Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Jer24

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Prophetia Jeremiæ. Caput XXIV.

Die Prophezeiung des Jeremias Kap. 24


4. Vierte Rede. Das Symbol der Feigenkörbe. (Kap. 24)

1. Ostendit mihi Dominus: et ecce duo calathi pleni ficis, positi ante templum Domini, postquam transtulit Nabuchodonosor rex Babylonis Jechoniam filium Joakim regem Juda, et principes ejus,

Et fabrum, et inclusorem de Jerusalem, et adduxit eos in Babylonem.
2. Calathus unus ficus bonas habebat nimis, ut solent ficus esse primi temporis: et calathus unus ficus habebat malas nimis, quæ comedi non poterant, eo quod essent malæ.
3. Et dixit Dominus ad me: Quid tu vides Jeremiam? Et dixi: Ficus, ficus bonas, bonas valde: et malas, malas valde: quæ comedi non possunt, eo quod sint malæ.
4. Et factum est verbum Domini ad me, dicens:
5. Hæc dicit Dominus Deus Israel: Sicut ficus hæ bonæ: sic cognoscam transmigrationem Juda, quam emisi de loco isto in terram Chaldæorum, in bonum.

6. Et ponam oculos meos super eos ad placandum, et reducam eos in terram hanc: et ædificabo eos, et non destruam: et plantabo eos, et non evellam.
7. Et dabo eis cor ut sciant me, quia ego sum Dominus: et erunt mihi in populum, et ego ero eis in Deum: quia revertentur ad me in toto corde suo.

8. Et sicut ficus pessimæ, quæ comedi non possunt, eo quod sint malæ: hæc dicit Dominus, sic dabo Sedeciam regem Juda, et principes ejus, et reliquos de Jerusalem, qui remanserunt in urbe hac, et qui habitant in terra Ægypti.


9. Et dabo eos in vexationem, afflictionemque omnibus regnis terræ: in opprobrium, et in parabolam, et in proverbium, et in maledictionem in universis locis, ad quæ ejeci eos.
10. Et mittam in eis gladium, et famem, et pestem: donec consumantur de terra, quam dedi eis, et patribus eorum.



1. Der Herr ließ mich schauen;1 und siehe, da waren zwei Körbe voll Feigen vor dem Tempel des Herrn aufgestellt, nachdem Nabuchodonosor, der König von Babylon, Jechonias, den Sohn Joakims, den König von Juda, seine Fürsten und die Werkleute und Schlosser von Jerusalem weggeführt und nach Babylon gebracht hatte.2
2. Der eine Korb enthielt sehr gute Feigen, wie die Frühfeigen zu sein pflegen;3 in dem andern Korbe aber waren sehr schlechte Feigen, die man nicht essen konnte, so schlecht waren sie.
3. Da sprach der Herr zu mir: Was siehst du Jeremias?4 Ich antwortete: Feigen, gute Feigen, sehr gute Feigen, und schlechte, sehr schlechte Feigen, die man nicht essen kann, so schlecht sind sie.
4. Da erging das Wort des Herrn an mich, also:
5. So spricht der Herr, der Gott Israels: Wie diese Feigen gut sind,5 so werde ich die Gefangenen Judas, welche ich aus diesem Orte in das Land der Chaldäer geschickt habe, zum Heile ansehen.
6. Und ich will meine Augen in Gnaden6 auf sie richten und sie in dies Land zurückführen und ich will sie aufbauen und nicht zerstören, sie pflanzen und nicht ausreißen.7
7. Und ich will ihnen Einsicht geben, mich zu erkennen, dass ich der Herr bin, und sie sollen mein Volk sein und ich werde ihr Gott sein, denn sie werden sich zu mir bekehren von ganzem Herzen.8
8. Aber wie die anderen Feigen sehr schlecht und so schlecht sind, dass man sie nicht essen kann, spricht der Herr, so will ich es mit Sedekias, dem Könige von Juda, und mit seinen Fürsten und mit den Überresten von Jerusalem machen, sowohl mit denen, die in dieser Stadt zurückgeblieben sind,9 wie mit denen, die im Lande Ägypten wohnen.10 [Jer 29,17]
9. Ich will sie zur Misshandlung und Heimsuchung allen Reihen der Erde hingeben, zur Schmach, zum Spott, zum Sprichwort und zum Fluche an allen Orten, wohin ich sie verstoßen werde.
10. Ich will Schwert, Hunger und Pest gegen sie aussenden, bis sie aus dem Lande ausgerottet sind, das ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe.11


Fußnote

Kap. 24 (1) Trost für die bereits Weggeführten und Belehrung der übrigen, dass Gott bei der Strafe eine gütige Absicht hat. - (2) Diese geschichtlichen Tatsachen werden [2Koe 24,14-17; 2Chr 36,10; Est 2,6; Est 11,4] berichtet. - (3) Wie jemand solche Freuden zu pflücken pflegt, hat Gott das auserwählte Volk angenommen und die Früchte guter Werke erwartet. - (4) Der Prophet soll wünschen zu erfahren, was die Feigen bedeuten. - (5) Wie jemand sich an guten Feigen erfreut, so wird Gott auch die nach Babylon Weggeführten bewahren und mit seiner Huld begleiten. - (6) Hebr.: Zum Guten – will sie mit besonderer Sorgfalt behüten, dass ihnen kein Schaden zustößt, und sie zurückführen. - (7) Den Grund hierfür gibt Vers 7 an, weil das Volk heilig ist. - (8) Wegen der Sünden des Volkes ist das Reich zerstört, also muss die Quelle des Unheils verstopft werden, soll die wiederhergestellte Theokratie ungestört bestehen bleiben. Die Erkenntnis ist eine praktische: Sie sollen erfahren, wie Gott, in sich vollkommen, auch den Geschöpfen ein treuer Spender alles Guten ist, Jahve wird ihr Beschützer und ihr übergroßer Lohn sein. In der Tat waren die Angehörigen Judas nach ihrer Rückkehr, fern von allem Götzendienst, eifriger denn zuvor bestrebt, das Gesetz zu beobachten, ja auch zu Zeiten, wie in der Periode der Machabäer, außerordentlich fromm. Die Prophezeiung gilt nicht den einzelnen, sondern dem Volke insgesamt. - (9) Gott will, dass sie sich den Chaldäern unterwerfen; folgen sie seinen Befehlen nicht, so sollen sie wie schlechte Feigen sein, die man fortwirft. - (10) Mit den Erstgenannten will Gott die verwerfen, welche auf die Mahnung, nicht nach Ägypten zu ziehen, nicht gehört haben. - (11) Wiederholung der [5Mos 28,37] angedrohten Strafen.

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