Kategorie:BIBLIA SACRA:AT:Ps75

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Liber Psalmorum. Psalmus LXXV.

Das Buch der Psalmen. Psalm 75 (76)


Der Psalmist preist Gottes großen Namen auf Sion (V. 2), der von hier aus die Macht der Feinde vernichtet hat in seinem Gerichte, den Bedrängten Rettung schaffend, (V. 10) Der Menschen Anschläge mehren Gottes Ehre, indem er sie vereitelt. (V. 11) Aufforderung, Gott zu loben.

1. In finem, in Laudibus, Psalmus Asaph, Canticum ad Assyrios.
2. Notus in Judæa Deus: in Israel magnum nomen ejus.
3. Et factus est in pace locus ejus: et habitatio ejus in Sion.
4. Ibi confregit potentias arcuum, scutum, gladium, et bellum.
5. Illuminans tu mirabiliter a montibus æternis:
6. Turbati sunt omnes insipientes corde. Dormierunt somnum suum: et nihil invenerunt omnes viri divitiarum in manibus suis.
7. Ab increpatione tua Deus Jacob dormitaverunt qui ascenderunt equos.
8. Tu terribilis es, et quis resistet tibi? ex tunc ira tua.
9. De cœlo auditum fecisti judicium: terra tremuit et quievit,

10. Cum exsurgeret in judicium Deus, ut salvos faceret omnes mansuetos terræ.
11. Quoniam cogitatio hominis confitebitur tibi: et reliquiæ cogitationis diem festum agent tibi.
12. Vovete, et reddite Domino Deo vestro: omnes qui in circuitu ejus affertis munera
Terribili
13. Et ei qui aufert spiritum principum, terribili apud reges terræ.


1. Zum Ende, unter den Lobliedern,1 ein Psalm Asaphs.2 Ein Lied auf die Assyrier.3
2. Bekannt ist4 Gott in Judäa,5 in Israel ist sein Name groß.6
3. Im Frieden7 ist seine Stätte bereitet und seine Wohnung auf Sion.
4. Dort zerbrach er die Macht der Bogen,8 Schild, Schwert und Krieg.9
5. Als du wunderbar erglänztest von den ewigen Bergen her,10
6. erschraken alle Herzensbetörten.11 Sie sanken in Todesschlaf und nichts mehr fanden die Männer des Reichtums12 in ihren Händen.13
7. Von deinem Dräuen, o Gott Jakobs! entschliefen, die Rosse bestiegen.14
8. Du bist furchtbar, und wer vermag dir zu widerstehen, sobald du zürnst?
9. Vom Himmel ließest du das Urteil15 vernehmen, die Erde erbebte und ward still,
10. als sich Gott zum Gerichte erhob, um allen Sanftmütigen des Landes zu helfen.16
11. Denn des Menschen Denken17 muss dich preisen und seine übrigen Gedanken dich feiern.18
12. Gelobet und löset dem Herrn, euerm Gott, eure Gelübde,19 ihr alle, ringsum ihn, bringet Gaben dem Furchtbaren dar20 und dem,
13. der die Fürsten ihres Mutes beraubt,21 der furchtbar ist für die Könige der Erde.22


Fußnote

Psalm. 75 (1) Dem Musikmeister. Zu Saitenspiel. - (2) Eines Nachkommen Asaphs. - (3) [Ps 74] bereitet auf das göttliche Gericht vor, Psalm 75 feiert es als geschehen. - (4) Die Wirkung steht hier statt der Handlung. Hebr.: kundgeworden – weil er sich so oft in Machterweisen offenbart hat. - (5) Hebr.: in Juda. In Juda insbesondere, da er seinen Sitz auf Sion hat innerhalb Israels. - (6) Wodurch? sagt V. 4. - (7) In Salem (Frieden), alter Name von Jerusalem. - (8) Hebr.: Die Blitze des Bogens, die funkelnden Pfeilspitzen. - (9) Kriegswaffen. Sela. - (10) Von den Bergen, die von Uranfang ohne Veränderung bestehen, hier vom Sion. Hebr.: von Raubesbergen herab. Von Salems Bergen her ließ er die Seinigen Beute machen, leuchtend wie der Blitz zum Verderben der Feinde. - (11) Die Heiden. Hebr.: wurden die Starkherzigen verwirrt. - (12) Die nach den Reichtümern, die sie aus Jerusalems Einnahme erwarteten, lüsternen Männer. - (13) Hebr.: Sie entschlummerten in ihrem Schlaf und die Tapfern alle fanden nicht ihre Hände. – Die Hand, welche das Schwert führen sollte, war vor Schrecken gelähmt. - (14) Hebr.: ward in tiefen Schlaf versenkt, so Wagen wie Ross zusamt. – Gottes Dräuen, das sich in der Tat offenbarte, versenkte Reiter wie Wagenkämpfer, vergl. [Jes 43,17], in Todesschlaf. - (15) Vergleichung mit dem Donner: Als deine Macht sich dröhnend erhob, legte sich das Toben der von Furcht ergriffenen Welt. - (16) Hebr.: um alle Bedrängten des Landes zu befreien. Sela. - (17) Schwarzer Plan. – Auch die schwarzen Pläne werden vereitelt – oder: die Menschen bekehren sich zu Gott. Hebr.: Grimm – durch ihre Vereitlung. So sind die Veranlassung deines Ruhmes. - (18) Hebr.: Mit dem Reste des Grimmes gürtest du dich. Wenn die Menschen ausgetobt, bleibt auf Gottes Seite noch Grimmesfülle übrig. - (19) Anrede an Israel. - (20) Aufforderung an die Heiden. - (21) Hebr.: der abmäht das Schnauben der Gewalttätigen. – Sie müssen merken, dass sie einen Herrn über sich haben, wenn er die hohen Zedern abmäht, die sich hartnäckig weigern, ihn anzuerkennen. - (22) Bei dem liturgischen Gebrauche des Psalmes kann man die Zeitwörter V. 3-10 in der Gegenwart verstehen: Gott schützt immer seine Stadt und sein Volk, die Kirche.

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