Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ez05

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Prophetia Ezechielis. Caput V.

Prophezeiung des Ezechiel. Kap. 5


c. Ein geringer Rest wird gerettet werden. (V. 4) B. Durch Worte ausgedrückte Prophezeiungen (5,5 – 7,27) a. Gott wird an denen, welche ihn verachtet, Rache nehmen.

1. Et tu fili hominis sume tibi gladium acutum, radentem pilos: et assumes eum, et duces per caput tuum, et per barbam tuam: et assumes tibi stateram ponderis, et divides eos.
2. Tertiam partem igni combures in medio civitatis, juxta completionem dierum obsidionis: et assumes tertiam partem, et concides gladio in circuitu ejus: tertiam vero aliam disperges in ventum, et gladium nudabo post eos.

3. Et sumes inde parvum numerum: et ligabis eos in summitate pallii tui.

4. Et ex eis rursum tolles, et projicies eos in medio ignis, et combures eos igni: et ex eo egredietur ignis in omnem domum Israel.
5. Hæc dicit Dominus Deus: Ista est Jerusalem, in medio gentium posui eam, et in circuitu ejus terras.

6. Et contempsit judicia mea, ut plus esset impia quam gentes: et præcepta mea ultra quam terræ, quæ in circuitu ejus sunt: judicia enim mea projecerunt, et in præceptis meis non ambulaverunt.

7. Idcirco hæc dicit Dominus Deus: Quia superastis gentes, quæ in circuitu vestro sunt, et in præceptis meis non ambulastis, et judicia mea non fecistis, et juxta judicia gentium, quæ in circuitu vestro sunt, non estis operati:

8. Ideo hæc dicit Dominus Deus: Ecce ego ad te, et ipse ego faciam in medio tui judicia in oculis gentium:

9. Et faciam in te quod non feci, et quibus similia ultra non faciam propter omnes abominationes tuas.
10. Ideo patres comedent filios in medio tui, et filii comedent patres suos, et faciam in te judicia, et ventilabo universas reliquias tuas in omnem ventum.

11. Idcirco vivo ego, dicit Dominus Deus: Nisi pro eo quod sanctum meum violasti in omnibus offensionibus tuis, et in cunctis abominationibus tuis: ego quoque confringam, et non parcet oculus meus, et non miserebor.
12. Tertia pars tui peste morietur, et fame consumetur in medio tui: et tertia pars tui in gladio cadet in circuitu tuo: tertiam vero partem tuam in omnem ventum dispergam, et gladium evaginabo post eos.

13. Et complebo furorem meum, et requiescere faciam indignationem meam in eis, et consolabor: et scient quia ego Dominus locutus sum in zelo meo, cum implevero indignationem meam in eis.
14. Et dabo te in desertum, et in opprobrium gentibus, quæ in circuitu tuo sunt, in conspectu omnis prætereuntis.

15. Et eris opprobrium, et blasphemia, exemplum, et stupor in gentibus, quæ in circuitu tuo sunt, cum fecero in te judicia in furore, et in indignatione, et in increpationibus iræ.

16. Ego Dominus locutus sum: Quando misero sagittas famis pessimas in eos: quæ erunt mortiferæ, et quas mittam ut disperdam vos: et famem congregabo super vos, et conteram in vobis baculum panis.
17. Et immittam in vos famem, et bestias pessimas usque ad internecionem: et pestilentia, et sanguis transibunt per te, et gladium inducam super te: ego Dominus locutus sum.



1. Und du, Menschensohn!1 nimm dir ein scharfes Schwert als Schermesser, dasselbe nimm und fahre damit über dein Haupt und über deinen Bart;2 sodann nimm eine Waagschale3 und teile die Haare ab.
2. Ein Drittel davon verbrenne im Feuer inmitten der Stadt, wenn die Tage der Belagerung um sind; ein Drittel nimm und zerhaue es mit dem Schwerte ringsum sie her, das letzte Drittel aber streue in den Wind und ich will das Schwert hinter ihnen zücken.4
3. Sodann nimm eine kleine Anzahl davon5 und binde sie in den Zipfel deines Mantels,
4. und von diesen nimm wiederum einige und wirf sie in das Feuer und verbrenne sie im Feuer, davon wird Feuer ausgehen über das ganze Haus Israel.6
5. So spricht der Herr, Gott:7 Dies ist Jerusalem, inmitten unter die Völker8 habe ich es gesetzt und ringsum dasselbe her die Länder.
6. Aber es hat meine Rechte verachtet, so dass es noch gottloser war als die Völker; und hat meine Gebote verachtet, schlimmer als die Länder ringsum es her; denn meine Rechte haben sie verworfen und sind nicht nach meinen Geboten gewandelt.9
7. Darum spricht der Herr, Gott, also: Weil ihr schlimmer geworden seid als die Völker, welche um euch her sind, und nicht nach meinen Geboten gewandelt seid und meine Rechte nicht erfüllt habt, ja selbst nicht nach den Rechten der Völker, welche um euch her sind, gehandelt habt,
8. deshalb spricht der Herr, Gott, also: Siehe, ich will über dich kommen, ich selbst will in deiner Mitte Gericht halten vor den Augen der Völker
9. und ich werde an dir tun, was ich noch nie getan und wie ich auch nie wieder tun werde, wegen aller deiner Greuel.10
10. Darum sollen die Väter in deiner Mitte ihre Söhne, und die Söhne ihre Väter verzehren und ich will an dir Gericht halten und alle deine Überreste in alle Winde zerstreuen.11
11. Darum, so wahr ich lebe! Spricht der Herr, Gott, fürwahr, weil du mein Heiligtum durch alle deine Sünden und alle deine Greuel befleckt hast, will auch ich verheeren, mein Auge wird nicht schonen und ich werde kein Erbarmen zeigen.
12. Ein Drittel von dir soll durch die Seuche sterben und in deiner Mitte durch Hunger aufgerieben werden, ein Drittel von dir soll durch das Schwert ringsum dich her fallen und ein Drittel von dir will ich in alle Winde zerstreuen und das Schwert hinter ihnen her zücken.12
13. So will ich meinen Grimm vollstrecken und meinen Zorn an ihnen stillen und daran13 Freude finden; sie sollen erfahren, dass ich, der Herr, es in meinem Eifer gesprochen habe, wenn ich meinen Zorn an ihnen vollziehe.
14. Und ich will dich14 zur Wüstenei und zum Gespötte machen unter den Völkern, die ringsum dich her sind, vor den Augen eines jeden, der vorüberzieht.
15. Du wirst ein Gegenstand der Schmach, des Fluches, der Warnung und des Entsetzens unter den Völkern werden, die dich umgeben, wenn ich an dir Gericht übe im Grimme, im Zorne und in grimmiger Züchtigung.15
16. Ich, der Herr, habe es gesprochen. Wenn ich die schlimmen todbringenden Pfeile des Hungers auf sie entsende, die ich senden werde, um euch zu verderben, so will ich den Hunger über euch häufen und die Stütze des Brotes bei euch zerbrechen.
17. Ja, den Hunger und schlimme wilde Tiere werde ich wider euch senden, bis ihr vernichtet seid; und Seuche und Blut sollen bei dir hindurchziehen und ich will das Schwert über dich kommen lassen.16 Ich, der Herr, habe es geredet.


Fußnote

Kap. 5 (1) Wie [Ez 4] wird die Belagerung und Eroberung der Stadt mit dem Elende der Verbannung innig vereinigt. - (2) Haupthaar und Bart sind Schmuck des Mannes, jenes als Zeichen der Freiheit und des Adels (Absalom), dieser als Zeichen der Mannhaftigkeit. - (3) Gott hält gerechtes Gericht. - (4) Ein Drittel des Volkes geht bei der Belagerung unter, ein Drittel fällt bei der Eroberung der Stadt durch die Feinde, ein Drittel wird in die Fremde zerstreut. Vergl. [3Mos 26,33]. - (5) Von den Zerstreuten will Gott einige in Güte und Erbarmen bewahren und unter seinen Schutz nehmen. Doch auch unter den Zurückgekehrten wird ein Teil das strafende Zornfeuer Gottes herausfordern. - (6) Die meisten Erklärer verstehen dies Gericht von der Strafe, die Titus über ganz Israel wegen der Empörung der Priester und Pharisäer verhängte. - (7) Ist das Vorhergehende alles im Gesichte geschehen oder in Wirklichkeit? Das letztere meinen Ephr., Theodor., Basil., Greg. Gr. Diese Annahme macht die Absicht und der Wortlaut (z.B. [Ez 4,12]: vor ihren Augen) wahrscheinlich. - (8) Damit die Völker wahre Frömmigkeit und rechte Gottesverehrung lernen. Vergl. [Ez 38,12]. - (9) Die Ausdrücke klingen an den Pentateuch an. - (10) Wie die Bosheit, da sie nicht einmal das natürliche Gesetz beobachteten wie die Heiden doch taten (Hieron.), alles Maß überstiegen, soll auch die Strafe eine gleiche sein. - (11) Erklärung zu [Ez 4,9ff]. Vergl. [3Mos 26,29] und [5Mos 28,53]. - (12) Vergl. [Jer 14,12] u.a. - (13) An der Rache. - (14) Jerusalem - (15) Die Völker sollen lernen, dass Gott das Böse nicht ungestraft lässt. - (16) Vier Mittel des Gerichtes: Zahl der Allgemeinheit.

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