fügt er spezielle Züge bei, welche die bevorstehende Zeit scharf charakterisieren. - ('''21''') Der Prophet sieht das durch lange Zeiträume Getrennte zusammen, da er den inneren, ideelen Zusammenhang fasst. Er sieht die vorbereitenden Keime und die reiche Entfaltung in ihrer ursächlichen Zusammengehörigkeit, mögen auch in der äußeren geschichtlichen Wirklichkeit sich Jahrhunderte dazwischenschieben. - ('''22''') Sprichwörtlich für: einige. - ('''23''') Symbolischer Ausdruck für die Ablegung der früheren heidnischen Gesinnung und die Annahme der Denkungsart und des Glaubens des Volkes des Herrn. Die Patriarchen hatten die Sprache Kanaans angenommen und sie so zur Sprache des auserwählten Volkes gemacht. - ('''24''') Bei (hebr. zu) Jahve schwören heißt ihm Treue zusagen, sich ihm als Angehörigen verpflichten. - ('''25''') Das was, in diesem Namen liegt, wird ihr zukommen. Der Prophet knüpft an den aus Josephs Geschlechte bekannten Namen an, ohne dass speziell an Heliopolis zu denken wäre. Wenn auch die Anfänge des messianischen reiches, angesehen den Umfang Ägyptens, bescheiden sind, soll doch der Glanz der Tugend und Heiligkeit in ganz vorzüglicher Weise gerade von Ägypten über den Erdkreis ausstrahlen. Die ersten Jahrhunderte mit der Thebais u.a. zeigen in der Tat eine solche „Sonnenstadt“ in Ägypten. - ('''26''') Nach der allgemeinen Charakteristik der Religion in V. 18 werden V. 19 noch besondere Merkmale des Kultus und der Verbreitung der Religion in Ägypten beigefügt. - ('''27''') Die Mitte des Landes und die Grenze bezeichnen ganz Ägypten. Der Altar ist als Symbol des Opfers, des Mittelpunktes jedes Gottesdienstes, die Denksäule als Symbol der Erinnerung, des Ruhmes, der Weihe Symbol des Kultus und der öffentlichen Anerkennung. Der Altar bezeichnet die Aufhebung des einen Mittelpunktes des alttestamentlichen Kultes und zugleich den Charakter des neuen Kultes als Opferkult. Wie aber Ägypten sich zu dem Herrn bekennt, so wird auch Gott sich zu seinen Gläubigen bekennen, indem er ihre Bitten erhört und sie glorreich aus allen ihren Bedrängnissen retten wird.  - ('''28''') Auf diese Stelle berief sich Onias IV., als er unter Ptolemäus Philometor, 160 v. Chr., in dem Nomos von Heliopolis in Leontopolis einen Tempel baute. (Flav. Jos.) - ('''29''') Hebr.: Und der Herr tut sich Ägypten kund – nämlich seine Offenbarung, Macht und Huld. - ('''30''') Alles dies kannte der Alte Bund, der Neue darf als Erfüllung nicht hinter dem Alten zurückstehen. Opfer und Gelübde werden nachdrücklich als Frucht der Erkenntnis Gottes, als Ausdruck der anbetenden Hingabe namhaft gemacht. - ('''31''') Die Schläge des Gerichtes haben Ägypten geheilt. Schlag nennt der Prophet die Wegnahme des Reiches, Heilung die Gotteserkenntnis. - ('''32''') Diese zusammenfassende Wiederholung dient dem Seher als Ausgangspunkt einer neuen großartigen Weissagung. Die Regel, welche für Ägypten gilt, gilt auch für alle das Volk Gottes bekämpfenden Heiden. Neben Ägypten ragt Assur besonders hervor.  - ('''33''') Wenn sich nun Ägypten bekehrt, was wir mit Assur geschehen, das ihm jetzt feindlich gegenübersteht? - ('''34''') Der Friede Christi, das Band der Liebe, wird beide umschlingen und die vorher Getrennten einigen. Das letzte Glied hebräisch: Und die Ägypter werden mit den Assyriern dienen. Beide beten Gott an. - ('''35''') Die Eigenschaft, Volk Gottes zu sein, ist über beide ausgedehnt, Israel hört auf, allein Gottes Volk zu sein, und wird ein Segen inmitten der Erde. - ('''36''') Der dreifache priesterliche Segen, der bisher von der Bundeslade aus und nach dem Opfer über Israel gesprochen wurde, wird nunmehr von Gott über die Erde gesprochen, und zwar so, dass die bisherigen Ehrentitel Israels sich über sie verbreiten. - ('''37''') Wenn Gott einen Namen gibt, verleiht er auch die in demselben liegende Eigenschaft. Wenn er also spricht: Gesegnet du, mein Volk Ägypten, so sind das wirksame Worte einer neuen Gnadenschöpfung. Ebenso bedeuten die Worte: „Und du meiner Hände Werk Assur“ (Hebr.) die Umschaffung Assurs und seine Aufnahme in den Gottesbund ist seiner Hände Werk. Israel behält den Ehrentitel Erbe des Herrn, der ihm mit der Bundesschließung auf Sinai unverlierbar verliehen und in den Patriarchen bereits grundgelegt wurde.
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Kap. 19 ('''1''') Wolken bilden den Thron des zur Erde niedersteigenden Richters. So [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ps17|Ps 17,10]]; [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:2Sam22|2Sam 22,11]]; [[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ps96|Ps 96,2]]'']. - ('''2''') Die leichte Wolke ist ein Symbol seiner eilenden, unaufhaltbaren, richterlichen Ankunft. Sie gilt der Weltmacht Ägypten, wie dreimal hervorgehoben wird. - ('''3''') Das Herz ist der lebendige Quellpunkt alles Lebens. Zerschmilzt das Herz, so ist jede Kraft in ihrer Wurzel geknickt. - ('''4''') Der innere Zwiespalt kann umso leichter in Ägypten losbrechen, als das Land seit längerer Zeit zwischen die Dynastie von Theben und Sais geteilt ist und die äthiopischen Herrscher gleichfalls bestrebt waren, sich Ägypten ganz oder teilweise zu unterwerfen. - ('''5''') Ägypten außer Fassung gebracht und der Verwirrung hingegeben, wird eine Beute des ausländischen Eroberers, Assyriens. Alle Staatsklugheit wird zuschanden, alle Magie ist umsonst; darin besteht Gottes Gericht über die Götzen. - ('''6''') Nach Samarias Fall war Sargon Sieger über die säumigen Bundesgenossen Osees, zu denen auch Schabaka von Ägypten gehörte. Ist so Ägyptens Machtstellung geknickt so sollen, um das Elend und die Niederlage der Götzen voll zu machen, auch seine natürlichen Hilfsquellen, die Bedingungen seines materiellen Wohlstandes versiegen, die Überschwemmungen des Nil ausbleiben. (V. 5) - ('''7''') Aus dem Nile. Die Zeit der Überschwemmung ist von Mitte August bis Ende Oktober. - ('''8''') Hebr.: Und Gestank verbreiten die Stromarme (die wegen Wassermangel zu Sümpfen geworden sind), seicht und ausgedörrt werden die Kanäle von Ägypten, Rohr und Schilf schrumpfen zusammen. Die Wiesenplane am Nil, am Saume des Nil und jegliches Saatfeld des Nil vertrocknet, zerstiebt und verschwindet. - ('''9''') Alle Quellen des Wohlstandes versiegen. Als erste klagen die Fischer; sodann leidet die Weberei und Spinnerei. - ('''10''') Hebr.: Es werden zuschanden die Bearbeiter feingekämmten (gehechelten) Flachses und die Weber von Weißzeug. - ('''11''') Nach dem latein. Texte rekapituliert V. 10. Hebr.: Und die Säulen (die Großen und die Mächtigen) werden zermalmt, und die um Lohn Arbeitenden seelenbetrübt. - ('''12''') Die Weisheit der Ägypter war sprichwörtlich. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:1Koe04|1Koe 4,30]]'']. - ('''13''') Tanis, uralte Stadt in der Gegend der Nilmündungen am östlichen Ufer des tanitischen Nilarmes, war öfter Sitz einer eigenen Königsdynastie. - ('''14''') Uralte, ununterbrochen vererbte Weisheit galt als die vorzüglichste. - ('''15''') Wen sie wirklich Weise sein wollen, so sollen sie eine Probe der wahren von Gott stammenden Weisheit geben und den Plan Gottes für Ägyptens nächste Geschichte und Zukunft darlegen! Doch die Ratgeber Pharaos kennen nicht Gottes, des obersten Kriegsherrn, Rat. - ('''16''') Berühmte Königsstadt in Unterägypten. Im Hebräischen ist Noph genannt. - ('''17''') Die Pfeiler und Stützen selbst haben das Land dem Untergange entgegengeführt. - ('''18''') Diese Verwirrung und Tollheit, ähnlich dem widersinnigen Treiben eines Betrunkenen, ist Wirkung der göttlichen Strafheimsuchung. - ('''19''') Einfacher und klarer das Hebr.: Und nicht geschieht von Ägypten ein Werk, welches verrichtete Haupt und Schweif, Palmzweig und Binse. (Weder Vornehme noch Niedrige können helfen.) - ('''20''') Aber auch hier wird das Gericht zum Heile sein und der Zusammenbruch aller menschlichen Stützen zur Erkenntnis führen, dass es Gott ist, der so eingreift. Der Seher legt den Plan Gottes und den Weg des Gerichtes für Ägypten vor, doch fügt er spezielle Züge bei, welche die bevorstehende Zeit scharf charakterisieren. - ('''21''') Der Prophet sieht das durch lange Zeiträume Getrennte zusammen, da er den inneren, ideellen Zusammenhang fasst. Er sieht die vorbereitenden Keime und die reiche Entfaltung in ihrer ursächlichen Zusammengehörigkeit, mögen auch in der äußeren geschichtlichen Wirklichkeit sich Jahrhunderte dazwischenschieben. - ('''22''') Sprichwörtlich für: einige. - ('''23''') Symbolischer Ausdruck für die Ablegung der früheren heidnischen Gesinnung und die Annahme der Denkungsart und des Glaubens des Volkes des Herrn. Die Patriarchen hatten die Sprache Kanaans angenommen und sie so zur Sprache des auserwählten Volkes gemacht. - ('''24''') Bei (hebr. zu) Jahve schwören heißt ihm Treue zusagen, sich ihm als Angehörigen verpflichten. - ('''25''') Das was, in diesem Namen liegt, wird ihr zukommen. Der Prophet knüpft an den aus Josephs Geschlechte bekannten Namen an, ohne dass speziell an Heliopolis zu denken wäre. Wenn auch die Anfänge des messianischen reiches, angesehen den Umfang Ägyptens, bescheiden sind, soll doch der Glanz der Tugend und Heiligkeit in ganz vorzüglicher Weise gerade von Ägypten über den Erdkreis ausstrahlen. Die ersten Jahrhunderte mit der Thebais u.a. zeigen in der Tat eine solche „Sonnenstadt“ in Ägypten. - ('''26''') Nach der allgemeinen Charakteristik der Religion in V. 18 werden V. 19 noch besondere Merkmale des Kultus und der Verbreitung der Religion in Ägypten beigefügt. - ('''27''') Die Mitte des Landes und die Grenze bezeichnen ganz Ägypten. Der Altar ist als Symbol des Opfers, des Mittelpunktes jedes Gottesdienstes, die Denksäule als Symbol der Erinnerung, des Ruhmes, der Weihe Symbol des Kultus und der öffentlichen Anerkennung. Der Altar bezeichnet die Aufhebung des einen Mittelpunktes des alttestamentlichen Kultes und zugleich den Charakter des neuen Kultes als Opferkult. Wie aber Ägypten sich zu dem Herrn bekennt, so wird auch Gott sich zu seinen Gläubigen bekennen, indem er ihre Bitten erhört und sie glorreich aus allen ihren Bedrängnissen retten wird.  - ('''28''') Auf diese Stelle berief sich Onias IV., als er unter Ptolemäus Philometor, 160 v. Chr., in dem Nomos von Heliopolis in Leontopolis einen Tempel baute. (Flav. Jos.) - ('''29''') Hebr.: Und der Herr tut sich Ägypten kund – nämlich seine Offenbarung, Macht und Huld. - ('''30''') Alles dies kannte der Alte Bund, der Neue darf als Erfüllung nicht hinter dem Alten zurückstehen. Opfer und Gelübde werden nachdrücklich als Frucht der Erkenntnis Gottes, als Ausdruck der anbetenden Hingabe namhaft gemacht. - ('''31''') Die Schläge des Gerichtes haben Ägypten geheilt. Schlag nennt der Prophet die Wegnahme des Reiches, Heilung die Gotteserkenntnis. - ('''32''') Diese zusammenfassende Wiederholung dient dem Seher als Ausgangspunkt einer neuen großartigen Weissagung. Die Regel, welche für Ägypten gilt, gilt auch für alle das Volk Gottes bekämpfenden Heiden. Neben Ägypten ragt Assur besonders hervor.  - ('''33''') Wenn sich nun Ägypten bekehrt, was wir mit Assur geschehen, das ihm jetzt feindlich gegenübersteht? - ('''34''') Der Friede Christi, das Band der Liebe, wird beide umschlingen und die vorher Getrennten einigen. Das letzte Glied hebräisch: Und die Ägypter werden mit den Assyriern dienen. Beide beten Gott an. - ('''35''') Die Eigenschaft, Volk Gottes zu sein, ist über beide ausgedehnt, Israel hört auf, allein Gottes Volk zu sein, und wird ein Segen inmitten der Erde. - ('''36''') Der dreifache priesterliche Segen, der bisher von der Bundeslade aus und nach dem Opfer über Israel gesprochen wurde, wird nunmehr von Gott über die Erde gesprochen, und zwar so, dass die bisherigen Ehrentitel Israels sich über sie verbreiten. - ('''37''') Wenn Gott einen Namen gibt, verleiht er auch die in demselben liegende Eigenschaft. Wenn er also spricht: Gesegnet du, mein Volk Ägypten, so sind das wirksame Worte einer neuen Gnadenschöpfung. Ebenso bedeuten die Worte: „Und du meiner Hände Werk Assur“ (Hebr.) die Umschaffung Assurs und seine Aufnahme in den Gottesbund ist seiner Hände Werk. Israel behält den Ehrentitel Erbe des Herrn, der ihm mit der Bundesschließung auf Sinai unverlierbar verliehen und in den Patriarchen bereits grundgelegt wurde.
 
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Aktuelle Version vom 12. Oktober 2019, 14:26 Uhr

Prophetia Isaiiæ. Caput XIX.

Prophezeiung des Isaias Kap. 19


b. Weissagung über Ägypten. (19,1 -20,6) 1. Strafe Ägyptens. (V. 11) 2. Strafe des Stolzes. (V. 17) 3. Endliche Beizählung der Ägypter zum Volke Gottes.

1. Onus Ægypti. Ecce Dominus ascendet super nubem levem, et ingredietur Ægyptum, et commovebuntur simulacra Ægypti a facie ejus, et cor Ægypti tabescet in medio ejus.
2. Et concurrere faciam Ægyptios adversus Ægyptios: et pugnabit vir contra fratrem suum, et vir contra amicum suum, civitas adversus ivitatem, regnum adversus regnum.
3. Et dirumpetur spiritus Ægypti in visceribus ejus, et consilium ejus præcipitabo: et interrogabunt simulacra sua, et divinos suos, et phythones, et ariolos.
4. Et tradam Ægyptum in manu dominorum crudelium, et rex fortis dominabitur eorum, ait Dominus Deus exercituum.
5. Et arescet aqua de mari, et fluvius desolabitur, atque siccabitur.
6. Et deficient flumina: attenuabuntur, et siccabuntur rivi aggerum. Calamus et juncus marcescet:
7. Nudabitur alveus rivi a fonte suo, et omnis sementis irrigua siccabitur, arescet, et non erit.
8. Et mœrebunt piscatores, et lugebunt omnes mittentes in flumen hamum, et expandentes rete super faciem aquarum emarcescent.
9. Confundentur qui operabantur linum, pectentes, et etxtentes subtilia.
10. Et erunt irrigua ejus flaccentia: omnes qui faciebant lacunas ad capiendos pisces.
11. Stulti principes Taneos, sapientes consiliarii Pharaonis dederunt consilium insipiens: quomodo dicetis Pharaoni: Filius sapientium ego, filius regum antiquorum?
12. Ubi nunc sunt sapientes tui? Annuntient tibi, et indicent quid cogitaverit Dominus exercituum super Ægyptum.
13. Stulti facti sunt principes Taneos, emarcuerunt principes Mempheos, deceperunt Ægyptum, angulum populorum ejus.
14. Dominus miscuit in medio ejus spiritum vertiginis: et errare fecerunt Ægyptum in omni opere suo, sicut errat ebrius et vomens.
15. Et non erit Ægypto opus, quod faciat caput et caudam incurvantem, et refrenantem.
16. In die illa erit Ægyptus quasi mulieres, et stupebunt, et timebunt a facie commotionis manus Domini exercituum, quam ipse movebit super eam.
17. Et erit terra Juda Ægypto in pavorem: omnis, qui illius fuerit recordatus, pavebit a facie consilii Domini exercituum, quod ipse cogitavit super eam.
18. In die illa erunt quinque civitates in terra Ægypti, loquentes lingua Chanaan, et jurantes per Dominum exercituum: Civitas solis vocabitur una.
19. In die illa erit altare Domini in medio terræ Ægypti, et titulus Domini juxta terminum ejus.
20. Erit in signum, et in testimonium Domino exercituum in terra Ægypti. Clamabunt enim ad Dominum a facie tribulantis, et mittet eis salvatorem et propugnatorem, qui liberet eos.
21. Et cognoscetur Dominus ab Ægypto, et cognoscent Ægyptii Dominum in die illa, et colent eum in hostiis et in muneribus: et vota vovebunt Domino, et solvent.
22. Et percutiet Dominus Ægyptum plaga, et sanabit eam, et revertentur ad Dominum, et placabitur eis, et sanabit eos.
23. In die illa erit via de Ægypto in Assyrios, et intrabit Assyrius Ægyptum, et Ægyptius in Assyrios, et servient Ægyptii Assur.

24. In die illa erit Israel tertius Ægyptio et Assyrio: benedictio in medio terræ,
25. Cui benedixit Dominus exercituum, dicens: Benedictus populus meus Ægypti, et opus manuum mearum Assyrio: hereditas autem mea Israel.


1. Last über Ägypten.1 Siehe, der Herr steigt auf eine leichte Wolke2 und kommt nach Ägypten, da erheben die Götzenbilder Ägyptens vor seinem Antlitz und der Ägypter Herz3 verzagt in ihrem Innern.
2. Dann werde ich Ägypter gegen Ägypter in Aufruhr bringen,4 Bruder wird gegen Bruder kämpfen, Freund gegen Freund, Stadt gegen Stadt, Reich gegen Reich!

3. Und der Geist Ägyptens wird in seinem Innern entschwinden und seine Überlegung werde ich vereiteln; sie werden ihre Götzen, ihre Wahrsager, Geister und Zauberer befragen.5
4. Und ich werde Ägypten der Gewalt grausamer Herrscher überliefern und ein gewalttätiger König soll über sie herrschen, spricht der Herr, der Gott der Heerscharen.6
5. Und das Wasser aus dem Meere7 wird versiegen, der Strom wird veröden und austrocknen.
6. Die Flüsse werden sich verlaufen, die Kanäle der Dämme werden seicht werden und austrocknen, Rohr und Schilf verdorren.
7. Des Stromes Bett wird bloßgelegt sein von seiner Quelle an und alle der Bewässerung bedürftige Saat wird verdorren, vertrocknen und nicht mehr sein.8
8. Da werden die Fischer trauern9 und alle wehklagen, welche die Angel in den Strom auswerfen; und die das Netz ausbreiten über die Wasserflächen, werden sich abhärmen.
9. Bestürzt werden, die den Flachs bearbeiten, ihn kämmen und fein weben.10
10. Alle Bewässerungen werden dahinschwinden, alle, die Gruben zum Fischfange machten.11
11. Zu Toren werden die Fürsten12 von Tanis,13 die weisen Ratgeber Pharaos geben törichten Rat. Wie könnt ihr zu Pharao sagen: Ein Sohn der Weisen bin ich, ein Sohn alter Könige?14
12. Wo sind jetzt deine Weisen? Sie mögen dir kundgeben und anzeigen, was der Herr der Heerscharen über Ägypten beschlossen hat!15
13. Zu Toren sind die Fürsten von Tanis geworden, kraftlos die Fürsten von Memphis;16 sie haben Ägypten getäuscht, den Eckstein seiner Völker.17
14. Der Herr goss in sein Inneres den Geist des Schwindels18 und sie leiteten Ägypten in allem irre, was es tat, wie ein bis zum Erbrechen Betrunkener umherschwankt.
15. Kein Unternehmen wir es für Ägypten geben, das Haupt und Schweif, den Gebeugten und den Gebietenden förderte.19
16. An jenem Tage wird Ägypten Weibern gleich sein und sie werden erschrecken und sich fürchten vor dem Schwunge der Hand des Herrn der Heerscharen, die er über dasselbe erheben wird.20
17. Und das Land Juda wird für Ägypten ein Gegenstand des Schreckens sein; ein jeder, der dessen gedenkt, wird in Furcht geraten vor dem Ratschlusse des Herrn der Heerscharen, den er über Ägypten gefasst hat.
18. An jenem Tage21 werden fünf22 Städte im Lande Ägypten sein, welche die Sprache Kanaans reden23 und bei dem Herrn der Heerscharen schwören;24 Sonnenstadt wird die eine heißen.25
19. An jenem Tage wird ein Altar des Herrn inmitten Ägyptens sein und eine Denksäule des Herrn26 an dessen Grenze.27
20. Zum Zeichen und zum Zeugnis für den Herrn der Heerscharen soll es sein im Lande Ägypten. Denn sie werden zu dem Herrn rufen ihrer Bedränger wegen und er wird ihnen einen Retter und Beschirmer senden, der sie befreie.28
21. Und der Herr wird von Ägypten erkannt werden29 und die Ägypter werden den Herrn an jenem Tage erkennen und ihn durch Opfer und Gaben verehren, sie werden dem Herrn Gelübde darbringen und sie erfüllen.30
22. Und der Herr wird Ägypten mit Unglück schlagen und es heilen,31 sie werden sich zu dem Herrn bekehren und er wird sich mit ihnen versöhnen lassen und sie heilen.32
23. An jenem Tage wird eine Straße von Ägypten zu den Assyriern gehen;33 der Assyrier wird nach Ägypten kommen und die Ägypter werden Assur untertan sein.34
24. An jenem Tage wird Israel der dritte sein mit den Ägyptern und Assyriern, ein Segen inmitten der Erde;35
25. denn der Herr der Heerscharen segnet sie und spricht:36 Gesegnet sei mein Volk Ägypten und meiner Hände Werk für den Assyrier, Israel aber mein Erbe!37


Fußnote

Kap. 19 (1) Wolken bilden den Thron des zur Erde niedersteigenden Richters. So [Ps 17,10; 2Sam 22,11; Ps 96,2]. - (2) Die leichte Wolke ist ein Symbol seiner eilenden, unaufhaltbaren, richterlichen Ankunft. Sie gilt der Weltmacht Ägypten, wie dreimal hervorgehoben wird. - (3) Das Herz ist der lebendige Quellpunkt alles Lebens. Zerschmilzt das Herz, so ist jede Kraft in ihrer Wurzel geknickt. - (4) Der innere Zwiespalt kann umso leichter in Ägypten losbrechen, als das Land seit längerer Zeit zwischen die Dynastie von Theben und Sais geteilt ist und die äthiopischen Herrscher gleichfalls bestrebt waren, sich Ägypten ganz oder teilweise zu unterwerfen. - (5) Ägypten außer Fassung gebracht und der Verwirrung hingegeben, wird eine Beute des ausländischen Eroberers, Assyriens. Alle Staatsklugheit wird zuschanden, alle Magie ist umsonst; darin besteht Gottes Gericht über die Götzen. - (6) Nach Samarias Fall war Sargon Sieger über die säumigen Bundesgenossen Osees, zu denen auch Schabaka von Ägypten gehörte. Ist so Ägyptens Machtstellung geknickt so sollen, um das Elend und die Niederlage der Götzen voll zu machen, auch seine natürlichen Hilfsquellen, die Bedingungen seines materiellen Wohlstandes versiegen, die Überschwemmungen des Nil ausbleiben. (V. 5) - (7) Aus dem Nile. Die Zeit der Überschwemmung ist von Mitte August bis Ende Oktober. - (8) Hebr.: Und Gestank verbreiten die Stromarme (die wegen Wassermangel zu Sümpfen geworden sind), seicht und ausgedörrt werden die Kanäle von Ägypten, Rohr und Schilf schrumpfen zusammen. Die Wiesenplane am Nil, am Saume des Nil und jegliches Saatfeld des Nil vertrocknet, zerstiebt und verschwindet. - (9) Alle Quellen des Wohlstandes versiegen. Als erste klagen die Fischer; sodann leidet die Weberei und Spinnerei. - (10) Hebr.: Es werden zuschanden die Bearbeiter feingekämmten (gehechelten) Flachses und die Weber von Weißzeug. - (11) Nach dem latein. Texte rekapituliert V. 10. Hebr.: Und die Säulen (die Großen und die Mächtigen) werden zermalmt, und die um Lohn Arbeitenden seelenbetrübt. - (12) Die Weisheit der Ägypter war sprichwörtlich. Vergl. [1Koe 4,30]. - (13) Tanis, uralte Stadt in der Gegend der Nilmündungen am östlichen Ufer des tanitischen Nilarmes, war öfter Sitz einer eigenen Königsdynastie. - (14) Uralte, ununterbrochen vererbte Weisheit galt als die vorzüglichste. - (15) Wen sie wirklich Weise sein wollen, so sollen sie eine Probe der wahren von Gott stammenden Weisheit geben und den Plan Gottes für Ägyptens nächste Geschichte und Zukunft darlegen! Doch die Ratgeber Pharaos kennen nicht Gottes, des obersten Kriegsherrn, Rat. - (16) Berühmte Königsstadt in Unterägypten. Im Hebräischen ist Noph genannt. - (17) Die Pfeiler und Stützen selbst haben das Land dem Untergange entgegengeführt. - (18) Diese Verwirrung und Tollheit, ähnlich dem widersinnigen Treiben eines Betrunkenen, ist Wirkung der göttlichen Strafheimsuchung. - (19) Einfacher und klarer das Hebr.: Und nicht geschieht von Ägypten ein Werk, welches verrichtete Haupt und Schweif, Palmzweig und Binse. (Weder Vornehme noch Niedrige können helfen.) - (20) Aber auch hier wird das Gericht zum Heile sein und der Zusammenbruch aller menschlichen Stützen zur Erkenntnis führen, dass es Gott ist, der so eingreift. Der Seher legt den Plan Gottes und den Weg des Gerichtes für Ägypten vor, doch fügt er spezielle Züge bei, welche die bevorstehende Zeit scharf charakterisieren. - (21) Der Prophet sieht das durch lange Zeiträume Getrennte zusammen, da er den inneren, ideellen Zusammenhang fasst. Er sieht die vorbereitenden Keime und die reiche Entfaltung in ihrer ursächlichen Zusammengehörigkeit, mögen auch in der äußeren geschichtlichen Wirklichkeit sich Jahrhunderte dazwischenschieben. - (22) Sprichwörtlich für: einige. - (23) Symbolischer Ausdruck für die Ablegung der früheren heidnischen Gesinnung und die Annahme der Denkungsart und des Glaubens des Volkes des Herrn. Die Patriarchen hatten die Sprache Kanaans angenommen und sie so zur Sprache des auserwählten Volkes gemacht. - (24) Bei (hebr. zu) Jahve schwören heißt ihm Treue zusagen, sich ihm als Angehörigen verpflichten. - (25) Das was, in diesem Namen liegt, wird ihr zukommen. Der Prophet knüpft an den aus Josephs Geschlechte bekannten Namen an, ohne dass speziell an Heliopolis zu denken wäre. Wenn auch die Anfänge des messianischen reiches, angesehen den Umfang Ägyptens, bescheiden sind, soll doch der Glanz der Tugend und Heiligkeit in ganz vorzüglicher Weise gerade von Ägypten über den Erdkreis ausstrahlen. Die ersten Jahrhunderte mit der Thebais u.a. zeigen in der Tat eine solche „Sonnenstadt“ in Ägypten. - (26) Nach der allgemeinen Charakteristik der Religion in V. 18 werden V. 19 noch besondere Merkmale des Kultus und der Verbreitung der Religion in Ägypten beigefügt. - (27) Die Mitte des Landes und die Grenze bezeichnen ganz Ägypten. Der Altar ist als Symbol des Opfers, des Mittelpunktes jedes Gottesdienstes, die Denksäule als Symbol der Erinnerung, des Ruhmes, der Weihe Symbol des Kultus und der öffentlichen Anerkennung. Der Altar bezeichnet die Aufhebung des einen Mittelpunktes des alttestamentlichen Kultes und zugleich den Charakter des neuen Kultes als Opferkult. Wie aber Ägypten sich zu dem Herrn bekennt, so wird auch Gott sich zu seinen Gläubigen bekennen, indem er ihre Bitten erhört und sie glorreich aus allen ihren Bedrängnissen retten wird. - (28) Auf diese Stelle berief sich Onias IV., als er unter Ptolemäus Philometor, 160 v. Chr., in dem Nomos von Heliopolis in Leontopolis einen Tempel baute. (Flav. Jos.) - (29) Hebr.: Und der Herr tut sich Ägypten kund – nämlich seine Offenbarung, Macht und Huld. - (30) Alles dies kannte der Alte Bund, der Neue darf als Erfüllung nicht hinter dem Alten zurückstehen. Opfer und Gelübde werden nachdrücklich als Frucht der Erkenntnis Gottes, als Ausdruck der anbetenden Hingabe namhaft gemacht. - (31) Die Schläge des Gerichtes haben Ägypten geheilt. Schlag nennt der Prophet die Wegnahme des Reiches, Heilung die Gotteserkenntnis. - (32) Diese zusammenfassende Wiederholung dient dem Seher als Ausgangspunkt einer neuen großartigen Weissagung. Die Regel, welche für Ägypten gilt, gilt auch für alle das Volk Gottes bekämpfenden Heiden. Neben Ägypten ragt Assur besonders hervor. - (33) Wenn sich nun Ägypten bekehrt, was wir mit Assur geschehen, das ihm jetzt feindlich gegenübersteht? - (34) Der Friede Christi, das Band der Liebe, wird beide umschlingen und die vorher Getrennten einigen. Das letzte Glied hebräisch: Und die Ägypter werden mit den Assyriern dienen. Beide beten Gott an. - (35) Die Eigenschaft, Volk Gottes zu sein, ist über beide ausgedehnt, Israel hört auf, allein Gottes Volk zu sein, und wird ein Segen inmitten der Erde. - (36) Der dreifache priesterliche Segen, der bisher von der Bundeslade aus und nach dem Opfer über Israel gesprochen wurde, wird nunmehr von Gott über die Erde gesprochen, und zwar so, dass die bisherigen Ehrentitel Israels sich über sie verbreiten. - (37) Wenn Gott einen Namen gibt, verleiht er auch die in demselben liegende Eigenschaft. Wenn er also spricht: Gesegnet du, mein Volk Ägypten, so sind das wirksame Worte einer neuen Gnadenschöpfung. Ebenso bedeuten die Worte: „Und du meiner Hände Werk Assur“ (Hebr.) die Umschaffung Assurs und seine Aufnahme in den Gottesbund ist seiner Hände Werk. Israel behält den Ehrentitel Erbe des Herrn, der ihm mit der Bundesschließung auf Sinai unverlierbar verliehen und in den Patriarchen bereits grundgelegt wurde. - Weitere Kapitel: 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | 37 | 38 | 39 | 40 | 41 | 42 | 43 | 44 | 45 | 46 | 47 | 48 | 49 | 50 | 51 | 52 | 53 | 54 | 55 | 56 | 57 | 58 | 59 | 60 | 61 | 62 | 63 | 64 | 65 | 66 |

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