Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Rich10

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Liber Judicum, Hebraice Sophetim. Caput X.

Das Buch der Richter Kap. 10


3. Richter nach Abimelech: Thola durch 20 Jahre (V. 20), Jair durch 20 Jahre. (V. 5) III. Herrschaft der Ammoniter über den östlichen und der Philister über den westlichen Teil des Landes Israel. (10,6 – 16,31) 1. Wegen neuer Sünden werden die Israeliten in die Hände der Philister und Ammoniter überliefert. Da sie Buße tun, wirft Gott ihnen zwar ihren Undank vor, aber erbarmt sich ihrer auch und hilft. (V. 6-16). 2. Glücklicher Kampf Jephtes gegen die Ammoniter. (10,17 – 12,6) A. Die Ammoniten brechen in das Land jenseits des Jordans ein.

1. Post Abimelech surrexit dux in Israel Thola filius Phua patrui Abimelech, vir de Issachar, qui habitavit in Samir montis Ephraim:

2. Et judicavit Israelem viginti et tribus annis, mortuusque est, ac sepultus in Samir.
3. Huic successit Jair Galaadites, qui judicavit Israelem per viginti et duos annos,
4. Habens triginta filios sedentes super triginta pullos asinarum, et principes triginta civitatum, quæ ex nomine ejus sunt appellatæ Havoth Jair, id est, oppida Jair, usque in præsentem diem in terra Galaad.
5. Mortuusque est Jair; ac sepultus in loco, cui est vocabulum Camon.
6. Filii autem Israel peccatis veteribus jungentes nova, fecerunt malum in conspectu Domini, et servierunt idolis, Baalim et Astaroth, et diis Syriæ ac Sidonis et Moab et filiorum Ammon et Philisthiim: dimiseruntque Dominum, et non coluerunt eum.

7. Contra quos Dominus iratus, tradidit eos in manus Philisthiim et filiorum Ammon.
8. Afflictique sunt, et vehementer oppressi per annos decem et octo, omnes qui habitabant trans Jordanem in terra Amorrhæi, qui est in Galaad:
9. In tantum, ut filii Ammon, Jordane transmisso, vastarent Judam et Benjamin et Ephraim: afflictusque est Israel nimis.
10. Et clamantes ad Dominum, dixerunt: Peccavimus tibi, quia dereliquimus Dominum Deum nostrum, et servivimus Baalim.
11. Quibus locutus est Dominus: Numquid non Ægyptii et Amorrhæi, filiique Ammon et Philisthiim.
12. Sidonii quoque et Amalec et Chanaan oppresserunt vos, et clamastis ad me, et erui vos de manu eorum?

13. Et tamen reliquistis me, et coluistis deos alienos: idcirco non addam ut ultra vos liberem:
14. Ite, et invocate deos quos elegistis: ipsi vos liberent in tempore angustiæ.
15. Dixeruntque filii Israel ad Dominum: Peccavimus, redde tu nobis quidquid tibi placet: tantum nunc libera nos.
16. Quæ dicentes, omnia de finibus suis alienorum deorum idola projecerunt, et servierunt Domino Deo: qui doluit super miseriis eorum.
17. Itaque filii Ammon conclamantes in Galaad fixere tentoria: contra quos congregati filii Israel, in Maspha castrametati sunt.

18. Dixeruntque principes Galaad singuli ad proximos suos: Qui primus ex nobis contra filios Ammon cœperit dimicare, erit dux populi Galaad.



1. Nach Abimelech erhob sich als Führer in1 Israel Thola, der Sohn Phuas, des Bruders des Vaters Abimelechs,2 ein Mann aus Issachar, der in Samir im Gebirge Ephraim wohnte.
2. Dieser richtete Israel dreiundzwanzig Jahre, starb und ward in Samir begraben.
3. Auf diesen folgte Jair, der Galaadite,3 welcher Israel zweiunddreißig Jahre richtete.
4. Er hatte dreißig Söhne, die auf dreißig Eselsfüllen ritten4 und Fürsten von dreißig Städten waren, welche nach seinem Namen Havoth Jair, das ist Städte Jairs, bis auf diesen Tag genannt werden, im Lande Galaad gelegen.5
5. Und Jair starb und ward an dem Orte, der Kamon heißt, begraben.
6. Die Söhne Israels aber fügten zu den alten Sünden neue hinzu,6 und taten, was in den Augen des Herrn böse war,7 und dienten den Götzen, den Baalen und Astarten,8 und den Göttern von Syrien und von Sidon und von Moab, und der Söhne Ammons und der Philister; und sie verließen den Herrn und verehrten ihn nicht.
7. Da zürnte der Herr wider sie und überlieferte sie in die Hand der Philister und der Söhne Ammons.9
8. Und alle, die jenseits des Jordans wohnten, im Lande der Amorrhiter, die in Galaad sind, wurden bedrängt und hart bedrückt achtzehn Jahre lang,
9. dergestalt, dass die Söhne Ammons den Jordan überschritten und das Gebiet von Juda, und Benjamin, und Ephraim verheerten; so dass Israel sehr hart bedrängt ward.
10. Da riefen sie zu dem Herrn und sprachen: Wir haben wider dich gesündigt, dass wir den Herrn, unsern Gott, verlassen und den Baalen gedient haben.
11. Der Herr sprach zu ihnen:10 Haben nicht die Ägypter, und die Amorrhiter,11 und die Söhne Ammons, und die Philister,12
12. und die Sidonier, und die Amalekiter13 und die Chananiter14 euch bedrückt? Und habt ihr nicht zu mir geschrien und ich habe euch aus ihrer Hand errettet?
13. Und doch habt ihr mich verlassen und fremde Götter verehrt; darum will ich euch ferner nicht mehr erretten.15
14. Gehet hin und rufet die Götter an, welche ihr erwählt habt; diese mögen euch zur Zeit der Bedrängnis16 erretten.
15. Da sprachen die Söhne Israels zu dem Herrn: Wir haben gesündigt, vergilt uns, wie es dir wohlgefällt; nur errette uns jetzt.
16. So sprachen sie und schafften alle Bilder fremder Götter aus ihrem Lande hinweg und dienten Gott, dem Herrn. Und der Herr hatte Mitleid mit ihrem Jammer.
17. Die Söhne Ammons aber riefen einander zusammen und schlugen ihre Zelte in Galaad auf; da versammelten sich die Söhne Israels gegen sie und lagerten sich in Maspha.
18. Und die Fürsten von Galaad sprachen zueinander: Wer von uns zuerst den Kampf mit den Söhnen Ammons beginnt, der soll der Fürst des Volkes von Galaad sein.17


Fußnote

Kap. 10 (1) Hebr.: zur Rettung. - (2) Hebr.: des Sohnes Dodos. Thola war also kein Verwandter Gedeons. - (3) Aus dem jenseits des Jordans wohnenden Stamme Halbmanasse. - (4) So zeigten sie sich öffentlich, sie waren also sehr vornehme Männer. - (5) Die Söhne übten das Richteramt nur unter Leitung des Vaters. - (6) Wiederholung der Worte [Rich 3,12] und Wiederaufnahme der dort angekündigten Erzählung von der Knechtung Israels durch die Philister. Die Herrschaft der Ammoniter und die der Philister sind also etwa gleichzeitig. - (7) Einleitung zu [Rich 11,1-12.15]. - (8) Den Götzen der Chananiter. Indes vielleicht ist der Sinn allgemeiner zu fassen: Göttern und Göttinnen aller Art. - (9) Vergl. [Rich 2,14, Rich 6,1]. - (10) Durch einen Propheten oder durch das Ephod des Hohenpriesters. - (11) Gemeint sind wohl die [4Mos 21] erzählten Ereignisse. - (12) Die Philister hatten Samgar schon zurückgedrängt. [Rich 3,31] Die Sidonier werden [Rich 3,3] erwähnt. - (13) Vergl. [Rich 3,16, Rich 6,3]. - (14) [Rich 4,2] - (15) Es sei denn, ihr bekehrt euch von ganzem Herzen. - (16) Aus jeder Bedrängnis, denn es ziemt sich nicht, dass ihr bald jene, bald mich anruft. - (17) Gottes Vorsehung selbst hat sie zu diesem Entschlusse geführt, da er so Jephte zum Richter erwecken will.

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