Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:1Koe10

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Liber primus Regum Tertius, secundum Hebræos primos Malachim. Caput X.

Das dritte, nach dem Hebräischen das erste Buch der Könige. Kap. 10


C. Salomons Pracht und Herrlichkeit. (Kap. 10) 1.) Die Königin von Saba kommt nach Jerusalem, Salomo zu sehen. (V. 13)
2) Geschenke, welche der König erhält oder spendet. (V. 23) 3.) Sein Ruhm auf der ganzen Erde und die Fülle der Güter Israels.

1. Sed et regina Saba, audita fama Salomonis in nomine Domini, venit tentare eum in ænigmatibus.
2. Et ingressa Jerusalem multo cum comitatu, et divitiis, camelis portantibus aromata, et aurum infinitum nimis, et gemmas pretiosas, venit ad regem Salomonem, et locuta est ei universa quæ habebat in corde suo.
3. Et docuit eam Salomon omnia verba, quæ proposuerat: non fuit sermo, qui regem posset latere, et non responderet ei.
4. Videns autem regina Saba omnem sapientiam Salomonis, et domum quam ædificaverat,
5. Et cibos mensæ ejus, et habitacula servorum, et ordines ministrantium, vestesque eorum, et pincernas, et holocausta, quæ offerebat in domo Domini: non habebat ultra spiritum.
6. Dixitque ad regem: Verus est sermo, quem audivi in terra mea
7. Super sermonibus tuis, et super sapientia tua: et non credebam narrantibus mihi, donec ipsa veni, et vidi oculis meis, et probavi quod media pars mihi nuntiata non fuerit: major est sapientia et opera tua, quam rumor, quem audivi.
8. Beati viri tui, et beati servi tui qui stant coram te semper, et audiunt sapientiam tuam.
9. Sit Dominus Deus tuus benedictus, cui complacuisti, et posuit te super thronum Israel, eo quod dilexerit Dominus Israel in sempiternum, et constituit te regem, ut faceres judicium et justitiam.
10. Dedit ergo regi centum viginti talenta auri, et aromata multa nimis, et gemmas pretiosas: non sunt allata ultra aromata tam multa, quam ea quæ dedit regina Saba regi Salomoni.
11. (Sed et classic Hiram, quæ portabat aurum de Ophir, attulit ex Ophir ligna thyina multa nimis, et gemmas pretiosas.
12. Fecitque rex de lignis thyinis fulcra domus Domini, et domus regiæ, et citharas lyrasque cantoribus: non sunt allata hujuscemodi ligna thyina, neque visa usque in præsentem diem.)
13. Rex autem Salomon dedit reginæ Saba omnia quæ voluit, et petivit ab eo: exceptis his, quæ ultro obtulerat ei numere region. Quæ reversa est, et abiit in terram suam cum servis suis.
14. Erat autem pondus auri, quod afferebatur Salomoni per annos singulos, sexcentorum sexaginta sex talentorum auri:
15. Excepto eo, quod afferebant viri, qui super vectigalia erant, et negotiatores, universique scruta vendentes, et omnes reges Arabiæ, ducesque terræ.
16. Fecit quoque rex Salomon ducenta scuta de auro purissimo, sexcentos auri siclos dedit in laminas scuti unius.
17. Et trecentas peltas ex auro probate: trecentæ minæ auri unam peltam vestiebant: posuitque eas rex in domo saltus Libani.

18. Fecit etiam rex Salomon thronum de ebore grandem: et vestivit eum auro fulvo nimis,
19. Qui habebat sex gradus: et summitas throni rotunda erat in parte posteriori: et duæ manus hinc atque inde tenentes sedile: et duo leones sabant juxta manus singulas.
20. Et duodecim leunculi stantes super sex gradus hinc atque inde: non est factum tale opus in universis regnis.

21. Sed et omnia vasa, quibus potabat rex Salomon, erant aurea: et universa supellex domus saltus Libani de auro purissimo: non erat argentum, nec alicujus pretii putabatut in diebus Salomonis,
22. Quia classis regis per mare cum classe Hiram semel per tres annos ibat in Tharsis, deferens inde aurum, et argentum, et dentes elephantorum, et simias, et pavos.
23. Magnificatus est ergo rex Salomon super omnes reges terræ divitiis, et sapientia.
24. Et universa terra desiderabat vultum Salamonis, ut audiret sapientiam ejus, quam dederat Deus in corde ejus. <br7>

25. Et singuli deferebant ei munera, vasa argentea et aurea, vestes et arma bellica, aromata quoque, et equos et mulos per annos singulos,
26. Congregavitque Salomon currus et equites, et facti sunt ei mille quadraginti currus, et duodecim millia equitum: et deposuit eos per civitates munitas, et cum rege in Jerusalem.
27. Fecitque ut tanta esset abundantia argenti in Jerusalem, quanta et lapidum: et cedrorum præbuit multitudinem quasi sycomoros, quæ nascuntur in campestribus.
28. Et educebantur equi Salomoni de Ægypto, et de Coa. Negotiatores enim regis emebant de Coa, et statuto pretio perducebant.
29. Egrediebatur autem quadriga ex Ægypto sexcentis siclis argenti, et equus centum quinquaginta. Atque in hunc modum cuncti reges Hethæorum et Syriæ equos venumdabant.


1. Aber auch die Königin von Saba1 hörte den Ruf von Salomon über den Namen des Herrn und kam, ihn mit Rätselfragen auf die Probe zu stellen.2 [2Chr 9,1, Mt 12,42, Lk 11,31]
2. Und sie zog in Jerusalem ein mit großem Gefolge und Reichtum, mit Kamelen, welche Gewürze und eine unermessliche Menge Goldes und kostbare Edelsteine trugen, und kam zu dem Könige Salomon und redete zu ihm alles, was sie in ihrem Herzen hatte.
3. Und Salomon belehrte sie über alle Fragen, die sie vorlegte; es war nichts, was dem Könige verborgen sein konnte, worauf er ihr nicht geantwortet hätte.
4. Als nun die Königin von Saba alle Weisheit Salomons sah und das Haus, das er gebaut hatte,
5. die Speisen seines Tisches, die Wohnungen seiner Beamten, die Ordnungen der Dienerschaft und ihre Kleider, die Mundschenken und die Brandopfer, welche er im Hause des Herrn darbrachte, geriet sie außer sich
6. und sprach zu dem Könige: Wahr ist das Gerücht, das ich in meinem Lande gehört habe
7. von deinen Aussprüchen und von deiner Weisheit; aber ich glaubte denen nicht, welche mir davon erzählten, bis ich selbst kam und mit eigenen Augen sah und mich überzeugte, dass mir nicht die Hälfte berichtet worden ist. Deine Weisheit und deine Werke sind größer als der Ruf, den ich vernommen habe.
8. Glückselig sind deine Leute und glückselig deine Diener, die immerdar vor dir stehen und deine Weisheit hören!
9. Gepriesen sei der Herr, dein Gott3 dem du wohlgefallen hast und der dich auf den Thron Israels gesetzt hat; weil der Herr Israel immerdar liebt und dich zum Könige eingesetzt hat, dass du Recht und Gerechtigkeit übest.
10. Sie gab also dem Könige hundertundzwanzig Talente Goldes4 und überaus viele Gewürze und kostbare Edelsteine; nie wieder sind so viele Gewürze gebracht worden, wie die waren, welche die Königin von Saba dem Könige Salomon gab.
11. (Aber auch die Flotte Hirams, welche das Gold und Ophir holte, brachte von Ophir überaus viel wohlriechendes Holz und kostbare Edelsteine mit. [2Chr 9,10]
12. Und der König ließ von dem wohlriechenden Holze Geländer für das Haus des Herrn und für das königliche Haus und Zithern und Harfen für die Sänger machen; solches wohlriechende Holz ist nicht mehr gebracht noch gesehen worden bis auf den heutigen Tag.)
13. Der König Salomon dagegen gab der Königin von Saba alles, was sie wünschte und von ihm begehrte, neben dem, was er ihr aus eigenem Antriebe als Königsgabe dargebracht hatte.5 Und sie kehrte um und zog mit ihren Dienern in ihr Land.
14. Das Gewicht des Goldes aber, das man Salomon Jahr für Jahr6 brachte, betrug sechshundertsechsundvierzig Goldtalente7
15. außer dem, was die Männer brachten, welche über die Abgaben gesetzt waren, und die Kaufleute und alle Händler und alle8Könige Arabiens und die Statthalter9 des Landes.
16. Auch ließ der König Salomon zweihundert Schilde von ganz lauterem Golde machen und gab sechshundert Sekel Goldes zu der Platte jedes Schildes.
17. Sodann ließ er dreihundert kleinere Schilde10 aus erprobtem Golde machen; mit dreihundert Minen11 Goldes wurde jeder Schild überzogen und der König hinterlegte sie in dem Waldhause vom Libanon.12
18. Weiter ließ der König Salomon einen großen Thron von Elfenbein machen und überzog ihn mit hell glänzendem Golde.
19. Derselbe hatte sechs Stufen13 und war oben gerundet an der Hinterseite, den Sitzplatz hielten zwei Armlehnen an beiden Seiten und zwei Löwen standen neben den Armlehnen.
20. Zwölf kleine Löwen14 standen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten; ein solches Werk ist in keinem Königreich je gemacht worden.
21. Aber auch alle Gefäße, aus denen der König Salomon trank, waren von Gold und alles Geräte des Waldhauses vom Libanon war von reinstem Golde; nichts war von Silber, denn dies ward in den Tagen Salomons für nichts geachtet,
22. weil die Flotte des Königs mit der Flotte Hirams einmal in drei Jahren über das Meer nach Tharsis15 fuhr und von da Gold, Silber, Elefantenzähne, Affen und Pfauen brachte.
23. So ward der König Salomon erhöht über alle Könige der Erde an Reichtum und an Weisheit.
24. Und die ganze Erde begehrte Salomons Angesicht zu schauen und seine Weisheit zu hören, welche Gott ihn ins Herz gegeben hatte.
25. Ein jeder brachte ihm Geschenke,16 silberne und goldene Geräte, Kleider und Kriegswaffen, auch Gewürze, Rosse und Maultiere, Jahr für Jahr.
26. Und Salomon sammelte Wagen und Reiter und erhielt tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Reiter; diese legte er in die festen Städte und zu dem Könige nach Jerusalem. [2Chr 1,14]
27. Und er machte, dass zu Jerusalem ein gleicher Überfluss an Silber war wie an Steinen17 und Zedernholz schaffte er soviel herbei, als wilde Feigenbäume in den Ebenen wachsen.
28. Auch führte man Pferde für Salomon aus Ägypten und aus Koa aus; denn die Kaufleute des Königs kauften sie in Koa und brachten sie um einen bestimmten Preis herbei.18
29. Ein Viergespann aus Ägypten kam auf sechshundert Sekel Silbers und ein Pferd auf hundertfünfzig. Auf diese Weise verkauften19 alle Könige der Hethiter und Syriens ihre Pferde.


Fußnote

Kap. 10 (1) Landschaft im Süden des glücklichen Arabien. Die Königin ist ein Vorbild der Könige, die mit ihren Völkern von ferne her zum Friedensfürsten kommen. Vergl. [Mt 12,42]. - (2) Die Weisheit in Sprüchen vorzutragen, die durch ihre gehaltvolle Kürze rätselhaft sind, ist uralte Sitte des Morgenlandes. - (3) Dies ist dem Polytheismus wohl vereinbar. Vergl. [1Koe 5,7]. - (4) Fast 14 ½ Millionen Mark. - (5) Geschenke legten die Pflicht auf, Gegengeschenke zu machen. - (6) Die Schiffe waren immer drei Jahre unterwegs, mithin einmal in drei Jahren. - (7) Etwa 72 ½ Mill. Mark, wohl eine runde Summe nach ungefährer Schätzung. - (8) Zinsbaren. - (9) Einheimischen. - (10) Im Kriege hatte man einen größeren Schild, der den ganzen Mann deckte, und einen kleineren. - (11) Hebr.: Drei Minen. Die Mine hatte 100 Sekel, 60 Minen waren ein Talent. Das Gold eines großen Schildes wog also etwa 4366 Gramm, das eines kleinen die Hälfte. - (12) Siehe [1Koe 7,2]. - (13) Und einen Fußschemel [2Chr 9,18]. - (14) Die Löwen sind Sinnbilder der Herrschermacht, die Zahl 12 Bild der vereinigten zwölf Stämme. - (15) Eigentlich Tartessus in Spanien, dann auch öfter für fernes Seeland allgemein gebraucht. - (16) Vergl. [1Sam 9,7]. - (17) Auch profane Schriftsteller berichten von einem erstaunlichen Überfluss der Edelmetalle bei den orientalischen Völkern. - (18) Hebr.: Und die Ausfuhr der Rosse Salomons (erfolgte) aus Ägypten, und zwar pflegten… die königlichen Händler einen Zug zu holen gegen Bezahlung, so dass ein Wagen um 600 Silber(sekel) aus Ägypten heraufgebracht und ausgeführt wurde, ein Pferd aber um 150. - (19) Hebr.: erhielten verkauft. - Weitere Kapitel: 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 |

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