Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Lk12: Unterschied zwischen den Versionen

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Kap. 12 ('''1''') Griech.: Inzwischen. Nach anderen enthält der folgende Bericht die Fortsetzung der [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Lk09|Lk 9,51]]''] erwähnten Reise. - ('''2''') Griech.: Zuerst zu seinen Jüngern. - ('''3''') Die Heuchelei verdirbt alles Gute, das im Menschen sein kann (Theoph.). - ('''4''') Auch ihre Heuchelei wird aufgedeckt werden. - ('''5''') Weder Finsternis, noch geheime Weise, noch Ort wird etwas vor der Offenbarung sichern. Im Morgenlande waren die Dächer flach, so dass man von denselben herab zum Volke reden konnte. - ('''6''') Dies ist die Ursache der Verfolgung, dass sie die Freunde des Herrn sind. - ('''7''') Nach verschiedenen Todesarten, die sie sich ausdenken können. - ('''8''') Die Furcht Gottes muss jede andere Furcht besiegen. - ('''9''') Zweiter Grund. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt10|Mt 10,29]]'']. - ('''10''') Dritter Grund. – ('''11''') Nicht alle, die den Heiland verleugnen, werden gleiche Strafen erdulden. Im übrigen vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt12|Mt 12,Anm.37]]''] – ('''12''') Vierter Grund. – ('''13''') Dasselbe, von dem V. 1 die Rede war. - ('''14''') Das einzige Beispiel, dass jemand dem Heiland um Hilfe in Vermögensangelegenheiten anrief. Die Rabbinen pflegten in Testamentsangelegenheiten angerufen zu werden. Christus tadelt den Menschen nicht, dass er sein Recht sucht, aber erklärt, dass etwas derartiges von seinem Beruf fern liegt. - ('''15''') Zeichen der Verwunderung. - ('''16''') Jesus benutzt jede Gelegenheit, Gutes zu stiften. - ('''17''') Wenn unser Erlöser, der für uns gestorben ist, sagt: Hütet euch, so dürfen wir nicht leicht darüber hinweggehen. Sehen wir nicht, wie groß das Übel ist, so glauben wir es dem, der es kennt (Aug.). - ('''18''') Dasselbe hängt von Gottes Willen ab, wie das folgende Gleichnis zeigt. - ('''19''') Nach dem Griech. Eine große Länderstrecke (Cyr., Aug.). - ('''20''') Nicht wie er sie gebrauchen, sondern wie er sie bewahren soll (Aug.). - ('''21''') Wie oft wiederholt er das Wort: meine! Er hätte den Armen mitteilen sollen (Basil.). - ('''22''') Er misst sich Lebensjahre zu, als wenn er auch solche eingeerntet hätte (Cyr.). - ('''23''') Vergl. zu dem Gleichnisse [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:JSir11|JSir 11,18-20]]'']. - ('''24''') Während du über deine Besitzungen nachdenkst. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Jak04|Jak 4,13-15]]'']. - ('''25''') An tugendhaften Werken. - ('''26''') Wie V. 1. Der Heiland will die Wurzel der Habsucht ausschneiden. - ('''27''') Erster Grund: Der das Größere gegeben, wird das Geringere nicht versagen. Der zweite Grund schließt von dem Geringeren auf das Größere. - ('''28''') Die Raben sind sehr fressgierig. Der Heiland gibt noch eine andere Lehre. Was in ihrer Macht ist, tun sie, was aber über ihre Natur hinausgeht, das Säen, bekümmert sie nicht. So muss der Mensch auch das Gute tun, das Gottes Ordnung fordert, alles übrige aber lassen. Der dritte Grund V. 25 – 26. - ('''29''') Besser: Seiner Lebenszeit. Für die Körpergröße wäre eine Elle nichts Geringes. - ('''30''') Dort ist die Fülle aller Güter. So machen sie sich für das Reich Gottes zugleich geeigneter. - ('''31''') In den letzten Worten liegt eine Steigerung. - ('''32''') Eure Furcht, Sorge, Hoffnung, Freude usw. - ('''33''') Um für jeden Befehl des Herrn gerüstet zu sein: durch Abtötung des Leibes (Greg.), aller Leidenschaften (Aug.), die Übung aller Tugenden. (Euseb.) - ('''34''') Bereit, Gott, wenn er zum Gerichte kommt, zu empfangen. - ('''35''') Die Zeit der Rückkehr ist ungewiß. Christus kommt von seiner Vermählung mit der triumphierenden Kirche, den heiligen Seelen (Theoph.) oder den heiligen Engeln (Greg., Bed., Bonav.). - ('''36''') Dies pflegt bei Menschen nicht zu geschehen. So beschreibt der Herr die Größe des himmlischen Lohnes. - ('''37''') Zu jeder Tageszeit (Lebenszeit) kann er kommen, deshalb gilt es, nicht lässig zu werden und zu wachen. Die erste Die erste Vigilie wird nicht genannt, weil die Hochzeitsfeier in dieselbe fällt. - ('''38''') Die Diebe kommen unvermerkt und stiften so Schaden. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Offenb16|Offenb 16,15]]'']. - ('''39''') Christus hatte zu den Aposteln gesprochen s. V. 32. Zudem schien nur diesen der ehrenvolle Name Diener Christi zuzukommen, deshalb fragt Petrus über das V. 33 – 40 vorgelegte Gleichnis. Christus antwortet durch ein anderes Gleichnis, dessen Ausdehnung V. 47. 48 anzeigen. - ('''40''') Der seines Herrn Willen genau tut. - ('''41''') Der das anvertraute Gut Zeit und Umständen gemäß nach den Absichten seines Herrn verwaltet. - ('''42''') Der ungetreue Knecht wird in seinen Sünden dahinsterben. - ('''43''') Die Befehle seines Herrn. Diese werden besonders aus der Offenbarung erkannt. - ('''44''') Den offenbarten Willen Gottes, oder: Der es vernachlässigt hat, den Willen seines Herrn zu erfahren (Cyr., Euth., Theoph.). - ('''45''') Erkennend, dass er gegen die Stimme des Gewissens Strafwürdiges getan. Die Erkenntnis ist geringer, daher auch die Strafe. - ('''46''') Jeder muss je nach den anvertrauten Gaben sein Heil wirken, denn dazu hat der Herr das reinigende und entflammende Feuer der mitwirkenden Gnade gebracht. Andere Ausleger anders. - ('''47''') Christus muss indes durch sein Leiden der Welt diese übernatürliche Hilfe verdienen. - ('''48''') Mit der Taufe seines Blutes. - ('''49''') Ich werde beängstigt. Immer steht dem Heiland sein Leiden vor Augen (Ambr.). Ich sehne mich danach (Theoph.). - ('''50''') Wie zuvor die Jünger, so ermahnt der Heiland jetzt das Volk zur Wachsamkeit (Bonav.). Freilich ist dieses nicht so auf seine Mahnungen vorbereitet wie jene. - ('''51''') Von der Meerseite her. Diese Rede ist verschieden von der bei anderer Gelegenheit gehaltenen. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt16|Mt 16,2]]'']- ('''52''') Dies ist der Grund, weshalb sie es nicht vermögen. - ('''53''') Und erwählet? Ihr Gewissen allein, ohne äußere Zeugnisse, musste ihnen die Kenntnis der gegenwärtigen Zeit geben. - ('''54''') Was das Rechte ist, zeigt Jesus durch ein Gleichnis: die Buße. - ('''55''') Es ist nicht notwendig zu fragen, wer der Gläubiger ist, da nicht jeder Punkt eines Gleichnisses notwendig zur Anwendung bestimmt ist. Der Sinn ist: Jetzt erfasset im Glauben und im Werke das messianische Heil, damit ihr nicht dem Gerichte Gottes verfallet.
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Kap. 12 ('''1''') Griech.: Inzwischen. Nach anderen enthält der folgende Bericht die Fortsetzung der [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Lk09|Lk 9,51]]''] erwähnten Reise. - ('''2''') Griech.: Zuerst zu seinen Jüngern. - ('''3''') Die Heuchelei verdirbt alles Gute, das im Menschen sein kann (Theoph.). - ('''4''') Auch ihre Heuchelei wird aufgedeckt werden. - ('''5''') Weder Finsternis, noch geheime Weise, noch Ort wird etwas vor der Offenbarung sichern. Im Morgenlande waren die Dächer flach, so dass man von denselben herab zum Volke reden konnte. - ('''6''') Dies ist die Ursache der Verfolgung, dass sie die Freunde des Herrn sind. - ('''7''') Nach verschiedenen Todesarten, die sie sich ausdenken können. - ('''8''') Die Furcht Gottes muss jede andere Furcht besiegen. - ('''9''') Zweiter Grund. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt10|Mt 10,29]]'']. - ('''10''') Dritter Grund. – ('''11''') Nicht alle, die den Heiland verleugnen, werden gleiche Strafen erdulden. Im übrigen vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt12|Mt 12,Anm.37]]''] – ('''12''') Vierter Grund. – ('''13''') Dasselbe, von dem V. 1 die Rede war. - ('''14''') Das einzige Beispiel, dass jemand dem Heiland um Hilfe in Vermögensangelegenheiten anrief. Die Rabbinen pflegten in Testamentsangelegenheiten angerufen zu werden. Christus tadelt den Menschen nicht, dass er sein Recht sucht, aber erklärt, dass etwas derartiges von seinem Beruf fern liegt. - ('''15''') Zeichen der Verwunderung. - ('''16''') Jesus benutzt jede Gelegenheit, Gutes zu stiften. - ('''17''') Wenn unser Erlöser, der für uns gestorben ist, sagt: Hütet euch, so dürfen wir nicht leicht darüber hinweggehen. Sehen wir nicht, wie groß das Übel ist, so glauben wir es dem, der es kennt (Aug.). - ('''18''') Dasselbe hängt von Gottes Willen ab, wie das folgende Gleichnis zeigt. - ('''19''') Nach dem Griech. Eine große Länderstrecke (Cyr., Aug.). - ('''20''') Nicht wie er sie gebrauchen, sondern wie er sie bewahren soll (Aug.). - ('''21''') Wie oft wiederholt er das Wort: meine! Er hätte den Armen mitteilen sollen (Basil.). - ('''22''') Er misst sich Lebensjahre zu, als wenn er auch solche eingeerntet hätte (Cyr.). - ('''23''') Vergl. zu dem Gleichnisse [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:JSir11|JSir 11,18-20]]'']. - ('''24''') Während du über deine Besitzungen nachdenkst. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Jak04|Jak 4,13-15]]'']. - ('''25''') An tugendhaften Werken. - ('''26''') Wie V. 1. Der Heiland will die Wurzel der Habsucht ausschneiden. - ('''27''') Erster Grund: Der das Größere gegeben, wird das Geringere nicht versagen. Der zweite Grund schließt von dem Geringeren auf das Größere. - ('''28''') Die Raben sind sehr fressgierig. Der Heiland gibt noch eine andere Lehre. Was in ihrer Macht ist, tun sie, was aber über ihre Natur hinausgeht, das Säen, bekümmert sie nicht. So muss der Mensch auch das Gute tun, das Gottes Ordnung fordert, alles übrige aber lassen. Der dritte Grund V. 25 – 26. - ('''29''') Besser: Seiner Lebenszeit. Für die Körpergröße wäre eine Elle nichts Geringes. - ('''30''') Dort ist die Fülle aller Güter. So machen sie sich für das Reich Gottes zugleich geeigneter. - ('''31''') In den letzten Worten liegt eine Steigerung. - ('''32''') Eure Furcht, Sorge, Hoffnung, Freude usw. - ('''33''') Um für jeden Befehl des Herrn gerüstet zu sein: durch Abtötung des Leibes (Greg.), aller Leidenschaften (Aug.), die Übung aller Tugenden. (Euseb.) - ('''34''') Bereit, Gott, wenn er zum Gerichte kommt, zu empfangen. - ('''35''') Die Zeit der Rückkehr ist ungewiß. Christus kommt von seiner Vermählung mit der triumphierenden Kirche, den heiligen Seelen (Theoph.) oder den heiligen Engeln (Greg., Bed., Bonav.). - ('''36''') Dies pflegt bei Menschen nicht zu geschehen. So beschreibt der Herr die Größe des himmlischen Lohnes. - ('''37''') Zu jeder Tageszeit (Lebenszeit) kann er kommen, deshalb gilt es, nicht lässig zu werden und zu wachen. Die erste Vigilie wird nicht genannt, weil die Hochzeitsfeier in dieselbe fällt. - ('''38''') Die Diebe kommen unvermerkt und stiften so Schaden. Vergl. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Offenb16|Offenb 16,15]]'']. - ('''39''') Christus hatte zu den Aposteln gesprochen s. V. 32. Zudem schien nur diesen der ehrenvolle Name Diener Christi zuzukommen, deshalb fragt Petrus über das V. 33 – 40 vorgelegte Gleichnis. Christus antwortet durch ein anderes Gleichnis, dessen Ausdehnung V. 47. 48 anzeigen. - ('''40''') Der seines Herrn Willen genau tut. - ('''41''') Der das anvertraute Gut Zeit und Umständen gemäß nach den Absichten seines Herrn verwaltet. - ('''42''') Der ungetreue Knecht wird in seinen Sünden dahinsterben. - ('''43''') Die Befehle seines Herrn. Diese werden besonders aus der Offenbarung erkannt. - ('''44''') Den offenbarten Willen Gottes, oder: Der es vernachlässigt hat, den Willen seines Herrn zu erfahren (Cyr., Euth., Theoph.). - ('''45''') Erkennend, dass er gegen die Stimme des Gewissens Strafwürdiges getan. Die Erkenntnis ist geringer, daher auch die Strafe. - ('''46''') Jeder muss je nach den anvertrauten Gaben sein Heil wirken, denn dazu hat der Herr das reinigende und entflammende Feuer der mitwirkenden Gnade gebracht. Andere Ausleger anders. - ('''47''') Christus muss indes durch sein Leiden der Welt diese übernatürliche Hilfe verdienen. - ('''48''') Mit der Taufe seines Blutes. - ('''49''') Ich werde beängstigt. Immer steht dem Heiland sein Leiden vor Augen (Ambr.). Ich sehne mich danach (Theoph.). - ('''50''') Wie zuvor die Jünger, so ermahnt der Heiland jetzt das Volk zur Wachsamkeit (Bonav.). Freilich ist dieses nicht so auf seine Mahnungen vorbereitet wie jene. - ('''51''') Von der Meerseite her. Diese Rede ist verschieden von der bei anderer Gelegenheit gehaltenen. [''[[:Kategorie:BIBLIA SACRA:NT:Mt16|Mt 16,2]]'']- ('''52''') Dies ist der Grund, weshalb sie es nicht vermögen. - ('''53''') Und erwählet? Ihr Gewissen allein, ohne äußere Zeugnisse, musste ihnen die Kenntnis der gegenwärtigen Zeit geben. - ('''54''') Was das Rechte ist, zeigt Jesus durch ein Gleichnis: die Buße. - ('''55''') Es ist nicht notwendig zu fragen, wer der Gläubiger ist, da nicht jeder Punkt eines Gleichnisses notwendig zur Anwendung bestimmt ist. Der Sinn ist: Jetzt erfasset im Glauben und im Werke das messianische Heil, damit ihr nicht dem Gerichte Gottes verfallet.
  
 
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Aktuelle Version vom 16. August 2019, 08:58 Uhr

Sanctum Jesu Christi Evangelium secundum Lucam

Das heilige Evangelium Jesu Christi nach Lukas - Kap. 12

2. Die zweite Reise Jesu nach Jerusalem. (12 – 17,22) Mahnungen an die Jünger. (V. 12) Jesus wird als Richter in einer Erbstreitigkeit angerufen und warnt vor Habsucht und zu großer Sorge. (V. 34) Notwendigkeit der Wachsamkeit. (V. 53) Die Zeichen der Zeit mahnen alle zur Buße.

1. Multis autem turbis circumstantibus, ita ut se invicem conculcarent, cœpit dicere ad discipulos suos: Attendite a fermento Pharisæorum, quod est hypocrisis.
2. Nihil autem opertum est, quod non reveletur: neque absconditum, quod non sciatur.
3. Quoniam quæ in tenebris dixistis, in lumine dicentur: et quod in aurem locuti estis in cubiculis, prædicabitur in tectis.
4. Dico autem vobis amicis meis: Ne terreamini ab his, qui occidunt corpus, et post hæc non habent amplius quid faciant.
5. Ostendam autem vobis quem timeatis: timete eum, qui, postquam occiderit, habet potestatem mittere in gehennam: ita dico vobis, hunc timete.
6. Nonne quinque passeres veneunt dipondio, et unus ex illis non est in oblivione coram Deo?
7. Sed et capilli capitis vestri omnes numerati sunt. Nolite ergo timere: multis passeribus pluris estis vos.
8. Dico autem vobis: Omnis, quicumque confessus fuerit me coram hominibus, et Filius hominis confitebitur illum coram Angelis Dei:
9. Qui autem negaverit me coram hominibus, negabitur coram Angelis Dei.
10. Et omnis, qui dicit verbum in Filium hominis, remittitur illi: ei autem, qui in Spiritum sanctum blasphemaverit, non remittetur.
11. Cum autem inducent vos in synagogas, et ad magistratus, et potestates, nolite solliciti esse qualiter, aut quid respondeatis, aut quid dicatis.
12. Spiritus enim sanctus docebit vos in ipsa hora quid oporteat vos dicere.
13. Ait autem ei quidam de turba: Magister, dic fratri me out dividat mecum hæreditatem.
14. At ille dixit illi: Homo, quis me constituit judicem, aut divisorem super vos?
15. Dixitque ad illos: Videte, et cavete ab omni avaritia: quia non in abundantia cujusquam vita ejus est ex his quæ possidet.
16. Dixit autem similitudinem ad illos, dicens: Hominis cujusdam divitis uberes fructus ager attulit:
17. Et cogitabat intra se dicens: Quid faciam, quia non habes quo congregem fructus meos?
18. Et dixit: Hoc faciam: Destruam horrea mea, et majora faciam: et illuc congregabo omnia, quæ nata sunt mihi, et bona mea,
19. Et dicam animæ meæ: Anima, habes multa bona posita in annos plurimos: requiesce, comede, bibe, epulare.
20. Dixit autem illi Deus: Stulte, hac nocte animam tuam repetunt a te: quæ autem parasti, cujus erunt?
21. Sic est qui sibi thesaurizat, et non est in Deum dives.
22. Dixitque ad discipulos suos: Ideo dico vobis: Nolite solliciti esse animæ vestræ quid manducetis: neque corpori quid induamini.
23. Anima plus est quam esca, et corpus plus quam vestimentum.
24. Considerate corvos quia non seminant, neque metunt, quibus non est cellarium, neque horreum, et Deus pascit illos. Quanto magis vos pluris estis illis?
25. Quis autem vestrum cogitando potest adjicere ad staturam suam cubitum unum?
26. Si ergo neque quod minimum est potestis, quid de ceteris solliciti estis?
27. Considerate lilia quomodo crescunt: non laborant, neque nent: dico autem vobis, nec Salomon in omni gloria sua vestiebatur sicut unum ex istis.
28. Si autem fœnum, quod hodie est in agro, et cras in clibanum mittitur, Deus sic vestit: quanto magis vos pusillæ fidei?
29. Et vos nolite quærere quid manducetis, aut quid bibatis: et nolite in sublime tolli:
30. Hæc enim omnia gentes mundi quærunt. Pater autem vester scit quoniam his indigetis.
31. Verumtamen quærite primum regnum Dei, et justitiam ejus: et hæcomnia adjicientur vobis.
32. Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.
33. Vendite quæ possidetis, et date eleemosynam. Facite vobis sacculos, qui non veterascunt, thesaurum non deficientem in cœlis: quo fur non appropiat, neque tinea corrumpit.
34. Ubi enim thesaurus vester est, ibi et cor vestrum erit.
35. Sint lumbi vestri præcincti, et lucernæ ardentes in manibus vestris,
36. Et vos similes hominibus exspectantibus dominum suum quando revertatur a nuptiis: ut, cum venerit, et pulsaverit, confestim aperiant ei.
37. Beati servi illi, quos cum venerit dominus, invenerit vigilantes: amen cico vobis, quod præcinget se, et faciet illos discumbere, et transiens ministrabit illis.
38. Et si venerit in secunda vigilia, et si in tertia vigilia venerit, et ita invenerit, beati sunt servi illi.
39. Hoc autem scitote, quoniam si sciret paterfamilias, qua hora fur venerit, vigilaret utique, et non sineret perfodi domum suam.
40. Et vos estote parati, quia qua hora non putatis, Filius hominis veniet.
41. Ait autem ei Petrus: Domine, ad nos dicis hanc parabolam: an et ad omnes?
42. Dixit autem Dominus: Quis, putas, est fidelis dispensator, et prudens, quem constituit dominus supra familiam suam, ut det illis in tempore tritici mensuram?
43. Beatus ille servus, quem cum venerit Dominus, invenerit ita facientem.
44. Vere dico vobis, quoniam supra omnia, quæ possidet, constituet illum.
45. Quod si dixerit servus ille in corde suo: Moram facit dominus meus venire: et cœperit percutere servos, et ancillas, et edere, et bibere, et inebriari:
46. Veniet dominus servi illius in die, qua non sperat, et hora, qua nescit, et dividet eum, partemque ejus cum infidelibus ponet.
47. Ille autem servus, qui cognovit voluntatem domini sui, et non præparavit, et non fecit secundum voluntatem ejus, vapulabit multis:
48. Qui autem non cognovit, et fecit digna plagis, vapulabit paucis. Omni autem, cui multum datum est, multum quæretur ab eo: et cui commendaverunt multum, plus petent ab eo.
49. Ignem veni mittere in terram, et quid volo nisi ut accendatur?
50. Baptismo autem habeo baptizari: et quomodo coarctor usquedum perficiatur?
51. Putatis quia pacem veni dare in terram? Non, dico vobis, sed separationem:
52. Erunt enim ex hoc quinque in domo una divisi, tres in duos, et duo in tres.
53. Dividentur: pater in filium, et filius in patrem suum, mater in filiam, et filia in matrem, socrus in nurum suam, et nurus in socrum suam.
54. Dicebat autem et ad turbas: Cum videritis nubem orientem ab occasu, statim dicitis: Nimbus venit: et ita fit.
55. Et cum austrum flantem, dicitis: Quia æstus erit: et fit.
56. Hypocritæ faciem cœli, et terræ nostis probare: hoc autem tempus quomodo non probatis?
57. Quid autem et a vobis ipsis non judicatis quod justum est?
58. Cum autem vadis cum adversario tuo ad principem, in via da operam liberari ab illo, ne forte trahat te ad judicem, et judex tradat te exactori, et exactor mittat te in carcerem.
59. Dico tibi, non exies inde, donec etiam novissimum minutum reddas.

1. Als nun1 viele Volksscharen ringsherum standen, so dass sie aufeinander traten,
fing er an zu seinen Jüngern2 zu sagen:
Hütet euch vor dem Sauerteige der Pharisäer, welcher die Heuchelei3 ist! [Mt 16,6], Mk 8,15]
2. Es ist aber nichts verborgen, was nicht offenbar, und nichts heimlich, was nicht bekannt würde.4 [Mt 10,26, Mk 4,22]
3. Denn was ihr im Finstern gesprochen habt, das wird im Lichte verkündet werden;
und was ihr in den Kammern in`s Ohr geredet habet, das wird auf den Dächern gepredigt werden.5
4. Euch aber, meinen Freunden,6 sage ich: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten,
und darnach7 nichts mehr tun können!
5. Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollet:
Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, Macht hat, in die Hölle zu werfen. Ja, sage ich euch, diesen fürchtet!8
6. Verkauft man nicht fünf Sperlinge um zwei Pfennige?9 Und nicht einer von ihnen ist in Vergessenheit vor Gott.
7. Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch also nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.
8. Ich sage euch aber: Ein jeder, der mich vor den Menschen bekennen wird, den wird auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.10 [Mt 10,32, Mk 8,38, 2Tim 2,12, Lk 9,26]
9. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden.
10. Und jedem, der ein Wort wider den Menschensohn redet, wird es vergeben werden;
dem aber, der wider den heiligen Geist lästert, wird nicht vergeben werden.11 [Mt 12,32, Mk 3,29]
11. Wenn man euch in die Synagogen führet, und vor die Obrigkeiten und die Machthaber, so sorget nicht, wie oder was ihr antworten, oder was ihr reden sollet;
12. denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen müsst.12 [Mt 1o,19.20]
13. Es sprach aber einer aus dem Volke13 zu ihm: Meister! Sage meinem Bruder, dass er die Erbschaft mit mir teile.14
14. Er aber sprach zu ihm: Mensch!15 wer hat mich zum Richter oder Erbverteiler über euch gesetzt?
15. Und er sprach zu ihnen:16 Sehet zu, und hütet euch17 vor aller Habsucht; denn wenn auch jemand Überfluss hat, so hängt doch sein Leben nicht von seinen Gütern ab.18
16. Er sagte ihnen auch ein Gleichnis, und sprach: Eines reichen Mannes Acker19 trug reichliche Früchte. [JSir 11,19]
17. Da dachte er bei sich selbst, und sprach: Was soll ich tun, da ich nicht Raum habe, wo ich meine Feldfrüchte unterbringen könnte?20
18. Und er sprach: Das will ich tun: Ich werde meine21 Scheunen abbrechen, und größere bauen; daselbst werde ich alles, was mir gewachsen, und meine Güter zusammenbringen.
19. Dann werde ich zu meiner Seele sagen: Meine Seele! Du hast viele Güter liegen auf sehr viele Jahre;22 ruhe aus, iß, trink, lass es dir wohl sein!
20. Gott aber sprach zu ihm:23 Du Tor! In dieser Nacht24 fordert man deine Seele von dir; was du nun bereitet hast, wessen wird es sein?
21. So geht es dem, der sich Schätze sammelt, und nicht bei Gott reich ist.25 [1Tim 6,17]
22. Und er sprach zu seinen Jüngern:26 Darum sage ich euch:
Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen, noch für den Leib, was ihr anziehen möget. [Ps 54,23, Mt 6,25, 1Petr 5,7]
23. Das Leben ist mehr als die Speise, und der Leib mehr als die Kleidung.27
24. Betrachtet die Raben,28 sie säen und ernten nicht, sie haben weder Keller noch Scheunen, und Gott ernähret sie. Wieviel mehr seid ihr wert als sie?
25. Wer von euch kann mit seinen Sorgen seiner Leibeslänge29 auch nur eine Elle zusetzen? [Mt 6,27]
26. Wenn ihr nun auch nicht einmal das Geringste vermöget, was sorget ihr euch für das übrige?
27. Betrachtet die Lilien, wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht, und spinnen nicht; ich sage euch aber, selbst Salomon in seiner ganzen Pracht war nicht gekleidet wie eine von diesen.
28 Wenn nun Gott das Gras, welches heute auf dem Felde steht, und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet, wie viel mehr euch, ihr Kleingläubigen!
29. Darum fraget auch ihr nicht, was ihr essen oder was ihr trinken möget, und trachtet nicht hoch hinaus,
30. denn nach allem diesem trachten die Heiden. Euer Vater aber weiß, dass ihr dessen bedürfet. [Mt 6,32]
31. Vielmehr suchet zuerst das Reich Gottes30 und seine Gerechtigkeit, so wird euch dieses alles zugegeben werden.
32. Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater gefallen, euch das Reich zu geben.
33. Verkaufet, was ihr besitzet, und gebet Almosen! Machet euch Beutel, die nicht veralten,
einen Schatz im Himmel, der nicht abnimmt, wo kein Dieb dazukommt, und den keine Motte verzehrt.31 [Mt 6,20, Mt 19,21]
34. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.32 [Mt 6,21]
35. Eure Lenden seien umgürtet,33 und die Lampen brennend in euren Händen,34
36. und ihr seiet Menschen ähnlich, die auf ihren Herrn warten, wann er von der Hochzeit35 zurückkommen wird, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun.
37. Selig jene Knechte, welche der Herr wachend findet, wenn er kommt!
Wahrlich, ich sage euch, er wird sich aufgürten, und sie zu Tische sitzen lassen, und umhergehen, und sie bedienen.36
38. Und wenn er in der zweiten Nachtwache kommt, oder in der dritten Nachtwache kommt, und sie so findet, selig sind jene Knechte!37
39. Das aber sollt ihr wissen, wenn der Hausvater wüsste, zu welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er sicherlich wachen, und nicht in sein Haus einbrechen lassen.38 [Mt 24,43]
40. So seid denn auch ihr bereit; denn zu einer Stunde, da ihr es nicht meinet, wird der Menschensohn kommen.
41. Petrus aber sprach zu ihm: Herr! sagst du dieses Gleichnis für uns, oder auch für alle?39
42. Und der Herr sprach: Wer ist wohl der treue40 und kluge41 Haushalter, den der Herr über sein Gesinde gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit den angemessenen Unterhalt reiche?
43. Selig ist jener Knecht, den der Herr, wenn er kommt, also handelnd findet!
44. Wahrlich, ich sage euch, über alle seine Besitztümer wird er ihn setzen!
45. Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen spräche: Mein Herr verziehet zu kommen;
und wenn er anfinge die Knechte und Mägde zu schlagen, zu essen, zu trinken, und sich zu berauschen,
46. so wird der Herr dieses Knechtes kommen an einem Tage, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, da er es nicht weiß,
und wird ihn absondern, und ihm seinen Teil mit den Ungetreuen geben.42
47. Jener Knecht aber, der den Willen seines Herrn43 gekannt, und sich nicht bereit gehalten,
und nicht getan hat nach seinem Willen, wird viele Streiche bekommen.
48. Der ihn aber nicht gekannt,44 und das getan hat, was Schläge verdient,46 wird weniger erhalten.
Von einem jeden aber, dem viel gegeben worden ist, wird viel gefordert werden;
und wem viel anvertraut worden ist, von dem wird mehr gefordert werden.
49. Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu senden, und was will ich anders, als dass es brenne?46
50. Aber ich muss47 mit einer Taufe getauft werden;48 und wie drängt es mich,49 bis es vollbracht wird! [Mk 10,38]
51. Meinet ihr, dass ich gekommen sei, der Erde Frieden zu geben? Nein, sage ich euch, sondern Entzweiung; [Mt 10,34.35]
52. denn von nun an werden fünf in einem Hause uneins sein, drei mit zweien, und zwei mit dreien;
53. uneins der Vater mit dem Sohne, und der Sohn mit seinem Vater,
die Mutter mit der Tochter, und die Tochter mit der Mutter,
die Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter, und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.
54. Er sprach aber auch zu dem Volke:50 Wenn ihr eine Wolke von Abend her51 aufsteigen sehet,
so saget ihr sogleich: Es kommt Regen! Und es trifft so ein;
55. und wenn ihr den Südwind wehen sehet, saget ihr: Es wird heiß werden! Und es trifft zu.
56. Ihr Heuchler!52 das Aussehen des Himmels und der Erde wisset ihr zu prüfen, warum würdigt ihr denn aber diese Zeit nicht? [Mt 16,4]
57. Warum beurteilet ihr nicht auch von euch selbst,53 was recht ist?54
58. Wenn du aber mit deinem Widersacher zur Obrigkeit gehest, so gib dir auf dem Wege Mühe, von ihm frei zu werden, damit er dich nicht etwa vor den Richter schleppe, und der Richter dich dem Gerichtsdiener übergebe, und der Gerichtsdiener dich in das Gefängnis werfe.55
59. Ich sage dir, du wirst von da nicht herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlt hast.

Fußnote

Kap. 12 (1) Griech.: Inzwischen. Nach anderen enthält der folgende Bericht die Fortsetzung der [Lk 9,51] erwähnten Reise. - (2) Griech.: Zuerst zu seinen Jüngern. - (3) Die Heuchelei verdirbt alles Gute, das im Menschen sein kann (Theoph.). - (4) Auch ihre Heuchelei wird aufgedeckt werden. - (5) Weder Finsternis, noch geheime Weise, noch Ort wird etwas vor der Offenbarung sichern. Im Morgenlande waren die Dächer flach, so dass man von denselben herab zum Volke reden konnte. - (6) Dies ist die Ursache der Verfolgung, dass sie die Freunde des Herrn sind. - (7) Nach verschiedenen Todesarten, die sie sich ausdenken können. - (8) Die Furcht Gottes muss jede andere Furcht besiegen. - (9) Zweiter Grund. Vergl. [Mt 10,29]. - (10) Dritter Grund. – (11) Nicht alle, die den Heiland verleugnen, werden gleiche Strafen erdulden. Im übrigen vergl. [Mt 12,Anm.37] – (12) Vierter Grund. – (13) Dasselbe, von dem V. 1 die Rede war. - (14) Das einzige Beispiel, dass jemand dem Heiland um Hilfe in Vermögensangelegenheiten anrief. Die Rabbinen pflegten in Testamentsangelegenheiten angerufen zu werden. Christus tadelt den Menschen nicht, dass er sein Recht sucht, aber erklärt, dass etwas derartiges von seinem Beruf fern liegt. - (15) Zeichen der Verwunderung. - (16) Jesus benutzt jede Gelegenheit, Gutes zu stiften. - (17) Wenn unser Erlöser, der für uns gestorben ist, sagt: Hütet euch, so dürfen wir nicht leicht darüber hinweggehen. Sehen wir nicht, wie groß das Übel ist, so glauben wir es dem, der es kennt (Aug.). - (18) Dasselbe hängt von Gottes Willen ab, wie das folgende Gleichnis zeigt. - (19) Nach dem Griech. Eine große Länderstrecke (Cyr., Aug.). - (20) Nicht wie er sie gebrauchen, sondern wie er sie bewahren soll (Aug.). - (21) Wie oft wiederholt er das Wort: meine! Er hätte den Armen mitteilen sollen (Basil.). - (22) Er misst sich Lebensjahre zu, als wenn er auch solche eingeerntet hätte (Cyr.). - (23) Vergl. zu dem Gleichnisse [JSir 11,18-20]. - (24) Während du über deine Besitzungen nachdenkst. Vergl. [Jak 4,13-15]. - (25) An tugendhaften Werken. - (26) Wie V. 1. Der Heiland will die Wurzel der Habsucht ausschneiden. - (27) Erster Grund: Der das Größere gegeben, wird das Geringere nicht versagen. Der zweite Grund schließt von dem Geringeren auf das Größere. - (28) Die Raben sind sehr fressgierig. Der Heiland gibt noch eine andere Lehre. Was in ihrer Macht ist, tun sie, was aber über ihre Natur hinausgeht, das Säen, bekümmert sie nicht. So muss der Mensch auch das Gute tun, das Gottes Ordnung fordert, alles übrige aber lassen. Der dritte Grund V. 25 – 26. - (29) Besser: Seiner Lebenszeit. Für die Körpergröße wäre eine Elle nichts Geringes. - (30) Dort ist die Fülle aller Güter. So machen sie sich für das Reich Gottes zugleich geeigneter. - (31) In den letzten Worten liegt eine Steigerung. - (32) Eure Furcht, Sorge, Hoffnung, Freude usw. - (33) Um für jeden Befehl des Herrn gerüstet zu sein: durch Abtötung des Leibes (Greg.), aller Leidenschaften (Aug.), die Übung aller Tugenden. (Euseb.) - (34) Bereit, Gott, wenn er zum Gerichte kommt, zu empfangen. - (35) Die Zeit der Rückkehr ist ungewiß. Christus kommt von seiner Vermählung mit der triumphierenden Kirche, den heiligen Seelen (Theoph.) oder den heiligen Engeln (Greg., Bed., Bonav.). - (36) Dies pflegt bei Menschen nicht zu geschehen. So beschreibt der Herr die Größe des himmlischen Lohnes. - (37) Zu jeder Tageszeit (Lebenszeit) kann er kommen, deshalb gilt es, nicht lässig zu werden und zu wachen. Die erste Vigilie wird nicht genannt, weil die Hochzeitsfeier in dieselbe fällt. - (38) Die Diebe kommen unvermerkt und stiften so Schaden. Vergl. [Offenb 16,15]. - (39) Christus hatte zu den Aposteln gesprochen s. V. 32. Zudem schien nur diesen der ehrenvolle Name Diener Christi zuzukommen, deshalb fragt Petrus über das V. 33 – 40 vorgelegte Gleichnis. Christus antwortet durch ein anderes Gleichnis, dessen Ausdehnung V. 47. 48 anzeigen. - (40) Der seines Herrn Willen genau tut. - (41) Der das anvertraute Gut Zeit und Umständen gemäß nach den Absichten seines Herrn verwaltet. - (42) Der ungetreue Knecht wird in seinen Sünden dahinsterben. - (43) Die Befehle seines Herrn. Diese werden besonders aus der Offenbarung erkannt. - (44) Den offenbarten Willen Gottes, oder: Der es vernachlässigt hat, den Willen seines Herrn zu erfahren (Cyr., Euth., Theoph.). - (45) Erkennend, dass er gegen die Stimme des Gewissens Strafwürdiges getan. Die Erkenntnis ist geringer, daher auch die Strafe. - (46) Jeder muss je nach den anvertrauten Gaben sein Heil wirken, denn dazu hat der Herr das reinigende und entflammende Feuer der mitwirkenden Gnade gebracht. Andere Ausleger anders. - (47) Christus muss indes durch sein Leiden der Welt diese übernatürliche Hilfe verdienen. - (48) Mit der Taufe seines Blutes. - (49) Ich werde beängstigt. Immer steht dem Heiland sein Leiden vor Augen (Ambr.). Ich sehne mich danach (Theoph.). - (50) Wie zuvor die Jünger, so ermahnt der Heiland jetzt das Volk zur Wachsamkeit (Bonav.). Freilich ist dieses nicht so auf seine Mahnungen vorbereitet wie jene. - (51) Von der Meerseite her. Diese Rede ist verschieden von der bei anderer Gelegenheit gehaltenen. [Mt 16,2]- (52) Dies ist der Grund, weshalb sie es nicht vermögen. - (53) Und erwählet? Ihr Gewissen allein, ohne äußere Zeugnisse, musste ihnen die Kenntnis der gegenwärtigen Zeit geben. - (54) Was das Rechte ist, zeigt Jesus durch ein Gleichnis: die Buße. - (55) Es ist nicht notwendig zu fragen, wer der Gläubiger ist, da nicht jeder Punkt eines Gleichnisses notwendig zur Anwendung bestimmt ist. Der Sinn ist: Jetzt erfasset im Glauben und im Werke das messianische Heil, damit ihr nicht dem Gerichte Gottes verfallet.

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